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Dezember 2021 - Leadership Berlin

Leadership Talk mit Simon Batt-Nauerz, AeroGround Berlin

Eingetragen am 22.12.2021

22. Dezember 2021 | By |

Zu unserem Leadership Talk im Januar treffen wir Simon Batt-Nauerz, Geschäftsführer bei AeroGround Berlin GmbH.

Thema: Blick hinter die Kulissen am BER

Zeit: Mittwoch, der 05. Januar 2022, 18.30 – 20.00 Uhr

Ort: Der Termin findet aufgrund der Corona Pandemie digital via Zoom statt, die Zugangsdaten werden mit der Zusage verschickt

Zu unserem Leadership Talk im Januar treffen wir Simon Batt-Nauerz, Geschäftsführer bei AeroGround Berlin GmbH

Zum Thema des Leadership-Talks:

Der Berliner BER war die letzten Jahre vor allem mit schlechten Schlagzeilen in den Medien. Wie kann es Simon Batt-Nauerz und Aeroground Berlin gelingen, entgegen dieses Rufs ein attraktives Arbeitgeberbild zu zeichnen? Wie kann die Motivation von Mitarbeitenden im unteren Lohnsegment aufrecht erhalten werden und wie können Menschen mit geringer Qualifikation dabei unterstützt werden, den Übergang in die Arbeitswelt erfolgreich zu meistern? Leadership Berlin lädt ein, gemeinsam mit Simon Batt-Nauerz am Beispiel des größten Bodenabfertigers Berlins über Personalführung von Beschäftigten im unteren Lohn- und Bildungs-Niveau und den Umgang mit Krankenstand und Minderleistung zu diskutieren.

Zu Aeroground Berlin und dem Gesprächspartner Simon Batt-Nauerz:

Aeroground Berlin GmbH ist eine hundertprozentige Tochter der „Aerogrund Flughafen München“, die wiederum zu hundert Prozent im Besitz der Flughafen München GmbH ist – also der Betreibergesellschaft des Münchner Flughafens. Die Mehrheit hält dort der Freistaat Bayern, Teile gehören aber auch der Landeshauptstadt München und der Bundesrepublik Deutschland. Der Bodendienstleister ist mit knapp 600 Mitarbeitenden Marktführer am BER. Er kümmert sich unter anderem um die Flugzeug- und Gepäckabfertigung, den Passagier-Check-In, Sonderbetreuung an den Flughäfen und das Ticketing. Die Mitarbeitenden sind also für den reibungslosen Ablauf der Flugzeugabfertigung zuständig und tragen dafür Sorge, dass Passagiere ihre Koffer pünktlich entgegen nehmen können, Flugzeuge mit Frischwasser versorgt sind oder Passagiere und Crews zu ihrem Flug transportiert werden. Das Unternehmen soll allein für die Lufthansa-Gruppe 20.000 bis 30.000 Flüge jährlich abfertigen. Dazu gehören neben klassischen Lufthansa-Flügen auch die Flüge der Töchter Eurowings, Swiss, Austrian Airlines und Brussels.

Simon Batt-Nauerz ist seit 2018 Geschäftsführer der AeroGround Berlin GmbH. Zuvor war der 37-jährige für die ALBA Group tätig, zuletzt als Geschäftsführer und Regionalleiter für Niedersachsen und Sachsen-Anhalt.

Simon Batt-Nauerz leitet ehrenamtlich den Mobilitätsausschuss des VBKI mit dem Kernthema: „New Mobility – Die mobile Zukunft unserer Stadt“.

Weitere Infos: www.munich-airport.de/aeroground

Rahmenbedingungen:

Wir freuen uns über eine vielseitig zusammengesetzte Gruppe und einen für alle Beteiligten erkenntnisreichen Austausch. Das Treffen findet wie alle unsere Leadership-Talks unter Chatham House Vertraulichkeitsregel statt und alle Beteiligten geben mit ihrer Teilnahme eine Fotoerlaubnis.

Aufgrund der Corona-Situation findet der Termin nicht als Präsenzveranstaltung, sondern digital via Zoom statt. Mitglieder haben bei der Besetzung der Plätze Vorrang. Wer noch kein Mitglied ist und dies ändern möchte, kann dies mit dem Ausfüllen eines Mitgliedsantrags tun. Die Teilnahme am Leadership Talk ist kostenfrei.

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Sollte es zu Problemen bei der Anmeldung über das Formular kommen, kann das an Ihren Sicherheitseinstellungen liegen. Bitte senden Sie in diesem Fall einen Screenshot der Eintragung an tabea.perger@leadership-berlin.de

Nächster Programmstart für Nachwuchs-Führungskräfte am 9.Mai

Eingetragen am 20.12.2021

20. Dezember 2021 | By |

Erfahrungswissen spielt auch beim Thema Führung eine große Rolle. Ob es um positive und negative Vorbilder geht, den Umgang mit Zielkonflikten, die Gestaltung von Veränderungsprozessen oder auch die Motivation von Mitarbeitenden und den Umgang mit Minderleistungen – der Weg zur und als Führungskraft beinhaltet jede Menge Erfahrungen, aus denen Führungskräfte ihre Kompetenzen erweitern.

Mit unserem Format „Seniors4Juniors“ bringt Leadership Berlin – Netzwerk Verantwortung e.V. Nachwuchsführungskräfte mit maximal zweijähriger Führungserfahrung mit senioren ehemaligen Führungskräften zusammen, um im Austausch mit deren Erfahrungen eigene Kompetenzen aufzubauen und zu erweitern.

Zeit: Einwöchiges Leadership-Kompakt-Programm von Montag, den 09. Mai bis Freitag, den 13. Mai 2022 (inkl. Übernachtungen)
Ort: Hotel Haus Chorin, (ca. eine Stunde nordöstlich von Berlin)
Kosten: 2.500 Euro inkl. Unterkunft und Verpflegung

Klaus Baumeister, ehemals u.a. Hauptgeschäftsführer von rbb media und Justiziar von rbb und WDR und Tabea Perger, Geschäftsführerin und Moderatorin bei Leadership Berlin

In dem Programm berichten die senioren Führungskräfte „aus dem Nähkästchen“ über ihren Karriere- und Führungsweg, welche Herausforderungen sich ihnen dabei gestellt haben und wie sie diese bewältigt haben. Das Programm besteht aus offenen Gesprächen im Workshop-Charakter zwischen den Nachwuchs- und den senioren Führungskräften, aber auch aus Austauschformaten innerhalb der Gruppe der Nachwuchs-Führungskräfte.

Dazu zählen Aspekte wie:

  • Gesprächsführung und Verhandlungsgeschick
  • Konfliktmanagement, Feedback und Kritikkultur
  • Motivation von Mitarbeiter*innen
  • Teamentwicklung (Visionsarbeit, Strategien entwickeln, Ziele setzen, Zusammenhalt fördern)
  • Optimierung von Prozessen /Organisationsstruktur
  • Veränderungsprozesse gestalten / Change Management
  • Empowerment: sich selbst stärker / strenger / konsequenter positionieren
  • Erfahrungsaustausch zu weiblicher und männlicher Führung bzw. Führung von Männern versus Führung von Frauen

Darüber hinaus werden von den Moderator*innen Bernhard Heider und Tabea Perger (beide Geschäftsführer von Leadership Berlin) und Dr. Anke Bytomski-Guerrier (Geschäftsführerin von Leadership Brandenburg) Methoden wie Kollegiale Beratung und Mikrowerkzeuge (Workhacks) für den Führungskräftealltag vermittelt und ein Austausch über Führung in unterschiedlichen Kontexten moderiert.

Beide Gruppen sind heterogen zusammengesetzt mit Führungskräften aus dem privatwirtschaftlichen, öffentlichen und gemeinnützigen Bereich, und ermöglichen darüber einen breiten Erkenntnisgewinn und eine interdisziplinäre Vernetzung. Die in der Programmwoche aufgebauten Kompetenzen sollen durch Möglichkeiten des Mentorings durch die senioren Führungskräfte wie auch des Peer-Coaching der Nachwuchs-Führungskräfte untereinander erweitert werden.

Wir freuen uns u.a. über folgende seniore Gesprächspartner*innen:

  • Winfriede Schreiber, ehemals u.a. Präsidentin des Verwaltungsgerichts Cottbus, Polizeipräsidentin für Ost-Brandenburg und Leiterin des Brandenburger Verfassungsschutzes
  • Aletta Gräfin von Hardenberg, ehemalige Geschäftsführerin der von ihr gegründeten Charta der Vielfalt, die über 3.900 Unternehmen und Institutionen mit insgesamt 14 Millionen Beschäftigten unterzeichnet haben
  • Vera Gäde-Butzlaff, ehemals u.a. Vorstandsvorsitzende der GASAG, der BSR und Aufsichtsratsvorsitzende von Vivantes
  • Andreas Scholz-Fleischmann, ehemals u.a. Personalvorstand der BSR und Vorstandsvorsitzender der Berliner Bäderbetriebe
  • Bernd Schachtsiek, der zahlreiche von ihm gegründeter oder übernommener Unternehmen in der Erwachsenenbildung, Unternehmenskommunikation, Druckgewerbe, Lebensmittel, Immobilien führte und u.a. Präsident des Europäischen Fernschulverbandes EADL und Vorsitzender des Völklinger Kreises war
  • Dietrich Neumann, ehemals Managing Director das Zentraleuropageschäft von Kearney und Leiter des Beratungsbereiches Energiewirtschaft in Deutschland, Österreich und der Schweiz
  • Klaus Baumeister, ehemals u.a. Hauptgeschäftsführer von rbb media und Justiziar von rbb und WDR
    u.a.

    Die Teilnehmergruppe der Nachwuchsführungskräfte ist begrenzt auf 18 Teilnehmer*innen und wir werden wie bei der erstmaligen Durchführung im Herbst 2021 den Teilnehmenden im Anschluss wieder ein Mentoring mit quartalsweisen Treffen mit jemandem aus den ca. 20 hierzu zur Verfügung stehenden senioren Führungskräften anbieten.


    >>>> Anmeldeformular<<<<<

Hier die Rückmeldungen der Teilnehmenden des Programms aus Herbst 2021 über den Mehrwert des Programms für sie:


„Der intensive Austausch mit den anderen Teilnehmer*innen und den externen Expert*innen hat mich inspiriert und bestärkt, weiter meinen eigenen Weg zu finden. Ich gehe mit viel Kraft und mutiger aus den 5 Tagen und habe Lust, weiter Sachen auszuprobieren.“
Ulrike Kallee, Abteilungsleiterin Stoffe und Technologien beim BUND

„Die Teilnahme brachte mir einen erstaunlichen Mehrwert für mich als Person, beruflich sowie persönlich. Der Austausch mit erfahrenen und anderen jungen Führungskräften war inspirierend und hat mir viel gebracht. Ich bin mir sicher, dieses Netzwerk wird lange einen Mehrwert bilden und mich bei meiner Entwicklung begleiten und bereichern.“
Anna Wilde, Gruppenleiterin Vorbereitende Bauleitplanung des Bezirksamt Pankow

„Das Programm war ein gewinnbringender Austausch über Führungsstile, Umgang mit Situationen, Themen und Menschen sowie deren Hintergründe. Ein schnellerer Netzwerkaufbau war dank des Zusammenbringens faszinierender, offener Charaktere kaum möglich.“
Tobias Doßmann, Leiter Netzdokumentation der NBB Netzgesellschaft Berlin-Brandenburg

„Eine fantastische Möglichkeit, sein Führungsverhalten zu reflektieren und weiterzuentwickeln und um neue Perspektiven einzunehmen. Inspirierende und motivierende Gesprächspartner sowohl auf Seiten der Teilnehmenden und Seminarleitenden als auch auf Seiten der Seniors.“
Dr. Johannes Kleine, Projektleiter Team Automotiv in Frankfurt/Oder der Bundesagentur für Arbeit

„Genau das, was ich – ohne es vorher zu wissen – jetzt nach 1,5 Jahren Führungstätigkeit und -erfahrung gebraucht habe! Genau das richtige Konzept zum Transfer für die Resonanz und Verankerung von Wissen, Praxishandeln, Reflexion, Vorbildlernen, kollegialem Austausch, Vernetzung und sozialer Unterstützung und Talking in einer unbeschreiblich wertvollen und bereichernden Gruppe!“
Anke Blaschka, Leiterin des Fachbereichs Kindertagesbetreuung und Frühe Bildung des Sozialpädagogischen Fortbildungsinstituts Berlin-Brandenburg

„Das Programm ist toll aufgebaut und bietet die Chance auf sehr guten, nützlichen und interessanten Austausch. Wir konnten hier als Individuen und als Gruppe sehr viel lernen und für die Zukunft mitnehmen. Sowohl die Anleiter*innen, als auch die Gäste und die Gruppen waren fantastisch!“
Clemens Müller, Stellvertretender Einrichtungsleiter/Psychologe des Panorama Nord – Wohnheim für Wohnungslose

„Die Zeit empfand ich als intensiv und das ist sehr schön. Eine tolle Zeit, Ort, Persönlichkeiten und Austausch. Ich gehe gestärkt heraus und nehme viele Anwendungsmöglichkeiten und zwischenmenschliche Erfahrungen mit.“
Tina Lüderitz, Leitung der Technischen Verwaltung des Stadtentwicklungsamtes des Bezirksamt Pankow

„Die Einblicke in die strukturelle Vielfalt Berlins und den sich daraus ergebenden Herausforderungen und Führungsanforderungen sind essentiell für jeden, der wirklich an der Stadt der Zukunft mitarbeiten möchte. Ich sage von Herzen Danke!“
Carolin Fürst, agile Stakeholderin von The Future Living

„Es war eine intensive Woche in der ich viel über Zusammenarbeit, Führung und auch mich selbst gelernt habe. Von Methoden-Inputs über Senior-Gespräche und den Karaoke-Abend hat alles dazu beigetragen. Ein tolles Programm!“

Annabel Motzkus, Gruppenleiterin Qualitätssicherung bei Stromnetz Berlin

„Durch das Programm konnte ich meine Sicht auf diverse Themen verdeutlichen. Weiterhin habe ich viele Impulse für meine zukünftigen Arbeiten erhalten. Die Moderatoren sowie Experten haben, durch viel Freude, Erfahrung und Enthusiasmus, Stimmung und Schwung in den Workshop gebracht, sodass dieser zu jeder Zeit viel Spaß gemacht hat.“
Daniela Ulrich, Leitung Stationsbau bei Stromnetz Berlin

„Das Programm war viel mehr als nur allgemeine Inputs: Die erfahrenen, erfolgreichen Führungskräfte haben eine Vielfalt an Herausforderungen und Lösungen aufgezeigt, die zur Reflektion und zum wichtigsten Puzzlestück beitragen – die eigene, authentische Haltung als Führungskraft.”
Nicola Meyer, Stellvertretende Geschäftsführerin von Wassertor e.V.

Leadership DISKURS zum Thema Covid-19 Impfung

Eingetragen am 06.12.2021

6. Dezember 2021 | By |

In unserem neuen Format “Leadership Diskurs” eröffnen wir Diskursräume zwischen Menschen, die unterschiedliche, konträre Positionen vertreten. Unsere erste Durchführung soll einen Diskurs zwischen Menschen, die sich für und die sich gegen eine eigene Impfung gegen Covid-19 entschieden haben, stattfinden. Auch und gerade weil dieser Diskurs hochemotionalisiert ist, die Positionen sich zusehens verhärten und viele einen solchen Diskurs ablehnen, weil sie „der Gegenseite“ nicht nur die Argumente, sondern auch den gesunden Menschenverstand absprechen, wollen wir mit „Leadership DISKURS“ einen Versuch wagen für einen zivilisierten, respektvollen Austausch.

Zeit:    Montag, der 13. Dezember, 18.30 – 20.15 Uhr
            18.30 – 19.30 Uhr   Austausch von Sichtweisen von Geimpften und Ungeimpften
            19.30 – 20.15 Uhr   Rückschau in getrennten Zoom-Räumen auf den vorherigen Austausch

Ort:    Zoom (wird nach Anmeldung mitgeteilt)

Teilnehmende: 
Mitglieder von Leadership Berlin (unabhängig vom Impfstatus) und Personen, die sich bewusst gegen eine eigene Impfung gegen Covid-19 entschieden haben und dies zu vertreten bereit sind.

Unsere Veranstaltungsregeln:
a) Chatham-House-Vertraulichkeitsregel
b) eine Teilnahme nur nach Anmeldung und mit eingeschalteter Kamera
c) Respektvoller Umgang miteinander

>>>>>HIER GEHTS ZUM ANMELDEFORMULAR <<<<<

Zum Thema:

Kaum ein Thema emotionalisiert aktuell so stark, wie die Entwicklung der Covid-19-Infektionszahlen und ob und welche Maßnahmen notwendig, verhältnismäßig oder überzogen sind. Besonders das Thema Impfung spaltet aktuell die Gesellschaft.

In unserem letzten Jahresprogramm konnten wir feststellen, dass alle 34 teilnehmenden Führungskräfte und auch wir als Team von Leadership Berlin vollständig gegen Covid-19 geimpft sind. Unter „unseren Führungskräften“ scheint insofern eine recht ausgeprägte Homogenität in Bezug auf Impfungen vorhanden zu sein.

In der allgemeinen Gesellschaft kann von Homogenität allerdings keine Rede sein. Stand 2. Dezember 2021 haben sich in Deutschland 86,1% der Über-60-Jährigen und 75,8% der 18 bis 59-Jährigen gegen Covid-19 vollständig impfen lassen. Ein Viertel der 18-59-Jährigen ist nicht (vollständig) geimpft.

Getreu unserem Motto „begegne dem anderen“ wollen wir mit unserem Leadership Diskurs am 13. Dezember eine Möglichkeit schaffen, Geimpfte und Nicht-Geimpfte miteinander in einen Austausch zu bringen. Vielleicht können wir einen Beitrag dazu leisten, dass Geimpfte und Nicht-Geimpfte die Sichtweisen der anderen Seite etwas besser kennen lernen und alle Beteiligten aus dem Austausch gestärkt sehen, sich bei diesem und anderen Themen mit anderen Meinungen auseinanderzusetzen oder sie evtl. auch einfach auszuhalten.

Allgemeiner Hintergrund

Ein Bild unseres Leadership Diskurses zum Braunkohle-Ausstieg, an dem im Januar 2020 außer unseren Mitgliedern auch Aktivist*innen von Fridays for Future und Führungskräfte der LEAG teilnahmen

In unseren Programmen und Projekten bringen wir eine breite Vielfalt an Menschen aus den unterschiedlichsten Kontexten mit den unterschiedlichsten Qualifikationen, Zielsetzungen, Weltbildern und “Stammessprachen” zusammen. Ganz im Sinne unseres Mottos “begegne dem anderen” gehört es zu unserem Selbstverständnis, Führungskräfte darin zu stärken, sich mit “anderen” Sichtweisen und Kontexten auseinanderzusetzen, Vielfältigkeit zu respektieren und Räume für gegenseitiges Verständnis zu schaffen.

Dies ist nicht immer leicht. Eigentlich ist es nie leicht – insbesondere, wenn es Grundüberzeugungen, Werte und Emotionen berührt. Manche glauben, es sei angebracht, Menschen mit anderen Sichtweisen abzuwerten und zu glauben, dass durch Beschimpfung, Ächtung oder Druck sie schon auf den richtigen Weg kommen. Die Erfahrung zeigt, dass häufig eher das Gegenteil der Fall ist.

Da es sich bei unserer Zielgruppe um Führungskräfte handelt, vertreten wir die Überzeugung, dass sie in der Lage sein sollten, auch konträre Positionen anzuhören und ggfls. auszuhalten oder ihnen argumentativ (nicht emotional) entgegen zu treten. Dies griffen und greifen wir z.B. in unseren Programmen auf, indem wir unsere Führungskräfte auch mit Vertreter*innen konträrer Positionen ins Gespräch bringen. Z.B. einerseits mit Aktivist*innen von Fridays for Future wie auch Führungskräften aus der Braunkohle-Wirtschaft. Oder z.B. mit einer ehemaligen Führungskraft des Ministeriums für Staatssicherheit wie auch einer Führungskraft der Opferverbände kommunistischer Zwangsherrschaft. Oder mit Vertreter*innen der AfD wie auch Vertreter*innen von Moscheegemeinden und muslimischer Vereine. Oder mit Initiator*innen von Volksentscheiden und ihren jeweiligen Gegenpolen aus Wirtschaft und/oder Verwaltung.

Viele unserer Mitglieder schätzen uns gerade aufgrund dieses Aspektes, der in unserer heutigen Gesellschaft nicht gerade “Mainstream” ist. An die Stelle von “audiatur et altera pars” (man höre auch die andere Seite) ist bei vielen Menschen die Einstellung getreten, mit “der anderen Seite” sollte man am besten gar nicht reden, weil diese “neben der Spur” und jegliches Gespräch vergebene Liebesmühe sei.

Als wäre es ein gesellschaftlicher Fortschrift, wenn Angehörige “der eigenen” wie auch “der anderen Seite” nur noch mit sich selbst reden!

Wir sehen das anders und wollen Diskursräume öffnen und Menschen auch über unterschiedliche Lager hinweg miteinander in Austausch bringen.