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Dezember 2019 - Leadership Berlin

meet2respect: Jewish-Muslim Solidarity Award & Besuch der Senatorin

Eingetragen am 20.12.2019

20. Dezember 2019 | By |

Die Preisträger: links die Vertreterinnen der Sisterhood of Salaam Shalom, rechts Rabbiner Elias Dray und Imam Ender Cetin von meet2respect

Am 21. November 2019 wurde das Leadership-Projekt meet2respect, das inzwischen als Tochter-UG agiert, in Berlin mit dem Award for Jewish-Muslim Solidarity der Stiftung EVZ ausgezeichnet. Den Preis erhielt die Initiative für das Engagement für jüdisch-muslimische Verständigung in Form von Unterrichtsbesuchen, einer Tandem-Tour sowie jüdisch-muslimischen Dialogtreffen.

Gleichzeitig wurde die jüdisch-muslimische Initiative Sisterhood of Salaam-Shalom aus den USA ausgezeichnet. Die Preisausschreibung richtete die Stiftung EVZ gemeinsam mit der Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus (KIgA) aus.

Im Dezember gab es erneut Anerkennung für das jüdisch-muslimische Dialogprojekt: Bildungssenatorin Sandra Scheeres stellte in der Friedenauer Gemeinschaftsschule das erweiterte Maßnahmenpaket ihrer Senatsverwaltung gegen Antisemitismus vor. Darunter ist meet2respect mit den Unterrichtsbesuchen jüdisch-muslimischer Tandems in Schulklassen für gegenseitigen Respekt und zur Antisemitismusprävention eines der erfolgreichen Projekte.

Imam Ender Cetin, Bildungssenatorin Sandra Scheeres und Rabbiner Elias Dray bei der Pressekonferenz in der Friedenauer Gemeinschaftsschule

In der gemeinsamen Pressekonferenz mit der Senatorin stellten Rabbiner Elias Dray und Imam Ender Cetin meet2respect als vor und berichteten aus ihren Erfahrungen in der Präventionsarbeit gegen Antisemitismus.

Anschließend begleitete die Senatorin einen Unterrichtsbesuch von meet2respect, um sich selbst ein Bild von den Workshops mit Schülerinnen und Schülern zu machen. Auch viele Medien waren mit im Klassenraum dabei und schauten sich die Interaktion des jüdisch-mulimischen Tandems mit den Jugendlichen der Jahrgangsstufen 7 und 8 an.

Der Tagesspiegel schreibt über die Begegnung: „Darf ich als Muslim in einer Kirche beten? Was ist schlimmer: Lügen oder nicht fasten? Können Muslime, Christen und und Juden miteinander befreundet sein?* […] Die Heranwachsenden aus Deutschland und Syrien, oftmals Muslime, tauen auf bei solchen Fragen, berichten von eigenen Erfahrungen und lassen dabei ihre Augen nicht von Cetin und Dray, die demonstrativ ihre Verbundenheit zeigen.“

In der Berliner Zeitung wird Rabbiner Elias Dray zitiert: „In Berlin wird wirklich was getan“, sagte Rabbiner Dray am Montag in Friedenau, „und wir würden uns freuen, wenn auch andere Bundesländer dieses Beispiel übernehmen würden.“ Die Berliner Zeitung schreibt weiter: „Das Projekt habe auch dazu geführt, dass sich die jüdischen und muslimischen Gemeinschaften in Berlin besser kennen gelernt hätten – die beste Methode, Stereotypen abzubauen. Imam Cetin ergänzte: „Ein Imam kommt mit einem Rabbiner – hört sich erst wie ein Witz an.“ Viele Schülerinnen und Schüler wären aber tatsächlich noch nie bewusst einem Juden begegnet. „Erst durch Kennenlernen kann man anfangen, sich zu respektieren.“

Weitere Links zu Medienberichten über den Termin sind auf der meet2respect-Presse-Seite verlinkt.

Collaborative Leadership Programm 2020: Jetzt anmelden

Eingetragen am 19.12.2019

19. Dezember 2019 | By |

Der Anmeldezeitraum für das Collaborative Leadership Programm 2020 ist eröffnet.

Ansprechpartner:

Bernhard Heider:

Festnetz: 030 – 22488588

E-Mail: bernhard.heider [at] leadership-berlin.de

Downloads:

Anmeldunterlagen für das Jahresprogramm 2020

Infomaterial zum Jahresprogramm 2020

Zusammensetzung der Teilnehmenden im Jahrgang 2019

Mitglieder-Exkursion: Diskurs zum Ende der Braunkohle-Verstromung

Eingetragen am 19.12.2019

19. Dezember 2019 | By |

Zeit: Samstag, der 25. Januar 2019, 09.30 – 17.30 Uhr
Ort: Braunkohle-Tagebau in Welzow-Süd und Kraftwerksgelände “Schwarze Pumpe” der LEAG in Spremberg
Kosten: 30 Euro

Für die An- und Rückreise organisieren wir Fahrgemeinschaften bzw. einen Shuttle-Service zwischen dem Bahnhof Spremberg und dem Kraftwerksgelände.

Besichtigung des Braunkohle-Tagebaus in Welzow-Süd

Für die Einen ist eine schnellstmögliche Beendigung der Braunkohle-Verstromung in der Lausitz alternativlos – da Braunkohleverstromung die klimaschädlichste Energieerzeugung ist, aus der so bald wie möglich ausgestiegen werden sollte.

Für die Anderen ist die Braunkohle-Verstromung noch alternativlos – als Arbeitgeber für 11.000 Beschäftigte in strukturschwacher Region oder auch als Energiequelle, so lange nicht in entsprechendem Umfang erneuerbare Energieerzeugung aufgebaut ist.

In Anknüpfung an unseren First Monday im August 2019, bei dem Aktivist*innen von Fridays for Future mit Berliner Führungskräften aus unterschiedlichen Bereichen, wie der Klima-Allianz und German Zero einerseits und Siemens, GASAG, Stromnetz Berlin und LEAG andererseits ins Gespräch gingen, wollen wir das Thema nun weiter diskutieren und zwar als Mitglieder-Exkursion vor Ort in der Lausitz.

Auf Einladung der LEAG werden wir am Samstag, dem 25. Januar 2020 die Möglichkeit haben, zunächst den Braunkohle-Tagebau Wetzow-Süd und die Rekultivierung der ehemaligen Abbaugebiete erkunden und das Innere des Kraftwerks besichtigen. Am Nachmittag erwartet uns eine kontroverse Diskussion mit Dr. Helmar Rendez, Vorstandsvorsitzender der LEAG und Vertreter*innen der Belegschaft, Aktivist*innen von Fridays for Future und natürlich den mitfahrenden ca. zwanzig Mitglieder von Leadership Berlin.

“Höhepunkt” der Besichtigung ist die Begehung des oberen Bereichs des Kraftwerks

Ja, die Debatte ist emotional aufgeladen. Für die Einen geht es um das Welt-Klima und die Verantwortung für nachkommende Generationen im Hinblick auf die Umwelt, für die Anderen geht es um die Arbeitsplätze und die Verantwortung für günstige Energie für den Wirtschaftsstandort Deutschland. Dies zeigte sich auch bei unserer Umfrage zu den Themen Klimawandel und CO2-Ausstieg, die wir zwischen August und November 2019 durchgeführt haben. Bei dem Termin am 25. Januar wollen wir – wie auch bei unserem First Monday im August und getreu unserem Motto „begegne dem anderen“ – bewusst Vertreter*innen beider Seiten zusammen und miteinander ins Gespräch bringen.

Da es sich bei dem Programmtag am 25. Januar um unsere Mitglieder-Exkursion handelt, bitten wir um Verständnis, dass wir außer den eingeladenen Vertreter*innen von Fridays for Future ausschließlich Mitgliedern und Ehrenamtlichen unseres Vereins eine Teilnahme anbieten.

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Angebot: Impro-Theaterkurs für Führungskräfte

Eingetragen am 19.12.2019

19. Dezember 2019 | By |


Wer macht mit beim Impro-Theaterkurs “Die Leadership Impro Stars“?

Für Führungskräfte, die sich außerhalb der eigenen Komfortzone wagen bzw. diese erweitern, kommt es immer wieder drauf an, improvisieren zu können. Und was eignet sich besser für die Ausbildung solcher Fähigkeiten (außer z.B. einem Einsatz als Vertretungslehrer*in an einer Brennpunktschule im Rahmen unseres Jahresprogramms 😉)
als der Besuch eines Impro-Theater-Workshops?!

Ganz in diesem Sinne haben wir mit der Impro-Theaterschule von „frei.wild Improtheater Berlin“  ins Auge gefasst, einen Kurs über 7 Abendtermine (Mittwochs, 18.30 – 20.30 Uhr) mit mindestens 12 Leadershiplern zu besetzen. Der Kurs findet zwischen dem 22. April und dem 3. Juni 2020 statt und die Kosten belaufen sich auf 170 Euro und können als Weiterbildungskosten abgesetzt werden.

Vorerfahrungen braucht es nicht, der Kurs richtet sich an Teilnehmer*innen ohne oder mit Vorkenntnissen: 2 Stunden Alltag vergessen, Ja-Sagen, lachen und spielen, spielen, spielen…

Ein Auftritt auf unserem Sommerfest oder unseres Jahresprogramms 2020 wie auch eine Fortsetzung nach den 7 Terminen sind nicht ausgeschlossen…

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*Pflichtfelder

Notfallhilfe-Lebensretter*innen-Kurs für Führungskräfte

Eingetragen am 19.12.2019

19. Dezember 2019 | By |

Leadership bietet in Zusammenarbeit mit der BKK VBU und Stromnetz Berlin einen Schnellkurs für die drei essentiellen lebensrettenden Maßnahmen – prüfen, rufen, drücken – an, die jede*r kennen sollte.

Welche Relevanz es hat, über das wesentliche Wissen zu verfügen, können folgende Zahlen und Beispiel verdeutlichen:

Wissenslücke Herzdruckmassage und Einsatz von Defibrillatoren:
280.000 Menschen erleiden in Deutschland jedes Jahr einen Herzinfarkt, 140.000 sterben daran. Im Vergleich: durch Autounfälle versterben jedes Jahr “nur” 3000 – 3500 Menschen, durch Brände sind es jeweils “nur” 300 – 400 Menschen. Viele dieser 140.000 Todesfälle könnten verhindert werden, wenn Personen um Umfeld Grundkenntnisse über lebensrettende Maßnahmen wie Herzdruckmassage hätten. Während in Skandinavien beim Eintreffen von Rettungskräften in ca. 70% der Fälle Personen im Umfeld lebensrettende Maßnahmen eingeleitet haben, sind es Deutschland allerdings nur 15%.

Wissenslücke Seitenlage und Kopfstellung bei Bewußtlosigkeit:
Ein besonders drastisches Beispiel musste Frank Risy bei einem Einsatz als Rettungssanitäter erleben: Ein 9-jähriger Junge rannte beim Fußballspielen gegen eine Mauer, zog sich eine Gehirnerschütterung zu und war ohne Bewusstsein. Als Frank Risy am Einsatzort ankam, standen zehn Erwachsene um den Jungen, von denen keiner sich der Lage gesehen hatte, den Jungen in seine Seitenlage zu bringen und den Kopf nach hinten zu neigen. Für den Jungen wirkte sich dieses Unwissen tödlich aus – aufgrund der die Atemwege blockierenden Zunge war er in den 15 min bis zum Eintreffen des Rettungswagens erstickt und konnte nicht mehr wiederbelebt werden.

Gründe für die Wissenslücken:
– bei vielen liegt der letzte Erste-Hilfe-Kurs zu lange zurück (häufig so lange wie der Erwerb des Führerscheins)
– Erste-Hilfe-Kurs sind häufig umfangreich und beinhalten zu viele auch nicht für die Lebensrettung relevanten Facetten, als dass es die Absolvent*innen lange in Erinnerung behalten
– Erste-Hilfe-Kurse wirken auf die Teilnehmenden mitunter langweilig
– aus der Angst, etwas falsch zu machen, sehen sich in der Folge viele Erwachsene nicht in der Lage, die wichtigsten Dinge wie Seitenlage und Herzdruckmassage umzusetzen.

Die Möglichkeit, für Lebensrettung relevante Wissenslücken aufzufüllen:
Die BKK VBU möchte dazu beitragen, dass die Zahl der 140.000 Todesfälle durch Herzinfarkt verringert und vermeidbare Erstickungstode wie in obigem Beispiel verhindert werden. Aus diesem Grund sponsert die BKK VBU einen durch Frank Risy durchgeführten sehr anschaulichen und praktisch orientierten zweistündigen Notfallhilfe-Kurs, der sich auf das Wesentliche konzentriert.

Wir als “Leadership Berlin – Netzwerk Verantwortung e.V.” sehen als eine zentrale Führungskompetenz, “Wichtiges von Unwichtigem unterscheiden zu können” und “einen Blick für das Wesentliche zu haben”. Ganz in diesem Sinne haben wir uns entschieden, unseren Mitgliedern und anderen interessierten Führungskräften mit freundlicher Unterstützung von BKK VBU und in den Räumlichkeiten von Stromnetz Berlin mit einem Notfallhilfekurs das wesentliche Wissen über lebensrettende Maßnahmen an Führungskräfte zu vermitteln, über das eigentlich jede*r – insbesondere aber auch Führungskräfte – verfügen sollte.

Der Kurs findet am Dienstag, dem 28. Januar 2020 im Vorfeld unserer Mitgliederversammlung statt. Kosten fallen für die Teilnehmenden nicht an. Auch Nicht-Mitglieder von uns sind eingeladen – sofern noch Plätze verfügbar sind – an dem

Die Kosten übernimmt die BKK VBU, sodass für die Teilnehmenden keine Kosten anfallen.

Zeit: Dienstag, der 28. Januar 2020, 16.00 – 18.00 Uhr

Ort: Stromnetz Berlin, Wilhelm-von-Siemens-Straße 2-10, 12277 Berlin-Marienfelde


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Ankündigung: First Monday im Januar – Post party depression?

Eingetragen am 19.12.2019

19. Dezember 2019 | By |

Wie verändern Gentrifizierungsprozesse die Berliner Clubkultur?

Foto von Maurício Mascaro von Pexels

Neu: ab 2020 finden unsere First Monday Begegnungen jeweils zwischen 18..00 Uhr und 20.00 Uhr statt. Unmittelbar danach schließt sich unser Leadership Stammtisch an, zu dem auch Mitglieder willkommen sind, die nicht am vorherigen First Monday teilgenommen haben.

Zeit: Montag, der 6. Januar 2020, 18.00 – 20.00 Uhr

Ort: Clubcommission Berlin Verband der Berliner Club-, Party- und Kulturereignisveranstalter e.V., Brückenstraße 1 in 10179 Berlin

Gesprächspartner: Sascha Disselkamp, Betreiber des Sage Clubs (in dem auch der Kitkat-Club angesiedelt ist) und Vorstand und Sprecher der Clubcommission

Anschließend von 20.15 – 22 Uhr: offener Leadership Stammtisch im Restaurant Mittmann’s in der Rungestraße 11, 10179 Berlin

Hintergrund:
Der Beat Berlins schlägt seit der Wende im Takt des Technos. Die leeren Flächen und unbewohnten Teile des Berliner Ostens lockten mit günstigen Mieten und niedrigen Grundstückspreisen Kunst- und Kulturschaffende in die neue Bundeshauptstadt. Inzwischen ist Berlin international für seine Feierszene und Clubkultur bekannt, welche mit alternativen selfmade-looks (wie im Sisyphos, Heideglühen, dem Club der Visionäre oder dem Katerblau), industriellen Designs (wie bspw. im Tresor oder der Ritter Butzke), spektakulären Spots (wie das Watergate oder Weekend) oder Szeneveranstaltungen für ein Fetisch-Publikum (wie im KitKat oder dem Berghain) so vielfältig ist wie sein Publikum.

Die Berliner Clubs sind allerdings auch ein Wirtschaftsfaktor und haben laut einer Studie der Senatsverwaltung für Wirtschaft im letzten Jahr mit 58.000 Veranstaltungen mit 71.000 künstlerischen Auftritten einen Umsatz von 168 Millionen Euro erwirtschaftet. Und das Berliner Nachtleben leistet einen großen Beitrag zu der auch internationalen Anziehungskraft von Berlin auf Touristen und den Zuzug von Unternehmen und Menschen.

Gerade letzteres allerdings bedroht nun immer mehr die Existenz der Berliner Clublandschaft. Angesichts des Bevölkerungszuwachses von ca. 40.000 Menschen pro Jahr sind die Immobilienpreise in die Höhe gestiegen und wird die Stadt immer dichter besiedelt. Mehr und mehr Clubstandorten fehlen die Gelder, eine „anderweitige Verwertung“ der Standorte durch Finanzinvestoren verhindern zu können, in erweiterten Schallschutz investieren zu können oder andere neue Auflagen zu erfüllen.

Sascha Disselkamp, selbst Betreiber des Sage Clubs und KitKat-Clubs, kann aus eigener Erfahrung darüber ein Lied singen. Aber auch die Situation anderer Clubbetreibender kennt Sascha Disselkamp gut, ist er doch Mit-Initiator und Sprecher der 2001 gegründeten Clubcommission, die die Interessen ihrer ca. 200 Mitglieder gegenüber Politik, Verwaltung und Medien vertreten. Wir freuen uns auf einen spannenden Austausch mit Sascha Disselkamp über die Veränderung der Stadt und den damit einhergehenden Herausforderungen aus Sicht von Clubbetreibenden. In trisektoraler Zusammensetzung wollen wir überlegen, in welcher Form Collaborative Leadership in dem Zusammenhang zum Tragen kommt.

Wir freuen uns über eine Rückmeldung über dieses Formular:

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*Rahmenbedingungen:
Das Treffen findet wie immer unter den Rahmenbedingungen der Chatham-House-Vertraulichkeitsregel statt und alle Beteiligten geben mit ihrer Teilnahme eine Fotoerlaubnis.
Wir bitten um Verständnis, dass wir die Teilnehmerzahl zugunsten des Austauschformates begrenzen und unsere Mitglieder auch im Anschlussgespräch Vorrang bei der Belegung der Plätze haben. Nicht-Mitgliedern ermöglichen wir die Teilnahme vereinzelt. Wer noch kein Mitglied ist und dies ändern möchte, kann dies mit dem Ausfüllen des Mitgliedsformulars auf unserer Website (http://leadership-berlin.de/wp-content/uploads/2014/04/Mitgliedsantrag-für-natürliche-Mitglieder_IBAN_.pdf) tun.

Umfrage zum Thema Klimawandel und CO2-Ausstoß

Eingetragen am 19.12.2019

19. Dezember 2019 | By |

Angesichts der Relevanz der Themen Klimawandel und CO2-Reduktion mit all ihren Folgen haben wir als Leadership Berlin – Netzwerk Verantwortung e.V. uns entschlossen, eine Befragung zu diesen Themen durchzuführen. Die Befragung fand zwischen August und November 2019 statt. Eingeladen zu einer Teilnahme an der Befragung haben wir 720 Führungskräfte aus Wirtschaft, öffentlichem und Non-Profit-Bereich aus unserem Netzwerk.

Die Vielfalt der Zusammensetzung kann man ungefähr anhand der Zusammensetzung unserer jährlichen Collaborative Leadership Programme ablesen. Von den 720 zu einer Beteiligung eingeladenen Personen haben sich trotz mehrmaliger Aufforderung lediglich 21 an der Umfrage beteiligt. Die Beteiligung war damit deutlich geringer als eine vorangegangene Umfrage zum Thema „Benachteiligung und Quoten“, woran sich 59 Personen beteiligt hatten. Man kann insofern daraus folgern, dass sich weit weniger Führungskräfte von dem Thema „Klimawandel und CO2-Reduktion“ angesprochen fühlen als vom Thema „Benachteiligung und Quoten“.

Wir haben zunächst einmal mit uns gerungen, ob wir die Ergebnisse angesichts der geringen Beteiligung überhaupt veröffentlichen sollten. Abgesehen davon, dass fraglich ist, ob die 21, denen die Themen „Klimawandel und CO2-Reduktion“ offenkundig zumindest so weit am Herzen liegen, dass sie sich an der Umfrage beteiligten, repräsentativ für die Gesamtgruppe an Führungskräften ist, bietet eine Zahl von 21 Fragebögen natürlich nur begrenzt eine Grundlage für eine quantitative Auswertung.

Da wir das Thema allerdings wichtig finden, haben wir die Zahl der befragten Personen erweitert und zwar um Mitglieder des Vereins „Mensa in Deutschland e.V.“, die sich durch eine kognitive Hochbegabung auszeichnen (IQ über 130) und mit denen wir über unser Projekt „Mensa meets Leadership“ verbunden sind. Mensa hat in Berlin ca. 1000 Mitglieder, die über den Berliner E-Mail-Verteiler von Mensa zu einer Teilnahme eingeladen wurden. Von den eingeladenen Personen haben sich 29 an der Umfrage beteiligt, von denen 31%  beruflich auch Führungsverantwortung tragen.

Die beiden befragten Gruppen kommen zusammen auf 50 Befragte.

Wir hoffen, mit der Veröffentlichung den einen oder anderen Impuls für eine der Relevanz des Themas angemessene, sachliche Diskussion  beizusteuern  – gerade auch mit den Antworten auf die offenen Fragen. Die Themen Klimawandel wie auch CO2-Reduktion sind es in jedem Fall aus unserer Sicht wert, denn die Folgen politischen Handelns – oder auch Nicht-Handelns – betreffen uns alle.

Hier einige Ergebnisse aus der Befragung:

  • Eine große Mehrheit von 76% der teilnehmenden Führungskräfte und 61% der Teilnehmenden mit kognitiver Hochbegabung sind der Meinung, dass die Politik dem Thema Klimawandel zu wenig Aufmerksamkeit widmet. Während unter den beteiligten Führungskräften lediglich 5% der Aussage zustimmten, dass dem Thema viel zu viel Aufmerksamkeit gewidmet wird, sind es unter den Befragten mit kognitiver Hochbegabung 28%.
  • Eine große Mehrheit von 81% der teilnehmenden Führungskräfte und 73% der Teilnehmenden mit kognitiver Hochbegabung gaben an, dass die Energieerzeugung aus Kohle in Deutschland bis 2030 beendet werden sollte. Lediglich 5% der teilnehmenden Führungskräfte und 17% der teilnehmenden mit kognitiver Hochbegabung plädieren für einen Ausstieg aus der Energieerzeugung aus Kohle erst nach 2038.
  • Sowohl innerhalb der Gruppe der Führungskräfte als auch unter den kognitiv Hochbegabten würden sich bei einer Volksabstimmung über 60% für eine Nettonull beim CO2-Auststoß bis 2035 aussprechen.
  • Über 60%  der befragten Führungskräfte wie auch der befragten Hochbegabten würden sich für eine Erfüllung der Forderung von Fridays for Future einer CO2-Steuer in Höhe von 180 Euro pro Tonne CO2 aussprechen.
  • Ungefähr die Hälfte der Befragten (Führungskräfte wie Hochbegabte) würden sich für ein Verbot von Inlandsflügen aussprechen, ungefähr die Hälfte der Befragten wäre dagegen.

Die kompletten Ergebnisse der Befragung stehen unter folgendem Link zum Download bereit.



Als Führungskraft sollte man sich nicht nur mit dem Wünschenswerten befassen, sondern auch mit der Frage der Umsetzung. In diesem Sinne hat Bernhard Heider einmal auf Grundlage der Primärenergiebilanzen einmal berechnet, was unterschiedliche Ausstiegsszenarien für den für die Substitution erforderlichen Ausbau Erneuerbarer und Reduktion des Energieverbrauchs bedeutet und wie lange es dauern würde, die Energieerzeugung durch Kohle bzw. alle fossilen Brennelemente in Deutschland durch Erneuerbare zu ersetzen. Hier die Ergebnisse:
http://leadership-berlin.de/dimensionen-zeithorizonte-und-ihre-implikationen-fur-co2-und-braunkohle-ausstieg/






Rückblick: First Monday im Dezember zum Thema Agilität

Eingetragen am 17.12.2019

17. Dezember 2019 | By |

Ist Agilität die Antwort auf die Herausforderungen unserer Zeit?

Unsere First Monday Begegnungsreihe für Berliner Führungskräfte verabschiedete das Jahr 2019 mit einem spannenden Austausch zum Thema Agilität, welcher die Teilnehmenden sicher auch in 2020 noch beschäftigen wird. Zumindest verließ die große Mehrheit die Veranstaltung mit dem Vorhaben, in einigen Arbeitsbereichen mehr Agilität auszuprobieren.

Die Fallgebenden waren Alumni des Collaborative Leadership Programms 2019: Dr. Bärbel Bardarsky, Anstaltsleiterin der JVA für Frauen und Tassilo Kubitz, Leiter Projektmanagement bei dem IT-Unternehmen akquinet@spree GmbH. Sie hatten während ihrer Teilnahme am Jahresprogramm – trotz der unterschiedlichen Arbeitsbereiche – festgestellt, dass sie sich mit ähnlichen Fragen rund um Entscheidungsprozesse und strukturelle Herausforderungen konfrontiert sehen: Wie etablieren wir eine neue Strategie auf allen Arbeitsebenen? Wen holen wir mit ins Boot, wenn eine Akut-Situation drängt, diese aber weitreichende Auswirkungen hat? Welche Konzepte passen zu Mitarbeitenden aus verschiedenen Generationen? In einem Dialog-Format der beiden wurde anhand von Praxisbeispielen deutlich: in einer Haftanstalt geht es teils überraschend agil zu, an anderen Stellen bewähren sich klassische Vorgehensweisen.

Diese Veranschaulichungen von Agilität im Vollzug (doppeldeutig!) boten einen greifbaren Ausgangspunkt für die Teilnehmenden, um die jeweils eigene Organisation zwischen klassischer Struktur und Agilität zu verorten.

In einer Gruppenarbeit analysierten die Führungskräfte anhand der eigenen Arbeitsbereiche, wo etwas mehr Agilität zu neuen Ansätzen und Verbesserungen führen könnte und wann Planungsgremien oder langfristige Festlegungen durchaus sinnvoll sind.

Wenngleich einige Teilnehmende überrascht waren, wie agil ihre (Teil-) Bereiche bereits aufgestellt sind, wurde die Umstellung der Arbeitsprozesse, besonders in öffentlichen Behörden, doch noch als weit entferntes Ziel eingeschätzt.

Wir danken Tassilo Kubitz und Bärbel Bardarsky für den spannenden Termin, Carola Trömel für die vorangestellte und eindrucksvolle Führung durch die Räumlichkeiten der JVA für Frauen, sowie unserem Alumni Werner Gräßle, Präsident des Amtsgerichts Lichtenberg für die Gastfreundschaft. Natürlich danken wir auch allen Teilnehmenden für das Interesse und die Offenheit und freuen uns auf den nächsten Termin am 06.01.20 im neuen Programmformat: Ab Januar 2020 finden die First Mondays von 18.00 Uhr bis 20.00 Uhr statt und im Anschluss gibt es einen offenen Leadership Stammtisch.