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Bernhard Heider, Autor bei Leadership Berlin

Ergebnisse der Mitgliederbefragung zum Thema Quoten

Eingetragen am 14.06.2019

14. Juni 2019 | By |

Im zweiten Quartal führten wir zwei Befragungen zu den Themen Benachteiligung und Quoten durch. Die erste Befragung fand unter den 36 Teilnehmenden des Leadership Jahresprogramms statt . Der Frauenanteil lag insofern bei 44 % und ist damit deutlich höher als der gesamtgesellschaftliche Frauenanteil unter Führungskräften (ca. 30%).

Die zweite Befragung fand unter den 722 Führungkräften statt, die mit uns in Kontakt stehen (Mitglieder, ehemalige Teilnehmende und ehemalige Gesprächspartner*innen). Der Frauenanteil in dieser Empfängerliste liegt aktuell bei 47%.

Hier geht es zu den ausführlichen Ergebnissen der beiden Befragungen.

Und hier einige der überraschenden Ergebnisse (Seite 3+4) kurz skizziert:

1. Die Wahrnehmung von Männern und Frauen im Hinblick auf die Bevorzugung des anderen Geschlechts stehen sich diametral gegenüber:
Frauen gaben durchschnittlich an, dass „männlich sein“ große Vorteile biete, Männer hingegen empfinden im Durchschnitt „weiblich sein“ als vorteilhaft in ihrem Arbeitskontext.

2. Letztendlich sind sich Männer und Frauen in der durchschnittlichen Wahrnehmung einig, dass weder das eigene, noch das andere Geschlecht ein absolutes Benachteiligungsmerkmal darstellt, wohingegen „die aktive Wahrnehmung einer Elternrolle“ oder erst recht „alleinerziehend zu sein“ eine enorme Benachteiligung für die Karriere darstellen.

3.  Die Befragten sind sich außerdem einig, dass andere Merkmale wie „afrikanische Wurzeln“ zu haben, „muslimisch zu sein“, „kleinwüchsig“ oder „intersexuell zu sein“ eine spürbare Benachteiligung mit sich bringen, wobei diese vor allem von den befragten Frauen gesehen wird und Männer Benachteiligungen deutlich niedriger einschätzen.

Folgende Fragen wurden bei uns aufgeworfen:

a) Worin liegen die Gründe, dass Männer und Frauen so unterschiedliche Wahrnehmungen haben?

b) Wurde die zum Vorschein gekommene Diskrepanz zwischen der Wahrnehmung von Männern und Frauen in Gender Studies bereits einmal näher erforscht, bzw. zeigte sie sich auch in anderen Untersuchungen?

c) Wurde die in unserer Befragung adressierte Wahrnehmungs-Perspektive auf die geschätzte positive oder negative Auswirkung  von unterschiedlichen Diskriminierungsmerkmalen (Geschlecht, sexuelle Identität, Religion, usw.) durch Führungskräfte im Hinblick auf ihren jeweiligen Arbeitskontext bereits anderweitig in den Gender Studies erforscht bzw. betrachtet? Gibt es insofern entsprechende Befragungsergebnisse, die auf einer breiteren und repräsentativen Datenlage beruhen?

d) Nach den Ergebnissen unserer Befragung könnte man zu dem Ergebnis kommen, dass eine „Förderung für Berufstätige mit aktiver Elternrolle (und das sind überdurchschnittlich häufig Frauen)“ sinnvoller sein könnte als eine pauschale „Frauen-Förderung“, da aus Sicht der weiblichen wie auch der männlichen Führungskräften die aktive Elternrolle eine massive Benachteiligung bewirkt, wohingegen das „weiblich sein“ nach gemeinsamer gemittelter Einschätzung heutzutage gar keinen negativen Einfluss auf die Karriere hat. Welche Perspektiven bieten hierzu Analysen der Gender-Studies?

e) Da im Hinblick auf Benachteiligung wie festgestellt Frauen und Männer eine sehr unterschiedliche Sicht haben, stellt sich die Frage – (wie) gelingt es den Wissenschaftler*innen der Gender-Studies angesichts eines Frauenanteils von über 95% und den Gleichstellungsbeauftragten mit einem Frauenanteil von 100%, dass ihr Diskurs und Handeln neutral sind und auch die männliche Perspektive entsprechend Berücksichtigung findet?
Die Beteiligung von Männern an unserer Umfrage war übrigens deutlich geringer als die von Frauen: obgleich 53% der 722 Führungskräfte aus unserem Netzwerk Männer sind, lag der Männer-Anteil unter den Befragungsergebnissen unter 40%. Der fehlende Bezug zu dem befragten Thema könnte ein Grund dafür sein.

Wenn jemand zu den aufgeführten Fragen Analysen und Arbeiten kennt, freuen wir uns über Zusendung. Wir könnten diese dann bei unserem First Monday am 2. September einfließen lassen, zu dem wir herzlich einladen! Weitere Infos finden Sie hier.

First Monday bei der Oberstaatsanwältin für Sexualdelikte

Eingetragen am 18.03.2019

18. März 2019 | By |

Wie kann das Engagement und die Vernetzung von Akteur*innen im öffentlichen Bereich, Non-Profit-Bereich und privatwirtschaftlichen Bereich gegen Kindesmissbrauch gestärkt werden?

Diesem herausfordernden Thema widmeten wir uns bei unserem First Monday am Montag, dem 3. Dezember in den Räumlichkeiten der Staatsanwaltschaft Berlin. Für einen fachlich fundierten Austausch sorgten zu Beginn
Ines Karl, Oberstaatsanwältin für Sexualdelikte (Vergewaltigung/sexuelle Nötigung, sexueller Missbrauch von Kindern, Kinderpornografie, sexuelle Belästigung) und Teilnehmerin unseres Leadership-Jahresprogramms 2017
Sabine Misch, Erste Kriminalhauptkommissarin und Leiterin der Zentralstelle „Spree“ (Täterorientierte Prävention bei rückfallgefährdeten Sexualstraftätern) des Landeskriminalamtes (LKA 13)
Viola Würffel, Gerichts- und Bewährungshelferin bei den Sozialen Dienste der Justiz Berlin, ebenfalls spezialisiert auf Sexualstraftäter

Die Teilnehmergruppe bestand aus 16 Führungskräften, die zum Teil durch Tätigkeiten wie der Leitung eines Jugendamtes, der Geschäftsführung eines Vereins für die Betreuung von Kindern und Jugendlichen oder auch der fachlichen Aufsicht für eine Fachschule für Erzieher*innen und zahlreiche Kitas einen engen fachlichen Bezug zum Thema Prävention vor Kindesmissbrauch haben. Insofern war es ein sehr informativer Austausch, der wohl für alle Beteiligten wertvolle Informationen und Anregungen enthielt.

Da es insbesondere in Öffentlich ein mitunter falsches Bild über das Thema Kindesmissbrauch gibt, wollen wir hier einige Infos zu dem Thema aufführen:

– Beim Thema Kindesmissbrauch handelt es sich keineswegs um ein medial gehyptes Thema, sondern eine ernst zu nehmende gesellschaftliche Problemstellung mit erschreckend hohen Fallzahlen und enormer, in der Regel lebenslanger Belastung für die Opfer. Im Jahr 2017 lag die Zahl des sexuellen Missbrauchs an Kindern bei 11.547 Fällen und die Aufklärungsquote lag bei 84,8 %. Zum Vergleich: die Zahl der angezeigten Vergewaltigungen und sexuellen Übergriffe gegenüber Erwachsenen (in der Regel Frauen) lag 2017 bei 11.282.

– Die Dunkelziffer beim Kindesmissbrauch ist sehr hoch. Expert*innen schätzen, dass es siebenmal so viele Fälle des sexuellen Missbrauchs an Kindern gibt, wie letztendlich zur Anzeige kommen

– Auch, wenn die Zahl der Straftaten erschreckend hoch ist – so ist es keinesfalls so, dass die Situation früher besser gewesen wäre. Ganz im Gegenteil. Trotz einer damals vermutlich noch viel höheren Dunkelziffer lag die Zahl in der Vergangenheit noch deutlich höher. 1973 waren es beispielsweise alleine in Westdeutschland noch 15.563 Straftaten (Unzucht mit Kindern) und 1995 waren es (in Gesamtdeutschland) noch 16.013 Straftaten.

– Anders als es häufig vermutet wird, geht nicht der größte Teil der Missbrauchsfälle auf Pädosexuelle zurück. Schätzungen zufolge sind etwa 40–50% der Männer, die sexuelle Übergriffe auf Kinder begangen haben, pädophil (Beier et al. 2005; s. für einen Überblick Seto 2008). Häufiger als bei nicht pädophilen Tätern handelt es sich dabei um Wiederholungstäter.

– Anders als es häufig vermutet wird, ist es auch nicht so, dass Menschen mit pädosexueller Ausrichtung in den meisten Fällen auch zu Tätern werden. Schätzungsweise 1% der männlichen Bevölkerung ist pädosexuell ausgerichtet, also in Berlin ca. 18.000 Männer. Es wird vermutet, dass etwas weniger als die Hälfte dieser Gruppe zu Tätern wird (vgl. Kuhle, Kossow & Beier 2015)

– Die einseitige Fokussierung der Bevölkerung auf das Zerrbild „pädosexuell = Täter“ verhindert die Zugangsmöglichkeit zu pädosexuellen Nicht-Tätern oder Noch-Nicht-Tätern für präventive therapeutische Maßnahmen und erhöht insofern das Risiko, dass jemand aus der Gruppe zum Täter wird.

– Anders als eine weit verbreitete Angst vermuten ließe ist es absolut die Ausnahme, dass sexuelle Gewalt gegen Kinder durch Fremdtäter stattfindet, die im Gebüsch Kindern auflauern

– Sexuelle Gewalt findet am häufigsten innerhalb der engsten Familie statt  sowie im sozialen Nahraum beziehungsweise im weiteren Familien- und Bekanntenkreis, zum Beispiel durch Nachbarn oder Personen aus Einrichtungen oder Vereinen, die die Kinder und Jugendlichen gut kennen (ca. 50 %).

– Unter den 936 registrierten Opfern sexuellen Missbrauchs an Kindern und Jugendlichen in Berlin im Jahr 2017 lag der Anteil von Mädchen bei 68,7% und der von Jungen bei 31,3%. 45,2% der Opfer standen zum Tatverdächtigen in einer engeren oder weiteren Vorbeziehung. Darin enthalten sind die 16,2% aller Opfer, die zum Tatverdächtigen in einer familiären Beziehung standen. Unter den ermittelten Tatverdächtigen waren 95,8% männlich und hatten
75,9% die deutsche Staatsangehörigkeit. 35,5% der Tatverdächtigen war im Alter unter 21 Jahren..“ (PKS Land Berlin 2017)

– Anders als bei anderen Straftaten sind die Täter in allen möglichen sozialen Schichten und mit unterschiedlichem Bildungsniveau zu finden

– Was kaum in der Öffentlichkeit bekannt ist, ist, dass Stiefkinder besonders gefährdet sind

– Was ebenfalls häufig unterschätzt wird, ist, dass viele Kinder über Missbrauchserfahrungen gegenüber ihren Eltern berichten und nicht ernst genommen werden. Eltern sollten insofern gestärkt werden, Hinweise nicht zu überhören

– Ebenfalls kaum in der Öffentlichkeit bekannt ist, dass Opfern die Aussage und Befragung in Gerichtssälen erspart werden kann. Das wissen auch manche Professionelle aus der Kinder- und Jugendhilfe nicht, von denen einige mitunter sogar von Anzeigen abraten.

Im weiteren Verlauf des Abends wurde darüber diskutiert, welche Maßnahmen aus Sicht der Teilnehmenden Sinn machen. Hier wurden unter anderem genannt:

– Es wäre wünschenswert, wenn oben aufgeführte Kenntnisse einer größeren Teil der Bevölkerung bewusst gemacht wird und generell mehr Aufklärung und Sensibilisierung zu dem Thema erfolgt

– Es wäre wünschenswert, wenn die finanziellen Mittel für die Arbeit mit Opfern und Tätern und pädosexuellen Männern, die bislang keine Täter wurden, aufgestockt würden.

– Es wäre wünschenswert, wenn die Mittel für eine zentrale Stelle zu dem Thema in der Verwaltung ausgebaut würden.

– Es wäre wünschenswert, dass – wie bei unserem Termin geschehen – Akteur*innen aus unterschiedlichen Bereichen wie Polizei, Staatsanwaltschaft, Kitabereich, Schulen, Mentorenprogramme, Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtungen und Sportvereine über das Thema austauschen. Bislang gibt es kaum einen Austausch über Kinderschutz-Konzepte z.B. zwischen Mentorenprogrammen, Sportvereinen und Kita-Trägern.

– Es wäre wünschenswert, wenn die Einholung von polizeilichen Führungszeugnissen
a) für Hauptamtliche und Ehrenamtliche in Sportvereine, Mentorenprogramme und anderen, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, verpflichtend vorgeschrieben wird
b)  in zeitlichen Abständen wiederholt wird, um Änderungen festzustellen – oder umgekehrt eine Benachrichtigung erfolgen kann, wenn Einträge hinzugekommen sind
c) im Zusammenhang mit der Arbeit mit Kindern generell gebührenfrei ist
d) auch für Tätige von Dienstleistungsunternehmen in Kinder- und Jugendeinrichtungen vorgeschrieben wird (z.B. Reinigungsfirmen in Schulen und Kitas)

– Es wäre wünschenswert, dass sexuelle Selbstbestimmung fest in den Schulunterricht eingebaut wird und Lehrer*innen in Aus- und Weiterbildung für die Missbrauchsthematik geschult werden

– Es wäre wünschenswert, das Wissen über Missbrauch und dass Opfer nach Anzeigen nicht vor Gericht, sondern auch per Video aussagen können, in einfacher Form zielgruppengerecht zu vermitteln, z.B. als Pictogramme auf der Website der Senatsverwaltung

Zuletzt präsentierte Chahira Kressin-Gadermann, Geschäftsführerin von Hand-in-Hand-Patenschaft e.V. als Best-Practice-Beispiel das Kinderschutzmodell, das in einigen Mitgliedern vom Netzwerk Kinderpatenschaften entwickelt und umgesetzt wird.

Das Kinderschutzkonzept beinhaltet folgende Komponenten:
a) ein psychologisches Screening,
b) ein ausführliches Gespräch, welches sich an speziell ausgearbeiteten Fragen entlanghangelt,
c) eine mehrstündige Schulung,
d) die Vorlage eines aktuellen erweiterten Führungszeugnisses,
e) eine sechswöchige Probezeit in der Patenschaft
f) jeder, der bei uns eine Patenschaft anstrebt, stimmt außerdem unserem Ehrenkodex zu,
g) und unterschreibt, dass sein Name zum Schutz der Kinder in eine vom Netzwerk Berliner Kinderpatenschaften speziell hierfür entwickelte Datenbank von Ehrenamtlichen in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen eingetragen wird.

Während die ersten Punkte auf allgemeinen Anklang stießen, teilten sich die Meinungen im Hinblick auf die Nutzung der Datenbank. Die Datenbank beinhaltet keine Eintragungen über Fehlverhalten sondern ausschließlich die Informationen, wann und von welcher anderen angeschlossenen Organisation für die angefragte Person bereits eine Anfrage gestellt wurde. Die Eintragung sowie die Abfrage erfolgen nur nach Zustimmung der Betreffenden und erfüllt laut Chahira Kressin-Gadermann die Anforderungen der Datenschutz-Grundverordnung. Die Datenbank ist als Unterstützungsinstrument dafür gedacht, dass Personen, die als Ehrenamtliche z.B. Mentorenprogrammen oder als Freizeitbetreuer aktiv Zugang zu Kindern und Jugendlichen suchen und die aufgrund von Verhalten (auch unterhalb der Strafbarkeitsgrenze) in einer Organisation aufgefallen sind, nicht im Anschluss von einer Einrichtung zur nächsten wechseln, wo sie wiederum Zugang zu Kindern und Jugendlichen suchen. Durch die Transparenz, wo jemand, der sich als Ehrenamtlicher bewirbt, zuvor schon überall vorstellig und tätig wurde, könnte bei Vorstellungsgesprächen entsprechende Nachfragen gestellt werden bzw. bei den vorherigen Einsatzorten eine Referenz angefragt werden.

Die einen fanden den Einsatz einer solchen Datenbank für einen absolut sinnvollen, überfälligen Schritt, der dazu beitragen kann, Missbrauchsfälle zu vermeiden und plädierten dafür, dass möglichst viele Träger der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen über Sportvereine, Musikvereine bis hin zur Staatsanwaltschaft sich der Datenbank anschließen. Befürworter zogen den Vergleich zu Finanzabfragen bei Schufa, Creditreform u.ä., mit denen sich jede*r auch einverstanden erklären muss, wenn man z.B. einen Mobilfunkvertrag abschließt und hoben hervor, dass durch den Einsatz der Datenbank, ein Hopping von einer Einrichtung zur nächsten durch Personen, die besonders an Kindern interessiert sind und deren Grenzüberschreitungen sich möglicherweise noch steigern, verhindert werden kann.

Einige der Anwesenden hatten allerdings starke Bedenken bzgl. der Einsetzung einer solchen Datenbank. Nach ihrer Einschätzung hat die Information über frühere Eintragungen zur Folge, dass die anfragende Organisation daraufhin bei den vorherigen Einsatzorten bzgl. positiver oder negativer Erfahrungen mit der entsprechenden Person nachfragt und damit sind Tür und Tor geöffnet, dass jemand, dem zu Unrecht von einer Organisation, bei der er/sie tätig war, etwas schlechtes nachgesagt wird, zukünftig von keiner anderen Organisation mehr für die ehrenamtliche Arbeit mit Kindern und Jugendlichen angenommen wird. Darüber hinaus bezweifelten manche, dass eine solche Datenbank den derzeit geltenden Datenschutzvorgaben gerecht wird und dass der Aufwand in vernünftigem Verhältnis zum Nutzen steht.

Fazit und Ausblick:

Es war ein äußerst bereichernder differenzierter Blick auf die Herausforderung und Verbesserungsmöglichkeiten zum Thema Kindesmissbrauch. Ein größerer Teil der Teilnehmenden des Austauschformats zeigte Interesse und Bereitschaft, sich bei Folgetreffen weiter mit dem Thema zu befassen. Zu dem nächsten Treffen möchte Chahira Kressin-Gadermann vom Netzwerk Berliner Kinderpatenschaften bzw. Geschäftsführerin von Hand- in-Hand-Patenschaft e.V. einladen.

Besprochen werden könnte bei einem folgenden Treffen:
– Konkrete Einblicke in die vom Netzwerk Kinderpatenschaften entwickelte Datenbank, Klärung hinsichtlich Datenschutzgrundverordnungskompatibilität und ggfls. Diskussion wie die Datenbank verändert und ausgebaut werden könnte

– Wie kann öffentliche Wissen über Kindesmissbrauch gestärkt werden? Wie können z.B. Artikel in russischsprachigen Medien platziert werden? Oder wie kann das Wissen bei Lehrer*innen, Erzieher*innen, Sozialpädagog*innen erhöht werden?

– Welche interdisziplinären Austauschformate zu dem Thema gibt es und wie könnten diese ggfls. gestärkt werden? Oder macht es Sinn, selbst eine interdisziplinäre Fachkonferenz zu dem Thema auf die Beine zu stellen?

– Wie kann Lobbyarbeit aussehen und wer könnte sie machen, um eine Erhöhung öffentlicher Mittel und Personalstellen für eine zentrale Anlaufstelle in der Verwaltung, für die Arbeit mit Täter*innen, für die Arbeit mit Opfern und die Qualifizierung von Hauptamtlichen und Ehrenamtlichen zu bewirken?

Links:
• das Kinderschutzkonzept von Hand-in-Hand-Patenschaft e.V. : http://www.handinhand-patenschaft.de/kinderschutz.html
• Netzwerk Berliner Kinderpatenschaften: https://www.kipa-berlin.de/alle-programme-auf-einen-blick-1/
• Berliner Netzwerk gegen sexuelle Gewalt: https://www.berlin.de/sen/gpg/service/berliner-netzwerk-gegen-sexuelle-gewalt/teilnehmende/

Ausblick: Mitglieder-Exkursion nach Frankfurt/Oder – Slubice

Eingetragen am 16.02.2019

16. Februar 2019 | By |

Einmal bieten wir unseren Mitgliedern und Freunden von Leadership Berlin die Teilnahme an einem Programmtag außerhalb des eigenen Tellerrandes an. In diesem Jahr haben wir hierfür für Samstag, den 11. Mai 2019 gemeinsam mit unserem Schwesterverein Leadership Brandenburg – Netzwerk Verantwortung e.V. eine Exkursion nach Frankfurt/Oder und seine polnische Nachbarstadt Slubice organisiert.

In Gesprächen mit dem Oberbürgermeister von Frankfurt, René Wilke, den Betreibern eines Gründerzentrums und dem Gründer eines Vereins, der die gemeinsame Geschichte von Deutschen und Polen aufarbeitet, wollen wir uns den Herausforderungen und Chancen der deutsch-polnischen Doppelstadt widmen. Ein Spaziergang mit kleiner Stadtführung, ein Besuch des „Polen-Marktes“ in Slubice und ein Abendessen auf dem Oder-Turm runden einen sicherlich eindrücklichen Tagesausflug ab.

Hier das Programm auf aktuellem Stand:

10.04                   Ankunft mit dem Regionalzug von Berlin aus

10.04 – 11.00 Stadtrundgang mit Dieter Krawczynski
durch Frankfurt/Oder, durch das Bahnhofsviertel, vorbei am Marktplatz mit Besichtigung der Marienkirche bis zum Oderturm

11.00 – 12.30   Begegnung im Bereich Wirtschaft
Besichtigung des deutsch-polnischen Coworking-Place BLOK-O mit Gespräch mit dessen Geschäftsführerin Linda Pickny:
„Wie kommt ein Coworking-Place in Frankfurt/Oder an? Welche Standort-Vorteile und Nachteile bietet die Stadt an der deutsch-polnischen Grenze? Wie kann aus Sicht von Linda Pickny die Stadt und Region Perspektiven für junge Menschen bieten und in der Region halten oder sogar junge Menschen in die Region ziehen?“

12.45 –14.00   Mittagessen im Kartoffelhaus

14.00 – 14.15  Spaziergang zum Rathaus

14.15 – 15.45  Begegnung im öffentlichen Bereich
Treffen mit Oberbürgermeister René Wilke:
„Was sind aus seiner Sicht die drei größten Herausforderungen von Frankfurt? Wie versucht er diese zu lösen und inwiefern würde er sich mehr Engagement von Führungskräften aus Wirtschaft, Verwaltung und gemeinnützigem Bereich wünschen? Wie ist die Sicht von Führungskräften aus Potsdam und Berlin auf Frankfurt und inwiefern würde er sich mehr Zusammenarbeit wünschen?“

15.45 – 16.00  Seitenwechsel auf die polnische Oder-Seite nach Slubice

16.00 – 17.45  Besuch des „Polenmarktes“ in Slubice
(An- und Rückreise mit Taxen)

18.00 – 19.00 Begegnung im Non-Profit-Bereich
Treffen mit Dr. Krzysztof Wojciechowski, Verwaltungsdirektor des Collegiums Polonicum, Vorsitzender des Vereins mylife – erzählte Zeitgeschichte e.V.   und Autor des Buches „Meine lieben Deutschen
Wir treffen uns im Collegium Polonicum, wo uns Herr Dr. Krzysztof Wojciechowski empfängt und wir zum Abschluss die Aussicht von der Terrasse des Gebäudes auf die Doppelstadt genießen können.

19.00    optional Rückkehr zum Bahnhof nach Frankfurt/Oder zum RE1, Abfahrt: 19.35 Uhr, Berlin Hbf: 20.41, Potsdam Hbf: 21.09 Uhr

19.15 -20.15   Nettes Zusammensein zum Abendessen
in einem nahegelegenen Restaurant

Rückkehr mit RE 1 um 20.35 Uhr (21.39 Uhr Berlin Hbf) oder mit dem RE 1 um 21.28 Uhr (22.41 Uhr in Berlin Hbf) oder auch später

Anmeldung und Kosten:

Bitte nutzen Sie für die Anmeldung den folgenden Anmeldelink.

Für die Teilnahme an Stadtführung, der Begegnung im Co-Workingplace BLOK-O, dem Empfang und Gespräch mit dem Oberbürgermeister,
Taxifahrt zum Polenmarkt in Slubice und zurück zum Collegium Polonicums berechnen wir für Mitglieder (und eine Begleitperson): 20 Euro pro Person, für Nicht-Mitglieder: 35 Euro pro Person

Für die Hin- und Rückfahrt von Berlin bzw. Potsdam kann ein Berlin-Brandenburg-Wochenend-Ticket für 29 Euro von bis zu 5 Personen genutzt und die Kosten entsprechend umgelegt werden.

First Monday im Mai – Perspektive Ost: Wiedervereinigung?

Eingetragen am 01.02.2019

1. Februar 2019 | By |

Was hätte besser laufen können bei der „Wiedervereinigung“? – Was können und sollten wir daraus im Hinblick auf Vergangenheit, aber auch im Hinblick auf Gegenwart und Zukunft lernen?

Anmeldung: https://forms.gle/eUQBJYgXhqTcfn4r8

Zeit:     Montag, der 6. Mai, 18.30 – 21.00 Uhr
Ort:      Hochschule für Technik und Wirtschaft, Treskowallee 8, 10318 Berlin-Karlshorst. Der Termin findet in Raum A018 im Gebäude A statt.

Einige unserer Mitglieder mit Ost-Sozialisation, heute erfolgreiche Führungskräfte, studierten zur Zeit der Wende an der dort ansässigen „DDR-Kaderschmiede“ Hochschule für Ökonomie und haben diesen Ort vorgeschlagen.

  • 29 Jahre nach der Wiedervereinigung sind laut Umfragen immer noch 70% der Führungspositionen im Osten von Westdeutschen besetzt.
  • 60% der Ostdeutschen vertreten die Auffassung, dass sich das Verhältnis zwischen den Menschen in beiden Landesteilen nicht verbessert hat – im Westen ist es umgekehrt: hier glauben 60%, das Verhältnis habe sich verbessert.
  • Die Mehrheit der Ostdeutschen (56%) fühlen sich von Westdeutschen arrogant bzw. von oben herab behandelt, im Westen erkennen nur 25% hochnäsiges Verhalten gegenüber dem Osten.
  • Auch bei dem Vertrauen in Medien und Zustimmungswerten der etablierten Parteien unterscheiden sich Ost und West eklatant. So haben im Osten beispielsweise nur 27% Vertrauen in die Presse, während es im Westen 40% sind.

Keine Frage – wirtschaftlich geht es den Menschen in Ostdeutschland heute um einiges besser als noch vor 30 Jahren. Was die gesellschaftliche Identifikation und das gefühlte Zusammenwachsen anbetrifft, ist allerdings genauso zweifelsfrei noch viel Spiel nach oben. Über die Ursachen und Möglichkeiten der Gegensteuerung wollen wir bei dem First Monday diskutieren.

Bei dem Termin sollen zunächst einmal Führungskräfte aus unserem Netzwerk mit Ost-Sozialisation das Wort haben und über ihre Wahrnehmung der Wiedervereinigung und des Umgangs und Verhältnisses zwischen West- und Ost-Deutschen nach der Wende bis heute sprechen. Gemeinsam wollen wir im Anschluss darüber diskutieren, was wir daraus im Hinblick auf die Vergangenheit, aber auch im Hinblick auf Gegenwart und Zukunft lernen können und sollten.

Rahmenbedingungen:
Das Treffen findet wie immer unter den Rahmenbedingungen der Chatham-House-Vertraulichkeitsregel statt und alle Beteiligten geben mit ihrer Teilnahme eine Fotoerlaubnis. Wir bitten um Verständnis, dass wir die Teilnehmerzahl zugunsten des Austauschformates begrenzen, nur eine komplette Teilnahme möglich ist und unsere Mitglieder Vorrang bei der Belegung der Plätze haben. Wer noch kein Mitglied ist und dies ändern möchte, kann dies mit dem Ausfüllen eines Mitgliedsantrags tun. Die Teilnahme am First Monday ist kostenfrei, Anmeldungen sind über den folgenden Link  möglich.

Leadership Berlin bringt kognitiv Hochbegabte ins Gefängnis

Eingetragen am 30.01.2019

30. Januar 2019 | By |

Ob es unter den Insassen Berliner Haftanstalten auch Menschen mit kognitiver Hochbegabung gibt, vermögen wir nicht zu beurteilen. Zumindest betraten als Besucher am 17. Dezember zwanzig Menschen mit IQ über 130 – allesamt Mitglieder der Hochbegabtenvereinigung Mensa e.V. – die JVA Moabit zu einem Gedankenaustausch mit der Gefängnisleitung. Als „ Leadership Berlin – Netzwerk Verantwortung e.V.“ organisierten wir das außergewöhnliche Zusammentreffen im Rahmen unseres Formates „Mensa meets Leadership“, in dem wir mit Förderung durch die gemeinnützige „Mensa in Deutschland Stiftung“ quartalsweise eine Gruppe von kognitiv Hochbegabten aus Berlin und Brandenburg mit Führungskräften der unterschiedlichsten Bereiche zusammenbringen.

Gastgeber seitens der Untersuchungshaftanstalt waren die Anstaltsleiterin Anke Stein und die Vollzugsleiterin Friederike Temme, die einen offenen Einblick in die Arbeit der JVA Moabit gaben und auf zahlreiche Fragen eingingen. Dabei zeigte sich, dass auch die hochintelligenten Besucher nicht frei waren von Zerrbildern über den Strafvollzug, wie er in Fernsehserien dargestellt wird. Anke Stein und Friederike Temme vermittelten einen realistischen und eindrucksvollen Blick in ihren beruflichen Alltag, der weder beschönigte, noch dramatisierte. In gewisser Weise erschien darin der Strafvollzug als ein Arbeitsbereich wie jeder andere, der jedoch eine wichtige gesellschaftliche Funktion innehat. Die Beschäftigten erhalten allerdings kaum die entsprechende gesellschaftliche Anerkennung für ihre wichtige und nicht immer leichte Arbeit.

Auf besonderes Interesse bei den Gästen von Mensa stießen die Diversity-Aspekte der Arbeit im Strafvollzug – einerseits die Frage der Akzeptanz weiblicher Bediensteter und einer weiblichen Gefängnisleitung, andererseits die interkulturelle Zusammensetzung der Inhaftierten mit einem Ausländeranteil von 70% zzgl. einem Anteil von deutschen Staatsbürgern mit Migrationshintergrund. Aufgrund der Vielsprachigkeit der Insassen sind auch bei den Beschäftigten solche mit Migrationshintergrund und Fremdsprachenkenntnissen sehr gefragt, wobei auch unabhängig davon Mitarbeiter*innen benötigt und gesucht werden. Autoritätsprobleme aufgrund des Geschlechts sahen die beiden Leiterinnen der reinen Männer-Vollzugsanstalt jedoch ganz klar nicht – was sicher auch an dem charismatischen und bestimmten Auftreten der beiden Juristinnen liegt.

Die größte Herausforderung des Strafvollzugs aus Sicht von Anke Stein und Friederike Temme ist auch – entgegen der Erwartung so mancher Außenstehender – weniger das Thema Gewalt von bzw. zwischen Inhaftierten. Viel schwieriger ist es, aus der Zielsetzung der Resozialisierung unter den gegebenen Rahmenbedingen das Beste zu machen und genügend Nachwuchskräfte für die wichtige Arbeit im Strafvollzug zu gewinnen. So lautete auch die letzte Frage der Gefängnisleiterinnen an die Mitglieder von Mensa, ob und warum sie sich vorstellen könnten – oder auch nicht vorstellen können – im Strafvollzug zu arbeiten. Auch wenn der größte Teil sich einen solchen Arbeitsbereich nicht vorstellen könnte, immerhin zwei wären nicht ganz abgeneigt. Außerdem animierte der Besuch den ein -oder anderen, Bücher für die Gefangenen-Bibliothek zu spenden.

Unser besonderer Dank geht an Anke Stein, die bereits in ihrer früheren Funktion als Anstaltsleiterin der JVA Heidering Gastgeber für Programmtage von Leadership Berlin war und an Friederike Temme, die selbst an unserem Collaborative Leadership Jahresprogramm 2018 teilgenommen hat.

First Monday bei Stromnetz Berlin zu Veränderungsprozessen

Eingetragen am 17.11.2018

17. November 2018 | By |

Nachdem der durch Baggerarbeiten verursachte Stromausfall im südöstlichen Teil Berlins glücklicherweise behoben wurde, wollen wir uns bei unserem nächsten First Monday am Montag, dem 4. März bei der Vattenfall-Tochter Stromnetz Berlin GmbH mit einer anderen „Baustelle“ der Energieversorgung widmen:

Am Beispiel der Entwicklungen des zukünftigen Energiesystems diskutieren wir die Herausforderungen für traditionelle Organisationen und deren Beschäftigte im Hinblick auf die zunehmende Komplexität und Vernetzung. Was bedeuten die veränderten Anforderungen für Organisationsentwicklung und Change Management?

Zeit:     Montag, der 4. März, 18.30 – 21.00 Uhr
Ort:      InfraLAB Berlin auf dem Schöneberger EUREF Campus, Haus 15 B, 10829 Berlin
Fallgeber:   Claudia Rathfux, Prokuristin und Leiterin Kunden- und Marktbeziehungen der Stromnetz Berlin GmbH  und  Teilnehmerin unseres Collaborative Leadership Jahresprogramms 2017 und Thomas Rütting, Abteilungsleiter Metering der Stromnetz Berlin GmbH und Teilnehmer unseres Collaborative Leadership Jahresprogramms 2018

Hintergrund-Infos zum Thema:
Der Klimaschutz und die damit geforderte Energiewende wird national, Europäisch und International diskutiert und sukzessiv gestaltet. Neben der großen Perspektive, gilt es hierzu lokal Verantwortung zu übernehmen.  Die Stadt der Zukunft – und damit auch Berlin – braucht eine zukunftsfähige Energieversorgung. Die Basis hierfür ist – als Teil der kritischen Infrastruktur – ein zuverlässig funktionierendes Stromnetz. Dessen sicherer Betrieb sowie die Weiterentwicklung ist das Tagesgeschäft der Stromnetz Berlin. Mit zunehmender Vernetzung, der Dezentralisierung der Energieerzeugung und zunehmender Speicherkapazitäten werden die Anforderungen an diese kritischste Infrastruktur immer herausfordernder: Statt großer zentraler Kraftwerke erzeugen immer mehr dezentrale Anlagen (z.B. Photovoltaik) den Strom in Wohn- und Gewerbequartieren – in Berlin sind dies bereits über 7.000 Anlagen. Elektrofahrzeuge werden immer beliebter und müssen vor allem in den Nacht- und Abendstunden geladen werden. Die Komplettierung der Elektrifizierung des öffentlichen Personennahverkehrs (Busse und Taxis) ist erklärtes Umwelt- und Nachhaltigkeitsziel der politischen Entscheidungsträger. Die Herausforderung besteht darin, Teil der Bewegung zu werden, ohne die Versorgungssicherheit zu gefährden, denn zukünftig müssen neue Lösungen mit immer höherer Geschwindigkeit und unter dem Einfluss zahlreicher Akteure implementiert werden.

Zu Stromnetz Berlin:
Als Eigentümer des Stromverteilungsnetzes und der dazugehörigen Netzanlagen ist die Stromnetz Berlin GmbH für die sichere und zuverlässige Stromversorgung der Hauptstadt verantwortlich. Über das Netz werden rund 2,3 Millionen Haushalte und Gewerbetreibende mit Strom versorgt. Die Stromnetz Berlin GmbH stellt für die Stromkunden den Anschluss und für Stromanbieter den Zugang zum Netz zur Verfügung. Durch das Berliner Stromnetz fließen jährlich rund 13 Milliarden Kilowattstunden Strom.

Zu InfraLAB:
InfraLab Berlin ist ein langfristiges Co-Working & Co-Creation Projekt der sechs großen Infrastrukturunternehmen: BSR, BVG, BWB, GASAG (GASAG & NBB), Vattenfall (Vattenfall & Stromnetz Berlin) und Veolia auf dem EUREF Campus in Berlin Schöneberg. Mit ihrem Fokus auf Nachhaltigkeit und Umsetzung von Smart City Projekten in enger Zusammenarbeit mit Politik, Industrie und Wissenschaft versteht sich InfraLab als Innovationsmotor für die Weiterentwicklung visionärer Ideen für ein nachhaltigeres Berlin.

Rahmenbedingungen:
Das Treffen findet wie immer unter den Rahmenbedingungen der Chatham-House-Vertraulichkeitsregel statt und alle Beteiligten geben mit ihrer Teilnahme eine Fotoerlaubnis. Wir bitten um Verständnis, dass wir die Teilnehmerzahl zugunsten des Austauschformates begrenzen, nur eine komplette Teilnahme möglich ist und unsere Mitglieder Vorrang bei der Belegung der Plätze haben. Wer noch kein Mitglied ist und dies ändern möchte, kann dies mit dem Ausfüllen eines Mitgliedsantrags tun. Die Teilnahme am First Monday ist kostenfrei, Anmeldungen sind über den folgenden Anmeldelink möglich.

First Monday zur Verkehrspolitik

Eingetragen am 20.09.2018

20. September 2018 | By |

„Berlin wird auf Sicht gefahren“, so mitunter ein gern geäußerter Vorwurf an die Berliner Politik und Verwaltung angesichts der personellen und finanziellen Ressourcen und dem mitunter nicht ganz so ausgeprägten Mut, gegen alle Widerstände Veränderungen zu gestalten.

 

Zumindest letzteres kann man Jens-Holger Kirchner, seit 2016 Staatssekretär für Verkehr nicht nachsagen. In seinem Amt als Baustadtrat in Pankow erwarb er sich den Ruf, hemdärmelig und unkonventionell Dinge anzupacken: sei es in Form einer öffentlichen Ekelrestaurant-Liste, dem Ferienwohnungsverbot für Prenzlauer Berg oder, indem er z.B. auch einmal medienwirksam einen maroden Bürgersteig absperrte, um die zuständige Senatsverwaltung zum Handeln zu bewegen. Nun bekleidet er selbst in der für Verkehr zuständigen Senatsverwaltung eine führende Position.

 

Wie hat sich seine Sicht auf die Arbeit einer Senatsverwaltung verändert? Wie stellen sich aus seiner Sicht die Gestaltungsmöglichkeiten und die Verantwortung zur Gestaltung der Verkehrsnetze der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz dar? Welche Einflussfaktoren fließen im Hinblick auf die Gestaltung der Infrastruktur für Fußgänger, Radfahrer, ÖPNV, Auto, Lieferverkehr und Flugverkehr mit ein? An welchen Stellen müssen Politik und Verwaltung auf bereits stattgefundene Entwicklungen „reagieren“ und „reparieren“ und in wieweit gelingt es, auch zu „agieren“ und tragfähige Entscheidungen mit Langfrist-Perspektive voranzubringen? Und welche sind das und wie laufen diesbezügliche Entscheidungsprozesse?

 

Diesen Fragen widmete sich der First Monday, mit dem wir bei Staatssekretär Jens-Holger Kirchner, der übrigens vor einigen Jahren selbst an unserem Leadership-Jahresprogramm teilgenommen hatte, zu Gast waren. Wie schwierig das Terrain ist, auf dem er sich bewegt, zeigte sich schon an den unterschiedlichen Einschätzungen aus dem Teilnehmerkreis: während die einen fanden, dass die Stadt den Ausbau von Fahrradwegen zu langsam vorantreibe, beklagten andere gerade umgekehrt, dass aus ihrer Sicht der Autoverkehr zu Unrecht Flächen für den Radverkehr abgibt.

Jens-Holger Kirchner legte dar, wie sich die unterschiedlichen Interessenslagen im täglichen Verwaltungsalltag widerspiegeln und in welcher Form Interessen für Fahrrad, Auto, Fußgänger und ÖPNV artikuliert werden. In der Diskussion zeigten sich einerseits positive Aspekte der Mitbestimmung; politische und Verwaltungsentscheidungen werden durch die Teilhabe von Bürger*innen auf demokratischere Füße gestellt. Andererseits zeigten sich allerdings auch die negativen Aspekte, die sich in häufiger Verweigerungshaltung (not in my backyard), langjährigen Verzögerungen und einer außerordentlichen Inanspruchnahme der Verwaltung niederschlagen. So berichtete Jens-Holger Kirchner, dass mittlerweile bis zu 70% der Arbeitszeit von Verwaltungsmitarbeiter*innen auf die Korrespondenz und das Eingehen auf die Sorgen und Fragen von Bürger*innen verwendet werden.

Eine andere bisherige Herausforderung stellte sich anders da, als die meisten vermutet hätten. Waren die vergangenen Jahre und Jahrzehnte geprägt von Geldmangel und Personaleinsparungen, so hat sich die Sachlage diesbezüglich in eine ganz andere Richtung geändert. Nachdem man bis vor zwei Jahren noch Personal abgebaut hatte und über viele Jahre keine oder kaum Einstellungen vorgenommen hatte, ist mittlerweile das Geld für Personalaufstockungen da – allerdings findet sich auf dem Arbeitsmarkt nicht genügend entsprechend qualifiziertes Personal. Auch bei den Auftragsnehmern sieht es ähnlich aus. Durfte man vor einigen Jahren noch bei Baufirmen mit zahlreichen günstigen Angeboten rechnen, hat sich die Lage mittlerweile so verändert, dass es mitunter an Angeboten von Unternehmen mangelt, die noch Aufträge annehmen können und wollen. Auch Lieferzeiten von S- und U-Bahnzügen von 8 Jahren stellen den ÖPNV in den nächsten Jahren noch vor große Herausforderungen.

Jens-Holger Kirchner legte detailreich dar, wie die Verwaltung versucht, einerseits den großen Investitionsstau aus der Vergangenheit abzuarbeiten und andererseits trotzdem auch Weichenstellungen für die Zukunft vorzunehmen und dafür Sorge zu tragen, dass langen Vorlauf benötigende Entscheidungen wie die rechtzeitige Bestellung von neuen S- und U-Bahnzügen zukünftig rechtzeitig stattfinden.

Dass sein Job – gerade aufgrund der umfangreichen Planungs- und Beteiligungsvorgaben, den juristischen wie auch partizipativen Widerspruchsverfahren,  des über den Arbeitsmarkt kaum zu behebenden Personalmangel, den langen Liefer- und Ausführungszeiten von Unternehmen – kein leichter ist, ist wohl allen Teilnehmenden des First Monday klar geworden. Wir danken Jens-Holger Kirchner für den spannenden Einblick, der manche aus der Außenperspektive nicht so leicht nachvollziehbare Missstände deutlich nachvollziehbarer gemacht hat.

Programmtag: Spielräume der Macht ausschöpfen

Eingetragen am 20.06.2018

20. Juni 2018 | By |

… diesem Thema widmeten sich die 36 Teilnehmenden unseres Collaborative Leadership Programms an unserem Juni-Programmtag, mit dem wir bei Vivantes zu Gast waren. Wichtig ist uns bei dem Thema, dass wir uns nicht der repressiven Form von Macht (der anderen) widmen, sondern den eigenen Handlungsspielräumen und wie diese ausgeschöpft und erweitert werden können.

Nach einem spielerischen Einstieg mit unserem Mitglied Dr. Matthias Kribben, Vize-Weltmeister im Fernschach und Mitorganisator unseres Programmformats Mensa meets Leadership starteten wir mit einem Austausch mit Vera Gäde-Butzlaff. Auf Grundlage Ihres Erfahrungsschatzes als ehemalige Vorstandsvorsitzende der BSR, der GASAG und heutiger Aufsichtsratsvorsitzender von Vivantes gab sie intensive Einblicke in die jeweiligen Leadership-Challenges und die Unterschiede der Herausforderungen von Vorständen in öffentlichen und privatwirtschaftlichen Unternehmen und die jeweiligen Zielkonflikte, die es auszuhalten, bzw. zu entschärfen gilt.

Interessante Einblicke boten darüber hinaus die Nachmittagsgespräche bei so unterschiedlichen Persönlichkeiten wie Marianne Voigt, Mitgründerin von Immobilienscout und heutiger Geschäftsführerin von bettermarks, Sascha Disselkamp, Gründer und Geschäftsführer der Sage Group und Mitgründer der Clubcommission, Harald Eisenach, Vorsitzender der Regionalen Geschäftsleitung Ost der Deutschen Bank und Sabine Werth, Gründerin der bundesweiten Tafelbewegung, Vorsitzende der Berliner Tafel und geschäftsführende Gesellschafterin eines mittelständischen Unternehmens.

Besonders erkenntnisreich war natürlich auch der Austausch untereinander. In der Abschlussrunde äußerten viele, wie sehr sich inspiriert fühlen. Wir sind gespannt, ob sich dies auch in Form von konkreten Projekten oder gar Vereinsgründungen wie in der Vergangenheit niederschlägt…

Der nächste Programmtag unter dem Motto „Ohnmacht erkennen – Mut zum Handeln“ wird hierfür möglicherweise den ein- oder anderen Anknüpfungspunkt liefern!

 

First Monday bei Siemens: Stellenabbau in der Diskussion

Eingetragen am 26.01.2018

26. Januar 2018 | By |

Mit unserem First Monday im Januar bei Siemens widmeten wir uns einer aktuell kontrovers diskutierten Unternehmensentscheidung. Anfang November verkündete das Unternehmen einerseits einen Gewinn von über 6 Milliarden Euro, andererseits wurde mangels Rentabilität und Auslastung die Schließung von einzelnen Werken und die Entlassung von 5900 Beschäftigten verkündet. Diese Kombination wurde von zahlreichen Politiker*innen und Medienvertreter*innen scharf als unsozial und verantwortungslos kritisiert. Zu unserem First Monday waren wir in einem durch den geplanten Stellenabbau potentiell betroffenen Werke zu Gast im Gespräch mit Stefan Moschko, Personalleiter von Siemens Deutschland und Mitwirkender im Beirat von Leadership Berlin, Michael Friedrich, Pressesprecher bei Siemens und Jan-Marc Lischka, dem Werksleiter des Gasturbinenwerks.

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 „Ist die Entscheidung nachvollziehbar?“, dieser Frage stellten sich die 20 teilnehmenden Führungskräfte aus Non-Profit, öffentlichem und privatwirtschaftlichem Bereich von Leadership Berlin zunächst anhand eines Meinungsstrahles. Es zeigte sich dabei eine große Spannbreite, die von geringer Zustimmung bis hin zu völligem Verständnis reichte, wobei zum allgemeinen Erstaunen die Mehrheit zu letzterem tendierte. So gab es zwar Stimmen, die sich eine unternehmerische Verantwortung dahingehend wünschten, nicht mehr benötigte Werke mit anderen Produktionsabläufen zu retten und damit den geplanten Stellenabbau gerade in Regionen wie Görlitz zu vermeiden. Die Mehrheit konnte jedoch die Planung, sich von unrentablen Werken zu trennen, nachvollziehen, besonders hinsichtlich eines sich schnell wandelnden Marktes.

 Interessant für alle Beteiligten war die Diskussion umfassender Veränderungsprozesse in der Arbeitswelt, die mit den genannten 3 Ds – Digitalisierung, Dekarbonisierung und demografischen Wandel – einhergehen. Hier wurden auch Ähnlichkeiten zu anderen gesellschaftlichen Herausforderungen, wie beispielsweise dem Braunkohleausstieg in Brandenburg deutlich. Weitere spannende Aspekte folgten auf die anschließende Frage, ob der Aufschrei ebenso stark gewesen wäre, wenn es sich um einen Stellenabbau eines Finanzdienstleiters gehandelt hätte.

 Kontroverser diskutiert wurde im Verlauf des Abends die Kommunikation, wie sie im Hinblick auf den geplanten Stellenabbau ablief und aufgenommen wurde. Hier wurde einerseits die – teilweise durch ein Leak durcheinander gebrachten – zeitlichen Abläufe diskutiert wie auch die Art und Weise der Krisenkommunikation. Daraus ergaben sich Fragen, in die sich jeder auf unterschiedliche Weise hineindenken konnte, wie z.B.: „Hätte verhindert werden können, dass vorab Gerüchte und Teilüberlegungen über die geplanten Veränderungen an die Öffentlichkeit gelangen?“ oder „Hätte es Sinn gemacht, wenn Manager in Talkshow-Formaten wie z.B. „Hart aber Fair“ entgegen der öffentlichen Meinung versucht hätten, ihre Standpunkte darzulegen?“

In einer abschließenden Werksführung konnten die Besucher die historischen Produktionsstätten besichtigen und einige faszinierende Infos über das Produkt und die Herstellungsprozesse mitnehmen: So z.B., dass das Gewicht einer Gasturbine mitunter das einer voll besetzten A 380 übersteigt. Oder, dass die einzelnen Radscheiben der Gasturbinen, von Herrn Lischka auch als „Schwermechanik mit Uhrwerkspräzision“ beschrieben, beim Auswuchten bis auf 50 Mü, was dem Zehntel einer Haarbreite entspricht, angepasst werden. Am Ende dieses Prozesses lässt sich die Turbine, mit deren Leistung sich später eine Stadt in der Größe von Hamburg mit Strom versorgen lässt, mit einem Arm bewegen.

 Wir danken Stefan Moschko, Michael Friedrich und Jan-Marc Lischka für die spannenden Einblicke und die Teilnehmenden konnten in der Auseinandersetzung mit der gegebenen Situation intensive Eindrücke und praxisnahe Erfahrungen für Ihre Bereiche mitnehmen. Und wir drücken Siemens die Daumen, dass das Unternehmen die nächsten Jahre weiter so erfolgreich ist und noch viel mehr Menschen in florierenden Unternehmenssparten einstellen kann als man in unrentablen Unternehmenssparten abbauen muss.

 

First Monday im Dezember: Was bedeutet Integration?

Eingetragen am 09.12.2017

9. Dezember 2017 | By |

„Was bedeutet Integration?“ Mit dieser so einfachen wie komplexen Frage an die Gesprächspartner*innen auf dem Podium startete unser First Monday Abend zum Thema „Chancen und Herausforderungen der Zuwanderung – Probleme und Lösungen der Integration“ im Gemeinschaftshaus Morus 14 e.V.. Gastgeber Gilles Duhem, der mit seinem Verein viele Kinder und Jugendliche im Neuköllner Rollbergviertel betreut, schlug darauf prompt die folgenden drei Punkte als „Integrationsanleitung“ vor: Erstens sorge dafür, dass all deine Dokumente ordentlich kopiert in einem Ordner bereitliegen, zweitens erscheine pünktlich zu jedem Termin und drittens lass keinen Müll in deiner Umgebung liegen – dann, so der Franzose Duhem, sei man im „weltoffenen“ Deutschland zu 75% integriert.

Dieser streitbare Beitrag verfehlte nicht die gewünschte Wirkung. Die Diskussion startete mit Schwung und brachte letztendlich das, was diesen Abend besonders spannend machte: einen steten Wechsel zwischen Schilderungen von konkreten Erfahrungen aus nächster Nähe und der Diskussion von übergeordneten, gesamtgesellschaftlichen Fragen. Aus dem direkten Umfeld des „segregierten“ Rollbergviertels berichteten der Gastgeber selbst, die Mittelstufenkoordinatorin sowie Jobcoachin der Zuckmayer Sekundarschule Sabine Drochner und Sigrid Salifu sowie Taha Sabri, der Imam der Dar-as-Salam-Moschee/Neuköllner Begegnungsstätte. Einen statistischen Input zum Thema Zuwanderung brachte darüber hinaus Peter Conrad, u.a. Vorstand im Begegnungschor, dem Verein Perspektiventag und bei Leadership Berlin.

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Schwierigkeiten im Zusammenhang mit dem Übergang von der Schule in den Arbeitsmarkt wurde zunächst als ein wichtiges Thema der Integrationsarbeit diskutiert. Dabei spiele die Familie eine entscheidende Rolle, die den Ausbildungsantritt verhindern könne, wenn die berufliche Perspektive beispielsweise nicht prestigeträchtig genug sei oder auch einfach ein Heimaturlaub dazwischen käme, so eine Schilderung. Als wichtige Faktoren für eine gelungene Integration wurden insbesondere Sprache und Bildung genannt – Aspekte, die angesichts des Umstandes, dass 36 Prozent der 2015 angekommenen Geflüchteten keinen Schulabschluss haben, vor allem große Anstrengungen und Geduld abverlangten.

Neben den Expert*innen aus der beruflichen Praxis brachten einige Diskussionsteilnehmer, die selbst eine Zuwanderungs- oder Fluchtgeschichte haben, ihre Perspektiven mit ein. So fragte ein Arzt, der vor über 10 Jahren aus Palästina nach Deutschland kam und inzwischen seine eigene Praxis leitet, wann er denn eigentlich endlich als integriert gelte. Andere, die erst innerhalb der letzten drei Jahre nach Deutschland gekommen sind, brachten das Problem auf, dass qualifizierte Geflüchtete teilweise jahrelang in Warteschleifen festgehalten würden, bevor sie endlich arbeiten dürften.

Auf der allgemeineren Ebene wurde dann erörtert, inwieweit bereits der Begriff „Integration“ eigentlich diskriminierend sei – impliziere er ja, dass etwas eingefügt oder angepasst werden müsse und widerspreche damit dem Diversity-Gedanken einer vielfältigen Gesellschaft.

Neben Integration diskutierte die Gruppe auch das Phänomen der Segregation, die sich in Berlin beispielsweise daran ablesen lässt, dass es einerseits über 70 öffentliche Schulen gibt, die einen Schüleranteil nicht-deutscher Herkunftssprache von über 75 Prozent haben (bei der Zuckmayer-Schule sind es sogar 97%) und andererseits viele Schulen ohne Schüler*innen mit Migrationshintergrund. Dazu gab es sowohl die Meinung, dass segregierte Wohngegenden hinderlich für Integration seien, da die Bewohner*innen ohne deutsche Sprache auskommen und sich in solchen Gegenden – wie im Beispiel Rollbergviertel – ein hoher Arbeitslosenanteil und Bildungsferne verdichten können. Andererseits vertraten einige Diskussionsteilnehmende auch die Auffassung, dass die Konzentration türkisch- und arabischstämmiger Bevölkerung in einigen Stadtbezirken unter Wahrung kultureller Elemente aus den Herkunftsländern genauso als Selbstverständnis und Bereicherung in Deutschland akzeptiert werden sollte wie dies auch in den USA bei Minderheiten (Stichwort „Chinatown“)  der Fall ist.

„Wie viel Zuwanderung braucht Deutschland?“ lautete eine andere Frage, die kontrovers diskutiert wurde. Mit 400.000 Menschen pro Jahr beziffere das Statistische Bundesamt den Bedarf an Zuwanderung, damit das Rentensystem in Zukunft weiter funktionsfähig bleibe, war das Argument eines Gesprächsteilnehmers. Andere verwiesen auf die aktuellen Probleme bei der Integration von Geflüchteten in den Arbeitsmarkt und meldeten Zweifel an, ob eine größere Anzahl für den Arbeitsmarkt verkraftbar sei. Als weiterer Punkt wurde diskutiert, inwieweit es egoistisch sei, wenn die westlichen Industrieländer „Rosinenpickerei“  betreiben und ausschließlich Zuwanderung von Hochqualifizierten zulassen.

Die Frage „Was ist Integration?“ wurde an diesem Abend zwar nicht abschließend geklärt, aber sie wurde in jedem Fall von verschiedensten Seiten beleuchtet und drängende Herausforderungen identifiziert. Wir danken allen Teilnehmenden und insbesondere den Expert*innen für die vielfältigen erhellenden Beiträge und hoffen, dass sich für viele im Gespräch neue Blickwinkel auf das Themenfeld Integration aufgetan haben.