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Aktuelles

First Monday am 4. Mai: Die Ökonomisierung der sozialen Arbeit – Wie sozial kann und sollte ein Jobcenter sein?

Eingetragen am 27.04.2015

27. April 2015 | By |

Ökonomisierung der sozialen Arbeit: Wie sozial kann und sollte ein Jobcenter sein?

Im Spannungsfeld zwischen sozialem Auftrag, geschäftspolitischen Zielen, hoher öffentlicher Sensibilität und unterschiedlichen politischen Interessen.

In Berlin gibt es, entsprechend der Verwaltungsbezirke, insgesamt 12 Jobcenter.
Das Jobcenter Berlin Mitte ist mit rund 85.000 Leistungsbeziehern das viertgrößte von bundesweit über 400 Jobcentern. Das Haus teilt sich auf vier Standorte mit insgesamt kapp 1.000 Mitarbeiter auf.

David Wingert, Geschäftsführer Operativ des Jobcenter Berlin Mitte und Teilnehmer unseres Collaborative Leadership Programms 2014

Der Kernauftrag der Jobcenter besteht in der Erfüllung des gesetzlichen Auftrags.
Dieser besagt, dass die Jobcenter es den Leistungsberechtigten ermöglichen sollen, ein Leben zu führen, das der Würde des Menschen entspricht. Dabei soll die Eigenverantwortung der Leistungsberechtigten gestärkt und dazu beigetragen werden, dass sie ihren Lebensunterhalt unabhängig von der Grundsicherung aus eigenen Mitteln und Kräften bestreiten können.

Stark gerafft, bestehen die Hauptziele der Jobcenter damit aus:
• Sicherung des Lebensunterhalts (Geldleistungen) sowie
• Vermittlung in Arbeit
Die gesetzliche Verantwortung für die Aufgaben liegt im Schwerpunkt klar bei der Bundesagentur für Arbeit. Die Ziele sind angesiedelt im gesellschaftlichen Spannungsfeld zwischen sozialpolitischem Auftrag, den Prämissen Fördern und Fordern sowie der haushaltpolitischen Maxime von Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit.

Seit einem Jahr ist David Wingert der Geschäftsführer Operativ des Jobcenter Berlin Mitte.
In der Diskussion mit den unterschiedlichsten Interessensgruppen und Meinungsführern (Bundesagentur für Arbeit, Kommune/ Bezirk, Arbeitgeber, Abgeordneten, Gewerkschaften, Wirtschaftsverbänden, Kammern, Medien etc.) werden unterschiedliche Schwerpunkte und Auslegungen des gesetzlichen Auftrags deutlich. Insbesondere auch unterschiedliche, teils widerstrebende Interessen, Erwartungen und Forderungen, bspw.:
– Aufgrund der Zielsysteme der Bundesagentur für Arbeit stehen nicht mehr die Menschen sondern die Zahlen im Vordergrund – schließt sich beides wirklich aus?
– sollte bzw. darf jemand der Grundsicherungsleistungen bezieht sanktioniert werden?
– wie weit kann und sollte Hilfe zur Selbsthilfe gehen?
– wie viel Pauschalierung ist nötig, wie viel Einzelfallentscheidungen sind leistbar?
– ist ein subventionierter 2. Arbeitsmarkt zwingend notwendig als Brücke zurück ins Erwerbsleben oder verfestigt dieser langfristig eher Strukturen der Langzeitarbeitslosigkeit

Die bis zu 15 Teilnehmenden sind eingeladen, durch den Austausch eigener Verhaltens- und Reaktionsbeispiele, Anregungen für den Umgang mit oder gar das Auflösen von Spannungsfeldern zu gewinnen. Gastgeber ist David Wingert, Teilnehmer unseres Collaborative Leadership Programms 2014 und Geschäftsführer Operativ des Jobcenter Berlin Mitte.

meet2respect: Unsere Imame und Rabbiner steigen gemeinsam auf’s Tandem

Eingetragen am 25.03.2015

25. März 2015 | By |

Im Sinne unseres Mottos „begegne dem anderen“ organisieren wir in unserem Projekt meet2respect seit 2013 Tandems von Imamen und Rabbinern, die durch Begegnungen mit mehrheitlich muslimischen Schüler/innen ein Zeichen gegen Intoleranz, Diskriminierung und Gewalt gegen Andersgläubige setzen. Dies brachte die Veranstalter der Berlin Bicycle Week dazu, anzufragen, ob eines unserer „Tandems“ bereit ist, auf ein richtiges Tandemzu steigen. Wir freuen uns, dass Imam Ferid Heider und Rabbi Daniel Alter auf unsere Anfrage dieser Bitte gerne nachkamen. Die beiden bildeten ein Foto-Motiv für die Berlin Bicycle Week, die unter dem Slogan „Cycling Unites“ vom 15. bis 22. März stattfand.

Damit nicht genug: Wir fanden diese Idee den Tandems so gut, dass wir die Idee einer realen Tandemtour von Imamen und Rabbinern noch hinzubrachten und zusammen mit der Inititiative Clevere Städte eine Critical-Mass-Tour organisierten, die am Sonntag, den 22. März zwischen 17 und 19 Uhr stattfand. Wir sorgten für die Besetzung von acht jüdisch-muslimischen Tandems und einem Velotaxi und Heinrich Strößenreuther von der Initiative Clevere Städte sorgte für einige hundert Mitradler, die den Tandems folgten.

Vielen Dank an alle, die zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen haben und angesichts der Medienresonanz werden wir durchaus in Erwägung ziehen, eine solche Tour der Toleranz nochmals zu wiederholen.

Rückblick auf den First Monday Kollegialen Beratungsabend am 2. März

Eingetragen am 03.03.2015

3. März 2015 | By |

Am Montag, den 2. März, fand unser monatlicher First Monday als Kollegialer Beratungsabend beim Berliner Hebammenverband statt. Gastgeberin Susanne Rinne-Wolf, Vorstandsvorsitzende des Berliner Hebammenverbandes und Teilnehmerin unseres Collaborative Leadership Programms 2014 gab einen Einblick in Ihren Arbeitsbereich. Im Anschluss widmeten sich die Teilnehmenden in der Methodik der Kollegialen Beratung einer kniffligen Problemstellung.

Foto von links nach rechts: Sonja Müseler (Ausbildungsleiterin der Telefonseelsorge), Susanna Rinne-Wolf (Vorstandsvorsitzende des Hebammenverbandes), Mirjam Mann (Geschäftsführerin der ACHSE) und Bernhard Heider (Geschäftsführer von Leadership Berlin).

Nur noch wenige Plätze zur Teilnahme am Collaborative Leadership Programm

Eingetragen am 20.01.2015

20. Januar 2015 | By |

In unserem Collaborative Leadership Programm widmen wir uns bei Vor-Ort-Besuchen (Tageszeitung, JVA, Sekundarschule, Bank, Moschee, Klinikum, usw.) jeweils in offenen Gesprächen den jeweiligen Herausforderungen mit gesellschaftlichem Bezug und wie die jeweiligen Akteure diese anzugehen versuchen. 

An dem Programm nehmen 36 Führungskräfte teil, von denen jeweils 12 aus dem privatwirtschaftlichen, dem öffentlichen und dem Non-Profit-Bereich kommen. Die Teilnehmenden repräsentieren in gewisser Weise die Vielfalt der Gesellschaft. Das Programm erstreckt sich über eine zweitägige Auftaktveranstaltung am 19./20. März 2015 und sechs darauf folgenden einzelnen Programmtagen im monatlichen Abstand. Weitere Informationen finden Sie in unserem Anmeldeformular.

Es sind derzeit nur noch einige wenige Plätze vorhanden – bei Interesse melden Sie sich bitte bei Bernhard Heider, Tel: 030 – 22 488 588, bernhard.heider @ leadership-berlin.de .

Die nächste First Monday Challenge am Montag, 2. Februar 2015

Eingetragen am 20.01.2015

20. Januar 2015 | By |

Jeweils am ersten Montag im Monat bieten wir für Alumni, Mitglieder, Vorstände, Beiräte oder auch Interessenten einen offenen Abend an, bei dem eines der folgenden Programm-Elemente zum Einsatz kommt.
a) eine „First Monday Challenge“ (Bearbeitung einer Herausforderung mit gesellschaftlichem Bezug),
b) ein „First Monday Kollegialer Beratungsabend“ (mit Bearbeitung von 2-3 Fällen aus dem Teilnehmerkreis in der Methodik der Kollegialen Beratung) oder
c) ein „First Monday Hintergrundgespräche“ (ein/e Stakeholder/in gibt Einblick in den eigenen Arbeitsbereich)

Am Montag, den 2. Februar 2015 findet unsere nächste First Monday Challenge statt, zu der unsere Mitglieder herzlich eingeladen sind. Hier finden Sie Möglichkeiten, sich mit ihren persönlichen Erfahrungen zu einer konkreten Herausforderung mit gesellschaftlichem Bezug einzubringen und gemeinsam mit den anderen Teilnehmenden Lösungen zu erarbeiten. Durch die Vielfalt der Mitwirkenden entsteht so ein Dialog, der nicht nur für die Fallgeber neue Perspektiven und Sichtachsen aufzeigt.

Thema der First Monday Challenge am 2. Februar 2015:
Authentizität und moralische Integrität versus Opportunität und Kompromissbereitschaft
Die Wettbewerbsvorteile beim Recruiting und „das geistige Kapital“ von gemeinnützigen Organisationen sind u.a. „Sinnhaftigkeit für das Gemeinwohl“ und ein hoher moralischer Anspruch. Zwischen diesen Aspekten einerseits und Finanzierungsfragen andererseits liegt für viele gemeinnützige Organisationen ein Zielkonflikt. Über diesen Zielkonflikt möchte Sabine Werth, Vorstandsvorsitzende der Berliner Tafel und Initiatorin der bundesweiten Tafelbewegung (über 50.000 Ehrenamtliche) an einem konkreten Beispiel der Berliner Tafel diskutieren. Die bis zu 15 Teilnehmenden sind eingeladen, ihre Positionen im konkreten Fall zu äußern und übertragbare Erkenntnisse auf eigene Zielkonflikte zu gewinnen.

Finanzquellen aus dem privatwirtschaftlichen und öffentlichen Bereich sind mitunter versucht, ihre finanzielle Unterstützung von Bedingungen abhängig zu machen oder mitunter genügt es schon, dass förderungsschädliche Bedingungen seitens gemeinnützigen Organisationen angenommen werden. Diese Frage stellt sich beispielsweise bei jeder Lobby-Organisation für sozial Benachteiligte, die zugleich geförderte Projekte durchführen. Wie weit kann und sollte eine Organisation gegen Benachteiligung von Psychisch Kranken beispielsweise Politik, Verwaltung oder Unternehmen im Bezug auf Missstände „auf die Finger klopfen, wenn dies zugleich die Hand ist, aus der sie gefüttert wird“ und mit der sie Beschäftigungsverhältnisse finanziert?
Bei der First Monday Challenge am 2. Februar wollen wir diesen Zielkonflikt an einem konkreten Beispiel der Berliner Tafel diskutieren, um daraus für die Teilnehmenden aus Wirtschaft, öffentlichen und Non-Profit-Bereich verallgemeinerbare Erkenntnisse daraus zu gewinnen.

Die Berliner Tafel finanziert sich ausschließlich aus Spenden. Diesbezüglich gab es eine Vereinbarung mit einem Lebensmitteldiscounter, dass einerseits Kunden an der Kasse aufrunden können und alle aufgerundeten Gelder der Berliner Tafel zufließen und andererseits, dass Kunden durch in den Ladenflächen angebrachten Spendenboxen direkt spenden können. Eine schöne Sache! Allerdings wurden der Berliner Tafel über 18 Monate hinweg keiner der eingegangenen Spenden weitergeleitet. Bei einem klärenden Gespräch äußerte der Geschäftsführer der Lebensmittelkette, dass er die Einnahmen der letzten 18 Monate nun auf verschiedene Organisationen aufsplitten möchte. Dies entsprach weder der Vereinbarung, noch dem Spenderwillen, da über die 18 Monate hinweg kommuniziert wurde, dass die Spenden an die Berliner Tafel gehen. Für den Vorstand der Berliner Tafel stellte sich die Frage, ob man sich auf das falsche Spiel und diese Ungerechtigkeit einlässt und dafür zumindest einen Teil der Spendengelder für die Vergangenheit und die Zukunft zu erhalten oder ob man sich nach den moralischen Aspekten richtet und damit riskiert, dass diese Spendenquelle gänzlich versiegt. Der Vorstand der Berliner Tafel unter der Leitung von Sabine Werth entschied sich für letztere Variante. In Zeitungen stand daraufhin zu lesen, dass die Berliner Tafel auf 100.000 Euro verzichtet, nur weil sie nicht mit anderen Organisationen teilen möchte. Und natürlich blieb dies intern wie extern nicht ohne Nachwehen. War die Entscheidung trotzdem richtig? Wie würden Sie/würdet Ihr in einer solchen und ähnlichen Situationen entscheiden.

Zeit:                 Montag, den 2. Februar 2015, 18.30 – 21.00 Uhr
Ort:                  Berliner Tafel, Beusselstr. 44 n – q, 10553 Berlin (Moabit)
Fallgeberin:   Sabine Werth, Vorstandsvorsitzende der Berliner Tafel und Initiatorin der bundesweiten Tafelbewegung

Anmeldung und weitere Infos: bitte per Mail bei bernhard.heider @ leadership-berlin.de

meet2respect-Begegnungen zum Verhältnis Islam zu Homosexualität

Eingetragen am 03.12.2014

3. Dezember 2014 | By |

Im Sinne unseres Mottos “begegne dem anderen”
und unseres Projektes „meet2respect“ IMG_0875organisieren wir Begegnungen, die den Abbau von Intoleranz, Diskriminierung und Gewalt zum Ziel haben. In diesem Sinne organisierten wir eine Diskussionsveranstaltung zum Verhältnis von Islam und Homosexualität, die in Zusammenarbeit mit dem Völklinger Kreis – Berufsverband schwuler Führungskräfte, der Weiberwirtschaft – Netzwerk lesbischer Fach- und Führungskräfte und Vertretern der Şehitlik-Moscheegemeinde am 24. November stattfand. Dilek Kolat, Senatorin für Arbeit, Integration und Frauen begrüßte die über 200 Gäste und in zahlreichen Medien wurde über die Podiumsdiskussion mit anschließender Publikumsbeteiligung berichtet. Für 2015 planen wir nun quartalsweise Begegnungen in kleinerem Rahmen zwischen Muslimen und Menschen unterschiedlicher sexueller Ausrichtung wie z.B. in Form von Moscheeführungen mit anschließender Diskussion. Die Einladungen werden zielgerichtet über unsere Kooperationspartner kommuniziert und im Anschluss werden wir über die Begegnungen berichten.

Weitere Infos finden sie unter www.meet2respect.de .

Diversity-Tag 2015 am 9. Juni 2015

Eingetragen am 10.03.2014

10. März 2014 | By |

news-platzhalter_logo-charta-vielfaltDer Verein „Charta der Vielfalt“ lädt am 9. Juni 2015 zum dritten Diversity-Tag ein. 2013 hatten sich 240 Organisationen und Unternehmen den Diversitytag bundesweit zu einem Großereignis gemacht. Den 9. Juni dürfen Sie sich insofern vormerken – entweder, um eigene Veranstaltungen zum Thema Diversity anzubieten oder, um an einer der zahlreichen Events zu diesem Thema teilzunehmen.
Weitere Infos: www.charta-der-vielfalt.de/diversity-tag.html

First Monday am 1. Juni: Blick hinter die Kulissen in der Justiz – wie gehen Richter und Staatsanwälte mit ihrer Verantwortung um?

Eingetragen am 22.05.1915

22. Mai 1915 | By |

Das Thema „Verantwortung“ stellt sich bei Richtern und Staatsanwälten mitunter sehr konkret dar wie z.B. bei der Entscheidung über Strafzumessung, Abschiebung von Asylbewerbern, Zwangseinweisungen in Psychiatrische Kliniken, Bewertung der Glaubwürdigkeit von Zeugenaussagen und Gutachten, Genehmigung von polizeilichen Maßnahmen, Urteilsvermeidung durch Vergleiche, Umgang mit einer Fehlerquote usw.. Über ihre Arbeit und die damit verbundenen Herausforderungen sprechen bei unserer nächsten First Monday Challenge zwei Richter und eine Staatsanwältin im Kamingespräch mit Mitgliedern und Interessierten. Einem Impuls von ca. 15 min wird ein offenes Gespräch folgen mit der Möglichkeit, Fragen zu stellen – wie immer unter den Rahmenbedingungen der Chatham-House-Vertraulichkeitsregel. Die bis zu 20 Teilnehmenden sind eingeladen, durch den Austausch eigener Verhaltens- und Reaktionsbeispiele Anregungen für den Umgang mit oder gar das Auflösen von Spannungsfeldern zu gewinnen. Wir bitten um Verständnis, dass unsere Mitglieder einen Vorrang bei der Belegung der Plätze haben. Wer übrigens noch kein Mitglied ist und dies ändern möchte, kann dies mit beigefügtem Mitgliedsformular ändern. Die Teilnahme ist kostenfrei – Anmeldungen nimmt unsere Programmkoordinatorin Susanne Kappe unter susanne.kappe@leadership-berlin.de entgegen.

Gesprächspartner:
– Werner Gräßle, Präsident des Amtsgerichts Lichtenberg (und Teilnehmer unseres diesjährigen Leadership-Programms)
– Katja Anders, Staatsanwältin im Bereich der organisierten Kriminalität (Teilnehmerin unseres Leadership-Programms 2013 und seit 2014 Mitglied des Vorstands von Leadership Berlin)
– Christian Oestmann, Vorsitzender Richter am Verwaltungsgericht Berlin (Teilnehmer unseres Leadership-Programms 2014)

Zeit: Montag, der 1. Juni 2015, 18.30 Uhr bis 21.00 Uhr
Ort: Amtsgericht Lichtenberg, Roedeliusplatz 1, 10365 Berlin.
Treffpunkt Haupteingang. Der Zugang ist barrierefrei.
Das Amtsgericht liegt ca. 300 Meter vom östlichen Ausgang des U-Bahnhofs Magdalenenstraße (neben der ehemaligen Stasi-Zentrale in der Normannenstraße), Parkplätze sind am Roedeliusplatz zu der Zeit vorhanden.