Image Image Image Image Image Image Image Image Image

schule Archive - Leadership Berlin

Vertretungsstunde: Diskussion zum Thema Homosexualität

Eingetragen am 09.06.2018

9. Juni 2018 | By |

„Wie würdet ihr reagieren, wenn eure Schwester, euer Bruder oder Freunde euch mitteilen, dass sie homosexuell sind?“

Gilles Duhem ist für viele Schüler ein bekanntes Gesicht. Unweit der Zuckmayer-Schule führt der 51-Jährige den Verein MORUS 14, der mit vielen freiwilligen Schülerinnen und Schülern aus dem Kiez auch Nachhilfe anbietet. Kurz erzählt er von seinem Werdegang. Aus Paris ist er vor rund 30 Jahren nach Deutschland gekommen, hat in Berlin studiert und leitet seit 2007 den Verein in der Morusstraße.

Nachdem die Schülerinnen und Schüler einen Stuhlkreis gebildet haben, bittet Gilles, darum, die Sitzordnung zu ändern – immer ein Junge und ein Mädchen nebeneinander. Für manche ist das keine leichte Aufgabe, sitzen sie doch sonst immer nach Geschlecht getrennt voneinander. Aber die Vertretungsstunde ist heute anders.

« 1 von 3 »

 

Gilles überrascht die Jugendlichen mit einem Satz an der Tafel: „Ich bin schwul und das ist auch gut so“. Wer hat das gesagt? Einige erinnern sich an diese Aussage von Klaus Wowereit zu seinem Amtsantritt. „Das hätte auch ich sagen können“ verrät Gilles und schon gibt es viele Fragen: Hat er einen Freund oder ist er verheiratet, hat er Kinder adoptiert, wann hat er gemerkt, dass ihn Mädchen nicht interessieren und wer ist der Mann, wer ist die Frau beim Sex? Ein Junge sagt: „Ich bin da ganz ehrlich, ich bin schwulenfeindlich. Ich weiß nicht genau warum, aber wenn da einer kommt und mich anmacht!“

Gilles setzt Homosexualität zunächst in ein Verhältnis aus Zahlen und Fakten: 5 % der Weltbevölkerung bezeichnet sich als schwul, lesbisch, bi- oder transsexuell. Und das gab es schon immer. Bei den Muslimen sind es ca. 80 Millionen Menschen weltweit. Das löst Verwunderung aus. In vielen Ländern dürfen Homosexuelle heiraten und Kinder bekommen oder adoptieren, aber es gibt auch Orte, in denen sie ihre Homosexualität verschweigen müssen, weil sie unter Todesstrafe steht. Das ist z.B. im Iran, in Afghanistan oder in Saudi-Arabien der Fall. Die Selbstmordrate bei Homosexuellen ist dreimal so hoch wie bei Heterosexuellen, auch dies spricht eine deutliche Sprache. Für viele Menschen aus der muslimischen Community, die in Berlin leben, ist es schwer, zu ihrer Sexualität zu stehen, weil es ein großes Tabu ist. Gilles unterstützt einige geflüchtete Schwule aus dem Nahen Osten und berichtet von einem schwulen Imam aus Frankreich, der Homosexuelle in die Moschee einlädt.

Ein Junge möchte wissen: Wie war es bei ihm, hat sein Vater ihn nicht geschlagen, als er erfahren hat, dass sein Sohn schwul ist? Gilles sagt, dass seine Eltern moderne Ansichten haben, und es völlig unproblematisch war. Nicht alle Eltern reagieren so. Gilles erzählt von einem bayrischen Freund, der 1983 an seinem 18. Geburtstag von der Schule nach Hause kam, und einen gepackten Koffer vor der verschlossenen Tür fand. Oder von einem Fall aus Berlin. Hier wurden einem jungen Mann von seinem Vater und seinen Onkeln K.O.-Tropfen verabreicht, im Kofferraum eines Autos wollten sie ihn in den Libanon bringen, um ihn dort töten zu lassen. Glücklicherweise fielen sie Grenzpolizisten auf und wurden verhaftet. Die Schüler sind betroffen: „Es ist doch immer noch mein Kind“ sagt ein Mädchen.

„Wie würdet ihr reagieren, wenn eure Schwester, euer Bruder oder Freunde euch mitteilen, dass sie homosexuell sind?“ will Gilles wissen. „Ich würde ihm ein Mädchen klar machen“ sagt einer sofort. Einige Schüler reagieren empört, sie würden nicht mehr miteinander reden. Vor allem wollen sie nicht, dass andere davon erfahren. „Rausschmeißen oder schlagen“ sagt einer. Auch „töten, um das Blut rein zu halten“ wird als Alternative genannt, so kann die Ehre gerettet werden, ergänzt ein anderer. Jemand wirft ein, dass jeder selber wissen muss, was er mag, ob Jungs oder Mädchen, das ist doch egal, ein Mensch ist ein Mensch. Viele Vorschläge drehen sich um die passende Bestrafung, doch es gibt auch leisere Töne: ein Junge erzählt, dass er einen schwulen Cousin hat, ein anderer, der zuvor für’s Töten eingetreten ist, räumt ein, dass schlagen auch ausreichen würde.

Gilles lässt jede Meinung gelten und hört genau zu, verurteilt nicht. Denn er freut sich, dass die Schüler so offen sprechen. Viele geraten ins Grübeln. Und genau das ist es, was Gilles erreichen möchte – über Homosexualität zu reden ist ein erster Schritt weg vom Tabu und eine Einladung zur Reflektion. Die heutige Vertretungsstunde ist ganz sicher ein Anfang dafür. „Sex ist doch auch viel interessanter als Schule“ sagt Gilles mit einem ansteckenden Lachen, als es zur Pause klingelt.

Vertretungsstunde: „Muss ich studieren, um Rapper zu werden?“

Eingetragen am 30.11.2017

30. November 2017 | By |

IMG_8932_Ausschnitt

Dies war eine Frage, die Klaus Wilhelm Baumeister als „Vertretungslehrer“ am 3. November nicht eindeutig beantworten konnte. Viele andere schon: Was ist eigentlich Jura, mit welchen Fällen hat er als Rechtsanwalt zu tun gehabt und wie ist es in der Gerichtsmedizin?

Einmal im Monat ist „Vertretungsstunde“ in der Neuköllner Zuckmayer-Schule. Hier ist eine Führungskraft aus unserem Netzwerk zu Gast, um den Schülerinnen und Schülern einen Einblick in verschiedene Berufe zu geben.

Die Karriere des Juristen verlief nicht wie aus dem Lehrbuch. Als Fünfzehnjähriger schloss er die Hauptschule ab und absolvierte zunächst eine Ausbildung als Rechtsanwalts- und Notargehilfe. „Doch irgendwann fragt man sich, ob man nicht auch noch etwas anderes machen möchte, weiterkommen möchte“ erzählte er den Schülerinnen und Schülern. Er versuchte es mit dem zweiten Bildungsweg auf einem Gymnasium, mit 22 Jahren hielt er sein Abiturzeugnis in der Hand und begann daraufhin Jura zu studieren. Er arbeitete einige Jahre als Rechtsanwalt und in den Rechtsabteilungen des WDR und des rbb. Heute ist er Geschäftsführer der rbb Media GmbH, die für die Vermarktung von Werbezeiten und andere wirtschaftliche Dienstleistungen zuständige Tochter des rbb.

Er betont, dass es für ihn sehr hilfreich war, erst einmal die „Kostprobe“ eines Berufes gehabt zu haben, um ihn gut einschätzen zu können. Das Jura-Studium ist breit gefächert und bietet Einblicke in ganz unterschiedliche Bereiche und Fragen. Zu seinem Gebiet des Medienrechts gehört z. B. auch die Diskussion, ob Fotos von Verstorbenen gezeigt werden können. Hier führte er das Beispiel von Uwe Barschel an, der nach seinem Tod auf der Titelseite des Stern abgebildet wurde, und erläuterte das „Recht am eigenen Bild“.

Den Schülerinnen und Schülern ist ein Beruf mit guten Verdienstmöglichkeiten wichtig. Doch nur wenige Schulabgänger beenden eine Ausbildung. Das liegt nicht nur an ihren Noten. Oft fehlt es auch an Beispielen aus ihrem Alltag, der sich meist ausschließlich in Neukölln abspielt. Der Besuch der Führungskräfte des Leadership-Programms ist eine Gelegenheit, über den Tellerrand des Kiezes zu blicken. Hier erfahren sie mehr über vielfältige Berufe und Lebensläufe, die nicht immer gradlinig sind. Schließlich haben die wenigsten Führungskräfte von Beginn an die Tätigkeit, die sie heute ausüben. So wie Klaus Wilhelm Baumeister, der klar sagt: „Das Leben macht manchmal Umwege. Aber Hartz 4 ist keine Karriere.“

IMG_8930

Verantwortung annehmen und abgeben können

Eingetragen am 21.09.2017

21. September 2017 | By |

IMG_8075

Die Teilnehmenden des Collaborative Leadership Programms 2017 widmeten sich im September dem Thema „Verantwortung annehmen und abgeben können“. Beim Programmtag in der Hermann-von-Helmholtz-Schule in der Gropiusstadt forderten wir sie dabei zunächst ganz praktisch heraus.

Als „Vertretungslehrer*innen“ übernahmen sie in 2er-Teams oder alleine eine Unterrichtseinheit in Schulklassen der 9. und 10. Jahrgangsstufe der Integrierten Sekundarschule. Ziel dabei war es, den Jugendlichen eine Perspektive auf die Berufswelt aus der Praxis einer Führungskraft zu geben: dass es sich lohnt, Verantwortung für die eigene Zukunft zu übernehmen; dass Disziplin und Zuverlässigkeit notwendig sind, um beim Arbeitgeber nicht durchzufallen; und dass bei der Wahl eines Ausbildungsweges eine realistische Einschätzung der eigenen Stärken und Schwächen hilft.

Schulleiterin Kerstin Fischler und „Bückenbauer“ Jens Priesen, der den Schüler*innen beim Übergang in die Ausbildung hilft, berichteten, dass viele der Jugendlichen an der Schule erschwerte Ausgangsbedingungen haben. Bei 68,4% ist die Herkunftssprache nicht Deutsch und 55% kommen aus Familien, die von Hartz IV leben. Familiäre Unterstützung beim Lernen und Planen der beruflichen Zukunft fehlt vielen. Deshalb nimmt die Schule es klar als ihren Auftrag an, nicht nur Fachunterricht zu machen und Wissen zu vermitteln, sondern auch einen Erziehungsauftrag wahrzunehmen und soziale Kompetenzen zu vermitteln.

Für uns ist dieses Engagement ein starkes Vorbild, Verantwortung auch über den eigenen Bereich hinaus zu übernehmen – wie sie die Führungskräfte mit ihrem Einsatz an der Schule auch zeigten. Einige engagieren sich sogar über den konkreten Programmtag hinaus weiter an der Schule.

Zu Gesprächen über die verschiedenen Facetten von Verantwortung ging es am Nachmittag hinaus in die Stadt. Die Verantwortungsträger teilten ihre Sicht auf die Verantwortung,die sie jeweils für die Gesellschaft, für Mitarbeiter*innen und schließlich auch für Fehler übernehmen. Nicht zuletzt diskutierten die Führungskräfte auch darüber, woher die Motivation kommt, große Verantwortung zu übernehmen und wie es gelingt, Verantwortung abzugeben.

Wir danken allen Gesprächspartner*innen sowie den Beteiligten der Hermann-von-Helmholtz-Schule, dass wir zu Gast sein durften!

 

 

„Vertretungsstunde“: Auf Umwegen in die Werbe- und PR-Agentur

Eingetragen am 07.06.2017

7. Juni 2017 | By |

IMG_0832Am 2. Juni war wieder „Vertretungsstunde“ in der Neuköllner Zuckmayer-Schule. Carmen Vallero von der Peperoni Werbe- und PR-Agentur begann sie mit Fragen an die Schülerinnen und Schüler: wer ist in Berlin geboren, wer spricht welche Sprache, wer hat die meisten Geschwister oder: wer kann gut kochen? Dann erfuhr die Klasse anhand von richtigen und falschen Aussagen auf ausgeteilten Karten auch etwas mehr über die „Vertretungslehrerin“. Gerade das Raten machte allen Spaß –ist sie Polizistin, Lehrerin, Schauspielerin oder bei der Müllabfuhr? Fährt sie Fahrrad, Motorrad oder nur mit Chauffeur?

Carmen Vallero hat nach der Realschule eine Ausbildung in einem Rechtsanwaltsbüro in Niedersachsen absolviert. Sie verriet, dass ihre Noten nie gut waren und in ihrem Umfeld wenig Inspiration oder Vorbilder, um sich in der Schule mehr anzustrengen. Die ungeliebte Ausbildung hat ihr jedoch viel ermöglicht – z. B. das erste eigene Geld, um den Führerschein zu machen und zu verreisen. Als frischgebackene Rechtsanwalts-und Notargehilfin ging sie kurz vor Mauerfall nach Berlin, um weiter in dem erlernten Beruf zu arbeiten. Nach zwei Auslandsaufenthalten sattelte sie um und arbeitete als Sekretärin im Berlin Verlag, bewarb sich dann über den § 11 des Berliner Hochschulgesetzes an der Universität der Künste und konnte dort auch ohne Abitur Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation studieren. Nach einigen Jahren in einer Event-Agentur übernahm sie für die Deutsche AIDS-Hilfe die Öffentlichkeitsarbeit und war anschließend als Freiberuflerin für unterschiedliche Auftraggeber tätig. Heute arbeitet sie als Kommunikationsberaterin in der Peperoni Werbe- und PR-Agentur und betreut u. a. die Kampagnen der Berliner Stadtreinigung.

IMG_0831Besondere Aufmerksamkeit in der Klasse herrschte bei der Schilderung der eigenen Erlebnisse wie z. B. einer Veranstaltung mit der Bundeskanzlerin, der Arbeit mit Social Media, die Erfahrungen mit Praktikanten in der Agentur. Carmen Vallero ermunterte die Schüler vor allem, die vielen Möglichkeiten, die sich ihnen bieten, zu nutzen und sich über Ausbildungen zu informieren, den MSA anzustreben und sich immer vor Augen zu halten, dass jede Ausbildung ein guter Anfang ist, um in das Berufsleben einzusteigen. Schließlich ist auch ihre eigene Biografie ein Beispiel dafür, dass ein erlernter Beruf nicht für immer ist und man viel weiter kommen kann. Am Ende der Stunde wurde noch einmal diskutiert, warum und wann ein Beruf eigentlich „gut“ ist. Hier setzten die Schüler den Spaß an der Arbeit in einem guten Team an die erste Stelle – noch vor dem Geldverdienen. Und genau das wünschte die Vertretungslehrerin allen Schülerinnen und Schülern: Wer nicht aufgibt, kann Großes erreichen, es lohnt sich!

Vertretungsstunde – Was macht ein Lehrer für Erwachsene

Eingetragen am 12.04.2017

12. April 2017 | By |

IMG_5753

In unserem Projekt „Vertretungsstunde“ stellt monatlich eine Führungskraft aus unserem Netzwerk in der Zuckmayer-Schule im Neuköllner Rollbergviertel ihren beruflichen Werdegang und ihre aktuelle Tätigkeit vor. In der 9. Klasse haben alle Schüler*innen eine familiäre Migrationsgeschichte, die meisten Familien haben Wurzeln in der Türkei und arabischen Ländern. „Vertretungslehrer“ dieses Mal war unser Geschäftsführer Bernhard Heider, der u.a. vermittelte, dass auch Erwachsene noch lernen können und wollen.

Die schwierigste Frage war für ihn die eines Schülers auf die Aussage, dass heute nur noch halb so viele Kinder in Deutschland geboren werden wie in den 60er-Jahren:
„Warum kriegen die Deutschen denn keine Kinder mehr? Dann leben hier doch nur noch Ausländer irgendwann!“

Was hätten Sie auf die Frage geantwortet?

Premiere für „Vertretungsstunde“

Eingetragen am 28.02.2017

28. Februar 2017 | By |

Im Rahmen unseres Projektes „Vertretungsstunde“ besuchen Führungskräfte die Zuckmayer-Oberschule und geben dort in einer neunten Klasse auf der Basis ihrer Erfahrungen aus der beruflichen Praxis eine „Vertretungsstunde“ im WAT-Unterricht (Wirtschaft-Arbeit-Technik). Die Premiere am Pult gab als Vertretungslehrer Werner Gräßle, Präsident des Amtsgerichts Lichtenberg. Er gab Einblicke in die Arbeit am Gericht und stellte verschiedene Ausbildungsberufe vor. Dass er ursprünglich einmal Schreiner werden wollte und es auch mit einem nicht geradlinigen Lebenslauf zu der Position eines Gerichtspräsidenten geschafft hat, war für die Schüler*innen spannend. Sie interessierten sich dafür, ob er zufrieden mit seinem Beruf sei, obwohl er ursprünglich etwas anderes anvisiert hatte, und ob der Job anstrengend sei. Wie viel so ein Richter verdient, war natürlich auch von Interesse.

4415_Ausschnitt

Die Schüler*innen wollten aber auch wissen, wie eine Gerichtsverhandlung in der Realität abläuft und was es eigentlich neben Strafprozessen noch für Aufgaben gibt, mit denen sich Gerichte beschäftigen. Mit einem Beispiel über einen schwierigen Erbfall veranschaulichte Werner Gräßle die Aufgaben eines Zivilgerichts. Er erklärte auch, dass man als Richter manchmal sehr schwierige Entscheidungen treffen muss, wie beispielsweise, ob Kinder bei ihren Eltern bleiben können oder nicht.

Natürlich erfuhren die Schüler*innen auch, welche Ausbildungsberufe es in der Justiz gibt. Dort gibt es einen großen Mangel an Justizfachangestellten – ein Beruf, für den man sich mit einem Mittleren Schulabschluss (MSA) ausbilden lassen kann. Werner Gräßle erklärte hierbei, worin die Aufgaben in einem Praktikum bestehen und welche Bewerbungsfristen es gibt. Neben einem Beutel mit Infomaterial hatte er auch einen sehr konkreten praktischen Tipp für die Schüler*innen, die zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen werden: „Geht vorher auf die Website und informiert euch, um was es genau geht bei dem Beruf, für den ihr euch bewerbt.“

Die Schüler*innen erhalten nun monatlich Besuch von Führungskräften aus dem Netzwerk von Leadership Berlin, die als Perspektivgeber aus ihrem Beruf berichten, Ausbildungswege aufzeigen und ihre persönliche Arbeitsmotivation teilen. Mehr Informationen zum Projekt gibt es unter: http://leadership-berlin.de/vertretungsstunde/