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Aktuelles Archive - Seite 9 von 11 - Leadership Berlin

Leadership Berlin hat einen neuen Vorstand!

Eingetragen am 12.03.2016

12. März 2016 | By |

Alle zwei Jahre wird entsprechend unserer Satzung ein neuer Vorstand gewählt. Dies geschah auf unserer ordentlichen Mitgliederversammlung, mit der wir am 28. Januar bei Vattenfall zu Gast sein durften. 12 Kandidat*innen stellten sich zur Wahl für die 9 Plätze und wir freuen uns, nun nach der konstituierenden Vorstandssitzung auch die neuen Positionen bekannt geben zu können:

Neuer und alter Vorstandsvorsitzender unseres Vereins ist Andreas Scholz-Fleischmann, zwischenzeitlich außerdem auch designierter neuer Vorrstandsvorsitzender der Berliner Bäderbetriebe, wozu wir ihm herzlich gratulieren!

Schatzmeister war und bleibt Peter Conrad und neue Schriftführerin ist Katja Anders, die genauso wie Sonja Müseler und Christine Dorn auch bereits in den letzten beiden Jahren dem Vorstand angehörte.

Neu hinzugekommen sind: Dorothee Christiani, Sabine Beikler, Mio Lindner und Crispin Hartmann.

Wir danken ganz ausdrücklich den ausgeschiedenen Vorständen der letzten beiden Jahre Petra Göbel, Kenan Yilmaz, Michael Walter und Daniel Worat und freuen uns, dass alle uns weiterhin eng verbunden bleiben.

Weitere Infos dazu

 

 

Rückschau: First Monday zum Volksentscheid Fahrrad

Eingetragen am 05.01.2016

5. Januar 2016 | By |

„Wie kann die Initiative Volksentscheid Fahrrad in Berlin erfolgreich einen Richtungswechsel in der Verkehrspolitik herbeiführen?“ Darüber diskutierten bei unserem First Monday am 4. Januar 20 Teilnehmende unseres First Monday. Eingeladen zu dem Thema hatte Heinrich Strößenreuther, der zusammen mit Peter Feldkamp, Kerstin Stark, Philipp Bastian und anderen Initiator*innen bis 2017 einen Volksentscheid zur Verbesserung der Verkehrswege und -sicherheit für Radfahrer auf den Weg bringen will.

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Ganz im Sinne unseres Mottos „begegne dem anderen“ war die Teilnehmergruppe bunt gemischt – von überzeugten Autofahrern, die die zehn Forderungen der Volksentscheidler eher als radikal und autofahrerfeindlich empfanden, bis hin zu routinierten Radfahrern, die täglich den Weg zur Arbeit mit dem Fahrrad pendeln. Äußerst bereichernd erwiesen sich auch die unterschiedlichsten Fachkompetenzen der Teilnehmenden, unter denen Führungskräfte von Siemens und Lufthansa,  der Präsident eines Amtsgerichtes, eine ehemalige Polizeipräsidentin, die Initiatorin eines bereits erfolgreichen Volksentscheides, die Gründerin der bundesweiten Tafelbewegung, Journalist*innen sowie Personen, die Erfahrungen aus anderen Ländern einbringen konnten, vertreten waren.

Für einen Teil der Diskussion wurde die Gruppe dann geteilt, um die Initiatoren sowohl vom kritischen Feedback als auch von strategischen Überlegungen profitieren zu lassen. Die eine Gruppe tauschte sich über ihre Bedenken aus und brachte konstruktiv Kritik daran ein, was an dem Forderungskatalog anders aussehen müsste, damit sie zustimmen könnten. Die andere Gruppe von klaren Befürwortern widmete sich der Fragestellung, welche Strategien und Kooperationspartner das Vorhaben weiterbringen könnten.

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Unter der Vielzahl von Erkenntnissen, die der Austausch hervorbrachte, sind insbesondere die folgenden bemerkenswert:

– Es gibt eine Gruppe von überzeugten Radfahrern, die dem Volksentscheid in jedem Fall zustimmen werden, und eine Gruppe von überzeugten Autofahrern, die den Volksentscheid in jedem Fall ablehnen werden. Entscheidend für den Erfolg werden insbesondere die Bevölkerungsgruppen sein, die sowohl das Auto als auch das Rad nutzen bzw. auch als Fußgänger und mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs sind. Diese gilt es bei dem Vorhaben mit ins Boot zu holen und ihnen aufzuzeigen, dass es um konstruktive Vorschläge für ein besseres Miteinander im Verkehr geht, und nicht darum, eine Fortbewegungsart zu verteufeln.

– Es bestand Einigkeit, dass es im täglichen Straßenverkehr immer mehr Konflikte zwischen Autofahrern, Radfahrern und Fußgängern gibt. Der Volksentscheid sollte vermitteln, dass die angestrebten Ziele zu einer Entschärfung der Konflikte führen und nicht nur zu einer Disziplinierung von Autofahrern, sondern auch von Radfahrern beitragen.

– Die Bürger sollten mit Zahlen und Vergleichen informiert werden, um die Ziele des Volksentscheides in Relation setzen zu können. Hierzu können zum einen Vergleiche zu anderen europäischen Hauptstädten oder deutschen Großstädten beitragen. Zum anderen sollten die bei einer Umsetzung des Volksentscheides anfallenden Kosten ins Verhältnis gesetzt werden. Dass diese sich nach derzeitigen Schätzungen der Initiatoren in demselben Bereich bewegen wie der Ausbau von nur einem Kilometer Autobahn der A100, empfanden viele als sehr anschaulich und hilfreich in der Kommunikation.

– Das Thema „Kinder im Straßenverkehr“ wurde von vielen gerade auch unter dem Sicherheitsaspekt als wichtiges Element zukünftiger Kommunikation betrachtet. Wenn der Volksentscheid den Sicherheitsgewinn für radfahrende Kinder im Straßenverkehr überzeugend vermitteln kann, lassen sich hiermit auch Eltern und Großeltern gut überzeugen.

Es war ein spannender Abend mit konstruktiven Diskussionen und wir dürfen gespannt sein, wie es mit dem Volksentscheid weitergeht. Leadership Berlin ist qua Satzung politisch neutral und bleibt das auch im Hinblick auf den Volksentscheid Fahrrad. Wir freuen uns allerdings, dass Heinrich Strößenreuther sagt, dass er ohne die Teilnahme an unserem Leadership Jahresprogramm 2015 nicht auf die Idee gekommen wäre, einen Volksentscheid zu initiieren. Aufgrund dieses Zusammenhangs werden wir auch zukünftig gerne über das Projekt berichten.

Die zehn Ziele des Entscheids und weitere Infos zum Volksentscheid finden Sie unter www.volksentscheid-fahrrad.de . Unser besonderer Dank geht an Gilles Duhem als Gastgeber der Diskussionsveranstaltung im Gemeinschaftshaus Morus 14.

Einen Rückblick auf den Abend bietet auch folgender Artikel in der TAZ vom 06. Januar 2016.

Innenansichten einer Flüchtlings-Notunterkunft

Eingetragen am 18.12.2015

18. Dezember 2015 | By |

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First Monday zu den Herausforderungen der Flüchtlingshilfe beim ASB Berlin

Was unsere Führungskräfte am First Monday in der ASB-Notunterkunft im ehemaligen Rathaus Wilmersdorf zu sehen bekamen, beeindruckte viele. Sie erlebten eine gut organisierte Flüchtlingsunterkunft, die bei der Versorgung der knapp 1000 Bewohner*innen viel Unterstützung von Ehrenamtlichen bekommt, deren Einbindung in vielerlei Hinsicht vorbildlich funktioniert.

Philipp Bertram, einer der beiden Leiter der Unterkunft, führte uns durch die Räumlichkeiten, die trotz des offiziellen Status einer Notunterkunft längst nicht nur Essen und Schlafplätze für die Bewohner bereit halten. Mithilfe von Spenden und ehrenamtlichen Engagement wurde ein Ärztetrakt mit Hebammenstation, Sortierstationen für die kistenweisen Kleiderspenden, Schulräume für Deutschkurse und Spielzimmer eingerichtet. Etwa 200 Ehrenamtliche helfen täglich in der Unterkunft mit und sorgen für vielfältige Angebote im Haus. Auch für andere Unterkünfte, die teilweise anderen Trägern unterstehen und nicht so gut ausgestattet sind, wird Unterstützung, beispielsweise durch die Nutzung der Hebammenstation geboten.

Auch die Bewohner selbst packen mit an. Die sechs Friseure im Haus können ihren Mitbewohnern in einem Frisiersalon Haarschnitte anbieten und dank einer Kooperation mit einem externen Salon kann bald auch die Ausbildung zum Friseur bereits direkt in der Unterkunft beginnen. Selbst BewohnerInnen, die nicht lesen oder schreiben können, können sich in der Wäscherei, in der täglich zwölf Waschmaschinen für die Reinigung der Wäsche des gesamten Hauses sorgen, einbringen.

In der anschließenden Gesprächsrunde mit Frau Dr. Jutta Kleber, Geschäftsführerin des ASB Landesverbands Berlin, waren dementsprechend die meisten positiv überrascht und vertraten die Meinung, dass Deutschland weiterhin so viele Flüchtlinge wie bisher aufnehmen sollte. Dass die Regierung größere Anstrengungen unternehmen müsse und sich nicht auf das ehrenamtliche Engagement der Freiwilligen verlassen könne, forderten viele. Philipp Bertram bestätigte aus der Sicht der Unterkunftsleitung, dass mit einem so anhaltend hohem Engagement wie bislang nicht gerechnet werden könne und auch die Spendenfreudigkeit sinke.

Kontrovers diskutiert wurde, wie der Zusammenhalt der Gesellschaft angesichts von Wahlergebnissen wie zuletzt dem Erfolg des FN in Frankreich gelingen kann. Persönliche Begegnungen als Schlüssel für gegenseitiges Verständnis wurden ebenso angesprochen wie die Notwendigkeit einer Dialogkultur, die das Aussprechen von Ängsten zulässt, um einen Rechtsruck zu verhindern. Liberale Freiheitsrechte, die in den letzten Jahrzehnten in Deutschland beispielsweise von der Frauenbewegung erkämpft wurden, müssten von der gesamten Gesellschaft getragen werden, von Migrant*innen ebenso wie von denjenigen, die gegen diese wettern.

Einzelprogrammtag an der Zuckmayer-Schule in Neukölln

Eingetragen am 09.12.2015

9. Dezember 2015 | By |

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Migration – Wie kann Teilhabe an Arbeitsmarkt und Zivilgesellschaft gelingen?

Unter dieser leitenden Fragestellung kamen am 3. Dezember etwa 20 Führungskräfte in der Zuckmayer-Schule im Rollberg-Viertel in Nord-Neukölln zusammen, um aktiv in die Herausforderungen der Schule einzutauchen und so Erkenntnisse über aktuell drängende Fragen der Integration zu gewinnen. Der Anteil von Schüler*innen nicht-deutscher Herkunftssprache liegt bei 97% und 83% der Schüler*innen wachsen mit Hartz-IV auf.

Erfahrungslernen bei Leadership Berlin bedeutet, sich hautnah an aktuellen Problemen zu reiben und konkrete  Führungsverantwortung auch außerhalb der eigenen Komfortzone zu übernehmen. Deshalb hatten die teilnehmenden Führungskräfte am Vormittag nach kurzer Vorbereitung einen Einsatz als Vertretungslehrer*innen bei den 9. und 10. Klassen, um mit ihnen über die Schwierigkeiten im Übergang von der Schule in Ausbildung zu sprechen. In der Rückschau waren sich die meisten einig: Sie konnten den Jugendlichen einiges an Motivation, realistischen Einschätzungsvermögen und beruflicher Perspektive mitgeben!

Am Nachmittag wurde in kleinen Gesprächsrunden mit Akteuren, die sich tagtäglich mit den Schwierigkeiten der Vermittlung von Schulabgängern in die Ausbildung beschäftigen, diskutiert. Dabei zeigte sich, dass es eine wachsende Schere zwischen sinkenden schulischen Anforderungen beim Schulabschluss und steigenden Anforderungen von Ausbildungsbetrieben im Hinblick auf eine Ausbildungsfähigkeit von jungen Menschen gibt. Als Hauptursache wurde insbesondere die soziale Herkunft und Bildungsferne der Eltern identifiziert, die die Schüler*innen ohne Vorstellung von einem geregelten Arbeitsleben lassen. Klar wurde allerdings auch, dass die Ursachen wie auch Verbesserungsmöglichkeiten sich nicht im Elternhaus oder der Schule alleine finden lassen, sondern dass viele Bereiche der Gesellschaft hier mehr Verantwortung übernehmen könnten und sollten.

Wir freuen uns, wenn wir dazu zusammen mit den Teilnehmenden des Leadership-Programmtages einen kleinen Anteil beitragen können:
• 8 Teilnehmende sind bereit, einen Praktikumsplatz anzubieten
• 6 Teilnehmende sind bereit, einen Ausbildungsplatz anzubieten
• 7 Teilnehmende sind bereit, eine Schülergruppe an ihrem Arbeitsplatz zu empfangen
• 5 Teilnehmende sind bereit, als Gast an der Schule am WAT-Unterricht teilzunehmen
• 8 Teilnehmende sind bereit, an der Schule an einem Bewerbungs-Rollenspiel teilzunehmen

Wir danken der Zuckmayer-Schule und insbesondere Schulleiter Herr Eckhardt, der stellvertretenden Schuleiterin Frau Hottinger sowie der Mittelstufenkoordinatorin Frau Drochner für die Gastfreundschaft und die Mitwirkung an diesem Programmtag.

Christine Dorn als Gast bei „Das Leben draußen“ in der JVA Moabit

Eingetragen am 08.12.2015

8. Dezember 2015 | By |

Am letzten Montag im November trafen sich wieder Inhaftierte der JVA Moabit zur Gesprächsrunde „Das Leben draußen“

Diesmaliger Gast, Christine Dorn, beantwortete zum Thema „Gemeinschaft / Netzwerke“ u.a. folgende Fragen: „Wie stark ist der Einzelne im Vergleich zur Gemeinschaft? Welche Durchsetzungskraft können Netzwerke haben?“

Foto_Christine_DornChristine Dorn ist Initiatorin des Volksbegehrens für ein landesplanerisches Nachtflugverbot am Flughafen BER, seit März 2015 Vorsitzende des Bürgervereins Berlin-Brandenburg e.V. und Mitglied des Vorstands bei Leadership Berlin – Netzwerk Verantwortung e.V..

Sehr plastisch und mit vielen Anschauungsmaterialien ausgestattet berichtete Christine Dorn vom steinigen Weg des Volksbegehrens:

Vom Sammeln der Unterschriften auf der Straße, an S-Bahnhöfen, in Parks und bei Festen: Eine Bananenkiste mit einem umgedrehten Kuchenblech auf dem Fahrradgepäckträger erwies sich als effektives und mobiles „Unterschriftensammelbüro“. Sie berichtete von vorbildlicher bürgerfreundlicher Zusammenarbeit mit dem Büro der Landeswahlleiterin, von engstirnigen bürgerunfreundlichen Senatsmitarbeitern an anderer Stelle oder auch Beamten als Informanten, die das Durchsetzen von Bürgerrechten ermöglichten. Vom Feilschen um jeden Schallschutz-Cent und den Interessenkonflikten der Behörden in ihren verschiedenen Rollen einerseits als Anteilseigner des Flughafens und andererseits als Genehmigungsbehörde, die dem Flughafen zum Schutz der Anwohner Grenzen setzen muss.

Für ein solch schwieriges Unterfangen, wie ein Volksbegehren unzweifelhaft ist, braucht es permanente Motivation, Standhaftigkeit und Durchsetzungsvermögen. Das erkannten alle Inhaftierten wertschätzend an. Es wurde interessiert nachgefragt und eine lebendige Diskussion zu Möglichkeiten von Bürgerbeteiligungen geführt.

Organisiert und moderiert wird das Gesprächsformat Das Leben draußen mit seinen monatlichen Gesprächsrunden zwischen Führungskräften und Inhaftierten von Crispin Hartmann und Dieter Geuß, die die Idee hierzu aus ihrer Teilnahme am Leadership-Jahresprogramm 2013 entwickelt haben. Angebote bezüglich Themen und Gesprächspartnern nimmt Crispin Hartmann unter crispin.hartmann@t-online.de gerne entgegen.

IMG_5286Dieter Geuß und Crispin Hartmann auf der thematischen Mitgliederversammlung von Leadership Berlin im Sommer 2015

„Stadtgestalten“ – der Podcast von Leadership Berlin

Eingetragen am 17.11.2015

17. November 2015 | By |

Der Podcast ‚Stadtgestalten‘ ist eine Gesprächsreihe mit Führungskräften aus der Wirtschaft, dem öffentlichen Bereich und aus Non-Profit-Organisationen

Thema heute: Herausforderungen und Best-Practice im Kontext Schule

Die Hermann-von-Helmholtz-Schule in der Neuköllner Gropiusstadt ist eine Nicht-Brennpunkt-Schule in einem Brennpunktbezirk. Darauf ist der Schulleiter Roland Hägler sehr stolz, wie er in der zweiten Folge des Leadership Berlin-Podcasts „Stadtgestalten“ zu berichten weiß. So wurden in den letzten 10 bis 15 Jahren Strukturen errichtet, die es gelingen lassen, dass etwa 50% der Absolventinnen und Absolventen Ausbildungsplätze erhalten oder in die gymnasiale Oberstufe wechseln. Dies ist eine überdurchschnittlich hohe Quote für Schulen mit einem ähnlich großen Anteil von Schülerinnen und Schülern mit nicht-deutscher Herkunftssprache. Das Engagement trägt mittlerweile Früchte, so dass die Schule bereits mehrfach prämiert worden ist. Über den Weg der Schule, Regeln und Leitplanken für Kinder und Wünsche für die Zukunft spricht Herr Hägler mit David Scribane in der zweiten Folge „Stadtgestalten“: http://stadtgestalten-podcast.de/sg002

David Scribane ist Leiter des IT-Service der BSR und nahm als solcher an unserem Leadership Jahresprogramm 2015 teil. Seit Oktober stellt er im monatlichen Turnus jeweils eine Person der Berliner Stadtgesellschaft vor, die mit David Scribane über ihren Arbeitsbereich und die damit verbundenen Herausforderungen mit gesellschaftlichem Bezug spricht.

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Sich als Führungskraft zum Clown machen

Eingetragen am 19.10.2015

19. Oktober 2015 | By |

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Die Herausforderung unseres First Mondays im Oktober lautete genau so: Sich als Führungskraft zum Clown machen. Paul Kustermann, der an unserem Leadership Jahresprogramm 2014 teilgenommen hat, gab einen sehr praktischen Einblick in den Zusammenhang zwischen Humor und Leadership. Paul ist Gründer und ehemaliger Geschäftsführer der „Roten Nasen – Clowns in Krankenhäusern“ und heute Geschäftsführer des Clownlabors.

Vielen Dank für den spannenden und lustigen Abend!

Erfolgreicher Abschluss des diesjährigen Collaborative Leadership Programms

Eingetragen am 13.10.2015

13. Oktober 2015 | By |

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Etwas geht zu Ende – etwas Neues beginnt: Der Abschlusstag unseres diesjährigen Collaborative Leadership Programms bildete gleichzeitig den Auftakt für einen Begegnungschor, in dem Flüchtlinge gemeinsam mit engagierten Ehrenamtlichen singen.

Der Tag begann für die Teilnehmenden zunächst mit der Aufgabe, Lösungsvorschläge für Herausforderungen aus dem Teilnehmerkreis zu finden. Dazu waren die Teilnehmenden zu Gesprächen im Diakonie-Hospiz Wannsee, bei der Initiative Clevere Städte, bei der Sehitlik-Gemeinde und beim Verein Albert-Schweitzer-Kinderdörfer vor Ort.

Zu Mittag kamen die Teilnehmenden im Roten Rathaus zusammen, wo sich für den Rest des Tages alles um das Thema Flüchtlinge drehte – zunächst in einer Diskussion mit den Gästen Petra Merkel, Präsidentin des Internationalen Bundes und des Chorverbandes Berlin sowie mit Michael Betzner-Brandt, einem der Chorleiter des Begegnungschores. Hierbei ging es einerseits um die Situation der Flüchtlinge in Berlin und die Rahmenbedingungen ihrer Unterbringung sowie andererseits um die Möglichkeit, mit gemeinsamem Singen kulturelle Differenzen zu überwinden und eine Gemeinschaft zu stiften.

Begegnungschor_1Kern des Tages war es jedoch, nicht nur über, sondern auch mit Flüchtlingen zu sprechen, um ihre Sorgen und Hoffnungen zu verstehen, sie als Gegenüber auf Augenhöhe kennenzulernen und abstrakte Zahlen aus den Medien in einzigartige Gesichter und Geschichten umzuwandeln. Dieser Austausch fand bei Kaffee und Kuchen mit den Sängerinnen und Sängern des Begegnungschores statt, der sich zu gleichen Teilen aus Flüchtlingen und ehrenamtlich Engagierten in der Flüchtlingsarbeit zusammensetzt.

Es stand aber auch noch eine Herausforderung auf dem Programm: Die Auftaktprobe des Begegnungschores, an dem sich unserer teilnehmenden Führungskräfte stimmkräftig beteiligten. Geleitet wird der Chor von Michael Betzner-Brandt und Bastian Holze, die dafür sorgten, dass alle ihre Scheu ablegten und sich auf die Musik einließen.

IMG_6791Zum feierlichen Teil des Tages kamen am Abend etwa hundert Gäste des Vereins, Vorstände, Beiräte, Mitglieder, Alumni und Interessenten, hinzu, um der Ur-Aufführung des Begegnungschores beizuwohnen und sich bei einem gemeinsamen Abendessen auszutauschen und zu netzwerken. Zuvor sprachen Dorothee Christiani als Gastgeberin im Roten Rathaus sowie Petra Merkel Grußworte und lobten das Engagement für Flüchtlinge und die Offenheit, aufeinander zuzugehen.

Den zweiten Höhepunkt des Abends bildete die Überreichung der Zertifikate für die Teilnehmenden des diesjährigen Programms durch Mitglieder des Vorstandes von Leadership Berlin. In den kurzen Statements, die die Teilnehmenden jeweils über ihre Erfahrungen im Programm abgaben, wurde deutlich, dass sich das Programm doch stark von anderen Weiterbildungsangeboten abhebt, und die Teilnehmenden insbesondere von den vielfältigen Begegnungen, Austauschmöglichkeiten und Herausforderungen profitieren.

Wir möchten an dieser Stelle den Teilnehmenden dafür danken, dass sie sich auf die Gespräche, Aufgaben und Überraschungen im Programm eingelassen und sich so engagiert mit ihrem Wissen, ihren Ideen und Angeboten eingebracht haben. Weiter so!

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Vielen Dank an Staatssekretärin Hella Dunger-Löper und Dorothee Christiani für die Unterstützung und dafür, dass wir im Roten Rathaus zu Gast sein durften!

Außerdem herzlichen Dank an Horst Brömer und den Tannenhof Berlin – Brandenburg sowie Küchenchef Daniel Schade für die ausgezeichnete Verköstigung am Abschlussabend!

Führungskräfte begegnen Schülern – Programmtag an der Hermann-von-Helmholtz-Schule

Eingetragen am 15.09.2015

15. September 2015 | By |

Ein Führungskräfte-Team im Einsatz in einer Schulklasse

Ein Führungskräfte-Team im Einsatz in einer Schulklasse

 

An unserem Programmtag im September zum Thema „Verantwortung annehmen und abgeben können“ waren wir in der Hermann-von-Helmholtz-Schule in Neukölln zu Gast. Nachdem unsere teilnehmenden Führungskräfte zu Beginn selbst die Schulbank drückten, staunten sie nicht schlecht, als sie erfuhren, dass sie wenig später in die Rolle von Lehrern schlüpfen sollten. Ihre Aufgabe war es, in den 9. und 10. Klassen eine Unterrichtseinheit von 75 min zu den Themen Eigeninitiative und Berufsorientierung zu halten.

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Führungskräfte in der Schulbank

Lediglich etwa 50 Prozent der Schüler*innen können nach dem Schulabschluss in eine Ausbildung oder die gymnasale Oberstufe vermittelt werden. Somit engagierten sich die Führungskräfte direkt in einer der zentralen Herausforderungen der Schule und viele boten an, dass Engagement in unterschiedlicher Weise über den Tag hinaus weiter wirken zu lassen. Wir bedanken uns bei Bezirksstadtrat für Bildung Jan-Christopher Rämer, Schulleiter Ronald Hägler und Berufscoach Jens Priesen für die Bereitschaft, die Führungskräfte in der Schule zu empfangen, und für die Offenheit in der Thematisierung der Problemfelder im Bereich Schule.

Zu Besuch bei Oswald Menninger, Geschäftsführer des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Berlin

Zu Besuch bei Oswald Menninger, Geschäftsführer des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Berlin

Am Nachmittag wurde das Thema Verantwortung aus einer neuen Perspektive angegangen: Mit unterschiedlichen Verantwortungsträgern aus dem wirtschaftlichen, öffentlichen und Non-Profit-Bereich wurde über die unterschiedlichen Facetten des Begriffs und die gelebte Praxis diskutiert. Dabei ging es bei der Deutschen Bank um die Frage, ob Banken auch eine gesellschaftliche Verantwortung tragen, bei der GASAG um Verantwortung für die Daseinsfürsorge, beim rbb um Verantwortung der öffentlichen Medien und beim Paritätischen Wohlfahrtsverband um Verantwortung gegenüber Mitgliedsorganisationen und den unterschiedlichen gesellschaftlichen Herausforderungen. Außerdem berichteten die Gesprächspartner über ihre persönliche Motivation für die Übernahme von Verantwortung und darüber, wann es angebracht ist und wie es ihnen gelingt, Verantwortung abzugeben. Vielen Dank an alle Gesprächspartner für die interessanten Diskussionen!

 

First Monday bei der Personalberatungsagentur „Egon Zehnder“

Eingetragen am 15.09.2015

15. September 2015 | By |

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Nach welchen Kriterien werden Top-Führungskräfte ausgewählt? Diese Frage stieß bei unserem First Monday am Montag, dem 7. September auf reges Interesse bei unseren Mitgliedern und Interessenten. Dr. Berthold Leube, Partner bei der Personalberatungsagentur „Egon Zehnder“ und Mitwirkender im Beirat von Leadership Berlin, gab im Rahmen unserer First Monday Veranstaltung einen Einblick in die Arbeit des Marktführers im Segment der Vermittlung von Geschäftsführungs-, Vorstands- oder Aufsichtsratspositionen in Deutschland.

1stMonday_EZ_2Neben der Frage, welche Kompetenzen potentielle Kandidaten für Top-Positionen mitbringen müssen, ging es im Gespräch auch um die Schwierigkeiten bei der Integration von Quereinsteigern in neue Branchen, den Umgang mit unternehmensinternen Machtkonstellationen und die Herausforderung einer intensiven Netzwerkpflege.

Wir bedanken uns bei Dr. Berthold Leube, dass wir bei Egon Zehnder zu Gast sein und eine so spannende und offene Diskussion führen durften!