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Tabea Perger, Autor bei Leadership Berlin

Leadership Talk mit Simon Batt-Nauerz, AeroGround Berlin

Eingetragen am 22.12.2021

22. Dezember 2021 | By |

Zu unserem Leadership Talk im Januar treffen wir Simon Batt-Nauerz, Geschäftsführer bei AeroGround Berlin GmbH.

Thema: Blick hinter die Kulissen am BER

Zeit: Mittwoch, der 05. Januar 2022, 18.30 – 20.00 Uhr

Ort: Der Termin findet aufgrund der Corona Pandemie digital via Zoom statt, die Zugangsdaten werden mit der Zusage verschickt

Zu unserem Leadership Talk im Januar treffen wir Simon Batt-Nauerz, Geschäftsführer bei AeroGround Berlin GmbH

Zum Thema des Leadership-Talks:

Der Berliner BER war die letzten Jahre vor allem mit schlechten Schlagzeilen in den Medien. Wie kann es Simon Batt-Nauerz und Aeroground Berlin gelingen, entgegen dieses Rufs ein attraktives Arbeitgeberbild zu zeichnen? Wie kann die Motivation von Mitarbeitenden im unteren Lohnsegment aufrecht erhalten werden und wie können Menschen mit geringer Qualifikation dabei unterstützt werden, den Übergang in die Arbeitswelt erfolgreich zu meistern? Leadership Berlin lädt ein, gemeinsam mit Simon Batt-Nauerz am Beispiel des größten Bodenabfertigers Berlins über Personalführung von Beschäftigten im unteren Lohn- und Bildungs-Niveau und den Umgang mit Krankenstand und Minderleistung zu diskutieren.

Zu Aeroground Berlin und dem Gesprächspartner Simon Batt-Nauerz:

Aeroground Berlin GmbH ist eine hundertprozentige Tochter der „Aerogrund Flughafen München“, die wiederum zu hundert Prozent im Besitz der Flughafen München GmbH ist – also der Betreibergesellschaft des Münchner Flughafens. Die Mehrheit hält dort der Freistaat Bayern, Teile gehören aber auch der Landeshauptstadt München und der Bundesrepublik Deutschland. Der Bodendienstleister ist mit knapp 600 Mitarbeitenden Marktführer am BER. Er kümmert sich unter anderem um die Flugzeug- und Gepäckabfertigung, den Passagier-Check-In, Sonderbetreuung an den Flughäfen und das Ticketing. Die Mitarbeitenden sind also für den reibungslosen Ablauf der Flugzeugabfertigung zuständig und tragen dafür Sorge, dass Passagiere ihre Koffer pünktlich entgegen nehmen können, Flugzeuge mit Frischwasser versorgt sind oder Passagiere und Crews zu ihrem Flug transportiert werden. Das Unternehmen soll allein für die Lufthansa-Gruppe 20.000 bis 30.000 Flüge jährlich abfertigen. Dazu gehören neben klassischen Lufthansa-Flügen auch die Flüge der Töchter Eurowings, Swiss, Austrian Airlines und Brussels.

Simon Batt-Nauerz ist seit 2018 Geschäftsführer der AeroGround Berlin GmbH. Zuvor war der 37-jährige für die ALBA Group tätig, zuletzt als Geschäftsführer und Regionalleiter für Niedersachsen und Sachsen-Anhalt.

Simon Batt-Nauerz leitet ehrenamtlich den Mobilitätsausschuss des VBKI mit dem Kernthema: „New Mobility – Die mobile Zukunft unserer Stadt“.

Weitere Infos: www.munich-airport.de/aeroground

Rahmenbedingungen:

Wir freuen uns über eine vielseitig zusammengesetzte Gruppe und einen für alle Beteiligten erkenntnisreichen Austausch. Das Treffen findet wie alle unsere Leadership-Talks unter Chatham House Vertraulichkeitsregel statt und alle Beteiligten geben mit ihrer Teilnahme eine Fotoerlaubnis.

Aufgrund der Corona-Situation findet der Termin nicht als Präsenzveranstaltung, sondern digital via Zoom statt. Mitglieder haben bei der Besetzung der Plätze Vorrang. Wer noch kein Mitglied ist und dies ändern möchte, kann dies mit dem Ausfüllen eines Mitgliedsantrags tun. Die Teilnahme am Leadership Talk ist kostenfrei.

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Sollte es zu Problemen bei der Anmeldung über das Formular kommen, kann das an Ihren Sicherheitseinstellungen liegen. Bitte senden Sie in diesem Fall einen Screenshot der Eintragung an tabea.perger@leadership-berlin.de

Das Leben Draußen – politische Bildung im Strafvollzug

Eingetragen am 16.11.2021

16. November 2021 | By |

In Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung bringt Leadership Berlin regelmäßig Berliner Führungskräfte mit straffälliggewordenen Frauen, die in der sozialtherapeutischen Anstalt (SothA) inhaftiert sind, zu gesellschaftspolitischen Themen und Fragestellungen in den Austausch.

v.l.n.r.: Klaus Baumeister, Rechtsanwalt und mitwirkender Jurist in dem Projekt Das Leben Draußen; Sabine Hüdepohl, betreuende Psychologin und Einrichtungsleiterin der SothA; Ruth Eichholz, Mitarbeiterin der SothA; Andreas Scholz-Fleischmann, stellv. Aufsichtsratsvorsitzender bei S.O.S Kinderdörfer

Nach einer längeren Projektpause, die zum einen den Corona-Schutzmaßnahmen, gleichzeitig aber auch den Umbaumaßnahmen in der Sozialtherapeutischen Anstalt Neuköllns geschuldet war, fand der erste Anschluss-Termin in der vorübergehenden Unterbringung (bis zur Fertigstellung der Baumaßnahmen) in der JVA für Frauen in Reinickendorf statt.

Auf Wunsch der Frauen (bei Erstellung der Projektskizze noch in etwas anderer Zusammensetzung), war auch das sehr weit gefasste gesellschaftliche Thema “Familie” auf die Agenda gesetzt worden. Ein Thema, das für die meisten Inhaftierten kein unbefangenes ist. Einen ersten Termin hatte es dazu bereits gegeben: Ali Fahimi, stellv. Referatsleiter im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hatte mit den Frauen einen emotionalen Austausch über staatliche Familienhilfe. Besonders im Nachgang zu dem Termin gab es unter den Frauen noch viel Gesprächsbedarf.

Die Diskussion sollte um die Non-Profit Perspektive ergänzt werden. Dazu berichtete Andreas Scholz-Fleischmann, stellv. Aufsichtsratsvorsitzender bei S.O.S. Kinderdörfer über die Arbeit des Vereins. Ergänzt wurden seine Ausführungen durch einen juristischen Input von Klaus Baumeister. Bemerkenswert ist, dass ein Teil der Frauen selbst Inobhutnahmen erlebt hat und in Pflegefamilien groß geworden ist, fast alle haben selber Kinder, die während ihrer Inhaftierung bei anderen Menschen leben. Die Frage nach der Feststellung und Bewertung des Kindeswohls ist in diesem Kreis also keine rein gesellschaftspolitische, sondern gleichzeitig eine ganz persönliche.

Viele Frauen zeigten sich beindruckt von dem Engagement, dass die Kinderdorf-Mütter mitbringen. So fühlte sich sogar eine Frau im Rentenalter inspiriert, nach ihrer Entlassung zum Ende des Jahres eine ehrenamtliche Tätigkeit aufzugreifen und sich so in die Gesellschaft einzubringen.

Wir danken Andreas Scholz-Fleischmann und Klaus Baumeister für die spannende Einblicke und Sabine Hüdepohl und Ruth Eichholz für die Organisation. Besonders möchten wir auch den Frauen für ihre Offenheit und das Interesse danken.

Jetzt anmelden zum Collaborative Leadership Programm 2022

Eingetragen am 12.10.2021

12. Oktober 2021 | By |

Teilnehmende des Jahresprogramms 2020 an 5er-Tischen in einer Schul-Turnhalle

In unserem Leadership Jahresprogramm bringen wir jedes Jahr ca. 36 Führungskräfte aus den unterschiedlichsten Themenfeldern zusammen, die sich gemeinsam an 8 Tagen gemeinsam auf eine Learning Journey durch die Berliner Stadtgesellschaft begeben.

Anmeldung

Allgemeine Informationen zum Programm finden Sie in dieser Info-Broschüre. Außerdem finden Sie hier eine kurze Beschreibung. Die Anmeldung zum Jahresprogramm 2022 ist über dieses Formular möglich bzw. für Führungskräfte aus Senats- und Bezirksverwaltung (Ebene Referats- oder Abteilungsleiter) über die Verwaltungsakademie Berlin.

Das Programm startet mit einer Auftaktveranstaltung von Montag, den 2. bis Mittwoch, den 4. Mai im Ringhotel Schorfheide, wo wir in großzügig bemessenen Räumlichkeiten zusammenkommen. Zu den weiteren fünf Programmtagen wird die Gruppe an unterschiedlichen Orten in Berlin zusammenkommen.

Sollten während des Programms noch Abstandsregeln gelten, so haben wir bereits in den letzten beiden Jahren mit den Teilnehmenden des Jahresprogramms 2020 und 2021 einige Routine entwickelt, wie auch mit Abstandsregeln fruchtbare Zusammenkünfte möglich sind:

– z.B. zu unserem Programmtag im Juni 2020 im Citycube der Messe Berlin, wo die Teilnehmenden des Jahresprogramms 2020 den damaligen CEO der Messe Berlin, Christian Göke, aber auch führende Vertreter*innen von Veranstaltungs-Locations kennenlernen durften (Arena Treptow, Berghain, Tempodrom, Waldbühne, Huxleys Neue Welt, Columbiahalle, Station Berlin, und einige mehr)

– oder zu unserem Programmtag im August 2020 im Konferenzbereich des Tagesspiegels, wo die Teilnehmenden u.a. mit Lorenz Maroldt (Chefredakteur des Tagesspiegels), Winfriede Schreiber (ehemalige Leiterin des Brandenburger Verfassungsschutzes), Dr. Helmar Rendez (Vorstandsvorsitzender des Braunkohle-Konzerns LEAG), Erika Steinbach (ehemalige Präsidentin des Bundes der Vertriebenen) oder Christine Dorn (Initiatorin des Volksentscheides Nachtflugverbot am BER) über das Thema „Kritik“ diskutieren konnten

– oder zu unserem Programmtag im September 2020 in der Turnhalle und Klassenzimmern der Neuköllner Zuckmayer-Sekundarschule, in der die Teilnehmenden Gelegenheit hatten, mit Schulleitung und Schüler*innen, aber auch mit Jürgen Wittke (Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Berlin), Dr. Gabriele Schlimper (Geschäftsführerin des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes), Friederike Temme (Vollzugsleiterin der JVA des offenen Vollzuges Berlin) und Prof. Dr. em. Detlef Krüger (ehemaliger Leiter der Virologie der Charité) über das Thema „Verantwortung“ zu sprechen.

Wir behalten uns vor, dass wir für die Teilnahme an den Programmtagen jeweils die Durchführung eines tagesaktuellen Corona-Schnelltests voraussetzen (der von uns vor Ort gestellt wird). Für Rückfragen stehen wir gerne unter 030 – 22 488 588 zur Verfügung.

Rahmenbedingungen

Das Collaborative Leadership Programm ist eine vom Senat Berlin anerkannte Bildungsveranstaltung gemäß gemäß §11 des Berliner Bildungsurlaubsgesetz (BiUrlG) vom 24.10.1990. Der Teilnahmebeitrag für das Leadership Berlin Programm beträgt 3.900 Euro. Für Führungskräfte aus Senatsverwaltungen und Bezirksverwaltungen besteht mitunter die Möglichkeit der Kostenübernahme durch die Verwaltungsakademie Berlin. Für Führungskräfte aus dem Paritätischen Wohlfahrtsverband und anderen gemeinnützigen Organisationen stehen darüber hinaus in begrenztem Umfang Voll- und Teil-Stipendien zur Verfügung.

Leadership Talk mit Antje von Broock, BUND Geschäftsführerin

Eingetragen am 12.10.2021

12. Oktober 2021 | By |

Zu unserem Leadership Talk im November treffen wir Antje von Broock, Bundesgeschäftsführerin Politik und Kommunikation beim BUND.

Thema: Wie stark darf und sollte sich ein Umweltverband wie der BUND sozialpolitisch positionieren?

Zeit: Dienstag, der 23. November 2021, 18.30 – 20.00 Uhr

Ort: GEÄNDERT -Termin findet digital via Zoom statt

Antje von Broock, Bundesgeschäftsführerin Politik und Kommunikation (Foto: Simone Neumann)

Zum Thema des Leadership-Talks:
Die zwei großen Krisen – Erderhitzung und Artenschwund – zu stoppen, erfordert enorme gesellschaftliche Anstrengungen. Das wird nur gelingen, wenn die Transformation als ein Gemeinschaftsprojekt begriffen und gestaltet wird; wenn Umwelt- und Naturschutz nicht mehr als Gegenpol zu Sozialpolitik verstanden werden.  Was bedeutet das für die Positionierungen eines Umweltverbandes wie dem BUND? Muss er sich auch sozialpolitisch positionieren, um breitere Unterstützung für seine Kernanliegen zu gewinnen? Wie konkret darf er hier werden, ohne die Unterstützung der Mitglieder zu verlieren? Die Herausforderung unserer Zeit erfordert ein Umdenken. Das stellt für einen Traditionsverband wie den BUND eine große Herausforderung dar.

Zum Gastgeber und der Gesprächspartnerin:
Der BUND wurde 1975 im fränkischen Städtchen Marktheidenfeld gegründet. Seine Wurzeln liegen im klassischen Naturschutz und dem kämpferischen Umweltschutz der Bürgerinitiativen. Mit einem Jahresumsatz von 35 Millionen Euro, 467.000 Mitgliedern und 180.000 Spendern, 30.000 Ehrenamtlichen und knapp 120 Hauptamtlichen ist der BUND einer der größten Umweltverbände Deutschlands.

Antje von Broock, Jahrgang 1976, studierte Politikwissenschaft, Kommunikationswissenschaft und Linguistik in Göttingen, Potsdam, Berlin und Rennes/Frankreich. Seit 2003 ist sie beruflich für den Umweltschutz im Einsatz; ab Dezember 2006 für den BUND. Seit 2012 leitet sie das Team Klima & Energie. Seit 2015 war sie stellvertretende Geschäftsführerin, seit Dezember 2019 ist sie Geschäftsführerin für den Bereich Politik und Kommunikation. 

Weitere Infos: www.bund.net

Rahmenbedingungen:
Wir freuen uns über eine vielseitig zusammengesetzte Gruppe und einen für alle Beteiligten erkenntnisreichen Austausch. Das Treffen findet wie alle unsere Leadership-Talks unter Chatham House Vertraulichkeitsregel statt und alle Beteiligten geben mit ihrer Teilnahme eine Fotoerlaubnis.

Aufgrund der Corona-Situation findet der Termin nicht als Präsenzveranstaltung, sondern digital via Zoom statt. Mitglieder haben bei der Besetzung der Plätze Vorrang. Wer noch kein Mitglied ist und dies ändern möchte, kann dies mit dem Ausfüllen eines Mitgliedsantrags tun. Die Teilnahme am Leadership Talk ist kostenfrei.

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Neues Programmformat im November 2021: Seniors4Juniors

Eingetragen am 20.05.2021

20. Mai 2021 | By |

Erfahrungswissen spielt auch beim Thema Führung eine große Rolle. Ob es um positive und negative Vorbilder geht, den Umgang mit Zielkonflikten, die Gestaltung von Veränderungsprozessen oder auch die Motivation von Mitarbeitenden und den Umgang mit Minderleistungen – der Weg zur und als Führungskraft beinhaltet jede Menge Erfahrungen, aus denen Führungskräfte ihre Kompetenzen erweitern.

Mit unserem Format „Seniors4Juniors“ bringt Leadership Berlin – Netzwerk Verantwortung e.V. Nachwuchsführungskräfte mit maximal zweijähriger Führungserfahrung mit senioren ehemaligen Führungskräften zusammen, um im Austausch mit deren Erfahrungen eigene Kompetenzen aufzubauen und zu erweitern.

Zeit: Einwöchiges Leadership-Kompakt-Programm von Montag, den 08. November bis Freitag, den 12. November (inkl. Übernachtungen)
Ort: Im Haus Chorin, ca. 75km außerhalb von Berlin
Kosten: 2.500 Euro inkl. Unterkunft und Verpflegung

Klaus Baumeister, ehemals u.a. Hauptgeschäftsführer von rbb media und Justiziar von rbb und WDR und Tabea Perger, Geschäftsführerin und Moderatorin bei Leadership Berlin

In dem Programm berichten die senioren Führungskräfte „aus dem Nähkästchen“ über ihren Karriere- und Führungsweg, welche Herausforderungen sich ihnen dabei gestellt haben und wie sie diese bewältigt haben. Dazu zählen Aspekte wie:

  • Wie motiviere ich Mitarbeitende?
  • Wie gehe ich mit Minder-Leistungen um?
    Was waren die Meilensteine in der Karriere, die sie vorangebracht haben?
  • Was waren die größten Krisen und was haben sie daraus gelernt?
  • Wie sind sie mit Zielkonflikten umgegangen?
  • Wodurch haben sich aus ihrer Sicht Mitarbeitende ausgezeichnet, die für eine (Be-)Förderung in Frage kamen?
  • Welche Learnings haben sie in Bezug auf die Führung von Mitarbeitenden aus ihrer Karriere gezogen und können sie den Teilnehmenden mitgeben?
  • Welche Learnings haben sie in Bezug auf den Umgang mit ihren jeweiligen Führungskräften aus ihrer Karriere gezogen und können sie den Teilnehmenden mitgeben?
  • Wie hat sich Führung über die Generationen hinweg verändert?
  • Wie würden die jeweiligen Senior-Führungskräfte ihren Führungsstil beschreiben? Was würden sie ggf. heute anders machen?
  • Wie verändert sich Führung durch die Einbeziehung unterschiedlicher Diversity-Kategorien?

Das Programm besteht aus offenen Gesprächen im Workshop-Charakter zwischen den Nachwuchs- und den senioren Führungskräften, aber auch aus Austauschformaten innerhalb der Gruppe der Nachwuchs-Führungskräfte.

Darüber hinaus werden Methoden für den Führungskräftealltag vermittelt und umgesetzt:

  • Kollegiale Beratung
  • Agile/New Work Methode wie Kanban
  • Kollegiale rollenbasierte Führung
  • Mikrowerkzeuge (Workhacks): z.B. die not-to-do Liste, Feedbackmarkt

Beide Gruppen sind heterogen zusammengesetzt mit Führungskräften aus dem privatwirtschaftlichen, öffentlichen und gemeinnützigen Bereich, und ermöglichen darüber einen breiten Erkenntnisgewinn und eine interdisziplinäre Vernetzung. Die in der Programmwoche aufgebauten Kompetenzen sollen durch Möglichkeiten des Mentorings durch die senioren Führungskräfte wie auch des Peer-Coaching der Nachwuchs-Führungskräfte untereinander erweitert werden.

Wir freuen uns u.a. über folgende seniore Gesprächspartner*innen:

  • Aletta Gräfin von Hardenberg, ehemalige Geschäftsführerin der von ihr gegründeten Charta der Vielfalt, die über 3.900 Unternehmen und Institutionen mit insgesamt 14 Millionen Beschäftigten unterzeichnet haben
  • Andreas Scholz-Fleischmann, ehemals u.a. Personalvorstand der BSR und Vorstandsvorsitzender der Berliner Bäderbetriebe
  • Angelika Behm, ehemalige Leiterin des Diakoniehospizes Wannsee
  • Bernd Schachtsiek, der zahlreiche von ihm gegründeter oder übernommener Unternehmen in der Erwachsenenbildung, Unternehmenskommunikation, Druckgewerbe, Lebensmittel, Immobilien führte und u.a. Präsident des Europäischen Fernschulverbandes EADL und Vorsitzender des Völklinger Kreises war
  • Dietrich Neumann, ehemals Managing Director das Zentraleuropageschäft von Kearney und Leiter des Beratungsbereiches Energiewirtschaft in Deutschland, Österreich und der Schweiz
  • Klaus Baumeister, ehemals u.a. Hauptgeschäftsführer von rbb media und Justiziar von rbb und WDR
  • Sonja Müsler ehemalige Ausbildungsleiterin der Telefonseelsorge Berlin und Vorstandsvorsitzende der Stiftung Telefonseelsorge
  • Winfriede Schreiber, ehemals u.a. Präsidentin des Verwaltungsgerichts Cottbus, Polizeipräsidentin für Ost-Brandenburg und Leiterin des Brandenburger Verfassungsschutzes

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Leadership Talk mit Jörg Simon von den Berliner Wasserbetrieben

Eingetragen am 17.03.2021

17. März 2021 | By |

Zu unserem Leadership Talk im Februar sprachen wir mit Jörg Simon, der seit 1999 als Vorstandsvorsitzender der Berliner Wasserbetriebe und seit 2002 als Mitglied der Geschäftsführung der Berlinwasser Holding GmbH ist, über seinen Leadership-Kontext.

Mit 160 Jahren Betriebserfahrung und über 4.000 Beschäftigten sichern die Berliner Wasserbetriebe die Trinkwasserversorgung für 3,8 Millionen Berlinerinnen und Berliner und reinigen das Abwasser. Die nötigen Führungsqualitäten in einem Unternehmen dieser Größe allein machen Jörg Simon bereits zu einem spannenden Gesprächspartner.

Seine Einblicke in die Kurswechsel, die in den letzten zwei Jahrzehnten durch die Teil-Privatisierung bzw. Rekommunalisierung spürbar waren, stellten für die Teilnehmenden jedoch einen besonderen Mehrwert dar. Besonders, da unter den Teilnehmenden auch Führungskräfte der GASAG und der Stromnetz Berlin waren, die aktuell vor ähnlichen Herausforderungen stehen. Der Dipl.-Ing. und Dipl.-Wirtschaftsingenieur sprach offen über seine Einschätzung zur Daseinsvorsorge und den Vor- und Nachteilen, wenn sie in privatwirtschaftlicher oder öffentlicher Hand liegen und dass sich seine diesbezüglichen Sichtweisen durchaus über seine Zeit als Vorstandsvorsitzender der Berliner Wasserbetriebe verändert haben.

Jörg Simon berichtete allerdings auch über seinen persönlichen Karriereweg und sein Führungsverständnis, dass sich einerseits in der Bereitschaft, zu führen und Herausforderungen anzugehen ausdrückt, andererseits in kommunikativen Fähigkeiten, die Beschäftigten und unterschiedliche Stakeholder auf einem gemeinsamen Weg mitzunehmen.

Wir danken Herrn Simon und allen Teilnehmenden für das inspirierende Gespräch.

Leadership Talk mit Ingo Malter von STADT UND LAND

Eingetragen am 04.02.2021

4. Februar 2021 | By |

Eines der Themen, das trotz der Brisanz um Corona nicht von der Bildfläche verschwunden ist, ist das Thema Wohnen bzw. Wohnraum in Berlin. Möglicherweise hat es durch die Pandemie sogar an Relevanz gewonnen; die Menschen halten sich mehr Zuhause auf, nehmen ihre (Wohn-)Räume intensiver wahr oder kommen durch finanzielle Einbußen in Zahlungsschwierigkeiten. Vielleicht stieß der Leadership Talk mit Ingo Malter, Geschäftsführer der STADT UND LAND Wohnbauten-Gesellschaft Berlin auch deswegen auf großes Interesse und gestaltete sich – wie die Zusammensetzung der Teilnehmenden – sehr vielseitig.

Screenshot vom Digitalen Leadership Talk mit Ingo Malter (im Bild mittig, gelb umrandet)

Der erste Teil der digitalen Veranstaltung bestand aus einem Interview, das Bernhard Heider, Geschäftsführer von Leadership Berlin, mit Ingo Malter führte. Dabei ging es zunächst um Mitarbeiterführung, die Ingo Malter durch seine vielseitigen beruflichen Stationen u.a. in den Bauabteilungen der Bezirksämter von Kreuzberg und Reinickendorf wie auch in einem Tochter-Unternehmen von Goldman Sachs sowohl aus öffentlicher als auch aus privatwirtschaftlicher Perspektive beleuchten konnte. Seit nun 11 Jahren ist er Geschäftsführer der STADT UND LAND Wohnbauten-Gesellschaft in Berlin, die als öffentliche Wohnungsbaugesellschaft mit mehr als 600 Beschäftigten gut 50.000 Wohnungen im eigenen Bestand, 10.000 für Dritte verwaltete Mieteinheiten und mehr als 800 Gewerbeobjekte betreut.


Führung habe für ihn viel mit Vertrauen zu tun, so Malter. Es sei zudem wichtig, partnerschaftlich, und – wenn wirtschaftlich darstellbar – auch großzügig mit den Mitarbeitenden umzugehen, was sich neben Bezahlung und Freizeit besonders in Fortbildungen und Entwicklungsangeboten ausdrücken ließe. “Und wenn trotzdem jemand gehen will, sollte das mit guten Wünschen für die Zukunft möglich gemacht werden.” Denn durch gute Reputation komme wieder jemand Neues, die oder der die Lücke füllen könne. Und etwas Glück sei für uns alle ein Schlüssel, um erfolgreich zu sein und weiterzukommen.


Im zweiten Teil der Zoom-Konferenz stand die gesellschaftliche Rolle öffentlicher Wohnungsbaugesellschaften im Fokus. Dazu wurde das Gespräch für Fragen aus dem Teilnehmerkreis geöffnet. Von der Deutschen Bank über die Investitionsbank Berlin, die AWO Hilfe für wohnungslose Frauen oder das Amtsgericht Schöneberg hin zum Initiator des Volksbegehrens „Deutsche Wohnen und Co. Enteignen“ waren durch die Teilnehmenden aus unserem Netzwerk Institutionen und Einrichtungen vertreten, die auf ganz unterschiedliche Weise das Thema Wohnen bearbeiten. Warum in Berlin in den letzten Jahren zu wenig gebaut wurde, ob öffentliche Wohnungsbaugesellschaften für eine soziale Durchmischung sorgen oder 100 % ihrer Wohnungen an WBS-Berechtigte vergeben sollten, welche Folgen „Mietendeckel und Enteignungen“ oder auch das „Bauen auf dem freien Markt“ für Mieter*innen, Eigentümer*innen und die Entwicklung der Stadt haben und einige Fragen mehr wurden in dem kurzweiligen Austausch mit Ingo Malter diskutiert.


Trotz der vielschichtigen Zugänge wurde deutlich, dass die Stadt nur im Zusammenwirken verschiedener Kräfte den Spagat zwischen der Gewährleistung bezahlbaren Wohnraums und gleichzeitigem Wohnraumzuwachs entsprechend dem Bevölkerungszuwachs stemmen kann. Und der Eindruck lag in der Luft, dass der Diskurs um den richtigen Weg im Hinblick auf Mietenentwicklung, soziale Durchmischung und Neubau noch über Jahrzehnte ein Thema für Berlin sein wird, über das es sehr unterschiedliche Betrachtungsweisen gibt, und dass das Pendel zwischen staatlicher Regulierung und marktwirtschaftlichen Mechanismen auch zukünftig immer wieder einmal stärker in die eine oder andere Richtung ausschlagen wird.


Wir danken Ingo Malter und allen Teilnehmenden für das Interesse und die Offenheit des Austauschs. Wir werden dieses Thema auch zukünftig in unseren Programmformaten aufgreifen.

Kraft in der Krise – Was Berliner Führungskräften Mut macht

Eingetragen am 15.04.2020

15. April 2020 | By |

Auf dass wir bald wieder so fröhlich zusammenkommen können wie unser Mitglied Clemens Bethge, EKBO, Pfarrer und theologischer Referent im Konsistorium bei einer unserer Leadership Veranstaltungen.

In themenoffenen und themenspezifischen Video-Konferenzen bietet Leadership Berlin Austauschmöglichkeiten zu den Herausforderungen der Corona-Krise an. Im themenspezifischen Austausch zum Umgang mit Krisen aus psychologischer Sicht schilderte unsere Gesprächspartnerin Sonja Müseler, Vorsitzende der Stiftung Telefonseelsorge Berlin, dass ein dominantes Gefühl vieler Krisen das der Fremdbestimmtheit sei. Eine zentrale Aufgabe von Krisenberater*innen sei es daher, Betroffenen die möglichen Umgangsformen zu verdeutlichen, die durch eine bewusste Entscheidung die Kontrolle wieder in die eigenen Hände legt:

1. Sich entziehen/ flüchten (z.B. eine Beziehung beenden).
2. Die Situation so annehmen, wie sie ist und sie akzeptieren.
3. Die Situation verändern und neu entscheiden.

Diese Kontrollübernahme des Individuums sei zur Pandemiezeit nur sehr eingeschränkt möglich. Insofern sei es ratsam, sich auf positive Effekte der neuen Situation zu konzentrieren und experimentierfreudig zu sein. In diesem Sinne wollen wir an dieser Stelle ein wenig Heiterkeit und Zuversicht in die Welt tragen. Dazu haben wir Berliner Führungskräfte gefragt, welche positiven Aspekte oder nachhaltigen Lernerfolge sie in der Krise erleben. Diese sind so vielfältig wie unser Netzwerk: von neuen Hobbys im privaten hin zur Einführung digitaler Strukturen im professionellen Kontext ist ein bunter Blumenstrauß an Erfahrungen und Eindrücken zusammengetragen worden, empowernd und hoffnungsvoll.

Carsten Zehe, Blindenhilfswerk, Geschäftsführer

“In der Corona-Krise zeigt sich, dass es doch eine große Anzahl an Menschen gibt, die umsichtig sind, die anderen hilfsbereit zur Seite stehen und die Empathie besitzen. Ist man im Alltag selbst Träger dieser menschlichen Werte, egal wo, so erhält man gerade in dieser Krisenzeit unerwartet viele positive Reaktionen. Dies ist wunderbar, denn es zeigt, dass wir alle „nur Mensch“ sind.”

Katrin Zakrzewski, Deutsche Bank, Direktorin Firmenkunden für professionelle Immobilien-Investoren

“Durch die Krise habe ich mein Umfeld und mich besser kennengelernt. Ich finde es interessant zu beobachten, wie unterschiedlich wir mit der aktuellen Situation umgehen: mal lösungs-, mal problemorientiert, mal egoistisch, mal uneigennützig. Mir persönlich geben die Werte Familie, Freundschaft und Menschlichkeit die nötige Kraft, die Krise zu bewältigen und menschlichen Schwächen entgegenzutreten.”

Katja Brendel, wellcome, Landeskoordination Berlin

„Die neuen Verhaltensregeln in der Pandemie fordern gewohnte Wege zu verlassen, zu experimentieren, zu lernen, neue kreative Lösungen zu finden. Die große Bereitschaft zu nachbarschaftlicher Hilfe macht Mut und gibt die nötige Energie. Und zugleich wird deutlich, dass auch alle digitalen Tools die direkte Begegnung von Menschen nicht ersetzen, sondern immer nur Mittel zum Ziel sind: Beziehungen stiften.“

Gordon Klavehn, Stromnetz Berlin GmbH, Leiter Asset Owner Strategie & Geschäftsentwicklung

„In diesen Zeiten rückt man als Familie zusammen. Wir planen den Tag viel intensiver, so dass von allen die Bedürfnisse erfüllt werden. Dabei entstehen viele gemeinsame Projekte oder Aktivitäten mit meinen Kindern, die sonst so viel seltener vorgekommen wären. Mich beeindruckt auch, wie sich unsere Tochter teilweise sehr kreativ um ihren Bruder kümmert und Spiele erfindet.“

Birgit Johannssen, Seniorpartner in School Landesverband Berlin e.V., 1. Vorsitzende

“Positiv erlebe ich die Freundlichkeit der meisten Menschen beim Einkaufen und beim Spazierengehen, man grüßt sich wieder und lächelt sich an.”

“Ausbruch einer Corona Pandemie in Deutschland war kein Szenario, das ich zur Gründung meines Unternehmens in diesem Jahr angelegt hatte. Aber: Der Mut, die Kreativität, der Pragmatismus, die Flexibilität und das Verantwortungsbewußtsein, das mir aus der mittelständischen Unternehmerschaft entgegen strahlt, sind für mich die besten Mutmacher, die mir sagen, unser Land und unsere Gesellschaft wird auch diese Krise überstehen. Mut und Freude macht mir auch jedes Beispiel von gelebter Solidarität und Gemeinsinn, derjenigen, die weniger hart und nicht wirklich materiell von der Krise getroffen sind. Ich hoffe, dieser Spirit bleibt uns erhalten. Auch wenn es darum geht, sich nachhaltig um die Verlierer und Schwerstleister dieses Szenarios zu kümmern. Der Mensch neigt zum Vergessen.”

Katharina Klinge, Berliner Verkehrsbetriebe, Abteilungsleiterin Organisations- und Personalentwicklung

„Positiv erlebe ich, dass ich durch die Krise angehalten bin, mich auf das Wesentliche zu konzentrieren, meine Werte zu hinterfragen und daran erinnert zu werden, wie wesentlich Gesundheit und ein soziales und verantwortungsvolles Miteinander sind, und wie entbehrlich hingegen so mancher zur Gewohnheit gewordener Konsum ist. Auch ziehe ich Kraft aus dem Austausch mit anderen Menschen über deren Umgangsweise mit der aktuellen Situation, die äußerlich für alle Menschen die Gleiche zu sein scheint, dann aber doch an jeden Einzelnen ganz individuell unterschiedliche Herausforderungen stellt.“

Thomas Rudek, Volksentscheid über die Offenlegung der Teilprivatisierungsverträge bei den Berliner Wasserbetrieben, Verfasser und Sprecher

“Für unseren überhitzten Planeten bedeutet die Reduktion auf das Notwendigste eine Atempause. Mir als Asthmatiker ist jedenfalls aufgefallen, dass sich die Luftqualität erheblich verbessert hat. Und da die Sterblichkeitsrate gerade in jenen Ländern der 2/3 Welt ohne unsere medizinischen Standards auch erheblich höher ausfallen wird, ist auch zu erwarten, dass sich das Bevölkerungswachstum wenigstens minimalistisch absenkt. Ob in Deutschland das beschleunigte Ableben von älteren Personen mit mehreren Vorerkrankungen auch „dank“ EXIT mittelfristig zu einem Entlastungseffekt für die Rentenkassen führt – Stichwort „Humankapital“ – bleibt genauso abzuwarten wie die Lerneffekte für eine Änderung der Verhaltensweisen. Hier ist gewiss der Vorbildfunktion aller Führungskräfte auch und vor allem in den Medien (Stichworte: Maskenpflicht, Vielfliegerei) eine Schlüsselrolle beizumessen.”

Steffen Claussen, Der Polizeipräsident von Berlin, Dezernent für internationale Zusammenarbeit

“Letztlich definiere ich mich / mein Leben über Musik und da gibt es in jeder Lebenssituation, egal ob Krise oder bei purem Glück die passende Musik. Treffend beschreiben es die Broilers in Ihrem Lied “33 RPM”. Darin heißt es: “Ganz egal ob ich Blut schwitz, bittere Tränen wein, alles erträglich, es muss nur immer Musik da sein.” Das gilt auch und gerade in dieser Krise, wo Songs wie “Get back, Don’t stand so close to me, So lonely, Should I stay or should I go oder The show must go on, einen anderen Unterton bekommen, ihre Musikalität aber Gefühle und Leben freisetzen.
In diesem Sinne sage ich” Keep yourself alive and Always look at the bright side of life!”

Lydia Röder, Lazarus Hospiz, Leiterin Ambulante Dienste

“Ich habe gelernt, dass es immer weiter geht im Leben, egal was passiert, jedenfalls bis zu dem Zeitpunkt an dem es nicht mehr weiter geht und wir sterben. Dass Leben Veränderung bedeutet und offensichtlich jederzeit unvorstellbare Dinge passieren können und damit möglich bzw. plötzlich unmöglich werden. Wie schnell ganz normal geglaubter Alltag unmöglich wird. Und vor allem, dass wir das Leben so oder so wirklich nicht im Griff haben.
Als positiven Effekt erkenne ich die Besinnung auf das Wesentliche. Und endlich auch eine – zwar erzwungene, aber immerhin- gesellschaftliche Auseinandersetzung mit den Themen Krankheit, Sterben, Tod. Weil der Tod so oder so zu jeder und jedem von uns kommt, und wir jetzt die Chance haben, uns mit unserer eigenen Vergänglichkeit und Sterblichkeit auseinanderzusetzen. Dies führt vielleicht zu mehr Freude am Leben und mehr Frieden und Wohlwollen in der Welt.
Aus dieser Zeit möchte ich mir beibehalten, was alles geht, obwohl nichts mehr geht. Leben findet Immer und jeden Moment statt, im Hier und Jetzt, egal unter welchen Umständen, es ist so oder so alles wertvolle Lebenszeit.”

Harald Eisenach, Deutsche Bank, Vorsitzender Regionale Geschäftsleitung Ost

“In Krisen trennt sich vielleicht noch deutlicher die sogenannte „Spreu vom Weizen“. Es ist einfach schön zu sehen, wie viele Menschen es gibt, denen nun Lösungsorientierung vor Problemorientierung, Gemeinsamkeit vor Selbstfokus und Solidarität vor Eigennutz geht. Dass Viele einen zusätzlichen Sinn darin sehen, eine für alle schwierige Zeit gemeinsam zu meistern. Vieles davon kann die Basis für eine bessere Zukunft in unserer Gesellschaft sein. Auf dass verantwortungsvolle Politiker statt Selbstwahlkämpfer gewählt werden und dass Krisenbewältiger die Mehrheit vor Krisenherbeirednern stellen.”

Peter Conrad, meet2respect gUG, Geschäftsführer

“Wir müssen uns nicht nur um uns selbst kümmern, sondern genauso um andere, die Hilfe benötigen. Das Virus entlässt uns nicht aus der Pflicht.”

Sonja Müseler, Stiftung Telefonseelsorge Berlin, Vorstandsvorsitzende

“Die Krise und mit ihr mehr Zeit allein, brachte mir eine tiefere Sicht auf die Dinge meines Lebens, mehr Focus auf das, was mir wichtig ist.”

Paul Kustermann, Rote Nasen e.V., Gründer und Clown Botschafter

“Das schlimmste in einer Krise ist nicht zu erkennen, dass es nur eine Krise ist und nicht das Ende, auch nicht der Anfang, auch nicht die Ewigkeit, sonder nur ein Punkt an dem sich alles ändert, und zwar anders als du es ahnen kannst. Erkennt man das, dann spürt man sich wieder und kriegt Hinweise darauf, was man beginnen könnte für sich und Andere zu tun.”

Franziska Brauer, Berliner Verkehrsbetriebe, Teamleiterin Politik

„In der Krise liegt die Chance: die digitale Kommunikation bestimmt nun vielerorts unseren Arbeitsalltag und schafft soziale Nähe. Digitale Projekte, die sich vorher nie so schnell entwickelt hätten, nehmen jetzt richtig Fahrt auf.“

Bernhard Heider, Leadership Berlin – Netzwerk Verantwortung e.V., Geschäftsführer

“An Positivem kann ich der momentanen Krise auf gesellschaftlicher Ebene abgewinnen, dass wir in Deutschland unser Gesundheitssystem gerade auch im internationalen Vergleich doch aktuell sehr zu schätzen lernen. Und auf privater Ebene kann ich der Krise positiv abgewinnen, dass sie bei mir zu einer Entschleunigung geführt hat und ich z.B. Lust bekommen habe, Koch- und Backrezepte auszuprobieren.”

Digitaler Auftakt des Collaborative Leadership Programms

Eingetragen am 01.04.2020

1. April 2020 | By |

Alle Jahre wieder startet ein neuer Jahrgang in der schönen Umgebung der Schorfheide gemeinsam in das Collaborative Leadership Programm. Die zweitägige Auftaktveranstaltung besteht hauptsächlich aus interaktiven Elementen und stellt die Teilnehmenden vor die eine oder andere Challenge. In diesem Jahr stellte die Auftaktveranstaltung zunächst eine ziemliche Herausforderung für unser Team dar, denn die Rahmenbedingungen des Infektionsschutzes machten eine Durchführung als Präsenzveranstaltung unmöglich.

So nah und doch so weit entfernt: Die Teilnehmenden 2020 schalteten sich von Zuhause oder aus ihren Büros zu, um an der digitalen Auftaktveranstaltung dabei zu sein –
Danke für dieses commitment!

Was also tun, wenn der Bildungsauftrag gleich bleibt, die didaktischen Mittel aber wegbrechen? Die Rahmenbedingungen änderten sich fast täglich: waren 7 Tage vor unserer geplanten Auftaktveranstaltung noch Veranstaltungen bis 1000 Personen erlaubt, lagen wir vier Tage vor Beginn angesichts einer Grenze von 50 nur noch knapp unter der verbindlichen Grenze, bis diese dann zwei Tage vor geplanten Veranstaltungsbeginn auf 30 gesenkt wurden.

Nachdem wir anfänglich noch planten, die Veranstaltung “hybrid” durchzuführen, indem die Teilnehmenden entweder physisch oder virtuell zugeschaltet hätten teilnehmen können, kamen wir schließlich zwei Tage vor Veranstaltungsbeginn zu der Entscheidung, unsere Auftaktveranstaltung komplett digital durchzuführen und sie dem Fokus “Krisenmanagement” zu widmen. Maßgeblich war in der Kürze der Zeit das Einarbeiten in diverse digitale Tools und das Erstellen eines Leadership Forums für den 2020er Jahrgang, welches sich bereits so bewährt hat, dass wohl auch zukünftige Jahrgänge davon profitieren werden.

Wenngleich keine 1 zu 1 Übersetzung des persönlichen Kennenlernens in den digitalen Raum möglich ist, so haben die vielfältigen Austauschformate in Kleingruppen, Tandems, wie auch im Plenum doch einen Jahrgangs-Spirit entstehen lassen.
Besonders trugen dazu die “Krisen-Talks” zu von den Teilnehmenden selbst gewählten Themen bei:

  • Wie kriegen wir als Gesellschaft wieder den Dreh zurück zur Normalität (“Exit-Strategie”) Was sehen wir als langfristige Auswirkungen – welche Trends werden u.U. verstärkt?
  • Erfahrungen mit hohem Anteil von Home-Office – Auswirkungen auf Führung, Mitarbeitendenentwicklung und Performance
  • Wie kann ich mir selbst und anderen Kraft geben? (z.B. im Umgang mit den Eltern) und
  • Tagesplanung – wie kann ich Arbeit und Alltag (inkl. Kinderbetreuung) unter den gegebenen Umständen organisieren?

Dankbar angenommen wurden auch die Kleingruppengespräche mit Personen aus unserem Netzwerk, die die aktuelle Krise aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchteten:

  • Christian Pech, Leiter Wirtschaftsförderung der Investitionsbank Berlin: „Wie könnte die Wirtschaftsförderung in der absehbaren Krise aussehen, welche Förderinstrumente stehen zur Verfügung?“
  • Dr. Shadi Mousa, ehemaliger Oberarzt der HNO (heute niedergelassen): „Was kommt mit der Corona-Pandemie auf uns zu? Wer ist gefährdet?“
  • Dr. Friedrich Wrede (77), ehemaliger Chefarzt der Unfall-Chirurgie: „Erwürgen wir unsere Gesellschaft? Sind die Maßnahmen angesichts einer verhältnismäßig kleinen Risikogruppe von insbesondere alten Menschen angemessen?“
  • Klaus Baumeister, ehemaliger Justiziar des rbb und ehemaliger Hauptgeschäftsführer von rbb media: „Wie könnte sich juristisch die Anspruchslage auf Schadensersatz bei nicht erfüllbaren Dienstleistungsverträgen darstellen? Wie steht es um betriebsbedingte Kündigungen?“
  • Philipp Wilimzig, Geschäftsführer der IT-Unternehmen ikusei und „The People Who Do“: “Wie kann digitale Zusammenarbeit und Führung in Zeiten der Isolation und der Arbeit in Home-Offices aussehen und gelingen?”
  • Sonja Müseler, ehemalige Ausbildungsleiterin der Telefonseelsorge und Vorstandsvorsitzende der Stiftung Telefonseelsorge Berlin : „Wie geht man mit der Ohnmacht um? Wie reagieren Menschen auf eine Krise, die von außen kommt, Massen betrifft und für die es keinen Erfahrungshintergrund gibt? Wie kann psychologische Unterstützung aussehen?“

und

  • Petra Göbel, Personalleiterin der Messe Berlin: „Wie einen Branchen-Super-GAU im Personalbereich managen?“, das Gespräch musste allerdings aufgrund des aktuell realen “Super-GAUs” insbesondere für die Messe Berlin auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden.

Das Gefühl, dass “alle im selben Boot sitzen”, gepaart mit dem Erfahrungsaustausch zu lösungsorientierten Strategien hat etwas ganz Eigenes hervorgerufen. Und alleine die wöchentlichen jahrgangsinternen Video-Konferenzen bei Kalt- und Heißgetränken zeugen davon, dass jede Herausforderung eine Chance sein kann.

Wir danken allen Gesprächspartnern und Gesprächspartnerinnen für ihr Mitwirken und die spannenden Impulse, unserem Vorstandsmitglied Philipp Wilimzig für die intensive Unterstützung und natürlich allen Teilnehmenden für die Offenheit, die guten Ideen und die gute Laune – trotz widerer Umstände. Wir freuen uns und sind gespannt auf ein hoffentlich baldiges persönliches Kennenlernen mit allen Teilnehmenden!

Politische Bildung im Strafvollzug: Antidiskriminierungsarbeit

Eingetragen am 23.03.2020

23. März 2020 | By |

In Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung bringt Leadership Berlin am vierten Montag des Monats eine Führungskraft aus unserem Netzwerk mit inhaftierten Frauen der Sozialtherapeutischen Anstalt der JVA für Frauen in Neukölln ins Gespräch. Unterstützung finden die jeweiligen Referenten durch einen juristischen Input zum jeweiligen Tagesthema durch unser Mitglied Klaus Baumeister, Rechtsanwalt.

Derviş Hızarcı , Antidiskrimierungsbeauftragter der Senatsverwaltung für Bildung

Bei der Konzeptbesprechung des Projekts wurden die inhaftierten Frauen gefragt, welche politischen und gesellschaftlichen Themen sie am meisten interessieren. Eine der ersten Antworten war: Diskriminierung. So lag es nicht fern, Derviş Hızarcı, Antidiskriminierungsbeauftragter der Senatsverwaltung für Bildung und Vorstandsvorsitzender der Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus (und Alumni unseres Leadership Programms 2018), als Referenten einzuladen.

“Was ist Diskriminierung”, lautete seine Einstiegsfrage an die Frauen, die sogleich feststellten, wie vielschichtig das Thema durch die verschiedenen Ebenen der strukturellen oder institutionellen, individuellen oder sprachlichen Diskriminierung ist. Das warf neue Fragen auf: Welche Rolle spielen Vorurteile und wer kann eigentlich wen diskriminieren? Begünstigen Friedenszeiten eine stärkere Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Missständen, wie bspw. Rassismus? Führt eine Liberalisierung des Staates dazu, dass Diskriminierung sich ins Private verschiebt?

Mit Erlassung und Inkrafttreten des Allgemeinen Gleichstellungsgesetzes 2006 wurde ein rechtlicher Rahmen geschaffen, der die Errungenschaften der letzten Jahrzehnte in Hinblick auf die Antirassismusarbeit, die Gleichberechtigung von Männern und Frauen, die LGTBIQ Community und weitere Bereiche nicht nur wertschätzt und manifestiert, sondern auch die Weichen für weitere Durchbrüche stellt. Doch wie steht es um Benachteiligungskriterien, die nicht im AGG auftauchen? Wie schwierig es ist, soziale Benachteiligung auszugleichen, berichtete eine Inhaftierte aus eigener Erfahrung. Sie habe – trotz Ausgleichszahlungen für Hartz IV Familien – nie mit auf Klassenfahrt fahren können und sei so als Kind von sozialen Aktivitäten ausgeschlossen gewesen. Das Antragsverfahren habe ihre Mutter abgeschreckt und sie habe noch nicht die Eigenständigkeit gehabt, selbst aktiv zu werden.

Einen weiteren Bogen zur Lebensrealität der Frauen schlug Klaus Baumeister mit seinem juristischen Input, der sich der Frage widmete, welche Herausforderungen verurteilte Straftäter*innen beim (Wieder-)Einstieg in die Berufswelt zu erwarten haben. Mit konkreten Hinweisen zu Rechten und Pflichten bei Bewerbungsgesprächen, gab er den Frauen einige praktische Tipps für aktuelle und zukünftige Situationen mit auf den Weg. „Stellen Sie sich mal vor, Sie wären die Chefin eines Unternehmens und erhalten 50 Bewerbungen. Nach welchen Kriterien würden Sie einstellen?“, lud der studierte Politik- und Geschichtslehrer Derviş Hızarcı die Frauen zum Perspektivwechsel ein und entfachte damit eine intensive Diskussion über die Qualität verschiedener Straftaten, die Vorzüge erschlagender Ehrlichkeit oder dezenter Zurückhaltung und nicht zuletzt über die Frage, wie sich das Verhältnis zwischen Arbeitgeber*in und Arbeitnehmer*in bestenfalls gestalten sollte.

Wir danken der Landeszentrale für politische Bildung für die Unterstützung des Projekts, der SothA Neukölln und insbesondere der Leiterin Sabine Hüdepohl für die Zusammenarbeit, den Referenten Derviş Hızarcı und Klaus Baumeister für die anregenden Einblicke und allen Teilnehmerinnen für das rege Interesse.