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Leadership in Dialogue in der Privatwirtschaft

Eingetragen am 13.09.2017

13. September 2017 | By |

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Leadership in Dialogue schafft Dialog auf Führungsebene mit Geflüchteten

In den letzten Jahren sind über eine Million geflüchteter Menschen nach Deutschland gekommen. Die Integration dieser Gruppe in unsere Gesellschaft und in den Arbeitsmarkt ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. „Wir schaffen das“ nur, wenn öffentliche Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft dafür gemeinsam mit Geflüchteten Verantwortung übernehmen.

In diesem Ansinnen organisieren wir in einem vier Tage umfassenden Leadership-Programm den größtenteils tandembasierten Dialog zwischen Menschen mit Fluchtgeschichte, die in Berlin gesellschaftlich Verantwortung übernehmen, mit etablierten Berliner Führungskräften. Den ersten Tag widmeten wir einem besseren Verständnis von Wirtschaft und den hier geltenden Rahmenbedingungen, Möglichkeiten und Herausforderungen.

Zu Gast waren wir hierzu bei der Stromnetz Berlin GmbH mit Gesprächen mit unserem Mitglied Andreas Haupt, Leiter HR & Managementsysteme und seinen Kolleginnen Melanie Müller und Grit Streese. Des weiteren standen für Kleingruppengespräche Meike Al-Habash, Bereichsleiterin Ausbildungsberatung bei der IHK Berlin und Shadi Mousa, selbständiger HNO-Arzt zur Verfügung.

Deutlich war bei allen Gesprächen einerseits die Sinnhaftigkeit und hohe Qualität der deutschen Ausbildungs- und Bildungsabschlüsse und die Erwartungshaltung von Unternehmen, dass Zugewanderte unabhängig von bereits vorhandenen Vorkenntnissen oder in Herkunftsländern vorhandenen Qualifikationen hier zunächst einmal die Sprache lernen und deutsche Bildungsabschlüsse erwerben. Auf der anderen Seite stand bei Geflüchteten die Ernüchterung und Enttäuschung, dass der deutsche Arbeitsmarkt so formalisiert ist und es im übertragenen Sinne, „nicht darauf ankommt, ob man Auto fahren kann, sondern dass man einen Führerschein hat.“

Vielen der Geflüchteten war allerdings nicht bewusst, wie gut die Berufschancen in vielen Ausbildungsberufen mittlerweile sind. Eine Information, die sie gerne weitergeben wollen. Und umgekehrt wurde deutlich, wie vieler Anstrengungen und wohlplatzierter Informationsangebote es auf Seiten der Unternehmen bedarf, um Geflüchtete in die Unternehmen zu integrieren und dass hier noch deutlich mehr getan werden könnte und sollte.

Der erste Tag wurde von allen Beteiligten als sehr bereichernd empfunden und wir freuen uns auf den folgenden Programmtag, bei dem wir uns dem öffentlichen Bereich und seinen Möglichkeiten und Herausforderungen widmen.

Mut zur Vielfalt – Programmtag

Eingetragen am 23.04.2017

23. April 2017 | By |

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Unter dem Motto „Mut zur Vielfalt – dem anderen begegnen“ stand unser Programmtag im Mai des Collaborative Leadership Programms 2017. Im Zeichen von Vielfalt standen somit auch die Begegnungen, an denen die Führungskräfte an diesem Tag teilnahmen.

Gesprächspartner*innen waren Patricia Carl, die Vorstandsvorsitzende des Vereins Kleinwüchsige Menschen und ihre Familien, sowie Sascha Disselkamp, Partner in der Sage Group, der in die Hallen des Sage Clubs lud und den Teilnehmenden die Parallelwelt des Berliner Nachtlebens näher brachte. Außerdem besuchten die Führungskräfte die Wagenburg Lohmühle und sprachen mit Bewohner*innen und tauschten sich beim Sonntags-Club mit Trans*Menschen aus, deren angeborene physische Geschlechtsmerkmale nicht mit dem gefühlten Geschlecht übereinstimmten.

Gastgeber des Tages war das Interkulturelle Zentrum für Dialog und Bildung, eine Moschee im Wedding. Dort hatten die Teilnehmenden Gelegenheit, einer TV-Diskussion mit Jens Spahn zum Thema „Gehört der Islam zu Deutschland?“ beizuwohnen und mit den Vorstandsmitgliedern Hassan Attalah und Herrn Ramzi zu diskutieren und Fragen zum Islam und muslimischem Leben in Berlin zu stellen.

Den „Mut zur Vielfalt“ galt es bei zwei Herausforderungen im öffentlichen Raum unter Beweis zu stellen. Ein Teil der Gruppe nahm sich dem Thema „Barrierefreiheit“ an und bewältigte im Rollstuhl eine Strecke mit verschiedenen öffentlichen Verkehrsmitteln. Andere Führungskräfte gingen auf Meinungsforschung zum Thema „Religion“ im Kiez der Osloer Straße. Bei beiden „Challenges“ waren gute Kommunikationsstrategien gefragt und der Mut, sich aus der eigenen Komfortzone heraus zu bewegen.

Wir danken allen Gesprächspartner*innen und dem IZDB für die Unterstützung!

Zukunftsplanung beim First Monday: Führungskräfte mit Behinderung

Eingetragen am 06.04.2017

6. April 2017 | By |

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Zum First Monday im April kamen wir mit Vertretern aus dem Vorstand des Vereins „Führungskräfte mit Behinderung“ zusammen. Der Verein ging aus Ideen und Aktivitäten des Jahresprogramms 2016 hervor und gründete sich parallel zu unserem Abschlusstag im Oktober. Mit Dr. Peter Sdorra, Richter am Kammergericht in Berlin und Vorstandsvorsitzender von „Führungskräfte mit Behinderung“, sowie seinem Vorstands-Kollegen Christian Habl, der selbstständiger Unternehmer und gleichzeitig Vorstandsvorsitzender des Netzwerks zur beruflichen Integration von Menschen mit Behinderung ist, sprachen wir über aktuelle Herausforderungen und die Zukunftsplanung des Vereins.

Der Verein ist bundesweit aufgesetzt und hat momentan 14 Mitglieder. In den letzten Monaten wurden die Weichen gestellt sowie die rechtlichen und vereinsorganisatorischen Grundlagen geregelt, damit der Verein nun durchstarten kann. Ein Logo ist inzwischen auch gefunden – momentan steht gerade die Erstellung einer Website ganz oben auf der Agenda, um Menschen für die Vision und Mission des Vereins zu erreichen.

Mit der „Action Learning“-Methode formulierten die Teilnehmenden Fragen, die das Team von „Führungskräfte mit Behinderung“ anregen sollen, in unterschiedliche Richtungen zu denken und bislang übersehene „Baustellen“ auszuloten. In Kleingruppen wurde dann noch einmal konkret darüber nachgedacht, wo der Verein in 5 Jahren stehen könnte und welche Meilensteine auf dem Weg erreicht werden können.

Anzupacken gibt es Vieles, um Menschen mit Behinderung zu stärken und ihnen zu mehr Sichtbarkeit gerade in Vorständen und Unternehmen zu verhelfen. Vor der großen Öffentlichkeitskampagne ist aber sicherlich der erste Schritt, sich intern zu fokussieren und gut aufzustellen. Wir sind gespannt, was wir als nächstes vom Verein hören werden!

 

 

„Führungskräfte mit Behinderung“ organisieren sich

Eingetragen am 21.11.2016

21. November 2016 | By |

 

Gründungsmitglieder_Reg.Bürgermeister

Die Gründungsmitglieder mit dem Regierenden Bürgermeister Michael Müller (2.v.l.)

Mit der Idee zu einem neuen Verein im Collaborative Leadership Programm fing es an – am Abschlusstag des Programms am 10. Oktober unterzeichneten nun zwölf Führungskräfte mit Behinderung die Gründungssatzung des Vereins „Führungskräfte mit Behinderung“.

Es handelt sich dabei um einen Verein, der sich dafür einsetzt, dass die Kompetenzen von Führungskräften mit Behinderung anerkannt werden und nicht – wie leider allzu häufig – vornehmlich ihre Defizite  in den Fokus genommen werden.

Eine Idee nimmt Gestalt an

Die Idee nahm ihren Anfang mit der Teilnahme von Janis McDavid am Leadership-Jahresprogramm 2016. Janis McDavid wurde ohne Arme und Beine geboren, was ihn allerdings nicht daran hinderte, neben seinem Studium Vorstand eines Vereins zu werden, ein Buch zu schreiben, als Motivationsredner durchs Land zu reisen und dabei selbst Auto zu fahren. Durch den Austausch und zahlreiche Gespräche von Janis McDavid, Gerlinde Bendzuck, Patricia Carl, Ingo Kaleschke und Peter Sdorra, die alle Führungskräfte sind und eine Behinderung haben,  sowie den Unterstützern Gerd Kirchhoff und Bernhard Heider erfolgten dann die ersten konkreten Schritte zur Initiierung des Vereins.

Im Frühsommer kamen in einer ersten Brainstorming-Session im Rahmen eines First Mondays von Leadership Berlin eine Gruppe aus Führungskräften mit und ohne Behinderung zusammen. Schnell stellten sie fest: Der Bedarf für einen bundesweiten Verein ist da. Es braucht eine Organisation, in der sich Führungskräfte mit Behinderung vernetzen und austauschen können. Und es braucht das gemeinsame Engagement, um die Hürden abzubauen, denen Menschen mit Behinderung gegenüberstehen, um eine Führungsposition übernehmen zu können. Dabei sind die Zielsetzungen des Vereins keine Einbahnstraße in Richtung Behörden und Unternehmen. Auch Menschen mit Behinderung, die sich bislang keine Führungsrolle zutrauen, sollen durch Weiterbildungsangebote und die Sichtbarmachung von Role Models, angesprochen und ermutigt werden.

Gründungssitzung

Die Vorstandsmitglieder – mit sichtbarer und nicht sichtbarer Behinderung

So divers wie die Gruppe der Menschen mit Behinderung setzt sich auch der Vorstand des neu gegründeten Vereins zusammen. Zum Vorstandsvorsitzenden wurde Dr. Peter Sdorra gewählt, Richter am Kammergericht und Hauptvertrauensperson der schwerbehinderten Richterinnen und Richter des Landes Berlin. Weitere Vorstandsmitglieder sind Detlef Kahl, Sachgebietsleiter in einem Berliner Finanzamt sowie zwei Vertreter aus anderen Teilen der Republik: Christian Habl ist Vorstandsvorsitzender des Netzwerks zur beruflichen Integration von Menschen mit Behinderung und Sascha Lang selbstständiger Musikmanager, Künstlervermittler und Radioreporter. Eine oder mehrere Frauen, die sich ebenfalls im Vorstand engagieren wollen, werden noch gesucht.

Unter den Vorstandsmitglieder sind sowohl Vertreter von Menschen mit sichtbaren Behinderungen als auch Menschen mit nicht sichtbaren Behinderungen – ein Aspekt, dessen Bedeutung sich im Vorfeld der Gründung herauskristallisierte. Beide Gruppen sind gleichermaßen von Diskriminierung betroffen, stehen dabei jedoch vor unterschiedlichen Herausforderungen. Während Menschen mit sichtbarer Behinderung eher das Problem haben, dass sie aufgrund ihrer Behinderung nicht ernst genommen werden und ihnen keine Führungsverantwortung zugetraut wird, haben Menschen mit nicht sichtbarer Behinderung damit zu kämpfen, dass ihre Behinderung nicht ernst genommen wird.

Öffentliche Vorstellung des neu gegründeten Vereins am 10. Oktober

Die Vorstandmitglieder mit Bernhard Heider, Geschäftsführer von Leadership Berlin - Netzwerk Verantwortung e.V. (ganz rechts)

Die Vorstandmitglieder mit Bernhard Heider, Geschäftsführer von Leadership Berlin – Netzwerk Verantwortung e.V. (ganz rechts)

Am 10. Oktober abends stellten die Vorstände des neu gegründeten Vereins in einer Podiumsdiskussion vor 120 Gästen, die unter dem Motto „Diversity in Leadership“ aus dem Netzwerk von Leadership Berlin geladen waren, erstmals die Ziele des neuen Vereins vor. Dabei wurden bereits bestehende Problemlagen angesprochen, die der Verein angehen will. So baut die geplante Version des neuen Teilhabegesetzes in den Augen der Führungskräfte genau solche Hürden für Menschen mit Behinderung auf, gegen die sie sich einsetzen. Auch die Ermöglichung einer Assistenz für Menschen mit Behinderung, die sich selbstständig machen wollen, ist ein Thema des Vereins.

Über die Vereinsgründung wurde bereits medial Bericht erstattet:
rollingplanet.net, 19.09.2016, Bundesverband Führungskräfte mit Behinderung geplant
evangelisch.de, 09.10.2016, Führungskräfte mit Behinderung wollen Verband gründen
inforadio.de, 10.10.2016, Führungskräfte mit Behinderung gründen eigenen Verein
Der entsprechende Beitrag in der rbb Abendschau vom 10.10. ist leider nicht mehr online verfügbar.

Die Satzung des neu gegründeten Vereins kann hier eingesehen werden (PDF-Dokument, 10MB).
Und hier findet sich ein Infoblatt mit einer Übersicht zum Verein als PDF.

Wer sich für die Aktivitäten des Vereins interessiert oder selbst Mitglied werden möchte, wendet sich bitte an:

Führungskräfte mit Behinderung e.V. i.Gr.
c/o Dr. Peter Sdorra
Kammergericht Berlin
Elsholtzstr. 30-33
10781 Berlin

Tel.:     0175- 2490012
Mail:    petersdorra@t-online.de

Programmtag „Mut zur Vielfalt“: Zu Gast in der Dar-al-Salam-Moschee

Eingetragen am 17.05.2016

17. Mai 2016 | By |

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Umso höher die Position in Unternehmen,  Behörden oder Organisationen, desto breiter die Vielfalt an Menschen und Themen, gegenüber denen Führungskräfte sprach- und handlungsfähig sein müssen. Ganz in diesem Gedanken stand unser Programmtag letzte Woche „Mut zur Vielfalt – dem anderen begegnen“.

Beginnend bei der Dar-al-Salam-Moschee in Neukölln widmeten sich unsere teilnehmenden Führungskräfte nicht nur üblichen Vielfaltsthemen wie  Barrierefreiheit, Zuwanderung,Transidentität oder dem Islam, sondern trafen auf ihrer Learning Journey durch die Stadtgesellschaft auch Menschen, die dem Thema Vielfalt eher ablehnend gegenüber stehen oder standen: Vertreter der AfD sowie einer Interessenvertretung ehemaliger Hauptamtlicher des MfS (Insider-Komitée des MfS bzw. ISOR) haben wir ebenfalls mit einbezogen.

Auch wenn sich viele der teilnehmenden Führungskräfte in ihrer beruflichen Praxis nicht mit einer solch ausgeprägten Vielfalt auseinandersetzen müssen werden, so hoffen wir doch sehr, sie ermutigt zu haben, in Zukunft Vielfalt noch stärker und in einem noch breiteren Sinne in ihre Arbeit einzubeziehen – auch außerhalb der eigenen Komfortzone. Und eine kleine Challenge haben wir uns nach den Begegnungen mit Vertretern von Islam und AfD selbst gestellt: Wir wollen direkte Begegnungen zwischen Vertreter*innen dieser beiden Gruppen organisieren. Wir sind gespannt,  ob uns dies gelingen wird…