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Aktuelles Archive - Seite 13 von 13 - Leadership Berlin

First Monday im September: Botschaft für Kinder

Eingetragen am 22.08.1918

22. August 1918 | By |

Zu Besuch bei der „Botschaft für Kinder“: wie kann – auch im Interesse der Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft – Lobbyarbeit für benachteiligte Kinder und Jugendliche in unserer Gesellschaft noch besser gelingen?
Die Zahl der Kinder und Jugendlichen in Armut ist in den letzten Jahrzehnten gestiegen. In Mitte und Neukölln leben 50% der Unter-18-jährigen mit Hartz IV, auf ganz Berlin bezogen sind es knapp über 30%. Viele Kinder kommen darüber hinaus aus bildungsfernen Haushalten und erhalten eher wenig Förderung und Motivation für einem erfolgreichen Bildungsabschluss und Einstieg in das Berufsleben. Und gleichzeitig hat die soziale Durchmischung an Schulen in den letzten Jahren massiv abgenommen und die staatlichen Maßnahmen zum Nachteilsausgleich nicht entsprechend zugenommen. Es gibt mittlerweile zahlreiche Schulen, bei denen über 80% der Schüler*innen aus Hartz-IV-Haushalten kommen und die Schüler*innen kaum Personen aus ihrem persönlichen Umfeld kennen, die ihren Lebensunterhalt mit Arbeit bestreiten.

Die von den SOS-Kinderdorf-Organisation unweit des Hauptbahnhofs betriebene „Botschaft für Kinder“ versteht sich als Lobby-Organisation für benachteiligte Kinder und Jugendliche. Zu unserem First Monday wird Kirsten Spiewack, Geschäftsführerin des SOS-Kinderdorfs Berlin-Moabit und der Botschaft für Kinder zunächst einen Einblick in die „Botschaft“ und den in ihr ansässigen Hotel- und Gastronomiebetrieb geben, um dann anschließend mit unseren Mitgliedern und Freund*innen über Ideen, Anregungen, Hindernisse und Möglichkeiten für Lobbyarbeit für benachteiligte Kinder und Jugendliche zu diskutieren:

– wie kann ein gesellschaftliches Bewusstsein geweckt werden, dass eine erfolgreiche Integration von benachteiligten Kindern und Jugendlichen in den Arbeitsmarkt nicht nur ein Thema individueller Verantwortung der jeweiligen Familien oder der öffentlichen Schulen ist, sondern ein gesamtgesellschaftliches Verantwortungsthema?

– wie können Medien dafür gewonnen werden, über das Thema Kinderarmut und wie Benachteiligung ausgeglichen werden kann, stärker zu berichten?

– wie kann die Politik dafür gewonnen werden, dass statt Einsparungen angesichts der Zunahme von Kindern und Jugendlichen in Armut die Unterstützungsangebote eher ausgeweitet werden?

– wie können Bildungsbürger dafür gewonnen werden, als Bildungspaten oder Perspektivgeber ansprechbar für Kinder und Jugendliche aus bildungsfernem Elternhaus zu sein?

– wie kann der Segregation an Berliner Schulen nach Geldbeutel der Eltern und Migrationshintergrund entgegen gewirkt werden?

– welche konkreten Verbesserungen für Kinder und Jugendliche könnten und sollten angegangen werden?

– welche Form der Netzwerke gibt es derzeit und welche sind denkbar?

– wie können darüber hinaus die Interessen von benachteiligten Kindern und Jugendlichen öffentlich wahrgenommen werden?

Zeit: Montag, 03. September 2018, 18:30 – 21:00 Uhr
Ort: Botschaft für Kinder (
Lehrterstraße 66, 10557 Berlin)

Teilnahmebedingungen
Das Treffen findet wie immer unter den Rahmenbedingungen der Chatham-House-Vertraulichkeitsregel statt und alle Beteiligten geben mit ihrer Teilnahme eine Fotoerlaubnis. Wir bitten um Verständnis, dass wir die Teilnehmerzahl zugunsten des Austauschformates begrenzen, nur eine komplette Teilnahme möglich ist und unsere Mitglieder Vorrang bei der Belegung der Plätze haben. Wer noch kein Mitglied ist und dies ändern möchte, kann dies mit dem Ausfüllen dieses Mitgliedsformulars tun. Die Teilnahme am First Monday ist kostenfrei, eine Anmeldung ist bis zum 30. August 2018 hier möglich. Sie erhalten spätestens am 30. August eine Rückmeldung, ob wir Ihre Anmeldung berücksichtigen konnten.

Sommerfest 2018

Eingetragen am 18.07.1918

18. Juli 1918 | By |

In lockerer Atmosphäre und bei strahlendem Sonnenschein kamen knapp hundert Führungskräfte zum diesjährigen Sommerfest auf dem Tempelhofer Feld zusammen. Das fröhliche Beisammensein bot die Möglichkeit zum Wiedersehen bereits bekannter Gesichter und zur Vernetzung mit neuen Kontakten. An Thementischen bestand die Möglichkeit zum Austausch mit Expert*innen.

Nach der Begrüßung durch Peter Conrad, der stellvertretend für den Vorstand einige Worte zu den aktuellen Projekten des Vereins sagte, konnten sich die Teilnehmenden frei austauschen oder mit Personen aus unserem Mitgliederkreis, jeweils aus den drei Sektoren Privatwirtschaft, Öffentlicher Bereich & Non-Profit, einen „Blick über den Tellerrand“ wagen:

Non-Profit Bereich: Passend zum Veranstaltungsort boten Margarete Heitmüller, Leiterin des Kampagnenbüros des Volksentscheides 100% Tempelhofer Feld und Michael Schneidewind, Vorstand des Vereins, der den Volksentscheid erfolgreich auf den Weg gebracht hat, die Möglichkeit zum Austausch über die Themen: „Was waren die Erfolgsfaktoren für den Volksentscheid? Wie ist ihre heutige Sicht auf das Tempelhofer Feld angesichts des jährlichen Bevölkerungswachstums und damit einhergehenden Gentrifizierungsdrucks und der Verdichtung der städtischen Bebauung?“

Privatwirtschaftlicher Bereich: Peer Heinlein ist mit seinem Unternehmen Heinlein Support und der Marke mailbox.org spezialisiert auf IT-Sicherheit und zu seinen Referenzen gehören 6000 Kunden – Unternehmen, Konzerne, Landes- und Bundesbehörden. In Kontakt zu uns kam er über das Format „Mensa meets Leadership“. Das Thema seines Tisches lautete: „Wie sind deutsche Unternehmen und Verwaltung im Hinblick auf IT-Sicherheit im internationalen Vergleich aufgestellt? Zwischen Antiviren- und sonstiger Software aus den USA, Russland, Israel und China – wem vertrauen wir eigentlich?“

Öffentlicher Bereich: Unser Alumnus und Mitglied Klaus Baumeister verfügt über langjährige Erfahrungen aus seinen Tätigkeiten für diverse Justiziariate von öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten (wdr, orb, rbb) und ist Geschäftsführer eines für Werbe- und Rechtevermarktung zuständigen öffentlich-rechtlichen Tochterunternehmens. Sein Thema, über das divers diskutiert wurde: „Von Gedichten über „Ziegenliebhaber“ bis zum „Vogelschiss“ – wie weit reicht Meinungsfreiheit und wie geht man mit Grenzfällen um?“

Vielen Dank an unseren Vorstand, alle Gesprächspartner*innen und Teilnehmenden! Wir wünschen allen einen schönen Sommer! Euer Leadership-Team

 

Mitradeln für Respekt und Toleranz!

Eingetragen am 14.06.1918

14. Juni 1918 | By |

Im Rahmen unseres Projektes meet2respect bringen wir „Tandems“ aus jüdischen und muslimischen Religionsvertretern zusammen, die sich in mehrheitlich muslimischen Schulklassen gemeinsam gegen Antisemitismus und allgemein gegen gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit aussprechen. Am Sonntag, dem 24. Juni bringen wir das Konzept der Tandems auf die Straße in Form von mindestens 25 jüdisch-muslimisch besetzten Tandems, die ein Zeichen für Respekt und Toleranz setzen. Es sind allerdings alle eingeladen, mit eigenem Fahrrad mitzufahren, die sich mit dem Motto „Gemeinsam Antisemitismus und Islamfeindlichkeit entgegenlenken“ identifizieren können und das Zeichen mit ihrer Teilnahme unterstreichen wollen.

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Startpunkt der Tour ist um 15.30 Uhr am Holocaust-Mahnmal (Ecke Cora-Berliner-Straße/ Behrenstraße). Die Tour führt vorbei an der Synagoge am Fraenkelufer sowie der Mevlana-Moschee und endet um 17.00 Uhr am Bebelplatz (Unter den Linden), dem Ort der Bücherverbrennung 1933.  Auf der Abschlusskundgebung am Bebelplatz werden u.a. die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, Annette Widmann-Mauz, der Stellvertretende Regierende Bürgermeister Berlins, Dr. Klaus Lederer, der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, Dr. Gideon Joffe, und der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime, Aiman Mazyek, sprechen. Der Begegnungschor, in dem Geflüchtete gemeinsam mit Berliner*innen singen, bietet ein musikalisches Programm. Für Hungrige stehen Stände mit koscherem und halal Imbissen bereit.

Anlass für die Aktion sind die ca. 1500 antisemitischen und ca. 1000 antimuslimischen Straftaten, die im vergangenen Jahr in Deutschland verübt wurden. Hinzu kommen Fälle von Mobbing und Ausgrenzung an Schulen, Skandale wie die Echoverleihung an Kollegah und Farid Bang trotz ihrer antisemitischen Texte und tagtägliche Beschimpfungen und Schikanen, die unter dem Radar laufen.

Die Tandemtour organisieren wir als Leadership Berlin in Kooperation mit der Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus (KIgA), dem Zentrum für Antisemitismusforschung, dem Jüdischen Museum Berlin, dem Violence Prevention Network, der Langen Nacht der Religionen und dem Museum für Islamische Kunst.

Unterstützt wird der Aufruf zur Teilnahme von einem breiten Bündnis, dem u.a. der Zentralrat der Juden und der Zentralrat der Muslime, aber auch zivilgesellschaftliche Organisationen wie der Paritätische Wohlfahrtsverband, die Initiative „Gesicht zeigen!“ und viele mehr angehören.


Infos zur Tandemtour: 
http://meet2respect.de/tandem

Anmeldung (wenn möglich): https://www.facebook.com/events/1021207881370042/

Besuchen und Deutsch sprechen

Eingetragen am 11.01.1918

11. Januar 1918 | By |

IMG_9281_üMit Scherzen und viel Lachen endete der letzte Sonntagnachmittag im Pflegewohnheim „Am Plänterwald“. Dieses Mal gab es bei „Besuchen und Deutsch sprechen“ nicht nur die Möglichkeit zu Einzelbesuchen, sondern auch zum Austausch in geselliger Runde. Die teilnehmenden Geflüchteten kamen in einem Gruppenraum mit mehreren Bewohner*innen in ein lebendiges, humorvolles Gespräch, bei dem Themen wie „Religion“ und „Sprache“ in ausgelassener Stimmung erörtert wurden.
Was die deutsche Sprache betrifft, so gab es seitens der Geflüchteten unterschiedliche Einschätzungen: Für jene, die Arabisch als Muttersprache haben, ist die deutsche Grammatik vergleichsweise einfach. Für andere aus Aserbaidschan oder Afghanistan, scheint die deutsche Grammatik dagegen komplizierter, da es im Aserbaidschanischen oder Persischen z. B. keine Artikel und keine Präpositionen gibt. Der aus Aserbaidschan stammende Mitveranstalter, Yahya Mirzayev, versuchte so der Frage nachzugehen, warum es „das Mädchen“ heißt, wobei doch eindeutig sei, dass das Mädchen weiblich sein müsse. Weiterhin möchte Marif Akberli, ehemaliger Journalist des Radio Free Europe in Aserbaidschan, zukünftig erforschen, wie viel des menschlichen Körpers jeweils als männlich, weiblich oder neutral betrachtet wird, z.B. die Lunge, das Herz, der Kopf usw.. Neu für deutsche Ohren war auch, dass die deutsche Sprache von manchen durch die vielen Artikel und Präpositionen als melodisch empfunden wird.
Über die letzten beiden Termine konnten sich einige Bekanntschaften festigen und so wurden neben allgemeineren Themen wie Familienleben, Wohnsituation und Berufe auch spezifischere Erfahrungen, wie das Erlernen von Fremdsprachen, vertieft. Zudem durften wir dieses Mal zwei neue Besucher begrüßen. Seitens der Geflüchteten wurde besonders das informelle, lockere Format gelobt, das Möglichkeit bietet, Deutsche kennenzulernen und die eigenen Sprachkenntnisse abseits von Behördengängen und Sprachschule zu erweitern. Die Bewohner*innen freuen sich über stimmungsvolle Abwechslung, Erzählungen aus fremden Ländern und auch eine respektvolle Wertschätzung für ältere Menschen, die häufig in den Herkunftsländern der Geflüchteten ausgeprägter ist als in unserer Kultur.

Nächstes Mal (am 4. Februar von 15.00 -17.00 Uhr) wird voraussichtlich zum Einstieg der Kurzfilm „Integration“ gezeigt, den Marif Akberli in den letzten Monaten produziert hat. Wir freuen uns auf den spannenden Beitrag!

First Monday im Januar: SIEMENS-Stellenabbau in der Diskussion

Eingetragen am 12.12.1917

12. Dezember 1917 | By |

First Monday zur Kommunikation über den Stellenabbau bei Siemens und der Verantwortung von Führungskräften in Wirtschaft und Politik

Zeit:                                  Montag, der 8. Januar, 17.30 – 20.30 Uhr
Ort:                                   Gasturbinenwerk Huttenstraße
Treffpunkt:                      Empfang in der Huttenstr. 12, 10553 Berlin-Moabit

Gesprächspartner:
Stefan Moschko, Leiter Human Resources Deutschland (118.000 Beschäftigte an 125 Standorten) und
Dr. Jan-Marc Lischka, Sprecher der Betriebsleitung im Gasturbinenwerk

 

Ablauf:                              17.30 – 18.30 Uhr           Werksführung
18.30 – 20.30 Uhr           Diskussion

Fragestellungen:            Welchen Stellenwert haben unternehmerische Freiheit und soziale Verantwortung in unserer sozialen Marktwirtschaft? Sind die Vorwürfe von Politiker*innen in Richtung Siemens gerechtfertigt oder offenbaren sie ein mangelndes Verständnis unternehmerisch sinnvoller Entscheidungen? Auf welcher Seite ist ein höheres Maß an Verantwortung sinnvoll und erwartbar?

Hintergrund: Siemens erfuhr in den letzten Wochen viel Kritik aus der Politik und von Gewerkschaften. Hintergrund ist der vom Vorstandsvorsitzenden Joe Kaeser verkündete Abbau von mehr als 3000 Stellen in Deutschland in der Kraftwerks- und Antriebssparte während gleichzeitig ein Konzerngewinn von 6,2 Milliarden erzielt wurde. Wie ist die Sichtweise von Stefan Moschko auf die Unternehmensentscheidung und die öffentliche Rezeption? Welche Art der öffentlichen Aufnahme und Diskussion von unternehmerischem Handeln wünscht er sich in der Gesellschaft und worin besteht aus seiner Sicht die Verantwortung von Politiker*innen? Wie ist hierzu die Sichtweise Berliner Führungskräfte aus Wirtschaft, öffentlichem und Non-Profit-Bereich?   

Politik und Medien reagierten empört. Der Stellenbau wurde von zahlreichen Politikern scharf kritisiert und dem Vorstandsvorsitzenden Joe Kaeser mitunter „Verantwortungslosigkeit“ vorgeworfen. – Martin Schulz (SPD) sprach von „verantwortungslosen Managern“ und bezeichnete die Entscheidung als „asozial“,

– Ramona Pop (Die Grünen) bezeichnete den Stellenabbau für kein gutes Zeichen für die soziale Marktwirtschaft und beteiligte sich an einer IG-Metall-Protestveranstaltung,

– Linken-Fraktionschefin Sahra Wagenknecht bezeichnete es als „unglaubliche Provokation“ und „dreist“, dass Siemens erheblich von öffentlichen Aufträgen profitiere, gesellschaftliche Interessen aber nicht berücksichtige. Sie forderte, dass Massenentlassungen und Werksschließungen in profitablen Unternehmen gesetzlich verboten werden müssten.

– Björn Simon MdB (CDU) kritisierte die Art, wie das Management mit den Beschäftigen kommunizierte und bezeichnete dieses „einer Firma wie Siemens nicht würdig“,

– Jürgen Lenders (FDP) sprach im Hinblick auf die Siemens-Führung von „Nieten in Nadelstreifen“ und

– Björn Höcke und andere Angehörige der AfD beteiligten sich medienwirksam an einem von der IG Metall organisierten Schweigemarsch durch Erfurt (freilich gegen deren Willen)

„In einer aktuellen Stunde des Bundestages, die die SPD beantragt hatte, warfen Politiker aller Fraktionen (mit Ausnahme der AfD) Siemens angesichts eines Milliardengewinns Verantwortungslosigkeit vor“, so berichtete der Tagesspiegel am 21.11.2017.

Aus Sicht von Siemens stellt sich diese Entscheidung ganz anders dar und Vorstandsvorsitzender Joe Kaeser trat den Vorwürfen u.a. in einem offenen Brief an Martin Schulz entgegen. Umgekehrt moniert er Verantwortungslosigkeit bei Politikern. – Den 1,5 Milliarden öffentlichen Subventionen und Aufträgen in den letzten 20 Jahren in Deutschland stellt Siemens mehr als 20 Milliarden gezahlte Steuern alleine in den letzten 3 Jahren entgegen.

– Den etwas mehr als 3.000 abgebauten Stellen stellt Siemens entgegen, dass es aktuell 3.200 offene Stellen gibt, der Konzern alleine im vergangenen Geschäftsjahr 5200 Menschen in Deutschland eingestellt hat und die Zahl der Mitarbeiter*innen damit um 2000 leicht gewachsen ist. Darüber hinaus sind Zuwächse in ähnlicher Größenordnung in den nächsten Jahren zu erwarten.

– Den Stellen-Abbau im Bereich der Kraftwerks- und Antriebssparte bringt Siemens in Zusammenhang mit einer chaotischen Energiepolitik der Bundesregierung in den letzten Jahren, den fehlenden Aufträgen in den betroffenen Werken (keine einzige große Gasturbine wurde dieses Jahr in Deutschland bestellt) und der unternehmerischen Freiheit, als Konzern in unprofitablen Bereichen abzubauen, um in zukunftsträchtigen investieren zu können.

Das Treffen findet wie immer unter den Rahmenbedingungen der Chatham-House-Vertraulichkeitsregel statt und alle Beteiligten geben mit ihrer Teilnahme eine Fotoerlaubnis. Wir bitten um Verständnis, dass wir die Teilnehmerzahl zugunsten des Austauschformates begrenzen, nur eine komplette Teilnahme (inkl. Führung) möglich ist und unsere Mitglieder Vorrang bei der Belegung der Plätze haben. Wer noch kein Mitglied ist und dies ändern möchte, kann dies mit dem Ausfüllen dieses Mitgliedsformulars tun. Die Teilnahme am First Monday ist kostenfrei und Anmeldungen nimmt Justine Schmitz unter justine.schmitz@leadership-berlin.de entgegen.

 

Zum Gesprächspartner: Stefan Moschko arbeitet seit 1980 für die Siemens AG. Er war unter anderem Personalleiter an verschiedenen Standorten in Deutschland (Karlsruhe, Berlin, Nürnberg, Speyer, Essen, Leipzig, Görlitz, Erfurt und Mühlheim) und verantwortet seit 2010 als Leiter Human Resources Deutschland die operative Personalarbeit in Deutschland. Damit ist er zuständig für rund 118.000 Siemens-Beschäftigte an 125 Standorten. Stefan Moschko ist Verhandlungsführer bei Tarifverhandlungen mit der IG Metall für das Tarifgebiet Berlin-Brandenburg mit etwa 100.000 Beschäftigten, alternierender Vorstandsvorsitzender der Deutschen Rentenversicherung Berlin-Brandenburg, ehrenamtlicher Richter beim Bundesarbeitsgericht und Mitwirkender im Beirat von Leadership Berlin – Netzwerk Verantwortung e.V.. Stefan Moschko ist seit 1976 Mitglied der CDU und gehört seit 2012 der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung (MIT) an.

 

Presseberichte zu dem Thema:
https://www.heise.de/newsticker/meldung/Siemens-will-fast-7000-Jobs-streichen-und-Werke-schliessen-3891954.html
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/siemens-martin-schulz-nennt-vorgehen-asozial-a-1179934.html
https://www.op-online.de/offenbach/offenbach-politiker-gewerkschafter-kritisieren-siemens-deutlichen-worten-9412450.html
http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/aktuelle-stunde-im-bundestag-politiker-klagen-siemens-vorstand-an/20614198.html
http://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/stellenabbau-bei-siemens-kaesers-brief-an-martin-schulz-im-wortlaut/20622306.html
https://www.n-tv.de/wirtschaft/Joe-Kaeser-ist-nicht-asozial-article20150186.html

Wir danken Herrn Moschko und Herrn Dr. Lischka für die Einladung und freuen uns auf einen sicherlich spannenden Austausch!

First Monday am 1. Juni: Blick hinter die Kulissen in der Justiz – wie gehen Richter und Staatsanwälte mit ihrer Verantwortung um?

Eingetragen am 22.05.1915

22. Mai 1915 | By |

Das Thema „Verantwortung“ stellt sich bei Richtern und Staatsanwälten mitunter sehr konkret dar wie z.B. bei der Entscheidung über Strafzumessung, Abschiebung von Asylbewerbern, Zwangseinweisungen in Psychiatrische Kliniken, Bewertung der Glaubwürdigkeit von Zeugenaussagen und Gutachten, Genehmigung von polizeilichen Maßnahmen, Urteilsvermeidung durch Vergleiche, Umgang mit einer Fehlerquote usw.. Über ihre Arbeit und die damit verbundenen Herausforderungen sprechen bei unserer nächsten First Monday Challenge zwei Richter und eine Staatsanwältin im Kamingespräch mit Mitgliedern und Interessierten. Einem Impuls von ca. 15 min wird ein offenes Gespräch folgen mit der Möglichkeit, Fragen zu stellen – wie immer unter den Rahmenbedingungen der Chatham-House-Vertraulichkeitsregel. Die bis zu 20 Teilnehmenden sind eingeladen, durch den Austausch eigener Verhaltens- und Reaktionsbeispiele Anregungen für den Umgang mit oder gar das Auflösen von Spannungsfeldern zu gewinnen. Wir bitten um Verständnis, dass unsere Mitglieder einen Vorrang bei der Belegung der Plätze haben. Wer übrigens noch kein Mitglied ist und dies ändern möchte, kann dies mit beigefügtem Mitgliedsformular ändern. Die Teilnahme ist kostenfrei – Anmeldungen nimmt unsere Programmkoordinatorin Susanne Kappe unter susanne.kappe@leadership-berlin.de entgegen.

Gesprächspartner:
– Werner Gräßle, Präsident des Amtsgerichts Lichtenberg (und Teilnehmer unseres diesjährigen Leadership-Programms)
– Katja Anders, Staatsanwältin im Bereich der organisierten Kriminalität (Teilnehmerin unseres Leadership-Programms 2013 und seit 2014 Mitglied des Vorstands von Leadership Berlin)
– Christian Oestmann, Vorsitzender Richter am Verwaltungsgericht Berlin (Teilnehmer unseres Leadership-Programms 2014)

Zeit: Montag, der 1. Juni 2015, 18.30 Uhr bis 21.00 Uhr
Ort: Amtsgericht Lichtenberg, Roedeliusplatz 1, 10365 Berlin.
Treffpunkt Haupteingang. Der Zugang ist barrierefrei.
Das Amtsgericht liegt ca. 300 Meter vom östlichen Ausgang des U-Bahnhofs Magdalenenstraße (neben der ehemaligen Stasi-Zentrale in der Normannenstraße), Parkplätze sind am Roedeliusplatz zu der Zeit vorhanden.

Besuchen und Deutsch sprechen

Eingetragen am 16.11.1000

16. November 1000 | By |

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Am 5. November konnten die Bewohner*innen des Pflegeheims „Am Plänterwald“ sechs besondere Besucher begrüßen. Yahya, Marif, Ahmed, Shan, Mohammad und Nawid sind erst seit Kurzem in Berlin und dankbar, sich mit Deutschen unterhalten zu können. Bei den Bewohner*innen freuten sich vor allem diejenigen, die keine Angehörigen in Berlin haben, über den sonntäglichen Besuch.

Schnell fand sich interessanter Gesprächsstoff: Neben einem ersten Austausch über Herkunft, Familie und Beruf wurden auch ernsthafte Themen wie Krieg und Wiederaufbau angesprochen – eine Erfahrung, die die Älteren und die Neuankömmlinge verbindet.

Viele der Geflüchteten waren zum ersten Mal in einem Pflegeheim, da in ihren Kulturkreisen die älteren Familienmitglieder zu Hause gepflegt werden. Die Besucher*innen lernten einige neue Wörter und mehr über die deutsche Geschichte. „Mir hat der Besuch bei Frau Koch sehr viel Energie gegeben. Ihr Optimismus, immer wieder aufzustehen, egal was passiert, beeindruckt mich.“ war Yahyas Fazit für den Nachmittag.

Wer beim nächsten Mal auch dabei sein möchte, kann uns gerne eine Nachricht schicken. Der nächste Termin findet am 3.12. von 15.00 -17.00 Uhr statt.