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August 2018 - Leadership Berlin

Programmtag “Mut zum Handeln”

Eingetragen am 30.08.2018

30. August 2018 | By |

Wie können Führungskräfte denjenigen gesellschaftlichen Gruppen zu mehr Anerkennung verhelfen, die über keine starke Lobby verfügen?

Mit dieser Fragestellung starteten wir nach der Sommerpause mit den Teilnehmenden unseres Collaborative Leadership Programms in den Programmtag “Mut zum Handeln”.

Zu Gast waren wir bei den Berliner Werkstätten für Menschen mit Behinderung (BWB). Das Unternehmen bietet Arbeitsplätze und ermöglicht somit auch gesellschaftliche Teilhabe für Menschen mit Behinderungen, für die der erste Arbeitsmarkt keine Perspektive darstellt.

Gemäß unseres Mottos “begegne dem anderen” ermöglichten wir vor Ort einen Einblick in die Werkstätten und ein Gespräch mit den dortigen Beschäftigten, die für eine Vielzahl von Auftraggebern aus der Industrie und Wirtschaft praktische Arbeiten ausführen.

In einem Perspektivwechsel sprachen wir im Anschluss mit leitenden Angestellten der BWB, darunter Ulrich Hasenauer, Betriebsleiter, und Berni Jansen, Leiterin des Begleitenden Dienstes. Hierbei wurde unter anderem darüber diskutiert, wie für Beschäftigte der Werkstätten ein Wechsel in den freien Arbeitsmarkt gelingen kann und wie die BWB diesen begleitet. 60 Mal kam ein solcher Übergangsprozess bislang in den BWB vor.

Am Nachmittag tauchten die Führungskrfäte in weitere Fragestellungen aus der gesellschaftlichen Realität ein: In Kleingruppen besuchten sie gemeinnützige Organisationen und thematisierten Fragen und Problemstellungen, die diese zivilgesellschaftlichen Akteure bewegen. Dabei wurden so unterschiedliche Themen wie Anti-Ziganismus, die Situtation von Hebammen und Geburtshäusern, die Arbeit mit Tätern im Bereich sexuellen Missbrauchs, Islamfeindlichkeit sowie Arbeit mit Sterben, Tod und Trauer besprochen.

Wir danken allen Gastgeber*innen und Beteiligten für das Engagement im Programmtag. Wir ermutigen im Sinne des Programmtag-Mottos dazu, die Denkanstöße aufzugreifen und, wo immer möglich, zu handeln und Anliegen weiterzutragen.

 

Programmtag zu Netzwerken

Eingetragen am 17.08.2018

17. August 2018 | By |

Der Aufbau und die Pflege von Netzwerken gehört nicht nur zum Handwerkszeug in vielen Führungspositionen, in denen der Austausch mit externen Stakeholdern relevant ist – die Erweiterung des eigenen Netzwerks ist für so manche der Teilnehmenden unserer Leadership Programme willkommener Nebenaspekt bis hin zu einer maßgeblichen Motivation zur Teilnahme an unseren Programmformaten.

So widmeten wir auch den Programmtag unseres Collaborative Leadership Programms mit 36 Berliner Führungskräften im August diesem Thema, in dem wir den Teilnehmenden einen Austausch zu den unterschiedlichsten Facetten von Netzwerken ermöglichten. Gastgeber unseres Programmtages war Thomas Liljeberg-Markuse, Geschäftsführer des Freizeit- und Erholungszentrums (FEZ) Wuhlheide, der nicht nur in einer Führung spannende Einblicke in den 13.000 qm umfassenden Gebäudekomplex bot, sondern auch konkret schilderte, wie es seinen Vorgängern und ihm gelang, das als Pionierpalast Ernst Thälmann errichtete Zentrum für Kinder und Jugendliche mittels heterogener Netzwerke in der Nachwendezeit neu aufzustellen und seine Finanzierung und die von jährlich 750.000 Menschen besuchten Angebote und Veranstaltungen zu sichern und zu entwickeln.

In Kleingruppengesprächen hatten unsere Teilnehmenden darüber hinaus die Möglichkeit, mit drei Expert*innen im Netzwerken über ihre Sicht, Motivation und Strategien auf Netzwerke zu besprechen. Dies war zum Einen Claudia Große-Leege, die aus der Industrie kommend als Geschäftsführerin zunächst den Verband der Unternehmerinnen leitete und heute den Verein Berliner Kaufleute und Industrieller führt, eine Wirtschafts-Vereinigung mit 140jähriger Geschichte und 2300 Mitgliedern, zu denen übrigens auch Leadership Berlin zählt. Die Aspekte vom Aufbau von Netzwerken und der Gründung von Organisationsformen beleuchtete der Umwelt-Aktivist Heinrich Strößenreuther, der zunächst den Berliner Volksentscheid Fahrrad initiierte, dann die NGO „German Zero“ gründete und in diesem Jahr in die CDU eintrat und dort innerhalb kürzester Zeit die Gruppierung Klima-Union aufbaute, zu deren Mitgliedern mittlerweile u.a. Peter Altmaier und Anja Karliczek gehören. Über eine besonders breite Vielfalt an unterschiedlichen Netzwerken hatten unsere Teilnehmenden außerdem Gelegenheit, mit Hans Eike von Oppeln-Bronikowski zu sprechen, der sich ehrenamtich aktuell u.a. als Vorstandsvorsitzender der Stiftung Rotary Club Berlin-Humboldt, Geschäftsführender Direktor des Vergabeausschusses des Bundesverbands Deutscher Stiftungen, Vorstandsvorsitzender der „Ruck – Stiftung des Aufbruchs“, Aufsichtsratsvorsitzender der „Hugo Tempelman Stiftung“, Aufsichtsrat der „Heinz und Heide Dürr Stiftung“, Vorstand des Vereins der Baden-Württemberger in Berlin e. V., Kurator des Innovationsforums Ost und als Gründungsmitglied des Fördervereins „Zukunft Konzerthaus“ engagiert.

Im Austausch mit den Gesprächspartner*innen wie auch untereinander in unterschiedlichen Formaten hatten die Teilnehmenden Gelegenheit, über den Unterschied von „Netzwerken“ und „Seilschaften“ zu diskutieren, das eigene Netzwerk zu reflektieren und sich der Fragestellung zu widmen, ob und in welcher Weise man seine Netzwerke bzw. die der eigenen Organisation evtl. erweitern und nutzen sollte. In jedem Fall gab es großen Enthusiasmus für das heterogene Leadership-Netzwerk, welches die Teilnehmenden auch in Zukunft mitgestalten möchten.

Wir danken allen Beteiligten für den spannenden Austausch und freuen uns auf den kommenden Programmtag, mit dem wir bei unserem juristischen Mitglied, dem Evangelischen Diakonieverein Zehlendorf, zu Gast sein werden.