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Bernhard Heider, Autor bei Leadership Berlin - Seite 4 von 4

Anmeldestart für das Collaborative Leadership Programm 2016

Eingetragen am 27.04.2015

27. April 2015 | By |

In unserem Collaborative Leadership Programm widmen wir uns bei Vor-Ort-Besuchen (Tageszeitung, JVA, Sekundarschule, Bank, Moschee, Klinikum, usw.) jeweils in offenen Gesprächen den jeweiligen Herausforderungen mit gesellschaftlichem Bezug und wie die jeweiligen Akteure diese anzugehen versuchen. 


An dem Programm nehmen 36 Führungskräfte teil, von denen jeweils 12 aus dem privatwirtschaftlichen, dem öffentlichen und dem Non-Profit-Bereich kommen. Die Teilnehmenden repräsentieren in gewisser Weise die Vielfalt der Gesellschaft. Das Programm erstreckt sich über eine zweitägige Auftaktveranstaltung am 11./12. März 2016 und sechs darauf folgenden einzelnen Programmtagen im monatlichen Abstand. Weitere Informationen finden Sie in unserem Anmeldeformular.

Anmeldestart für das Programm 2016 startet am 1. Mai. Bei Interesse oder Rückfragen melden Sie sich bitte bei Bernhard Heider, Tel: 030 – 22 488 588, bernhard.heider @ leadership-berlin.de .

First Monday am 4. Mai: Die Ökonomisierung der sozialen Arbeit – Wie sozial kann und sollte ein Jobcenter sein?

Eingetragen am 27.04.2015

27. April 2015 | By |

Ökonomisierung der sozialen Arbeit: Wie sozial kann und sollte ein Jobcenter sein?

Im Spannungsfeld zwischen sozialem Auftrag, geschäftspolitischen Zielen, hoher öffentlicher Sensibilität und unterschiedlichen politischen Interessen.

In Berlin gibt es, entsprechend der Verwaltungsbezirke, insgesamt 12 Jobcenter.
Das Jobcenter Berlin Mitte ist mit rund 85.000 Leistungsbeziehern das viertgrößte von bundesweit über 400 Jobcentern. Das Haus teilt sich auf vier Standorte mit insgesamt kapp 1.000 Mitarbeiter auf.

David Wingert, Geschäftsführer Operativ des Jobcenter Berlin Mitte und Teilnehmer unseres Collaborative Leadership Programms 2014

Der Kernauftrag der Jobcenter besteht in der Erfüllung des gesetzlichen Auftrags.
Dieser besagt, dass die Jobcenter es den Leistungsberechtigten ermöglichen sollen, ein Leben zu führen, das der Würde des Menschen entspricht. Dabei soll die Eigenverantwortung der Leistungsberechtigten gestärkt und dazu beigetragen werden, dass sie ihren Lebensunterhalt unabhängig von der Grundsicherung aus eigenen Mitteln und Kräften bestreiten können.

Stark gerafft, bestehen die Hauptziele der Jobcenter damit aus:
• Sicherung des Lebensunterhalts (Geldleistungen) sowie
• Vermittlung in Arbeit
Die gesetzliche Verantwortung für die Aufgaben liegt im Schwerpunkt klar bei der Bundesagentur für Arbeit. Die Ziele sind angesiedelt im gesellschaftlichen Spannungsfeld zwischen sozialpolitischem Auftrag, den Prämissen Fördern und Fordern sowie der haushaltpolitischen Maxime von Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit.

Seit einem Jahr ist David Wingert der Geschäftsführer Operativ des Jobcenter Berlin Mitte.
In der Diskussion mit den unterschiedlichsten Interessensgruppen und Meinungsführern (Bundesagentur für Arbeit, Kommune/ Bezirk, Arbeitgeber, Abgeordneten, Gewerkschaften, Wirtschaftsverbänden, Kammern, Medien etc.) werden unterschiedliche Schwerpunkte und Auslegungen des gesetzlichen Auftrags deutlich. Insbesondere auch unterschiedliche, teils widerstrebende Interessen, Erwartungen und Forderungen, bspw.:
– Aufgrund der Zielsysteme der Bundesagentur für Arbeit stehen nicht mehr die Menschen sondern die Zahlen im Vordergrund – schließt sich beides wirklich aus?
– sollte bzw. darf jemand der Grundsicherungsleistungen bezieht sanktioniert werden?
– wie weit kann und sollte Hilfe zur Selbsthilfe gehen?
– wie viel Pauschalierung ist nötig, wie viel Einzelfallentscheidungen sind leistbar?
– ist ein subventionierter 2. Arbeitsmarkt zwingend notwendig als Brücke zurück ins Erwerbsleben oder verfestigt dieser langfristig eher Strukturen der Langzeitarbeitslosigkeit

Die bis zu 15 Teilnehmenden sind eingeladen, durch den Austausch eigener Verhaltens- und Reaktionsbeispiele, Anregungen für den Umgang mit oder gar das Auflösen von Spannungsfeldern zu gewinnen. Gastgeber ist David Wingert, Teilnehmer unseres Collaborative Leadership Programms 2014 und Geschäftsführer Operativ des Jobcenter Berlin Mitte.

meet2respect: Unsere Imame und Rabbiner steigen gemeinsam auf’s Tandem

Eingetragen am 25.03.2015

25. März 2015 | By |

Im Sinne unseres Mottos „begegne dem anderen“ organisieren wir in unserem Projekt meet2respect seit 2013 Tandems von Imamen und Rabbinern, die durch Begegnungen mit mehrheitlich muslimischen Schüler/innen ein Zeichen gegen Intoleranz, Diskriminierung und Gewalt gegen Andersgläubige setzen. Dies brachte die Veranstalter der Berlin Bicycle Week dazu, anzufragen, ob eines unserer „Tandems“ bereit ist, auf ein richtiges Tandemzu steigen. Wir freuen uns, dass Imam Ferid Heider und Rabbi Daniel Alter auf unsere Anfrage dieser Bitte gerne nachkamen. Die beiden bildeten ein Foto-Motiv für die Berlin Bicycle Week, die unter dem Slogan „Cycling Unites“ vom 15. bis 22. März stattfand.

Damit nicht genug: Wir fanden diese Idee den Tandems so gut, dass wir die Idee einer realen Tandemtour von Imamen und Rabbinern noch hinzubrachten und zusammen mit der Inititiative Clevere Städte eine Critical-Mass-Tour organisierten, die am Sonntag, den 22. März zwischen 17 und 19 Uhr stattfand. Wir sorgten für die Besetzung von acht jüdisch-muslimischen Tandems und einem Velotaxi und Heinrich Strößenreuther von der Initiative Clevere Städte sorgte für einige hundert Mitradler, die den Tandems folgten.

Vielen Dank an alle, die zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen haben und angesichts der Medienresonanz werden wir durchaus in Erwägung ziehen, eine solche Tour der Toleranz nochmals zu wiederholen.

Rückblick auf den First Monday Kollegialen Beratungsabend am 2. März

Eingetragen am 03.03.2015

3. März 2015 | By |

Am Montag, den 2. März, fand unser monatlicher First Monday als Kollegialer Beratungsabend beim Berliner Hebammenverband statt. Gastgeberin Susanne Rinne-Wolf, Vorstandsvorsitzende des Berliner Hebammenverbandes und Teilnehmerin unseres Collaborative Leadership Programms 2014 gab einen Einblick in Ihren Arbeitsbereich. Im Anschluss widmeten sich die Teilnehmenden in der Methodik der Kollegialen Beratung einer kniffligen Problemstellung.

Foto von links nach rechts: Sonja Müseler (Ausbildungsleiterin der Telefonseelsorge), Susanna Rinne-Wolf (Vorstandsvorsitzende des Hebammenverbandes), Mirjam Mann (Geschäftsführerin der ACHSE) und Bernhard Heider (Geschäftsführer von Leadership Berlin).

Einblicke am 1. April: Alles Stromberg oder was?

Eingetragen am 20.03.2009

20. März 2009 | By |


First Monday bei der Barmenia Versicherungen

Zeit:       Montag, der 1. April, 18.30 – 21.00 Uhr

Ort:        Barmenia Bezirksdirektion Berlin, Kurfürstendamm 43, 10719 BerlinA

Mit der Kultserie „Stromberg“ wurde auf humorvolle Weise ein Bild der Abläufe und Personalführung in einer fiktiven Versicherung gezeichnet. Bei unserem First Monday im April wollen wir dem einen Einblick in die Praxis eines Versicherungsunternehmens wie der Barmenia gegenüberstellen.

Sich bei jemandem zu versichern, bedeutet, diesem Unternehmen zu vertrauen, dass es im Schadensfall die erhofften Leistungen bringt. Wie versucht ein Unternehmen wie die Barmenia, dieses Vertrauen herzustellen?

In diesem Zusammenhang spielen Vertriebsmitarbeiter*innen als wichtige Schnittstelle zum Kunden eine entscheidende Rolle.  Aber wie wird man ein guter Vertriebler, eine gute Vertrieblerin? Was muss man dafür mitbringen und was muss oder kann man lernen?

Wie gewinnt ein Unternehmen wie die Barmenia im heutigen sogenannten „War for Talents“ die richtigen Menschen für den Vertrieb und wie gelingt es ihr, diese weiterzuentwickeln und zu halten?

Welche Rolle spielen Themen wie z.B. Digitalisierung, demografischer Wandel und Fachkräftemangel in diesem Kontext? Einen besonderen Insider-Blick zu diesen und anderen Fragen ermöglicht unser Vorstandsmitglied Michael Lachmann, Bereichsdirektor der Barmenia für Berlin und Dr. Jan Seidel, Vorstandsassistent am Firmensitz in Wuppertal.

Rahmenbedingungen:
Das Treffen findet wie immer unter den Rahmenbedingungen der Chatham-House-Vertraulichkeitsregel statt und alle Beteiligten geben mit ihrer Teilnahme eine Fotoerlaubnis. Wir bitten um Verständnis, dass wir die Teilnehmerzahl zugunsten des Austauschformates begrenzen, nur eine komplette Teilnahme möglich ist und unsere Mitglieder Vorrang bei der Belegung der Plätze haben. Wer noch kein Mitglied ist und dies ändern möchte, kann dies mit dem Ausfüllen eines Mitgliedsantrags tun. Die Teilnahme am First Monday ist kostenfrei, Anmeldungen sind über den folgenden Anmeldelink möglich.





Leadership Senior Circle – wer bringt sich mit Ideen ein?

Eingetragen am 14.12.1918

14. Dezember 1918 | By |

Austausch zur denkbaren Gründung eines „Leadership Senior Circle“

Zeit:       Montag, der 7. Januar 2019, 18.30 – 21.00 Uhr
Ort:        Berliner Bäderbetriebe, Sachsendamm 2-4, 10829 Berlin

Führungskräfte verfügen nach Ausscheiden aus dem aktiven Berufsleben nicht nur über langjährige Berufserfahrung und Kompetenzen, sondern auch – in der Regel im Gegensatz zu den zurückliegenden Jahren – über zeitliche Kapazitäten und möglicherweise dem Interesse/der Bereitschaft, diese ehrenamtlich in begrenztem Umfang einzubringen. Bei dem First Monday soll darüber diskutiert werden:

  1. Welche Formate sind denkbar, in denen sich ehemalige Führungskräfte einbringen wollen würden?
    (z.B. ehrenamtliche Beratung bei Zielkonflikten, Programmformat mit ehemaligen Führungskräften und Nachwuchsführungskräften, Projektideen aufgreifen und umsetzen, ein regelmäßiger Stammtisch)
  2. Für welche Formate gibt es Interesse von Nachwuchsführungskräften und Führungskräften in der mittleren Lebensphase, auf Expertise und Erfahrungen von Älteren zurück zu greifen?
  3. Wer könnte sich vorstellen, ehrenamtlich einen Leadership Senior Circle zu organisieren und die Einsätze zu koordinieren?

Gastgeber des Abends ist Andreas Scholz-Fleischmann, Vorstandsvorsitzender der Berliner Bäderbetriebe, was er noch bis Mai 2019 sein wird.

Ihre Teilnahme angekündigt haben bereits:

  • Winfriede Schreiber, vor ihrer Pensionierung u.a. Leiterin des Brandenburger Verfassungsschutzes, Polizeipräsidentin von Ost-Brandenburg und Präsidentin des Verwaltungsgerichts Cottbus, heute ehrenamtliche Vorstandsvorsitzende von Leadership Brandenburg -Netzwerk Verantwortung e.V.
  • Sonja Müseler, vor ihrer Pensionierung Ausbildungsleiterin der Telefonseelsorge Berlin und Vorstand von Leadership Berlin – Netzwerk Verantwortung e.V.
  • Klaus-Wilhelm Baumeister, vor seiner Pensionierung (vor einigen Wochen) u.a. Hauptgeschäftsführer von rbb media und Justiziar diverser öffentlich-rechtlicher Rundfunkanstalten, heute Beirat von Leadership Berlin – Netzwerk Verantwortung e.V.
  • Peter Conrad, Sachgebietsleiter in der Senatsverwaltung für Finanzen und Vorstand von Leadership Berlin – Netzwerk Verantwortung e.V.

Ob es einen „Leadership Senior Circle“ unter dem Dach von Leadership Berlin zukünftig geben wird und wie er aussehen könnte, darüber soll ergebnisoffen an dem First Monday gesprochen werden.

Teilnehmende aller Altersgruppen sind herzlich zu dem Gedankenaustausch eingeladen!

Teilnahmebedingungen und Anmeldung:
Das Treffen findet wie immer unter den Rahmenbedingungen der Chatham-House-Vertraulichkeitsregel statt und alle Beteiligten geben mit ihrer Teilnahme eine Fotoerlaubnis. Wir bitten um Verständnis, dass wir die Teilnehmerzahl zugunsten des Austauschformates begrenzen, nur eine komplette Teilnahme möglich ist und unsere Mitglieder Vorrang bei der Belegung der Plätze haben. Wer noch kein Mitglied ist und dies ändern möchte, kann dies mit dem Ausfüllen eines Mitgliedsantrags tun. Die Teilnahme am First Monday ist kostenfrei, eine Anmeldung ist bis zum 2 Januar 2019  hier möglich.
Sie erhalten spätestens am 3. Januar eine Rückmeldung, ob wir Ihre Anmeldung berücksichtigen konnten.

Anmeldelink:  https://goo.gl/forms/j1l0VgJhCN6dZXRr2

First Monday im Januar: SIEMENS-Stellenabbau in der Diskussion

Eingetragen am 12.12.1917

12. Dezember 1917 | By |

First Monday zur Kommunikation über den Stellenabbau bei Siemens und der Verantwortung von Führungskräften in Wirtschaft und Politik

Zeit:                                  Montag, der 8. Januar, 17.30 – 20.30 Uhr
Ort:                                   Gasturbinenwerk Huttenstraße
Treffpunkt:                      Empfang in der Huttenstr. 12, 10553 Berlin-Moabit

Gesprächspartner:
Stefan Moschko, Leiter Human Resources Deutschland (118.000 Beschäftigte an 125 Standorten) und
Dr. Jan-Marc Lischka, Sprecher der Betriebsleitung im Gasturbinenwerk

 

Ablauf:                              17.30 – 18.30 Uhr           Werksführung
18.30 – 20.30 Uhr           Diskussion

Fragestellungen:            Welchen Stellenwert haben unternehmerische Freiheit und soziale Verantwortung in unserer sozialen Marktwirtschaft? Sind die Vorwürfe von Politiker*innen in Richtung Siemens gerechtfertigt oder offenbaren sie ein mangelndes Verständnis unternehmerisch sinnvoller Entscheidungen? Auf welcher Seite ist ein höheres Maß an Verantwortung sinnvoll und erwartbar?

Hintergrund: Siemens erfuhr in den letzten Wochen viel Kritik aus der Politik und von Gewerkschaften. Hintergrund ist der vom Vorstandsvorsitzenden Joe Kaeser verkündete Abbau von mehr als 3000 Stellen in Deutschland in der Kraftwerks- und Antriebssparte während gleichzeitig ein Konzerngewinn von 6,2 Milliarden erzielt wurde. Wie ist die Sichtweise von Stefan Moschko auf die Unternehmensentscheidung und die öffentliche Rezeption? Welche Art der öffentlichen Aufnahme und Diskussion von unternehmerischem Handeln wünscht er sich in der Gesellschaft und worin besteht aus seiner Sicht die Verantwortung von Politiker*innen? Wie ist hierzu die Sichtweise Berliner Führungskräfte aus Wirtschaft, öffentlichem und Non-Profit-Bereich?   

Politik und Medien reagierten empört. Der Stellenbau wurde von zahlreichen Politikern scharf kritisiert und dem Vorstandsvorsitzenden Joe Kaeser mitunter „Verantwortungslosigkeit“ vorgeworfen. – Martin Schulz (SPD) sprach von „verantwortungslosen Managern“ und bezeichnete die Entscheidung als „asozial“,

– Ramona Pop (Die Grünen) bezeichnete den Stellenabbau für kein gutes Zeichen für die soziale Marktwirtschaft und beteiligte sich an einer IG-Metall-Protestveranstaltung,

– Linken-Fraktionschefin Sahra Wagenknecht bezeichnete es als „unglaubliche Provokation“ und „dreist“, dass Siemens erheblich von öffentlichen Aufträgen profitiere, gesellschaftliche Interessen aber nicht berücksichtige. Sie forderte, dass Massenentlassungen und Werksschließungen in profitablen Unternehmen gesetzlich verboten werden müssten.

– Björn Simon MdB (CDU) kritisierte die Art, wie das Management mit den Beschäftigen kommunizierte und bezeichnete dieses „einer Firma wie Siemens nicht würdig“,

– Jürgen Lenders (FDP) sprach im Hinblick auf die Siemens-Führung von „Nieten in Nadelstreifen“ und

– Björn Höcke und andere Angehörige der AfD beteiligten sich medienwirksam an einem von der IG Metall organisierten Schweigemarsch durch Erfurt (freilich gegen deren Willen)

„In einer aktuellen Stunde des Bundestages, die die SPD beantragt hatte, warfen Politiker aller Fraktionen (mit Ausnahme der AfD) Siemens angesichts eines Milliardengewinns Verantwortungslosigkeit vor“, so berichtete der Tagesspiegel am 21.11.2017.

Aus Sicht von Siemens stellt sich diese Entscheidung ganz anders dar und Vorstandsvorsitzender Joe Kaeser trat den Vorwürfen u.a. in einem offenen Brief an Martin Schulz entgegen. Umgekehrt moniert er Verantwortungslosigkeit bei Politikern. – Den 1,5 Milliarden öffentlichen Subventionen und Aufträgen in den letzten 20 Jahren in Deutschland stellt Siemens mehr als 20 Milliarden gezahlte Steuern alleine in den letzten 3 Jahren entgegen.

– Den etwas mehr als 3.000 abgebauten Stellen stellt Siemens entgegen, dass es aktuell 3.200 offene Stellen gibt, der Konzern alleine im vergangenen Geschäftsjahr 5200 Menschen in Deutschland eingestellt hat und die Zahl der Mitarbeiter*innen damit um 2000 leicht gewachsen ist. Darüber hinaus sind Zuwächse in ähnlicher Größenordnung in den nächsten Jahren zu erwarten.

– Den Stellen-Abbau im Bereich der Kraftwerks- und Antriebssparte bringt Siemens in Zusammenhang mit einer chaotischen Energiepolitik der Bundesregierung in den letzten Jahren, den fehlenden Aufträgen in den betroffenen Werken (keine einzige große Gasturbine wurde dieses Jahr in Deutschland bestellt) und der unternehmerischen Freiheit, als Konzern in unprofitablen Bereichen abzubauen, um in zukunftsträchtigen investieren zu können.

Das Treffen findet wie immer unter den Rahmenbedingungen der Chatham-House-Vertraulichkeitsregel statt und alle Beteiligten geben mit ihrer Teilnahme eine Fotoerlaubnis. Wir bitten um Verständnis, dass wir die Teilnehmerzahl zugunsten des Austauschformates begrenzen, nur eine komplette Teilnahme (inkl. Führung) möglich ist und unsere Mitglieder Vorrang bei der Belegung der Plätze haben. Wer noch kein Mitglied ist und dies ändern möchte, kann dies mit dem Ausfüllen dieses Mitgliedsformulars tun. Die Teilnahme am First Monday ist kostenfrei und Anmeldungen nimmt Justine Schmitz unter justine.schmitz@leadership-berlin.de entgegen.

 

Zum Gesprächspartner: Stefan Moschko arbeitet seit 1980 für die Siemens AG. Er war unter anderem Personalleiter an verschiedenen Standorten in Deutschland (Karlsruhe, Berlin, Nürnberg, Speyer, Essen, Leipzig, Görlitz, Erfurt und Mühlheim) und verantwortet seit 2010 als Leiter Human Resources Deutschland die operative Personalarbeit in Deutschland. Damit ist er zuständig für rund 118.000 Siemens-Beschäftigte an 125 Standorten. Stefan Moschko ist Verhandlungsführer bei Tarifverhandlungen mit der IG Metall für das Tarifgebiet Berlin-Brandenburg mit etwa 100.000 Beschäftigten, alternierender Vorstandsvorsitzender der Deutschen Rentenversicherung Berlin-Brandenburg, ehrenamtlicher Richter beim Bundesarbeitsgericht und Mitwirkender im Beirat von Leadership Berlin – Netzwerk Verantwortung e.V.. Stefan Moschko ist seit 1976 Mitglied der CDU und gehört seit 2012 der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung (MIT) an.

 

Presseberichte zu dem Thema:
https://www.heise.de/newsticker/meldung/Siemens-will-fast-7000-Jobs-streichen-und-Werke-schliessen-3891954.html
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/siemens-martin-schulz-nennt-vorgehen-asozial-a-1179934.html
https://www.op-online.de/offenbach/offenbach-politiker-gewerkschafter-kritisieren-siemens-deutlichen-worten-9412450.html
http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/aktuelle-stunde-im-bundestag-politiker-klagen-siemens-vorstand-an/20614198.html
http://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/stellenabbau-bei-siemens-kaesers-brief-an-martin-schulz-im-wortlaut/20622306.html
https://www.n-tv.de/wirtschaft/Joe-Kaeser-ist-nicht-asozial-article20150186.html

Wir danken Herrn Moschko und Herrn Dr. Lischka für die Einladung und freuen uns auf einen sicherlich spannenden Austausch!

First Monday am 1. Juni: Blick hinter die Kulissen in der Justiz – wie gehen Richter und Staatsanwälte mit ihrer Verantwortung um?

Eingetragen am 22.05.1915

22. Mai 1915 | By |

Das Thema „Verantwortung“ stellt sich bei Richtern und Staatsanwälten mitunter sehr konkret dar wie z.B. bei der Entscheidung über Strafzumessung, Abschiebung von Asylbewerbern, Zwangseinweisungen in Psychiatrische Kliniken, Bewertung der Glaubwürdigkeit von Zeugenaussagen und Gutachten, Genehmigung von polizeilichen Maßnahmen, Urteilsvermeidung durch Vergleiche, Umgang mit einer Fehlerquote usw.. Über ihre Arbeit und die damit verbundenen Herausforderungen sprechen bei unserer nächsten First Monday Challenge zwei Richter und eine Staatsanwältin im Kamingespräch mit Mitgliedern und Interessierten. Einem Impuls von ca. 15 min wird ein offenes Gespräch folgen mit der Möglichkeit, Fragen zu stellen – wie immer unter den Rahmenbedingungen der Chatham-House-Vertraulichkeitsregel. Die bis zu 20 Teilnehmenden sind eingeladen, durch den Austausch eigener Verhaltens- und Reaktionsbeispiele Anregungen für den Umgang mit oder gar das Auflösen von Spannungsfeldern zu gewinnen. Wir bitten um Verständnis, dass unsere Mitglieder einen Vorrang bei der Belegung der Plätze haben. Wer übrigens noch kein Mitglied ist und dies ändern möchte, kann dies mit beigefügtem Mitgliedsformular ändern. Die Teilnahme ist kostenfrei – Anmeldungen nimmt unsere Programmkoordinatorin Susanne Kappe unter susanne.kappe@leadership-berlin.de entgegen.

Gesprächspartner:
– Werner Gräßle, Präsident des Amtsgerichts Lichtenberg (und Teilnehmer unseres diesjährigen Leadership-Programms)
– Katja Anders, Staatsanwältin im Bereich der organisierten Kriminalität (Teilnehmerin unseres Leadership-Programms 2013 und seit 2014 Mitglied des Vorstands von Leadership Berlin)
– Christian Oestmann, Vorsitzender Richter am Verwaltungsgericht Berlin (Teilnehmer unseres Leadership-Programms 2014)

Zeit: Montag, der 1. Juni 2015, 18.30 Uhr bis 21.00 Uhr
Ort: Amtsgericht Lichtenberg, Roedeliusplatz 1, 10365 Berlin.
Treffpunkt Haupteingang. Der Zugang ist barrierefrei.
Das Amtsgericht liegt ca. 300 Meter vom östlichen Ausgang des U-Bahnhofs Magdalenenstraße (neben der ehemaligen Stasi-Zentrale in der Normannenstraße), Parkplätze sind am Roedeliusplatz zu der Zeit vorhanden.