Image Image Image Image Image Image Image Image Image

November 2021 - Leadership Berlin

Erste Durchführung unseres Seniors4Juniors-Programms

Eingetragen am 26.11.2021

26. November 2021 | By |

In unserem Netzwerk erleben wir es beständig:
auf der einen Seite wachsen Führungspersönlichkeiten aus ihrer aktiven Berufstätigkeit heraus und wechseln in “die dritte Lebensphase”. Andererseits wachsen Nachwuchsführungskräfte in Führungspositionen hinein.

Dies veranlasste uns, neben unserem etablierten Jahresprogramm für Führungskräfte vorrangig der ersten und zweiten Führungsebene aus Senatsverwaltungen, Unternehmen und gemeinnützigen Organisationen nun auch ein Format für Nachwuchsführungskräfte (max. 2 Jahre Führungserfahrung) aufzulegen, bei dem diese von den Erfahrungen ehemaliger Führungskräfte profitieren können.

Unter dem Namen “Seniors4Juniors” brachten Bernhard Heider, Geschäftsführer von Leadership Berlin und Dr. Anke Bytomski-Guerrier, Geschäftsführerin von Leadership Brandenburg in der Woche vom 8. bis 12. November 2021 im Hotel Haus Chorin 13 Nachwuchsführungskräfte in einen konstruktiven Austausch mit 12 Senior-Führungskräften und 5 aktiven Führungskräften aus unserem Mitgliederkreis. In Kleingruppengesprächen zu Themen wie der Gestaltung von Veränderungsprozessen, Gesprächsführung, Konfliktmanagement, Prozess-Optimierung, Mitarbeitermotivation, Team-Entwicklung und Frauen in Führungspositionen hatten die Nachwuchs-Führungskräfte die Gelegenheit, sich mit erfahrenen, langjährigen Führungskräften auszutauschen und die Themen in Kleingruppen zu reflektieren.

Aletta Gräfin von Hardenberg, die nach einer langjährigen Karriere bei der Deutschen Bank die Charta der Vielfalt gründete, im Gespräch mit Teilnehmerinnen des Nachwuchsführungskräfteprogramms

Unserer besonderer Dank geht an die Senior-Führungskräfte und alle aus unserem Mitgliederkreis, die sich bereiterklärt haben, im Anschluss an das Programm für ein Mentoring zur Verfügung zu stehen. Ebenso danken wir den Teilnehmenden für die schöne gemeinsame Zeit, in der manche auch außerhalb des Programms beim morgendlichen Eisbaden im See oder Karaoke-Abend über sich hinausgewachsen sind!

Das Seniors4Juniors-Programm wird zukünftig ein fester Bestandteil unserer Programm-Angebote.

Dietrich Neumann, ehemals Managing Director des Zentraleuropageschäfts von Kearney im Gespräch mit Teilnehmerinnen des Programms


Hier die Rückmeldungen der Teilnehmenden auf den Mehrwert des Programms für sie:


„Der intensive Austausch mit den anderen Teilnehmer*innen und den externen Expert*innen hat mich inspiriert und bestärkt, weiter meinen eigenen Weg zu finden. Ich gehe mit viel Kraft und mutiger aus den 5 Tagen und habe Lust, weiter Sachen auszuprobieren.“
Ulrike Kallee, Abteilungsleiterin Stoffe und Technologien beim BUND

„Die Teilnahme brachte mir einen erstaunlichen Mehrwert für mich als Person, beruflich sowie persönlich. Der Austausch mit erfahrenen und anderen jungen Führungskräften war inspirierend und hat mir viel gebracht. Ich bin mir sicher, dieses Netzwerk wird lange einen Mehrwert bilden und mich bei meiner Entwicklung begleiten und bereichern.“
Anna Wilde, Gruppenleiterin Vorbereitende Bauleitplanung des Bezirksamt Pankow

„Das Programm war ein gewinnbringender Austausch über Führungsstile, Umgang mit Situationen, Themen und Menschen sowie deren Hintergründe. Ein schnellerer Netzwerkaufbau war dank des Zusammenbringens faszinierender, offener Charaktere kaum möglich.“
Tobias Doßmann, Leiter Netzdokumentation der NBB Netzgesellschaft Berlin-Brandenburg

„Eine fantastische Möglichkeit, sein Führungsverhalten zu reflektieren und weiterzuentwickeln und um neue Perspektiven einzunehmen. Inspirierende und motivierende Gesprächspartner sowohl auf Seiten der Teilnehmenden und Seminarleitenden als auch auf Seiten der Seniors.“
Dr. Johannes Kleine, Projektleiter Team Automotiv in Frankfurt/Oder der Bundesagentur für Arbeit

„Genau das, was ich – ohne es vorher zu wissen – jetzt nach 1,5 Jahren Führungstätigkeit und -erfahrung gebraucht habe! Genau das richtige Konzept zum Transfer für die Resonanz und Verankerung von Wissen, Praxishandeln, Reflexion, Vorbildlernen, kollegialem Austausch, Vernetzung und sozialer Unterstützung und Talking in einer unbeschreiblich wertvollen und bereichernden Gruppe!“
Anke Blaschka, Leiterin des Fachbereichs Kindertagesbetreuung und Frühe Bildung des Sozialpädagogischen Fortbildungsinstituts Berlin-Brandenburg

„Das Programm ist toll aufgebaut und bietet die Chance auf sehr guten, nützlichen und interessanten Austausch. Wir konnten hier als Individuen und als Gruppe sehr viel lernen und für die Zukunft mitnehmen. Sowohl die Anleiter*innen, als auch die Gäste und die Gruppen waren fantastisch!“
Clemens Müller, Stellvertretender Einrichtungsleiter/Psychologe des Panorama Nord – Wohnheim für Wohnungslose

„Die Zeit empfand ich als intensiv und das ist sehr schön. Eine tolle Zeit, Ort, Persönlichkeiten und Austausch. Ich gehe gestärkt heraus und nehme viele Anwendungsmöglichkeiten und zwischenmenschliche Erfahrungen mit.“
Tina Lüderitz, Leitung der Technischen Verwaltung des Stadtentwicklungsamtes des Bezirksamt Pankow

„Die Einblicke in die strukturelle Vielfalt Berlins und den sich daraus ergebenden Herausforderungen und Führungsanforderungen sind essentiell für jeden, der wirklich an der Stadt der Zukunft mitarbeiten möchte. Ich sage von Herzen Danke!“
Carolin Fürst, agile Stakeholderin von The Future Living


„Es war eine intensive Woche in der ich viel über Zusammenarbeit, Führung und auch mich selbst gelernt habe. Von Methoden-Inputs über Senior-Gespräche und den Karaoke-Abend hat alles dazu beigetragen. Ein tolles Programm!“

Annabel Motzkus, Gruppenleiterin Qualitätssicherung bei Stromnetz Berlin

„Durch das Programm konnte ich meine Sicht auf diverse Themen verdeutlichen. Weiterhin habe ich viele Impulse für meine zukünftigen Arbeiten erhalten. Die Moderatoren sowie Experten haben, durch viel Freude, Erfahrung und Enthusiasmus, Stimmung und Schwung in den Workshop gebracht, sodass dieser zu jeder Zeit viel Spaß gemacht hat.“
Daniela Ulrich, Leitung Stationsbau bei Stromnetz Berlin

„Das Programm war viel mehr als nur allgemeine Inputs: Die erfahrenen, erfolgreichen Führungskräfte haben eine Vielfalt an Herausforderungen und Lösungen aufgezeigt, die zur Reflektion und zum wichtigsten Puzzlestück beitragen – die eigene, authentische Haltung als Führungskraft.”
Nicola Meyer, Stellvertretende Geschäftsführerin von Wassertor e.V.

Das Leben Draußen – politische Bildung im Strafvollzug

Eingetragen am 16.11.2021

16. November 2021 | By |

In Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung bringt Leadership Berlin regelmäßig Berliner Führungskräfte mit straffälliggewordenen Frauen, die in der sozialtherapeutischen Anstalt (SothA) inhaftiert sind, zu gesellschaftspolitischen Themen und Fragestellungen in den Austausch.

v.l.n.r.: Klaus Baumeister, Rechtsanwalt und mitwirkender Jurist in dem Projekt Das Leben Draußen; Sabine Hüdepohl, betreuende Psychologin und Einrichtungsleiterin der SothA; Ruth Eichholz, Mitarbeiterin der SothA; Andreas Scholz-Fleischmann, stellv. Aufsichtsratsvorsitzender bei S.O.S Kinderdörfer

Nach einer längeren Projektpause, die zum einen den Corona-Schutzmaßnahmen, gleichzeitig aber auch den Umbaumaßnahmen in der Sozialtherapeutischen Anstalt Neuköllns geschuldet war, fand der erste Anschluss-Termin in der vorübergehenden Unterbringung (bis zur Fertigstellung der Baumaßnahmen) in der JVA für Frauen in Reinickendorf statt.

Auf Wunsch der Frauen (bei Erstellung der Projektskizze noch in etwas anderer Zusammensetzung), war auch das sehr weit gefasste gesellschaftliche Thema “Familie” auf die Agenda gesetzt worden. Ein Thema, das für die meisten Inhaftierten kein unbefangenes ist. Einen ersten Termin hatte es dazu bereits gegeben: Ali Fahimi, stellv. Referatsleiter im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hatte mit den Frauen einen emotionalen Austausch über staatliche Familienhilfe. Besonders im Nachgang zu dem Termin gab es unter den Frauen noch viel Gesprächsbedarf.

Die Diskussion sollte um die Non-Profit Perspektive ergänzt werden. Dazu berichtete Andreas Scholz-Fleischmann, stellv. Aufsichtsratsvorsitzender bei S.O.S. Kinderdörfer über die Arbeit des Vereins. Ergänzt wurden seine Ausführungen durch einen juristischen Input von Klaus Baumeister. Bemerkenswert ist, dass ein Teil der Frauen selbst Inobhutnahmen erlebt hat und in Pflegefamilien groß geworden ist, fast alle haben selber Kinder, die während ihrer Inhaftierung bei anderen Menschen leben. Die Frage nach der Feststellung und Bewertung des Kindeswohls ist in diesem Kreis also keine rein gesellschaftspolitische, sondern gleichzeitig eine ganz persönliche.

Viele Frauen zeigten sich beindruckt von dem Engagement, dass die Kinderdorf-Mütter mitbringen. So fühlte sich sogar eine Frau im Rentenalter inspiriert, nach ihrer Entlassung zum Ende des Jahres eine ehrenamtliche Tätigkeit aufzugreifen und sich so in die Gesellschaft einzubringen.

Wir danken Andreas Scholz-Fleischmann und Klaus Baumeister für die spannende Einblicke und Sabine Hüdepohl und Ruth Eichholz für die Organisation. Besonders möchten wir auch den Frauen für ihre Offenheit und das Interesse danken.