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First Monday

Zukunftsplanung beim First Monday: Führungskräfte mit Behinderung

Eingetragen am 06.04.2017

6. April 2017 | By |

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Zum First Monday im April kamen wir mit Vertretern aus dem Vorstand des Vereins „Führungskräfte mit Behinderung“ zusammen. Der Verein ging aus Ideen und Aktivitäten des Jahresprogramms 2016 hervor und gründete sich parallel zu unserem Abschlusstag im Oktober. Mit Dr. Peter Sdorra, Richter am Kammergericht in Berlin und Vorstandsvorsitzender von „Führungskräfte mit Behinderung“, sowie seinem Vorstands-Kollegen Christian Habl, der selbstständiger Unternehmer und gleichzeitig Vorstandsvorsitzender des Netzwerks zur beruflichen Integration von Menschen mit Behinderung ist, sprachen wir über aktuelle Herausforderungen und die Zukunftsplanung des Vereins.

Der Verein ist bundesweit aufgesetzt und hat momentan 14 Mitglieder. In den letzten Monaten wurden die Weichen gestellt sowie die rechtlichen und vereinsorganisatorischen Grundlagen geregelt, damit der Verein nun durchstarten kann. Ein Logo ist inzwischen auch gefunden – momentan steht gerade die Erstellung einer Website ganz oben auf der Agenda, um Menschen für die Vision und Mission des Vereins zu erreichen.

Mit der „Action Learning“-Methode formulierten die Teilnehmenden Fragen, die das Team von „Führungskräfte mit Behinderung“ anregen sollen, in unterschiedliche Richtungen zu denken und bislang übersehene „Baustellen“ auszuloten. In Kleingruppen wurde dann noch einmal konkret darüber nachgedacht, wo der Verein in 5 Jahren stehen könnte und welche Meilensteine auf dem Weg erreicht werden können.

Anzupacken gibt es Vieles, um Menschen mit Behinderung zu stärken und ihnen zu mehr Sichtbarkeit gerade in Vorständen und Unternehmen zu verhelfen. Vor der großen Öffentlichkeitskampagne ist aber sicherlich der erste Schritt, sich intern zu fokussieren und gut aufzustellen. Wir sind gespannt, was wir als nächstes vom Verein hören werden!

 

 

Fusionen als Veränderungsprozesse – First Monday bei der BKK VBU

Eingetragen am 21.03.2017

21. März 2017 | By |

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Für den First Monday im März waren wir zu Gast bei der BKK VBU und ihrer Vorständin Andrea Galle sowie der Fusionsbeauftragten Jacqueline Fochler. Die beiden sind Fusions-Expertinnen – haben sie doch gemeinsam seit der Neu-Gründung der Kasse 1993 bereits neun Fusionen durchgeführt. Tendenz: weitere werden folgen.

Denn wie wir im Gespräch erfuhren, stehen die Kassen weiterhin unter Druck zur Vergrößerung. Die Öffnung der Kassen begann mit der Einführung des Krankenkassenwahlrechts im Jahr 1996. Die ursprünglich an Betriebsgrößen angepassten BKKs schließen sich seither zu größeren Unternehmen zusammen, um die Effizienz zu steigern und Verwaltungskosten zu sparen. So wurden aus 785 Kassen im Jahr 1993 die heute verbleibenden 88.

Der Erfolgsschlüssel für eine erfolgreiche Fusion ist aus der Erfahrung von Andrea Galle und Jacqueline Fochler die Kommunikation. Denn es komme darauf an, die Mitarbeiter*innen mental mitzunehmen. Dabei helfe bei der BKK VBU auch das soziale Engagement des Unternehmens, denn die Mitarbeiter*innen identifizierten sich mit einer sinnstiftenden Vision.

Was dagegen nicht funktioniere, sei eine arrogante Haltung à la „Kommt zu uns, dann wird alles besser“. Gelassenheit und Geduld zu haben, die Menschen sich in der neuen Situation einfinden zu lassen, seien genauso wichtig wie der Freiraum für kulturelle Besonderheiten: die Grußformeln von Hamburg und Bayern lassen sich nicht konformieren.

Wann immer möglich, schaltet das Unternehmen vor den Fusionszeitpunkt eine Kooperationsphase vor. So können die Teams sich gegenseitig ebenso wie die Verfahrensweisen des anderen kennenlernen. Dabei werden auch die eigenen Prozesse auf den Prüfstand gestellt. Ein Aktivitätenplan gibt die konkreten Schritte im Veränderungsprozess vor und gibt allen Beteiligten Orientierung.

Und nicht zuletzt wirkt die Vorständin Andrea Galle selbst als Botschafterin für den Zusammenschluss und für die sinnstiftende Idee. Wir danken ihr und Jacqueline Fochler, dass wir an der Lernkurve des Unternehmens teilhaben durften. Ebenso gilt unser Dank Dorothee Christiani, der CSR-Beauftragten der BKK VBU und Mitglied unseres Vorstands, sowie Andreas Scholz-Fleischmann, unserem Vorstandsvorsitzenden, für die Moderation.

 

„Das Leben draußen“: Engel ohne Flügel

Eingetragen am 15.03.2017

15. März 2017 | By |

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Auch im Jahr 2017 setzen Dieter Geuss und Crispin Hartmann ihre Gesprächsrunde in der JVA Moabit weiter fort. Neues Jahr heißt auch wieder: Neue Gäste zu bekannten Themen. Traditionell startet der Dialog mit den Inhaftierten im Februar zum Thema „Ohnmacht“ mit einem Erfahrungsbericht aus der Hospizarbeit von Dieter Geuss. Dieses Mal allerdings haben sie sich für dieses Thema einen Gast geholt: Susanne Rehberg. Sie ist Leiterin des Ambulanten Hospizdienstes der Volkssolidarität Berlin gGmbH.

Sussanne Rehberg und Ihre Kolleg*innen sind tagtäglich mit der Ohnmacht konfrontiert – insbesondere mit denen der Patient*innen, denn im Regelfall bleibt bei ihnen der Wunsch auf Heilung bis zum Schluss.
Ist das mal nicht der Fall, macht sich auch bei Susanne Rehberg Ohnmacht breit – wie im Falle der Mutter, die seinerzeit mit Mitte 30 unheilbar an Krebs erkrankt ist. Trotz intensiver Gespräche lehnte sie alle schulmedizinischen Therapien ab und verweigerte sich der Krankheit und der damit verbundenen unvermeidlichen Konsequenz vehement. Für sich genommen ist dies schon eine Herausforderung für die Mitarbeiter*innen im Hospizdienst. In diesem Fall aber kam Susanne Rehberg nahe an ihre Belastungsgrenze, denn dadurch war es faktisch nicht möglich, den damals 9-jährigen Sohn auf den Abschied von der Mutter vorzubereiten. Spätestens seit dieser Erfahrung ist für Frau Rehberg klar: „Ich würde keinen Kinderhospizdienst leisten können – da habe ich meine Grenze.“

Das Thema „Ohnmacht“ fesselte die Inhaftierten sehr – zum einen aus der Perspektive der Lebensbegleitung (Zitat Frau Rehberg: „Wir machen Lebensbegleitung. Die Menschen, die wir begleiten, leben schließlich!“), als auch in Bezug auf andere Situationen, denen man oftmals ohnmächtig ausgesetzt ist. Die Gefangenen interessierten sich daher vor allem für die Antworten auf Fragen, wie: „Inwieweit hat ihre Arbeit Einfluss auf ihre Ansprüche im Leben – und umgekehrt?“ oder auch „Welche Einstellung haben Sie zu Dingen, die sie nicht ändern können?“. Frau Rehberg beantwortete diese Fragen sympathisch offen und ehrlich: Sie hätte noch nie großen Wert auf materialistische Dinge gelegt – und der Beruf hat diese Einstellung nur noch verstärkt. In Situationen oder bei Ereignissen, die unabänderlich sind, konzentriert sich Frau Rehberg auf Kraftquellen – also Umgebungen, Erinnerungen, Lebensmomente und Erfahrungen, die ihr ein positives Gefühl vermitteln und aus denen sie Kraft schöpfen kann.

Einer der Inhaftierten bezeichnete die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen im Hospizdienst spontan als „Engel ohne Flügel“. Für ihn verfügen diese Menschen über Fertigkeiten und Fähigkeiten, zu denen die wenigsten unter uns fähig sind. Dieses Kompliment nahmen sowohl Susanne Rehberg als auch Dieter Geuss dankbar an. Susanne Rehberg verwies dabei auf die vielen ehrenamtlichen Helfer*innen, die in einem vierwöchigen Kurs auf ihre Arbeit vorbereitet werden. Die persönlich geeigneten Männer und Frauen, von Student*innen bis Rentner*innen, werden durch vielfältige Kurseinheiten auf ihre Arbeit vorbereitet. Beispielsweise verbringen die Helfer*innen tageweise im Krankenhaus, beim Bestatter, im Hospiz und beschäftigen sich mit Methoden der Kommunikation, Trauerbewältigung, Religions- und Kulturthemen. Denn: Auch Engel, ob mit oder ohne Flügel, brauchen Unterricht.

First Monday beim „Ober-Bademeister“

Eingetragen am 17.01.2017

17. Januar 2017 | By |

Scholz-Fleischmann_500x599Vier Vorstandsvorsitzende hatten die Berliner Bäderbetriebe bereits in den 20 Jahren seit ihrer Gründung 1996. Warum die Verweildauer mitunter nicht allzu lang und die Herausforderungen dafür umso größer sind, dazu gab uns Andreas Scholz-Fleischmann zu unserem First Monday im Dezember spannende Einblicke.

Das nasse Element hat es so an sich, dass Schwimmbäder jedes Jahr einen Sanierungsbedarf erzeugen. Dieser wurde über Jahrzehnte hinweg in Berlin ebenso vernachlässigt wie die Stellenbesetzungen. Wurden 1995 noch 79 Millionen Euro von öffentlicher Hand für die Schwimmbäder ausgegeben, waren es 2006 nur noch 37 Millionen Euro. Immerhin waren es in den letzten 3 Jahren wieder knapp 50 Millionen Euro Landeszuschüsse, die zukünftig noch einmal erhöht werden sollen.

Auch wenn das Problem der Unterfinanzierung und deren Folgen inzwischen erkannt ist, sind die Herausforderungen gewaltig. Wo sollen Prioritäten gesetzt werden? Wie sollen Ausschreibungen für Baumaßnahmen vorgenommen werden, wenn dazu das Fachpersonal fehlt und die Auftragsbücher der Bauwirtschaft übervoll sind? Wie kann bei den Bediensteten Akzeptanz dafür gewonnen werden, in unterschiedlichen Bädern zu arbeiten, wenn sie sich weitgehend mit dem „eigenen Bad“ identifizieren und weniger als Beschäftigte der Berliner Bäder-Betriebe? Wie kann ein über Jahre zerrüttetes Vertrauensverhältnis zwischen Betriebsrat und Vorstand wieder auf eine konstruktive Ebene gehoben werden, wenn sich noch in Gerichtsprozessen damit befasst wird, ob die zweite Führungsebene – vor zwei Jahren ohne Anhörung des Betriebsrats eingesetzt – im Amt bleiben wird? Wie kann man den unterschiedlichen Erwartungshaltungen von Kund*innen, Beschäftigten, Medien und Politik gerecht werden?

In dem Hintergrundgespräch in kleiner Runde wurde deutlich, wie herausfordernd die Tätigkeit als Vorstandsvorsitzender der Berliner Bäder-Betriebe ist. Klar wurde auch, wie sehr in dieser Position nicht Autorität und Geradlinigkeit, sondern vielmehr Feingespür und diplomatisches Geschick gefragt sind und dass Andreas Scholz-Fleischmann gerade diese Fähigkeiten auszeichnen.

Wir bedanken uns für den spannenden Austausch und hoffen, dass die eine oder andere Anregung der Teilnehmenden erkenntnisreich war. Für die Zukunft wünschen wir viel Erfolg und eine glückliche Hand bei der Verbesserung der Ausgangssituation!

First Monday: Freiräume in der Stadt

Eingetragen am 24.11.2016

24. November 2016 | By |

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Beim First Monday im November trafen wir uns in den schummrigen Hallen des Sage Club zum Austausch mit Sascha Disselkamp. Zur Sage Group, die er mit zwei Partnern betreibt, gehören neben dem Club auch das Sage-Restaurant und ein Krankenhaus im Senegal. Außerdem ist Sascha Disselkamp Mitgründer der Clubcommission, einer Interessensvertretung für Clubbetreiber und gibt seit 15 Jahren Nichtraucher-Seminare. In den Medien war er insbesondere präsent, weil er die Demos für den Erhalt der East-Side-Gallery initiiert hat, oder auch als Unterstützer für die Berlin-Reise von „Putins Rockern“ – den Nachtwölfen.

Sascha Disselkamps vielseitige Erlebnisse in Berlin, seit er Anfang der 80er-Jahre im Alter von 17 Jahren in ein besetztes Haus in West-Berlin einzog, standen im Zentrum des Abends. Dabei gab er ein leidenschaftliches Plädoyer für Clubs als notwendige Freiräume in der Stadt, die es ermöglichen, gerade jungen Menschen ein positives Lebensgefühl zu geben und eine „Ich-liebe-das-Leben“-Stimmung zu erzeugen. Dass eine Stadt von solchen Freiräumen profitiert, sehen inzwischen auch die Verantwortlichen in Regierung und Behörden so und unterstützen die Clubbetreiber*innen nach Kräften – eine äußerst positive Entwicklung, wie Sascha Disselkamp es beschreibt. In den 90er-Jahren hätten Clubs dagegen noch statt gezieltem Einsatz von verdeckten Ermittlern mit desaströsen Drogenrazzien zu kämpfen gehabt, durch die die Clubs mitunter immensen wirtschaftlichen Schaden erlitten.

Heute droht Gefahr aus seiner Sicht für die Clubs vielmehr von Immobilieninvestoren, die mit immer höheren Summen Freiflächen und Gebäude aufkaufen, um den größtmöglichen Profit daraus zu ziehen. Es ist für Sascha Disselkamp eine Herzensangelegenheit, städtische Freiräume zu erhalten – der Sage-Club ist für ihn selbstverständlich unverkäuflich und das ist eben nicht nur eine Frage des Preises, wovon ihn ein Investor etwa überzeugen wollte.

Zu seinen Feinden zählt nicht mehr die CDU, wohl aber die GEMA, die sich mit ihren – aus Sicht der Clubbetreiber*innen völlig unbegründeten und überzogenen – finanziellen Forderungen keine Freunde in der Szene gemacht hat und den Widerstand der Clubcommission einhandelte. Zumal die wenig bekannten Künstler*innen, die in den Clubs auflegten oder aufträten, überhaupt nicht genügend Verkaufszahlen hätten, um in irgendeiner Weise von den Einnahmen der GEMA zu profitieren.

Fest steht auch, dass Sascha Disselkamp niemals in Rente gehen wird, sondern nur „tot umfallen“, wie er sich ausdrückt. Auch wenn sein kleiner Sohn behauptet, er arbeite nicht, er telefoniere nur, schwappt im Gespräch eine solche Energie und Begeisterung für neue Projekte über, dass man schon darauf gespannt ist, in welchem Zusammenhang man bald von ihm hören wird.

First Monday zum Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten – Aufbau einer „atmenden“ Behörde

Eingetragen am 13.09.2016

13. September 2016 | By |

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Wolf Plesmann

 

Der First Monday im September bot gleich doppelten Einblick darin, wie die gesellschaftliche Herausforderung des hohen Flüchtlingsaufkommens in Berlin angegangen wird.

Zum einen waren wir vor Ort zu Gast in einer Gemeinschaftsunterkunft für besonders schutzbedürftige Geflüchtete, die von der milaa gGmbH betrieben wird. Einrichtungsleiter Sean Corleone, selbst vor einigen Jahren aus dem Irak geflohen, zeigte uns die Unterkunft und beeindruckte die Teilnehmenden unter anderem durch seinen spürbar guten Draht zu den etwa 300 Bewohner*innen. Zu ihnen gehören kranke, vom Krieg versehrte und traumatisierte Menschen, aber auch alleinerziehende und werdende Mütter sowie ca. ein Drittel Kinder. In der Containerunterkunft haben sie einen Schutzraum, der nicht nur einen vergleichsweise hohen Standard aufweist, sondern auch besondere Leistungen wie eine Physiotherapie vor Ort, einen Fitnessraum und einen liebevoll gestalteten Kinderraum bietet. Karsta Dietrich, stellv. Geschäftsführerin der milaa gGmbH, sprach mit den Teilnehmenden außerdem über die nächsten Pläne der Organisation, wozu u.a. die Einbeziehung von Angehörigen in die Pflege gehört, wie es in den Kulturen der Herkunftsländer vieler Geflüchteter üblich ist.

Zum anderen führten wir an diesem Abend ein Gespräch mit Wolf Plesmann, dem Stellvertreter des Beauftragten für die Versorgung und Unterbringung der Flüchtlinge beim Regierenden Bürgermeister von Berlin.

Er leitete gemeinsam mit Claudia Langeheine den Aufbau des neuen Landesamtes für Flüchtlingsangelegenheiten, das am 1. August 2016 seinen Betrieb aufgenommen hat. Der Management-Profi, der u.a. viereinhalb Jahre für ISAF und die GIZ in Afghanistan das Friedens- und Reintegrationsprogramm mitaufbaute, sprach über die Strategie beim Aufbau der Strukturen der Behörde und betonte auch noch einmal die enormen Herausforderungen, die die Strukturen des LAGeSo überfordert und zur Entscheidung dafür geführt hatten, dass eine neue Behörde notwendig war: Von 15.000 Flüchtlingen im Jahr 2014 war, vor allem im letzten Drittel des Jahres, 2015 die Anzahl auf 80.000 gestiegen. Eigentlich waren am LAGeSo nur etwa 50-100 Mitarbeiter*innen für die Versorgung der Flüchtlinge zuständig – am Ende befassten sich etwa 1000 Mitarbeiter*innen mit der Aufgabe.

Die neue Behörde muss die Herausforderung der Versorgung von aktuell noch knapp 40.000 Menschen, die in Flüchtlingsunterkünften untergebracht sind, nun mit etwa 570 Mitarbeiter*innen stemmen. Diese gilt es nun so zu schulen und in Strukturen einzubetten, dass ein Grad an Flexibilität erreicht wird, der auf Schübe von neuen Flüchtlingsregistrierungen ebenso reagieren kann wie auf Verschiebungen innerhalb der Leistungsgewährung von erstmaligen zu regelmäßigen Gewährungen. Ein Kern der neuen Strukturen sind außerdem die Regionalteams, die zur Bereitstellung von Unterkünften themenübergreifend zusammenarbeiten.

Bei all dem gilt es natürlich die ehemaligen Mitarbeiter*innen des vielgescholtenen LAGeSo mitzunehmen und für ihre Aufgaben zu motivieren. Herr Plesmann gab hierzu viele Einsichten und scheute auch nicht davor, über Problemlagen und Stolpersteine auf dem Weg zu sprechen. Wir bedanken uns für das erkenntnisreiche und offene Gespräch!

Ebenso gilt unser Dank den Gastgeber*innen der milaa gGmbH: dem Einrichtungsleiter Sean Corleone, der stellv. Geschäftsführerin Karsta Dietrich sowie Geschäftsführerin Jeanne Grabner.