Image Image Image Image Image Image Image Image Image

Justine Schmitz

First Monday im Februar: Bankgeschäft DER bzw. MIT Zukunft?

Eingetragen am 18.01.2018

18. Januar 2018 | By |

Einblicke und Diskussion zur Zukunft der Arbeitswelt am Beispiel der Finanzdienstleistungen: Bankgeschäft DER bzw. MIT Zukunft? Bankenstandort Deutschland „zwischen Filialgeschäft und Internet“ und „zwischen Regulation und globalem Wettbewerb“

Zeit: Montag, 5. Februar 2018, 18 bis 20:30 Uhr
Ort:
Quartier Zukunft der Deutschen Bank, Friedrichstr. 181, 10117 Berlin

Volle Transparenz – die „Gläserne Manufaktur“ im Quartier Zukunft gibt den Blick frei auf die Arbeit der Berater, Quelle: www.db.com/newsroom

Volle Transparenz – die „Gläserne Manufaktur“ im Quartier Zukunft gibt den Blick frei auf die Arbeit der Berater, Quelle: www.db.com/newsroom

Gesprächspartner:

  • Harald Eisenach, Sprecher der Regionalen Geschäftsleitung Ost/ Mitglied des Management Committes Deutschland
  • Antje Uhlig, Matthias Bonk, Christof Breuch – Teilnehmer der Deutschen Bank im Leadership Berlin Programm der letzten Jahre

Ablauf:
18.00 bis 18.30 Uhr Vorstellung des Konzepts des Quartiers Zukunft
18.30 bis 19.15 Uhr Diskussionsrunde, Teil 1
19.15 bis 19.30 Uhr Pause mit kleinen Snacks
19.30 bis 20.30 Uhr Diskussion, Teil 2

Hintergrund:
Die digitale Revolution verändert unsere Gesellschaft nachhaltig. Davon sind fast alle gesellschaftlichen Bereiche betroffen, darunter naheliegenderweise auch das Endkundengeschäft der Banken in klassischen Bankfilialen. Die Deutsche Bank als führendes Finanzdienstleitungsunternehmen hat es sich zur Aufgabe gemacht, nicht einen Trend zu erkennen und ihm hinterherzulaufen, sondern ihn zu setzen. In diesem Anspruch wurde als Ergebnis gezielter Trendforschung in 17 globalen Metropolen das „Quartier Zukunft“, „Q110“ in der Berliner Friedrichstraße entwickelt. „Der Verkaufsraum ist tot, das Geschäft findet im Internet statt,“ so der Trendforscher Oliver Leisse. Aus seiner Sicht geht insofern die Entwicklung vom „Verkaufsraum“ zum „Begegnungsraum“, so digital wie nötig, und doch so menschlich wie möglich. Das Quartier Zukunft setzt hier an, u.a. mit einem „Gewächshaus“ mit offenen Arbeitsplätzen, an denen Gründer neue Ideen und Geschäftsmodelle entwickeln können, einem „Customer Lab“, in dem Kunden neue Bank-Apps ausprobieren und Verbesserungsvorschläge einbringen können, einem „Urban Garden“, der mitten in der Stadt eine Verbindung von Bankgeschäft und Freiluft-Erlebnis setzt oder auch dem Kinderbetreuungsangebot „Q Kids“. Und dies alles in einzigartiger Gestaltung: das Quartier Zukunft ist Gewinner des German Design Award 2018.

Nach einem Einblick in die Zukunftsvisionen des Bankgeschäfts und die innovativen Begegnungsräume des „Quartier Zukunft“ durch Alexander Kwast freuen wir uns auf eine spannende Diskussion mit Harald Eisenach, dem obersten Vertreter der Deutschen Bank für die Region Ost (und Mitglied unseres Beirats) und Antje Uhlig, Ute Kupfer, Matthias Bonk und Christof Breuch, die an unseren letzten Collaborative Leadership Programmen teilgenommen haben. Wir erwarten eine sicherlich für beide Seiten inspirierende Diskussion zum Thema Zukunft der Arbeitswelt, bei der natürlich auch andere Fragen zu Standortfaktoren, Globalisierung, Finanzkrise und Regulierung angesprochen werden können.
Das Treffen findet wie immer unter den Rahmenbedingungen der Chatham-House-Vertraulichkeitsregel statt und alle Beteiligten geben mit ihrer Teilnahme eine Fotoerlaubnis. Wir bitten um Verständnis, dass wir die Teilnehmerzahl zugunsten des Austauschformates begrenzen, nur eine komplette Teilnahme (inkl. Führung) möglich ist und unsere Mitglieder Vorrang bei der Belegung der Plätze haben. Wer noch kein Mitglied ist und dies ändern möchte, kann dies mit dem Ausfüllen dieses Mitgliedsformulars tun. Die Teilnahme am First Monday ist kostenfrei und Anmeldungen sind über das folgende Formular möglich.

Besuchen und Deutsch sprechen

Eingetragen am 11.01.2018

11. Januar 2018 | By |

IMG_9281_üMit Scherzen und viel Lachen endete der letzte Sonntagnachmittag im Pflegewohnheim „Am Plänterwald“. Dieses Mal gab es bei „Besuchen und Deutsch sprechen“ nicht nur die Möglichkeit zu Einzelbesuchen, sondern auch zum Austausch in geselliger Runde. Die teilnehmenden Geflüchteten kamen in einem Gruppenraum mit mehreren Bewohner*innen in ein lebendiges, humorvolles Gespräch, bei dem Themen wie „Religion“ und „Sprache“ in ausgelassener Stimmung erörtert wurden.
Was die deutsche Sprache betrifft, so gab es seitens der Geflüchteten unterschiedliche Einschätzungen: Für jene, die Arabisch als Muttersprache haben, ist die deutsche Grammatik vergleichsweise einfach. Für andere aus Aserbaidschan oder Afghanistan, scheint die deutsche Grammatik dagegen komplizierter, da es im Aserbaidschanischen oder Persischen z. B. keine Artikel und keine Präpositionen gibt. Der aus Aserbaidschan stammende Mitveranstalter, Yahya Mirzayev, versuchte so der Frage nachzugehen, warum es „das Mädchen“ heißt, wobei doch eindeutig sei, dass das Mädchen weiblich sein müsse. Weiterhin möchte Marif Akberli, ehemaliger Journalist des Radio Free Europe in Aserbaidschan, zukünftig erforschen, wie viel des menschlichen Körpers jeweils als männlich, weiblich oder neutral betrachtet wird, z.B. die Lunge, das Herz, der Kopf usw.. Neu für deutsche Ohren war auch, dass die deutsche Sprache von manchen durch die vielen Artikel und Präpositionen als melodisch empfunden wird.
Über die letzten beiden Termine konnten sich einige Bekanntschaften festigen und so wurden neben allgemeineren Themen wie Familienleben, Wohnsituation und Berufe auch spezifischere Erfahrungen, wie das Erlernen von Fremdsprachen, vertieft. Zudem durften wir dieses Mal zwei neue Besucher begrüßen. Seitens der Geflüchteten wurde besonders das informelle, lockere Format gelobt, das Möglichkeit bietet, Deutsche kennenzulernen und die eigenen Sprachkenntnisse abseits von Behördengängen und Sprachschule zu erweitern. Die Bewohner*innen freuen sich über stimmungsvolle Abwechslung, Erzählungen aus fremden Ländern und auch eine respektvolle Wertschätzung für ältere Menschen, die häufig in den Herkunftsländern der Geflüchteten ausgeprägter ist als in unserer Kultur.

Nächstes Mal (am 4. Februar von 15.00 -17.00 Uhr) wird voraussichtlich zum Einstieg der Kurzfilm „Integration“ gezeigt, den Marif Akberli in den letzten Monaten produziert hat. Wir freuen uns auf den spannenden Beitrag!

Vertretungsstunde: „Muss ich studieren, um Rapper zu werden?“

Eingetragen am 30.11.2017

30. November 2017 | By |

IMG_8932_Ausschnitt

Dies war eine Frage, die Klaus Wilhelm Baumeister als „Vertretungslehrer“ am 3. November nicht eindeutig beantworten konnte. Viele andere schon: Was ist eigentlich Jura, mit welchen Fällen hat er als Rechtsanwalt zu tun gehabt und wie ist es in der Gerichtsmedizin?

Einmal im Monat ist „Vertretungsstunde“ in der Neuköllner Zuckmayer-Schule. Hier ist eine Führungskraft aus unserem Netzwerk zu Gast, um den Schülerinnen und Schülern einen Einblick in verschiedene Berufe zu geben.

Die Karriere des Juristen verlief nicht wie aus dem Lehrbuch. Als Fünfzehnjähriger schloss er die Hauptschule ab und absolvierte zunächst eine Ausbildung als Rechtsanwalts- und Notargehilfe. „Doch irgendwann fragt man sich, ob man nicht auch noch etwas anderes machen möchte, weiterkommen möchte“ erzählte er den Schülerinnen und Schülern. Er versuchte es mit dem zweiten Bildungsweg auf einem Gymnasium, mit 22 Jahren hielt er sein Abiturzeugnis in der Hand und begann daraufhin Jura zu studieren. Er arbeitete einige Jahre als Rechtsanwalt und in den Rechtsabteilungen des WDR und des rbb. Heute ist er Geschäftsführer der rbb Media GmbH, die für die Vermarktung von Werbezeiten und andere wirtschaftliche Dienstleistungen zuständige Tochter des rbb.

Er betont, dass es für ihn sehr hilfreich war, erst einmal die „Kostprobe“ eines Berufes gehabt zu haben, um ihn gut einschätzen zu können. Das Jura-Studium ist breit gefächert und bietet Einblicke in ganz unterschiedliche Bereiche und Fragen. Zu seinem Gebiet des Medienrechts gehört z. B. auch die Diskussion, ob Fotos von Verstorbenen gezeigt werden können. Hier führte er das Beispiel von Uwe Barschel an, der nach seinem Tod auf der Titelseite des Stern abgebildet wurde, und erläuterte das „Recht am eigenen Bild“.

Den Schülerinnen und Schülern ist ein Beruf mit guten Verdienstmöglichkeiten wichtig. Doch nur wenige Schulabgänger beenden eine Ausbildung. Das liegt nicht nur an ihren Noten. Oft fehlt es auch an Beispielen aus ihrem Alltag, der sich meist ausschließlich in Neukölln abspielt. Der Besuch der Führungskräfte des Leadership-Programms ist eine Gelegenheit, über den Tellerrand des Kiezes zu blicken. Hier erfahren sie mehr über vielfältige Berufe und Lebensläufe, die nicht immer gradlinig sind. Schließlich haben die wenigsten Führungskräfte von Beginn an die Tätigkeit, die sie heute ausüben. So wie Klaus Wilhelm Baumeister, der klar sagt: „Das Leben macht manchmal Umwege. Aber Hartz 4 ist keine Karriere.“

IMG_8930

First Monday zum Thema Image des Jugendamts

Eingetragen am 23.11.2017

23. November 2017 | By |

Iris Hölling – Leiterin des Jugendamtes Treptow-Köpenick

„Die nehmen einem die Kinder weg!“: Schon in der ersten Runde, in der die Teilnehmenden unserer First Monday Veranstaltung im November ihr Bild vom Jugendamt beschreiben sollten, fiel dieser Satz, der auch in der Sicht der Bevölkerung verbreitet scheint. Die Inobhutnahme – für den Fall, dass die Familie den Schutz des Kindes nicht gewährleisten kann, macht jedoch nur einen sehr kleinen Teil der Aufgaben des Jugendamts aus.

Der First Monday galt einem Anliegen von Iris Hölling, Leiterin des Jugendamts Treptow-Köpenick, das Bild des Jugendamtes in der Öffentlichkeit zu verändern. Die Teilnehmenden – aus anderen Jugendämtern, Freien Trägern oder fachfremden Bereichen der Wirtschaft – wurden mit verschiedenen Fragestellungen aufgefordert, Ideen zu entwickeln, um die positiven, unterstützenden Aspekte der Arbeit des Jugendamts in den Fokus zu rücken.

Letztlich kam viel Input, der zu einem differenzierteren Bild in der Öffentlichkeit helfen könnte, zusammen: Von Vorschlägen zu Werbekampagnen, über verstärkte Social-Media-Aktivität und Erfolgsgeschichten von Jugendlichen, die selbst das Jugendamt um Hilfe gebeten hatten, bis zu Aktivitäten, wie einem Tag der offenen Tür oder Aufklärungsabenden in bestimmten Institutionen, z.B. Moscheen und Schulen.

Wir sind gespannt, welche der vielen Ideen umgesetzt werden, und wünschen Iris Hölling dafür viel Erfolg!