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Leadership in Dialogue

Interkulturelle Learning Journey 2017

Gemeinsame interkulturelle Learning-Journey für Berliner Führungspersönlichkeiten und Geflüchtete mit Führungspotential

Warum ein solches Programm?
In den letzten beiden Jahren sind über eine Million geflüchteter Menschen nach Deutschland gekommen. Die Integration dieser Gruppe in unsere Gesellschaft und in den Arbeitsmarkt ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. „Wir schaffen das“ nur, wenn öffentliche Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft dafür gemeinsam mit Geflüchteten Verantwortung übernehmen.

Wie soll das gelingen?
Wir wollen Potentialträger aus dem Kreis der Geflüchteten dazu befähigen, Führungsverantwortung zu übernehmen, und gleichzeitig Berliner Führungspersönlichkeiten in Kontakt mit ihnen bringen, um von den interkulturellen Perspektiven zu profitieren. In einer Learning Journey durch die Berliner Stadtgesellschaft erleben beide Gruppen gemeinsam hautnah unterschiedliche Führungsrealitäten.

Was wird konkret gemacht?

  • Kennenlernen und persönlicher Austausch
  • Gespräche zu interkulturellen Herausforderungen und Führungsfragen mit Führungskräften von unterschiedlichen Berliner Unternehmen/Organisationen/Behörden
  • Einblick in und Reflektion über die deutsche und Berliner Gesellschaft, sowie über Arbeitsleben, wichtige Akteure, Herausforderungen und Good Practices
  • Thematisierung von Herausforderungen, Missständen, Lösungsansätzen, Chancen und Potentialen in der Situation von Geflüchteten in Berlin

Wie profitieren speziell Berliner Führungskräfte von dem Programm?

  • Perspektivwechsel und Blick über den eigenen Tellerrand
  • Interkulturelles Training als Praxis-Lernen
  • Üben von Leadership-Kompetenzen in einem diversen Kontext
  • Vernetzung mit anderen Berliner Führungskräften, die an der Einbeziehung von Geflüchteten interessiert sind
  • Kennenlernen und Verstehen von unterschiedlichsten Akteuren und Bereichen der Berliner Gesellschaft
  • Impulse, sich bei der gemeinschaftlichen Lösung von gesellschaftlichen Problemlagen einzubringen
  • Gewinn von Ansprechpartner*innen für Themen rund um die Führung und Einbeziehung von Geflüchteten

Welche Ziele sollen für die Geflüchteten erreicht werden?
Mit dem Programm „Leadership in Dialogue“ wollen wir Geflüchtete mit Führungspotential:

  1. konkret und praxisnah in die deutsche Arbeitsrealität und speziell in den Führungsalltag, sowie in die Herausforderungen der Berliner Stadtgesellschaft einführen;
  2. ihre bereits gezeigte Rolle als Multiplikator*innen stärken und sie neben den üblichen Integrationsmaßnahmen speziell in Führungsthemen schulen;
  3. sie damit als selbstbewusste und führungsfähige Kulturmittler oder Integrationsbegleiter fördern;
  4. sie als „Macher*innen“ und „Problemlöser*innen“ ansprechen, die aktiv unsere Gesellschaft mitgestalten;
  5. auf individueller Basis mit Berliner Führungskräften vernetzen und so die Grundlage für ein größeres Netzwerk schaffen;
  6. als Potentialträger näher an zukünftige, passende Arbeitsmöglichkeiten bringen.

Wer sind die Potentialträger?
20 Teilnehmende mit Flucht- oder Migrationsgeschichte, die seit ihrer Ankunft in Deutschland bereits Führungsinitiative oder herausragendes zivilgesellschaftliches Engagement gezeigt haben durch z.B.:

  • Übernahme einer Mittlerfunktion in einer Flüchtlingsunterkunft zwischen Träger und Bewohner*innen;
  • journalistisches Engagement: Autor*in eines Blogs, Kolumne, Website, Facebook-Gruppe, Podcast, Youtube-Kanals, Radiosenders;
  • (Mit-)Gründung von Vereinen, Initiativen;
  • überdurchschnittliches soziales Engagement;
  • politisches Engagement in demokratischen Parteien;
  • Seminarleitung, Workshopleitung; Vorträge/Input, Beratung für öffentliche, soziale oder wirtschaftliche Stellen/Projekte;
  • Übernahme von Führungsverantwortung im Arbeitsleben oder in Form einer eigenen Unternehmensgründung.

Die Teilnehmenden sollten eine gute Aussicht auf einen Asylstatus oder diesen schon erhalten haben. Sie müssen ausreichend Deutsch sprechen können.

Wer sind die Berliner Führungspersönlichkeiten?
Berliner*innen, die als Führungskräfte entweder aktiv im Berufsleben stehen oder bereits im Ruhestand sind. Es sind Führungspersönlichkeiten aus der Wirtschaft, dem Non-Profit Bereich und der öffentlichen Verwaltung, die z.B.

  • sich konkret gesellschaftlich engagieren und für die Integration von Geflüchteten einsetzen wollen;
  • die Interesse an einem Netzwerk mit Menschen haben, die eine andere, frische, hinterfragende Perspektive auf die deutsche und Berliner Arbeitswelt mitbringen;
  • die konkret in ihrem Umfeld mit Geflüchteten zu tun haben und Ansprechpartner für interkulturelle Themen suchen;
  • die ihre interkulturelle Kompetenz praktisch anwenden und ausbauen wollen;
  • die bisher noch nicht oder nur indirekt mit Geflüchteten zu hatten und Menschen mit Fluchtgeschichte persönlich näher kennenlernen wollen;
  • die nicht mehr im aktiven Berufsleben stehen und andere von ihren Erfahrungen und Einblicken profitieren lassen wollen.

Programmstruktur:

  • 4 halbe Programmtage sowie eine feierliche Abschlussveranstaltung am Abend des 4. Programmtages gemeinsam mit dem Collaborative Leadership Programm
  • Uhrzeit jeweils von 16/17 Uhr – 21 Uhr
  • Die Programmtage finden an unterschiedlichen Orten statt und bieten Einblick in verschiedene Berliner Unternehmen und Organisationen
  • Das Programm wird auf Deutsch stattfinden.

Termine:
Dienstage, 12. September, 19. September, 26. September 2017
Montag, 9. Oktober 2017

Eine Übersicht über den Aufbau des Programms mit Themen und Veranstaltungsorten finden Sie im ausführlichen Konzept, das Sie unten herunterladen können. Einen Rückblick auf die Pilotveranstaltung finden Sie hier.

Bei Interesse bitte bei Susanne Kappe melden telefonisch unter 030-22 488 630 oder direkt Anmeldebogen ausfüllen und an susanne.kappe [at] leadership-berlin.de oder per Fax an 030-22 488 338 schicken.

Die Teilnahme an der gesamten Learning Journey ist für Teilnehmende mit Flucht- oder Migrationsgeschichte kostenfrei. Für Berliner Führungskräfte können wir die Teilnahme kostenfrei ermöglichen. Es ist allerdings wichtig, dass sich die Teilnehmenden bewusst als Sparring-Partner*innen der geflüchteten Teilnehmenden verstehen und auch außerhalb des Programms an der einen oder anderen Stelle einmal ansprechbar sind und um Rat gefragt werden können.

Downloads:

Sponsoren und Förderer:

GASAG
Siemens AG
Stiftung Pfefferwerk
Der Paritätische Wohlfahrtsverband Berlin