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Programmtag zu Erfolgskriterien und Handlungsspielräumen

Erfolgskriterien und Handlungsspielräume in unterschiedlichen Kontexten widmeten sich die 36 Teilnehmenden unseres Leadership Jahresprogramms zu unserem Programmtag „Spielräume der Macht ausschöpfen – Strategien entwickeln“. Ob mit
– Thomas Englberger, Geschäftsführer der Arena Berlin Betriebs GmbH,
– Soheil Mirpour, Vorstand des milliarden-schweren Internet-Inkubators Rocket Internet
– unserem Vorstandsmitglied Nadine Evers, bis letztes Jahr Geschäftsführerin der Open Knowledge Foundation und heute Senior Special Consultant bei Roland Berger,

oder in Kleingruppen über den eigenen Arbeitskontext tauschten sich die Teilnehmenden über die jeweiligen Erfolgskriterien, Handlungsspielräume und Strategien aus. Klar wurde dabei, dass es nicht DAS Patentrezept für Erfolg gibt, sondern dass es vielmehr darum geht, Chancen – gerade auch in Krisen oder bei besonderen Herausforderungen – zu erkennen und zu nutzen und dass der Blick von außen und ein breites Netzwerk dabei sehr hilfreich sein können.

Während der Begriff „Macht“ im deutschen Sprachraum eher negativ und restriktiv besetzt ist, widmeten wir uns dabei vor allem dem konstruktiven Aspekt des „Machens“ und wie Akteur*innen darin erfolgreich sein können, ihre Handlungsspielräume zu erweitern und erfolgreich zu sein. In Zeiten, in denen TESLA mehr wert ist als VW, Daimler und BMW zusammen bzw. in denen die „New Economy“ in vielen Bereichen die „Old Economy“ herausfordert und zum Teil „alt aussehen lässt“, hatten unsere 36 Teilnehmenden am Nachmittag Gelegenheit, sich in Kleingruppen mit 5 Start-Ups über deren Konzepte und Strategien auszutauschen und deren Erfolgsperspektiven zu diskutieren. Unser Dank geht an:

– Franziska Michel, Gründerin von Yoona Technology, die mit einer Software Modeketten die Optimierung bei der Gestaltung und Anpassung von Kollektionen anbietet

– Daniil Belazovschi und Dario Kniesel, Gründer der Kitanauten, die mit einem zugeschnittenen Vermittlungsangebot dem Fachkräftemangel in Kitas entgegenwirken

– Tim Wegner, Mit-Gründer von Workist, das Lösungen entwickelt hat, operative Geschäftsprozesse zu automatisieren und innovative Teamarbeit zwischen Mensch und KI-Algorithmus zu ermöglichen

– Anja Ring, die innovative Raumnutzungsstrategien zur optimalen Nutzung von Wohnflächen der beständigen Erweiterung von Wohnflächen entgegensetzt und

– Daniele Berardo, Mitgründer von Energenious, die eine Software-Lösung für autarke, dezentrale Energieversorgung entwickelt haben

, dass sie ihre Geschäftsmodelle mit unseren Teilnehmenden diskutiert haben. Auch und gerade weil in der anschließenden Reflexionsrunde viele unserer „arrivierten“ Führungskräfte sich entweder nicht anmaßen wollten, über die jeweiligen Erfolgsaussichten eine Aussage treffen zu können bzw. den jeweiligen Unternehmungen mitunter auch Bedenken entgegenbrachten, so wurde der „Kultur-Unterschied“ zwischen den mitunter großen „Tankern“ unserer Teilnehmenden mit all ihren Größenvorteilen und – Nachteilen und den kleinen, flexiblen Gründungsinitiativen deutlich. Dies bot eine gute Inspiration,  darüber nachzudenken, ob und wie mehr Innovationskraft und Flexibilität in den eigenen Organisationen erreicht werden könnte.

Technologische Aspekte bot der Programmtag nicht nur im Hinblick auf die von den Gründer*innen vorgestellten Geschäftskonzepte, sondern auch in der Umsetzung. In Anbetracht der zunehmenden Zahl an Covid-19-Infektionen setzten wir den Programmtag „hybrid“ um und ermöglichten Teilnehmenden, die aufgrund von Krankheitssymptomen oder aus Vorsicht oder Unternehmensvorgaben nicht physisch teilnehmen konnten eine virtuelle Teilnahme, indem sie per Bildschirm, Lautsprechern und Raum-Mikrofonen zugeschaltet waren. Unser besonderer Dank geht an Thomas Englberger, den Geschäftsführer der Arena, der trotz der angespannten Wirtschaftslage seines Unternehmen, das bislang in der Corona-Krise bis auf Kurzarbeitergeld keine öffentlichen Hilfen erhalten hat, eine Durchführung unter Einhaltung der Abstandsgebote mit 5 Tisch-Inseln im Glashaus der Arena ermöglichte und den Teilnehmenden in Kleingruppen Einblicke in das 22.000 qm umfassende Veranstaltungs-Areal inkl. Badeschiff, Club und Messehalle, in der am darauffolgenden Tag die deGUT (Deutsche Gründer- und Unternehmertage) begann, bot.

Wir drücken der Arena und den Beschäftigten die Daumen, dass sie gut durch die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise kommen und hoffen, dass diese einzigartige Location Berlin erhalten bleibt! Und natürlich wünschen wir auch den Gründer*innen viel Erfolg und freuen uns, unseren Teilnehmenden über die weitere Entwicklung der Gründungen in einigen Monaten berichten zu können.