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Leadership in Dialogue

Startschuss für „Leadership in Dialogue“

Eingetragen am 08.05.2017

8. Mai 2017 | By |

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Der Dialog hat begonnen – am 2. Mai kam eine Gruppe von Berliner Führungskräften und Menschen mit Fluchtgeschichte, die Führungspotential bewiesen haben, bei Siemens zusammen, um in eine gemeinsame Learning Journey zu starten.

Mit dabei sind Führungskräfte aus Berliner Wirtschaftsunternehmen, der öffentlichen Verwaltung und Non-Profit-Organisationen. Gastgeberin war Petra Göbel, die bei Siemens in der Abteilung Human Resources Regional Speaker für Talent and Leadership Development ist. Auch von der GASAG, BVG, Polizei, der DIHK oder Bezirksämtern beteiligten sich erfahrene Führungskräfte.

Neu in Berlin sind dagegen die meisten der Teilnehmenden mit Fluchtgeschichte. Der Großteil von ihnen ist erst innerhalb der letzten zwei Jahre nach Deutschland gekommen. Und doch haben alle bereits angefangen, sich in der Stadt zu engagieren und Verantwortung in der Gesellschaft zu übernehmen. Mouayad Alzaher hat beispielsweise das Cateringunternehmen „Dumu Zi“ gegründet und damit auch Arbeitsplätze für mehrere syrische Frauen geschaffen. Andere haben soziale Vereine gegründet und beraten geflüchtete Menschen, so z.B. Yahya Alaous mit „Zusammen Wachsen e.V.“ oder Amr Kurbaj als „Family Guide“. Die Syrerin Arwa Almoadhen vernetzt in der Initiative „New Chances“ Expert*innen und Coaches, um mit Workshops das passende Know-how dorthin zu bringen, wo es gebraucht wird. Hawarneh Mwafak, ebenfalls Syrer, ist der Leiter des „Haus Charlotte“ in Schöneberg, das Obdachlosen eine Unterkunft bietet. Unter den Neu-Berliner*innen in der Gruppe sind aber auch Elektroingenieure und IT-Experten mit eigenem Unternehmen. Einige waren bereits in Syrien als Führungspersönlichkeiten aktiv, so z.B. Joumana Seif, die das „Syrian Women’s Network“ gründete oder Amr Kurbaj, der für das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen arbeitete. Manche sind nun dabei, sich in Deutschland beruflich komplett neu zu orientieren, denn die deutsche Sprache stellt sich als große Hürde für eine Karriere dar.

Leadership in Dialogue

Beim Auftakttermin ging es vor allem darum, sich kennenzulernen und auszutauschen. Ganz nebenbei wurden Schubladen aufgebrochen und Vorurteile hinterfragt. Ein Ziel des Programms ist es, Gelegenheit zu geben, sich zu vernetzen und Perspektivwechsel vorzunehmen. Dieser Austausch soll später durch die Bildung von Tandem-Partnerschaften noch intensiviert werden.

Im Herbst wird die eigentliche Learning Journey beginnen. An sechs Dienstagnachmittagen im September und Oktober begibt sich die Gruppe auf eine Lernreise durch die Berliner Stadtgesellschaft und kommt mit unterschiedlichsten Akteuren ins Gespräch. Auf Stationen im öffentlichen Bereich, bei Unternehmen aus der Privatwirtschaft und bei gemeinnützigen Organisationen setzen sich die Teilnehmenden mit gesellschaftlichen Strukturen und aktuellen Herausforderungen auseinander und trainieren Leadership-Kompetenzen.

Wer sich für eine Teilnahme interessiert und sich an „Leadership in Dialogue“ beteiligen möchte, kann sich gerne das Konzept anschauen oder sich direkt bei uns melden. Es gibt noch freie Plätze für Berliner Führungskräfte aus der Wirtschaft, dem öffentlichen und Non-Profit-Bereich und wir freuen uns über jegliche finanzielle Unterstützung.