Image Image Image Image Image Image Image Image Image

meet2respect: Jewish-Muslim Solidarity Award & Besuch der Senatorin

Die Preisträger: links die Vertreterinnen der Sisterhood of Salaam Shalom, rechts Rabbiner Elias Dray und Imam Ender Cetin von meet2respect

Am 21. November 2019 wurde das Leadership-Projekt meet2respect, das inzwischen als Tochter-UG agiert, in Berlin mit dem Award for Jewish-Muslim Solidarity der Stiftung EVZ ausgezeichnet. Den Preis erhielt die Initiative für das Engagement für jüdisch-muslimische Verständigung in Form von Unterrichtsbesuchen, einer Tandem-Tour sowie jüdisch-muslimischen Dialogtreffen.

Gleichzeitig wurde die jüdisch-muslimische Initiative Sisterhood of Salaam-Shalom aus den USA ausgezeichnet. Die Preisausschreibung richtete die Stiftung EVZ gemeinsam mit der Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus (KIgA) aus.

Im Dezember gab es erneut Anerkennung für das jüdisch-muslimische Dialogprojekt: Bildungssenatorin Sandra Scheeres stellte in der Friedenauer Gemeinschaftsschule das erweiterte Maßnahmenpaket ihrer Senatsverwaltung gegen Antisemitismus vor. Darunter ist meet2respect mit den Unterrichtsbesuchen jüdisch-muslimischer Tandems in Schulklassen für gegenseitigen Respekt und zur Antisemitismusprävention eines der erfolgreichen Projekte.

Imam Ender Cetin, Bildungssenatorin Sandra Scheeres und Rabbiner Elias Dray bei der Pressekonferenz in der Friedenauer Gemeinschaftsschule

In der gemeinsamen Pressekonferenz mit der Senatorin stellten Rabbiner Elias Dray und Imam Ender Cetin meet2respect als vor und berichteten aus ihren Erfahrungen in der Präventionsarbeit gegen Antisemitismus.

Anschließend begleitete die Senatorin einen Unterrichtsbesuch von meet2respect, um sich selbst ein Bild von den Workshops mit Schülerinnen und Schülern zu machen. Auch viele Medien waren mit im Klassenraum dabei und schauten sich die Interaktion des jüdisch-mulimischen Tandems mit den Jugendlichen der Jahrgangsstufen 7 und 8 an.

Der Tagesspiegel schreibt über die Begegnung: „Darf ich als Muslim in einer Kirche beten? Was ist schlimmer: Lügen oder nicht fasten? Können Muslime, Christen und und Juden miteinander befreundet sein?* […] Die Heranwachsenden aus Deutschland und Syrien, oftmals Muslime, tauen auf bei solchen Fragen, berichten von eigenen Erfahrungen und lassen dabei ihre Augen nicht von Cetin und Dray, die demonstrativ ihre Verbundenheit zeigen.“

In der Berliner Zeitung wird Rabbiner Elias Dray zitiert: „In Berlin wird wirklich was getan“, sagte Rabbiner Dray am Montag in Friedenau, „und wir würden uns freuen, wenn auch andere Bundesländer dieses Beispiel übernehmen würden.“ Die Berliner Zeitung schreibt weiter: „Das Projekt habe auch dazu geführt, dass sich die jüdischen und muslimischen Gemeinschaften in Berlin besser kennen gelernt hätten – die beste Methode, Stereotypen abzubauen. Imam Cetin ergänzte: „Ein Imam kommt mit einem Rabbiner – hört sich erst wie ein Witz an.“ Viele Schülerinnen und Schüler wären aber tatsächlich noch nie bewusst einem Juden begegnet. „Erst durch Kennenlernen kann man anfangen, sich zu respektieren.“

Weitere Links zu Medienberichten über den Termin sind auf der meet2respect-Presse-Seite verlinkt.