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2016 August

Veranstaltung am 10. Oktober: „Diversity in Leadership“

Eingetragen am 15.08.2016

15. August 2016 | By |

Diversity_Leadership

„Leadership Berlin – Netzwerk Verantwortung e.V.“ und der neu zu gründende Verein „Führungskräfte mit Behinderung“ präsentieren, was sie unter „Leadership“ verstehen, und laden Sie herzlich ein, daran teilzunehmen:

 

Datum: Montag, den 10. Oktober 2016, 19.00 – 21.15 Uhr
Ort: Ludwig-Erhard-Haus, Verein Berliner Kaufleute und Industrieller (VBKI), Goldberger Saal, Fasanenstr. 85, 10623 Berlin

Ablauf:

19.00
Grußwort Udo Marin, Geschäftsführer des VBKI[
Grußwort Dorothee Christiani, Mitglied des Vorstandes von Leadership Berlin
19.15
Diversity in Leadership – Führungskräfte mit Behinderung
Wie können Führungskräfte mit Behinderung einem defizitorientierten Blick auf Behinderung wirksam etwas für Behinderte und Nicht-Behinderte entgegensetzen? Wie ist ihr besonderer Blick auf Leadership und Diversity in Unternehmen, Behörden und Non-Profit-Organisationen?
Podiumsdiskussion von Führungskräften mit Behinderung mit Publikumsbeteiligung
20.00
Pause und Möglichkeit zum Networking
20.30
Diversity in Leadership – Abschluss einer Learning Journey durch die Stadtgesellschaft
36 Berliner Führungskräfte aus den unterschiedlichsten Bereichen absolvierten in diesem Jahr das Collaborative Leadership Programm. Dabei versuchten sie sich u.a. als „Vertretungslehrer*innen“ in einer Neuköllner Sekundarschule und tauschten sich mit der Schulleitung über Autorität, Regeln und Rituale aus. Sie besuchten die Bewohner*innen eines Seniorenheimes und sprachen mit der Heimleitung über Personalknappheit und den Umgang mit den Themen Tod und Sex im Alter. Und sie tauschten sich mit über 40 unterschiedlichen Akteuren der Stadtgesellschaft in offenen und teils kontroversen Diskussionen aus. Wie hat sich Ihr Verständnis von Leadership über die Programmtage hinweg verändert? Welche Impulse bringt das diesjährige Leadership-Programm?

Fazit der Teilnehmenden des Leadership Berlin Jahresprogramms 2016

dazwischen:
ein künstlerischer Überraschungsprogrammpunkt, der auch etwas mit dem Thema Diversity zu tun hat…
21.30
Ende und Möglichkeit zum Networking

Hintergrund:

Wir danken dem Verein Berliner Kaufleute und Industrieller und der IHK Berlin für die Gastfreundschaft und die Unterstützung bei der am Nachmittag des 10. Oktober stattfindenden Gründung einer Bundesvereinigung „Führungskräfte mit Behinderung.“ Die Gründung des Vereins geht aus einem Impuls im Collaborative Leadership Programm 2016 des gemeinnützigen Vereins Leadership Berlin – Netzwerk Verantwortung hervor.

Als Social Impact aus dem Jahresprogramm des vergangenen Jahres 2015 gingen hervor:
a)  Gründung des Begegnungschor e.V., in dem Geflüchtete mit Berliner*innen singen
b)   Gründung des Partnervereins „Leadership Brandenburg – Netzwerk Verantwortung e.V.“
c)  Impuls für die Initiierung des Volksentscheides Fahrrad durch einen Teilnehmer
d)  Initiierung des Podcast STADTGESTALTEN durch einen Teilnehmer

Wir freuen uns auf einen spannenden Abend, bei dem die Ergebnisse aus dem Jahresprogramm 2016 präsentiert und neue Kontakte geknüpft werden. Für das leibliche Wohl ist gesorgt und es wird wie immer auch genügend Zeit zum Networking bestehen.

Eingeladen sind Personen, auf die eines der folgenden drei Kriterien zutrifft:
a) Menschen mit Führungsverantwortung in Beruf oder Ehrenamt
b) Menschen mit Behinderung
c) und natürlich unsere Mitglieder, Vorstände, Beiräte, Gesprächspartner*innen unseres Leadership Jahresprogramms, Mitwirkende in unseren Projekten und deren Partner*innen, Freund*innen, Kolleg*innen, Vorgesetzte oder Mitarbeiter*innen.

Bitte melden Sie sich kurz unter Angabe des für Sie zutreffenden Aspektes an bei Susanne Kappe: susanne.kappe@leadership-berlin.de.

Führungskräfte mit Behinderung, die sich an der Gründung des Vereins „Führungskräfte mit Behinderung“ beteiligen möchten, können sich hier über Details zur Gründungssitzung informieren.

Leadership-Exkursion nach Poznan

Eingetragen am 15.08.2016

15. August 2016 | By |

Leadership- Exkursion nach Posen am 23./24. September 2016

ein Europa – viele Sichtweisen und Herausforderungen

Was können Führungskräfte aus Wirtschaft, öffentlichem und Non-Profit-Bereich aus Berlin/Brandenburg Führungskräften in Posen mitgeben und für sich selbst mitnehmen?
Wir bieten ein zweitägiges Leadership-Programm inklusive Austausch mit polnischen Führungskräften aus Wirtschaft, öffentlichem und Non-Profit-Bereich darüber, wie deren Herausforderungen aussehen und wie sie diese zu bewältigen versuchen. Wir werden eine bunt gemischte Gruppe von 20 Teilnehmenden aus Berliner und Brandenburger Führungskräften sein. Die Termine finden alle auf Deutsch statt mit Ausnahme des Gesprächs am Samstag 11.00 – 12.30 Uhr, das auf Englisch stattfinden wird.

Das Anmeldeformular mit Infos zu Anmeldung und Teilnahmekosten können Sie hier herunterladen. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit Leadership Brandenburg – Netzwerk Verantwortung e.V. statt.

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By Mains, CC BY-SA 3.0 pl

Programm

Freitag, den 23. September 2016

09.40 – 12.25              Anreise mit dem Zug von Berlin Ostbahnhof nach Posen

während der Fahrt kleiner Impuls über die Geschichte, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft von Posen und der Region Wielkopolska (Großpolen)
– Dieter Krawcynski, Berater für deutsch-polnische Kooperationen

13.00 – 15.30              Mittagessen am Marktplatz und Bezug der Zimmer im Hotel Rzymski

15.30 – 16.30              Öffentlicher Bereich: Einblick in die städtischen Organisationsstrukturen

Was sind die Herausforderungen von Posen? Welche Gemeinsamkeiten und welche Unterschiede gibt es zu Berlin und Brandenburg? Was macht die Stadt in der Daseinsvorsorge selbst, was ist in öffentliche Unternehmen ausgelagert, was privatisiert? (z.B. Straßenreinigung, Verkehrsbetriebe, Schwimmbäder, Strom- und Wasserversorgung, Krankenhäuser, Seniorenheime, usw.)

Wie sehen die Stärken von Poznan als Unternehmensstandort aus und wo liegen aus Sicht des Oberbürgermeisters und des Leiters des Amtes für Investitionsförderung die Schwächen?
– Jacek Jaskowiak, Oberbürgermeister von Posen
Marcin Przyłębski, Leiter Amt für Investitionsförderung

17.15 – 18.30              Wirtschaft: Herausforderungen bei der Einrichtung einesGesundheitszentrums
Gerold Voss startete mit einem Tischerleiunternehmen in Poznan, heute ist er Initiator und Inhaber eines Gesundheitszentrums, in dem er privatwirtschaftliche, staatliche und gemeinnützige Einrichtungen der Gesundheitsvorsorge und Seniorenpflege zusammenbringt. Wie sehen die Rahmenbedingungen für Unternehmen im Allgemeinen und wie sieht das Gesundheits- und Sozialsystem im besonderen in Polen aus und was sind aus seiner praxisbezogenen Unternehmersicht die staatlichen Optionen und Hemmnisse für die Realisierung von Public-Privat-Partnership-Projekte im Gesundheitswesen?
– Besuch im „Gesundheitszentrum“ Starołeka und Gespräch mit dessen Initiator und Inhaber Gerold Voss

20.00 – 22.00                  Abendessen mit den Businesskunden einer Sprachschule

Einblick in die Sichtweise von Polen auf aktuelle gesellschaftliche, wirtschaftliche und politische Herausforderungen sowie die Rolle verschiedener Akteure wie der katholischen Kirche. Gesprächspartner*innen sind die Besucher von Deutschkursen einer Sprachschule, die sich freuen, ihre Sprachkenntnise in der Praxis anzuwenden.
–  Barbara Barłóg, Geschäftsführerin des be better club und Kunden ihrer Sprachschule

 

Samstag, den 24. September 2016

08.00 – 09.00              Frühstück

09.30 – 10.30              Welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede gibt es?

Austausch im Seminarraum des Hotels Rzymski

11.00 – 12.30              Non-Profit-Bereich: Zivilgesellschaftliche Strukturen im heutigen Polen

Von Vereinen für Menschen mit Behinderung, einer Selbsthilfegruppe für Diabetiker, einer Einrichtung zur Drogenprävention oder der Rentnervereinigung „Goldener Herbst“ über Sportvereine, die Freiwillige Feuerwehr, den Pfadfinderband, soziokulturellen Zentren bis hin zu Tourismusverbänden, Existenzgründerzentren und der lokalen Industrie- und Handelskammer – der Verband der NGOs „WRK“ umfasst 210 Mitgliedsorganisationen der Zivilgesellschaft, die sich seit 1989 außerhalb staatlicher Strukturen gebildet hat. Wie sehen die Strukturen und Herausforderungen polnischer Nichtregierungsorganisationen aus? Wo liegen die Unterschiede zum deutschen Vereinswesen?
– Frau Justyna Ochedzan, Vorsitzende des WRK (Dachverbandes der Nichtregierungsorganisationen in der Region Wielkopolska WRK)

13.00 – 14.00              Gemeinsames Mittagessen in einem Restaurant mit polnischer Küche

14.30 – 16.15              Stadtbesichtigung versus Einkaufsbummel

Stadtführung mit Dieter Krawcynski durch das historische Poznan unter besonderer Bezugnahme auf die polnisch-deutsche Geschichte

alternativ:

eigenständiger Einkaufsbummel im ehemaligen Brauereigelände und heutigem Einkaufscenter „Stary Browar“ und der Fußgängerzone

16.15 Uhr                    Treffpunkt am Bahnhof

Das Gepäck wird vom Hotel aus angeliefert

16.32 – 19.18 Uhr      Rückreise mit dem Zug von Posen nach Berlin Ostbahnhof

Gelegenheit zum Austausch über die gewonnenen Eindrücke der beiden Tage

Ohnmacht erkennen – Mut zum Handeln

Eingetragen am 01.08.2016

1. August 2016 | By |

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Der letzte Programmtag des aktuellen Leadership-Jahresprogramms stand ganz im Zeichen von Menschen und Gruppen, die eher zu den Schwachen unserer Gesellschaft gehören und die keine starke Lobby haben.

Gastgeber für die 36 teilnehmenden Führungskräfte unseres Leadership-Programms war das Altenpflegewohnheim „Am Plänterwald“ des Unhionhilfswerks, wo die Führungskräfte in ihrer sozialen Kompetenz gefordert waren und Einzelbesuche bei Bewohner*innen des Heims abstatteten. Im anschließenden Gespräch mit Heimleiter Klaus-Jürgen Schüler und der Hospizbeauftragten Sabine Sack ging es natürlich um den Fachkräfemangel in der Pflege, aber auch um Themen wie die Schulung der Mitarbeiter*innen im Umgang damit, dass jedes Jahr fast die Hälfte der Bewohner*innen stirbt, oder der Problematik, dass Leasing-Firmen nicht mehr ausreichend Aushilfskräfte zur Verfügung stellen können.

Die Frage nach dem fehlenden Pflegepersonal nahmen die Teilnehmer*innen mit in das Gespräch mit Jeanne Grabner, Geschäftsführerin der milaa gGmbH, das in der Notunterkunft am Buckower Damm stattfand. Als Betreiberin einer Flüchtlingsunterkunft für besonders Schutzbedürftige, d.h. neben Minderjährigen und besonders schutzbedürfigen Frauen vor allem auch für Ältere, Menschen mit Behinderung und schweren Erkrankungen, hat Jeanne Grabner die Erfahrung gemacht, dass viele Geflüchtete bereits innerhalb der Familie selbstständig pflegen und über diese Tätigkeit an Pflegeberufe herangeführt werden könnten.

Die Gruppe der Geflüchteten war allerdings nicht die einzige, die in die Vor-Ort-Besuche am Nachmittag miteinbezogen wurde. Die Herausforderungen eines Projekts für Obdachlose wurden gemeinsam mit Sally Ollech und Tilman Höffken von „querstadtein“ aufgegriffen. Im Gespräch mit den Verantwortlichen, die Stadtführungen von ehemaligen Obdachlosen organisieren, ging es unter anderem um die Frage, wie sich das soziale Unternehmen besser aufstellen kann.

Die wichtigsten Aufgaben des Bundesverbands für kleinwüchsige Menschen und ihrer Angehörigen sind das Empowerment der eigenen Mitglieder und gesellschaftliche Aufklärung und Sensibilisierung, erfuhren die Teilnehmer*innen im Gespräch mit der Vorstandsvorsitzenden, Patricia Carl. Denn das kleinwüchsige Menschen verniedlicht und nicht ernst genommen werden, kommt leider immer noch viel zu häufig vor und hat Auswirkungen auf das Selbstbewusstsein und die Arbeitschancen für die Betroffenen.

Die Herausforderung der Bewohner*innen der Wagenburg Lohmühle besteht darin, die „das Establishment“ repräsentierenden Führungskräfte davon zu überzeugen, dass die Wagenburg  schützenswert ist. Die Frage, wie ihnen das gelingen kann, stellt sich angesichts eines alle paar Jahre auslaufenden Pachtvertrags immer wieder neu.  „Bürgermeister“ Zosch stellte den Lebensalltag und das ökologische Konzept der Wagenburg vor und berichtete über das Sommerprogramm mit zahlreichen Jazz-Konzerten. Unsere Besucher*innen waren positiv überrascht – insbesondere von der Offenheit und reflektierten Charakter des Gesprächs, in dem auch Themen wie Lärmbeschwerden von Anwohnern und die Situation in der Rigaer Straße nicht ausgespart wurden.

Vielen Dank an alle Gesprächspartner*innen für den offenen und erkenntnisreichen Austausch!