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April 2019 - Leadership Berlin

Ausblick: Mitglieder-Exkursion nach Frankfurt/Oder – Slubice

Eingetragen am 24.04.2019

24. April 2019 | By |

Einmal bieten wir unseren Mitgliedern und Freunden von Leadership Berlin die Teilnahme an einem Programmtag außerhalb des eigenen Tellerrandes an. In diesem Jahr haben wir hierfür für Samstag, den 11. Mai 2019 gemeinsam mit unserem Schwesterverein Leadership Brandenburg – Netzwerk Verantwortung e.V. eine Exkursion nach Frankfurt/Oder und seine polnische Nachbarstadt Slubice organisiert.

In Gesprächen mit dem Oberbürgermeister von Frankfurt, René Wilke, den Betreibern eines Gründerzentrums und dem Gründer eines Vereins, der die gemeinsame Geschichte von Deutschen und Polen aufarbeitet, wollen wir uns den Herausforderungen und Chancen der deutsch-polnischen Doppelstadt widmen. Ein Spaziergang mit kleiner Stadtführung, ein Besuch des „Polen-Marktes“ in Slubice und ein Abendessen auf dem Oder-Turm runden einen sicherlich eindrücklichen Tagesausflug ab.

Hier das Programm auf aktuellem Stand:

10.04                   Ankunft mit dem Regionalzug von Berlin aus

10.04 – 11.00 Stadtrundgang mit Dieter Krawczynski
durch Frankfurt/Oder, durch das Bahnhofsviertel, vorbei am Marktplatz mit Besichtigung der Marienkirche bis zum Oderturm

11.00 – 12.30   Begegnung im Bereich Wirtschaft
Besichtigung des deutsch-polnischen Coworking-Place BLOK-O mit Gespräch mit dessen Geschäftsführerin Linda Pickny:
„Wie kommt ein Coworking-Place in Frankfurt/Oder an? Welche Standort-Vorteile und Nachteile bietet die Stadt an der deutsch-polnischen Grenze? Wie kann aus Sicht von Linda Pickny die Stadt und Region Perspektiven für junge Menschen bieten und in der Region halten oder sogar junge Menschen in die Region ziehen?“

12.45 –14.00   Mittagessen im Kartoffelhaus

14.00 – 14.15  Spaziergang zum Rathaus

14.15 – 15.45  Begegnung im öffentlichen Bereich
Treffen mit Oberbürgermeister René Wilke:
„Was sind aus seiner Sicht die drei größten Herausforderungen von Frankfurt? Wie versucht er diese zu lösen und inwiefern würde er sich mehr Engagement von Führungskräften aus Wirtschaft, Verwaltung und gemeinnützigem Bereich wünschen? Wie ist die Sicht von Führungskräften aus Potsdam und Berlin auf Frankfurt und inwiefern würde er sich mehr Zusammenarbeit wünschen?“

15.45 – 16.00  Seitenwechsel auf die polnische Oder-Seite nach Slubice

16.00 – 17.45  Besuch des „Polenmarktes“ in Slubice
(An- und Rückreise mit Taxen)

18.00 – 19.00 Begegnung im Non-Profit-Bereich
Treffen mit Dr. Krzysztof Wojciechowski, Verwaltungsdirektor des Collegiums Polonicum, Vorsitzender des Vereins mylife – erzählte Zeitgeschichte e.V.   und Autor des Buches „Meine lieben Deutschen
Wir treffen uns im Collegium Polonicum, wo uns Herr Dr. Krzysztof Wojciechowski empfängt und wir zum Abschluss die Aussicht von der Terrasse des Gebäudes auf die Doppelstadt genießen können.

19.00    optional Rückkehr zum Bahnhof nach Frankfurt/Oder zum RE1, Abfahrt: 19.35 Uhr, Berlin Hbf: 20.41, Potsdam Hbf: 21.09 Uhr

19.15 -20.15   Nettes Zusammensein zum Abendessen
in einem nahegelegenen Restaurant

Rückkehr mit RE 1 um 20.35 Uhr (21.39 Uhr Berlin Hbf) oder mit dem RE 1 um 21.28 Uhr (22.41 Uhr in Berlin Hbf) oder auch später

Anmeldung und Kosten:

Bitte nutzen Sie für die Anmeldung den folgenden Anmeldelink.

Für die Teilnahme an Stadtführung, der Begegnung im Co-Workingplace BLOK-O, dem Empfang und Gespräch mit dem Oberbürgermeister,
Taxifahrt zum Polenmarkt in Slubice und zurück zum Collegium Polonicums berechnen wir für Mitglieder (und eine Begleitperson): 20 Euro pro Person, für Nicht-Mitglieder: 35 Euro pro Person

Für die Hin- und Rückfahrt von Berlin bzw. Potsdam kann ein Berlin-Brandenburg-Wochenend-Ticket für 29 Euro von bis zu 5 Personen genutzt und die Kosten entsprechend umgelegt werden.

Rückblick: First Monday bei der Barmenia Versicherung

Eingetragen am 24.04.2019

24. April 2019 | By |

First Monday im April – Alles, nur nicht Stromberg

„Alles Stromberg oder was?“ fragten wir zwar spaßeshalber in der Ankündigung zu unserem First Monday im April. Unser Gastgeber, die Barmenia Versicherung mit ihren Führungskräften Dr. Jan Seidel und Michael Lachmann, bewies den Teilnehmenden dann aber, dass Mitarbeiterführung und Kundenbindung in einer Versicherung auch ganz modern und mit viel Engagement gestaltet werden können – jenseits von blöden Sprüchen und Klischees.

Zunächst gab Dr. Jan Seidel, Vorstandsassistent aus der Zentrale der Versicherung in Wuppertal, einen Einblick in die aktuellen Rahmenbedingungen des Versicherungsmarktes. Wie die gesamte Branche sieht sich auch die Barmenia mit einem rückläufigen Angebot an Arbeitskräften auf dem Vermittlermarkt konfrontiert. Nichtsdestotrotz ist es der Barmenia gelungen, die Zahl der gebundenen Vermittler in den vergangenen Jahren auszubauen. Die goldenen Zeiten, in denen sich innerhalb einer Woche 15 Bewerber*innen auf eine Zeitungsannonce für eine Stelle meldeten, sind jedoch vorbei. Heute werden in der Berliner Bereichsdirektion vermehrt Xing und Facebook sowie im digitalen Umfeld eher „unkonventionell“ erscheinende Strategien, wie z.B. ein persönlich gestalteter Brief auf einer Webseite für Versicherungskarrieren, erfolgreich genutzt, um als Arbeitgeber aus der Masse hervorzustechen und die Aufmerksamkeit potentieller Mitarbeiter*innen zu gewinnen, berichtete Michael Lachmann, Bereichsdirektor der Barmenia in Berlin.

Interessant war für viele die Einschätzung der Barmenia-Vertreter, dass Kundengewinnung mit Hilfe von persönlichen Vermittler*innen (stationärer Vertrieb) sowie im Internet (Direktvertrieb) nicht in unmittelbarer Konkurrenz zueinander zu sehen sind, sondern eher als komplementär betrachtet werden können. Für eine rege Diskussion sorgte in diesem Zusammenhang die Frage, welche Kanäle für den Vertragsabschluss bevorzugt werden: an ein Versicherungsunternehmen gebundene Berater*innen, Makler*innen oder digitale Vergleichsportale. Als Kernfrage kristallisierte sich heraus, wie es gelingt, Vertrauen zu erzeugen. Im Teilnehmendenkreis zeigte sich, dass eine persönliche Beziehung, sei es zur Maklerin oder zum langjährigen gebundenen Berater, vertrauensfördernd wirken kann. Eine wichtige Rolle spielen hierbei auch Empfehlungen aus dem engen Umkreis. Ein digitales Vergleichstool dagegen hat den Vorteil, dass es Kund*innen die Arbeit abnimmt, sich mit den Einzelheiten der Versicherungsprodukte auseinanderzusetzen. Ebenfalls diskutiert wurde, dass es für  diese Onlinedienste zunehmend schwieriger wird,  Verbraucher*innen von ihrer Unabhängigkeit und Neutralität zu überzeugen.

Von Michael Lachmann, dem Bereichsdirektor für Berlin, gab es außerdem Einblicke in den Methodenkoffer und auch die Trickkiste einer langjährigen Führungskraft im Vertrieb, wobei er die Wichtigkeit des persönlichen Austauschs und der Wertschätzung für die Arbeit der Vermittler*innen durch die Führungskraft betonte.

Zum Abschluss verriet Michael Lachmann dann noch seinen „Zaubersatz“, mit dem es ihm gelingt, andere Menschen  – egal ob im Beruflichen oder im Privaten – für seine Pläne zu gewinnen. Wenn Bernd Stromberg diesen Satz gekannt hätte, er hätte sich sicherlich so einige Konflikte im Büro ersparen können.

Wir danken ganz herzlich den Gastgebern von der Barmenia-Versicherung für die spannenden und unterhaltsamen Einblicke in die Herausforderungen der Versicherungs-Branche sowie die Versorgung mit Speis und Trank.

Rückblick: Programmtag zum Thema Kritik äußern und annehmen können

Eingetragen am 19.04.2019

19. April 2019 | By |

Die Learning Journey durch die Stadtgesellschaft nimmt ihren Lauf: am vergangenen Donnerstag war der 36 Führungskräfte umfassende Teilnehmerkreis unseres Jahresprogramms  zu Gast beim Tagesspiegel, als Ort der Repräsentation der „vierten Gewalt“. Dort widmeten sich die Teilnehmenden in Kleingruppen und Plenardiskussionen sowohl der gesellschaftlichen als auch der persönlichen Dimension von Kritik.

Am Vormittag schwärmten die Teilnehmenden nach einem kurzen gemeinsamen Einstieg in alle Richtungen der Stadt aus: Sie trafen Akteur*innen des Berliner Stadtgeschehens, die in besonderer Weise mit Kritik zu tun haben. Entweder, weil sie selbst als kritische NGO oder Bürgerbewegung viel Kritik äußern oder weil sie bspw. als Lobbyvertreter*innen in umkämpften Themenfeldern besonders viel Kritik von außen erfahren. Ebenso waren Politiker*innen, die sowohl viel Kritik üben, als auch einstecken müssen, als Gesprächspartner*innen dabei.

Am Nachmittag kam die Gruppe im Plenum zusammen, um mit Lorenz Maroldt, Chefredakteur des Tagesspiegels und Herausgeber des Checkpoints, über die Macht von Medien in gesellschaftlichen Prozessen zu sprechen. Welche Korrektive nutzen Medien für sich selbst und welche Einflussfaktoren spielen bei Berichterstattung über Skandale eine Rolle? Anhand einer Umfrage unter den Teilnehmenden konnten verschiedene gesellschaftliche Stimmungslagen den (nicht repräsentativen) Eindrücken unter Berliner Führungskräften gegenübergestellt und mit Lorenz Maroldt diskutiert werden.

Nach einem gemeinsamen thematischen Abschluss führte Kevin Hoffmann, verantwortlicher Redakteur für Berliner Wirtschaft, der in diesem Jahr zu unserem Teilnehmendenkreis zählt, die Gruppe durch die Redaktionsräume und gab einen persönlichen Einblick in den Arbeitsalltag der verbreiteten Berliner Tageszeitung.

Wir danken allen Gesprächspartner*innen für die spannenden Einblicke, allen Teilnehmenden für das rege Interesse und dem Tagesspiegel für die Gastfreundschaft. Wir freuen uns auf die kommenden Programmtage!