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First Monday im September

Wann:
3. September 2018 um 18:30 – 21:00
2018-09-03T18:30:00+02:00
2018-09-03T21:00:00+02:00
Wo:
Botschaft für Kinder
Lehrter Str. 66
10557 Berlin
Deutschland
Preis:
Kostenlos

Zu Besuch bei der „Botschaft für Kinder“: wie kann – auch im Interesse der Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft – Lobbyarbeit für benachteiligte Kinder und Jugendliche in unserer Gesellschaft noch besser gelingen?
Die Zahl der Kinder und Jugendlichen in Armut ist in den letzten Jahrzehnten gestiegen. In Mitte und Neukölln leben 50% der Unter-18-jährigen mit Hartz IV, auf ganz Berlin bezogen sind es knapp über 30%. Viele Kinder kommen darüber hinaus aus bildungsfernen Haushalten und erhalten eher wenig Förderung und Motivation für einem erfolgreichen Bildungsabschluss und Einstieg in das Berufsleben. Und gleichzeitig hat die soziale Durchmischung an Schulen in den letzten Jahren massiv abgenommen und die staatlichen Maßnahmen zum Nachteilsausgleich nicht entsprechend zugenommen. Es gibt mittlerweile zahlreiche Schulen, bei denen über 80% der Schüler*innen aus Hartz-IV-Haushalten kommen und die Schüler*innen kaum Personen aus ihrem persönlichen Umfeld kennen, die ihren Lebensunterhalt mit Arbeit bestreiten.

Die von den SOS-Kinderdorf-Organisation unweit des Hauptbahnhofs betriebene „Botschaft für Kinder“ versteht sich als Lobby-Organisation für benachteiligte Kinder und Jugendliche. Zu unserem First Monday wird Kirsten Spiewack, Geschäftsführerin des SOS-Kinderdorfs Berlin-Moabit und der Botschaft für Kinder zunächst einen Einblick in die „Botschaft“ und den in ihr ansässigen Hotel- und Gastronomiebetrieb geben, um dann anschließend mit unseren Mitgliedern und Freund*innen über Ideen, Anregungen, Hindernisse und Möglichkeiten für Lobbyarbeit für benachteiligte Kinder und Jugendliche zu diskutieren:

– wie kann ein gesellschaftliches Bewusstsein geweckt werden, dass eine erfolgreiche Integration von benachteiligten Kindern und Jugendlichen in den Arbeitsmarkt nicht nur ein Thema individueller Verantwortung der jeweiligen Familien oder der öffentlichen Schulen ist, sondern ein gesamtgesellschaftliches Verantwortungsthema?

– wie können Medien dafür gewonnen werden, über das Thema Kinderarmut und wie Benachteiligung ausgeglichen werden kann, stärker zu berichten?

– wie kann die Politik dafür gewonnen werden, dass statt Einsparungen angesichts der Zunahme von Kindern und Jugendlichen in Armut die Unterstützungsangebote eher ausgeweitet werden?

– wie können Bildungsbürger dafür gewonnen werden, als Bildungspaten oder Perspektivgeber ansprechbar für Kinder und Jugendliche aus bildungsfernem Elternhaus zu sein?

– wie kann der Segregation an Berliner Schulen nach Geldbeutel der Eltern und Migrationshintergrund entgegen gewirkt werden?

– welche konkreten Verbesserungen für Kinder und Jugendliche könnten und sollten angegangen werden?

– welche Form der Netzwerke gibt es derzeit und welche sind denkbar?

– wie können darüber hinaus die Interessen von benachteiligten Kindern und Jugendlichen öffentlich wahrgenommen werden?

Zeit: Montag, 03. September 2018, 18:30 – 21:00 Uhr
Ort: Botschaft für Kinder (
Lehrterstraße 66, 10557 Berlin)

Teilnahmebedingungen
Das Treffen findet wie immer unter den Rahmenbedingungen der Chatham-House-Vertraulichkeitsregel statt und alle Beteiligten geben mit ihrer Teilnahme eine Fotoerlaubnis. Wir bitten um Verständnis, dass wir die Teilnehmerzahl zugunsten des Austauschformates begrenzen, nur eine komplette Teilnahme möglich ist und unsere Mitglieder Vorrang bei der Belegung der Plätze haben. Wer noch kein Mitglied ist und dies ändern möchte, kann dies mit dem Ausfüllen dieses Mitgliedsformulars tun. Die Teilnahme am First Monday ist kostenfrei, eine Anmeldung ist bis zum 30. August 2018 hier möglich. Sie erhalten spätestens am 30. August eine Rückmeldung, ob wir Ihre Anmeldung berücksichtigen konnten.