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Mensa meets Leadership Archive - Leadership Berlin

Mensa meets Leadership – Einführung in die Kunst des Debattierens

Eingetragen am 19.09.2018

19. September 2018 | By |

Seit vergangenem Jahr veranstalten wir regelmäßig Angebote für Seit vergangenem Jahr veranstalten wir regelmäßig Angebote für Mitglieder des Vereins Mensa e.V., einer Vereinigung von Menschen mit kognitiver Hochbegabung (IQ>130). Am vergangenen Montag traf sich eine Gruppe Mensaner*innen mit Pegah Maham, die als Vize-Meisterin des deutschsprachigen Debattierens nicht nur eine Einführung in die Kunst des Debattierens gab, sondern es mit ihrer Leidenschaft auch schaffte, einige zu motivieren, sich selbst im Debattieren zu probieren.

In Sichtweite unseres Treffpunktes, der beredsam GmbH, ging Pegah Maham zur Schule und kam so zum Debattieren. Nachdem sie 2016 den Titel der Vize-Meisterin holte, erhielt sie mehrfache Auszeichnung für die beste Finalrede und Gesamtsiege bei ZEIT-Debatten, war Mitglied des erfolgreichsten deutschsprachigen Teams auf den Debattier-Weltmeisterschaften 2015, wurde Präsidentin der Hanse Debating Union und Chefjurorin der deutschsprachigen Debattiermeisterschaft 2017. Pegah ist zertifizierte Debattiertrainerin, Beirat für Gleichstellung und Fairness des VDCH (Verband der Debattierclubs an Hochschulen e.V.) und Referentin bei diversen Veranstaltungen.

Das nach strengen Regeln gegliederte Debattieren ziehe besonders neugiere Menschen an, die sich für breite Themen der Gesellschaft interessieren, ehrgeizige Sportler*innen, sowie Personen, die an ihrem Auftreten arbeiten wollen. In der 15-minütigen Vorbereitungszeit auf die zugeloste Position bzgl. einer Streitfrage gehe es vor allem darum, den „Scheidepunkt“ der Positionen analytisch aufzuspüren. Debattieren sei weniger für policy-Entwicklungen, als für Problemanalysen geeignet, da der Fokus eher auf mechanistischem Argumentieren liege und so häufig ausschlaggebender als die Bezugnahme auf Statistiken sei.

Schließlich waren die Mensaner*innen selbst gefragt: Sollte es einen freien Markt für Organe geben? Alle Teilnehmenden waren eingeladen, sich mit einer anderen Person in die Debatte zu begeben und dabei die Position zu vertreten, die nicht ihre persönliche Haltung repräsentiert. Nach einem kurzen Austausch wurde nochmals eine „öffentliche Debatte“ vor der Gruppe geführt, die den Ablauf mit wechselseitigem Pro- und Contra Argumentieren simulierte.

Wer selbst Lust hat, sich mal im Debattieren zu probieren: Der Debattierclub der Berliner Hochschulen Berlin Debating Union und der gemeinnützige Verein Streitkultur Berlin e.V. bieten die Möglichkeit.

Wir bedanken uns sehr herzlich bei unserem Gast Pegah Maham, bei den Mensanern Matthias Kribben und Robert Erler, sowie unserem Schwesterverein Leadership Brandenburg mit Susan Kirch für den gelungenen Abend.

 

Mensa meets Leadership: zu Gast beim Tagesspiegel

Eingetragen am 27.02.2018

27. Februar 2018 | By |

Wie hoch ist das Vertrauen von kognitiv Hochbegabten in die deutsche Presse?

Dieser und anderen Fragen widmete sich das von Leadership Berlin organisierte Gespräch zwischen 20 Mitgliedern des Hochbegabtenvereins Mensa mit Lorenz Maroldt, Chefredakteur des Tagesspiegels.

Gleich zu Beginn der Begegnung positionierten sich die 20 Teilnehmenden von Mensa entlang eines Meinungsstrahles zu der Frage, ob sie großes Vertrauen in Presse hätten. Es zeigte sich dabei, dass die Extreme von null Vertrauen und vollem Vertrauen nicht vertreten waren, wohingegen vor allem der mittlere Bereich zwischen 30 und 70% stark besetzt war. Mit diesem Stimmungsbild konnte Lorenz Maroldt sich gut identifizieren, denn er hätte sich selbst ebenfalls irgendwo im mittleren Bereich angesiedelt. Kritikfähigkeit – auch und vor allem gegenüber dem eigenen Tun – sind aus seiner Sicht wichtige Voraussetzungen, die ein Journalist für seine Arbeit mitbringen sollte.

Im dann folgenden intensiven Gespräch zeigte Herr Maroldt neben Verständnis auch ein klares Bewusstsein für die Sorgen heutiger Medienkonsumenten. Er gab Einblicke, was ihn zu seinem oft bis früh in den Morgen reichenden Engagement für eine unumstößlich unabhängige und gleichzeitig auch markt- und zukunftsfähige Presse antreibt. Neben dem Willen zur Gestaltung der aktuellen Medienrevolution, der Bereitschaft Verantwortung zu übernehmen und auch mal mutige Entscheidungen für Experimente zu treffen, ist es vor allem der Spaß an der Sache, die ihn neben seiner Rolle als Chefredakteur zusätzlich als nächtlicher Checkpoint-Autor Müdigkeit und Hunger manchmal vergessen lassen.

Viele unserer Teilnehmer zeigten sich nach diesen knapp 2 Stunden beeindruckt von dem offenen Einblick, sowohl in die persönliche Motivation von Herrn Maroldt, als auch in die Herangehensweise des Tagesspiegel angesichts der herausfordernden Themen heutiger Zeitungsmacher.

 

Autorin: Susan Kirch