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Start unserer muslimisch-schwul-lesbischen Dialogreihe mit Begegnung der beiden Gruppen in der Sehitlik-Moschee

Dienstag, den 28. April fand ein von uns organisierter Besuch einer Gruppe von Schwulen und Lesben in der Sehitlik-Moschee statt. Es begann mit einer Moscheeführung mit Ender Cetin (Vorstandsvorsitzender der Sehitlik-Moschee und Teilnehmer unseres Collaborative Leadership Programms 2015) und seiner Frau Pinar Cetin (Leiterin der Frauengruppe der Sehitlik-Moschee), darauf folgte eine Diskussionsveranstaltung zum Verhältnis von Islam und Homosexualität und den jeweiligen Diskriminierungserfahrungen und endete mit einem gemeinsamen Abendessen im Untergeschoss der Moschee.

Es war unseres Wissens das erste Mal in Deutschland, dass eine Gruppe der LGBTI-Community mit Voranmeldung eine solche Veranstaltung in einer Moschee wahrnahm.

Wir hatten eine solche Veranstaltung bereits für den 24. November 2014 geplant, diese mussten wir damals allerdings an anderen Ort verlegen, nachdem sie u.a. als Folge der enormen medialen Aufmerksamkeit seitens der Moschee abgesagt wurde.

Aus diesem Grund haben wir die gestrige Veranstaltung überschaubar gehalten: elf Schwule und eine Lesbe kamen mit acht Mitgliedern der Sehitlik-Moschee ins Gespräch. Die Veranstaltung kündigten wir erst am gleichen Tag den Medien an, sodass lediglich Tagesspiegel, Morgenpost, RBB und Siegessäule auch die Medienpräsenz überschaubar blieb.

Die Veranstaltung bildete den Auftakt zu einer von uns im Rahmen unseres Projektes meet2respect organisierten muslimisch-schwul-lesbischen Dialogreihe, bei der im kleinen Kreis Gesprächsrunden an verschiedenen Orten in der Stadt stattfinden werden.

Das Motto unseres Vereins lautet „begegne dem anderen“ – ganz in diesem Sinne versuchen wir beizutragen, eine Kluft zu schließen und durch Begegnungen zwischen Muslimen und Schwulen und Lesben gegenseitiges Vertrauen und Verständnis aufzubauen. Es geht uns um realen Dialog und Begegnungen und es handelt sich bei dem Verhältnis der beiden Gruppen zueinander um ein “zartes Pflänzchen”. Aus diesem Grund werden wir auch die kommenden Veranstaltungen in kleinem Rahmen halten und auch nur bei einigen der Termine Medien dazu einladen.

Wir werden allerdings ab und an auch an dieser Stelle darüber berichten und freuen uns, wenn wir mit der Dialogreihe sowohl einen Beitrag zum Abbau von Homophobie wie auch von Islamfeindlichkeit leisten können.

Vielen Dank an dieser Stelle an Ender und Pinar Cetin und die gestern teilnehmenden Gemeindemitglieder der Sehitlik-Moschee. Ihr seid echte Vorbilder!

Und vielen Dank an die sechs Teilnehmenden unseres jetzigen und früherer unserer Leadership Programme und die anderen sechs Teilnehmenden, die über den Völklinger Kreis, das SchwuZ, den Sonntagsclub und die Siegessäule kamen. Und vor allem herzlichen Dank an Daniel Worat, der sowohl bei uns wie auch im Völklinger Kreis im Vorstand mitwirkt und entscheidend zum Zustandekommen der Veranstaltung beigetragen hat!

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