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Learning Journey Archive - Leadership Berlin

Mentor*innen gesucht: Mentoring-Programm bei Leadership Berlin

Eingetragen am 18.11.2021

18. November 2021 | By |

Wir haben in unserem Netzwerk eine große Vielfalt von unterschiedlichsten Führungspersönlichkeiten mit reichhaltigem Erfahrungsschatz. Dies möchten wir nun auch in Form eines Mentoring-Programms zugänglich machen für Führungskräfte, Nachwuchs-Führungskräfte und Schul-Sprecher*innen.

Initiiert wurde unser Mentoring-Format durch Andreas Scholz-Fleischmann, ehrenamtlicher Vorstandsvorsitzender von Leadership Berlin – Netzwerk Verantwortung e.V. und ehemals u.a. Personalvorstand der BSR und Vorstandsvorsitzender der Berliner Bäderbetriebe.

Sind Sie bereit, sich als Mentor*in über ein Jahr hinweg mindestens quartalsweise mit einem Mentee zu treffen? Wenn ja, freuen wir uns, wenn Sie das folgende Formular ausfüllen:

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Das Leben Draußen – politische Bildung im Strafvollzug

Eingetragen am 16.11.2021

16. November 2021 | By |

In Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung bringt Leadership Berlin regelmäßig Berliner Führungskräfte mit straffälliggewordenen Frauen, die in der sozialtherapeutischen Anstalt (SothA) inhaftiert sind, zu gesellschaftspolitischen Themen und Fragestellungen in den Austausch.

v.l.n.r.: Klaus Baumeister, Rechtsanwalt und mitwirkender Jurist in dem Projekt Das Leben Draußen; Sabine Hüdepohl, betreuende Psychologin und Einrichtungsleiterin der SothA; Ruth Eichholz, Mitarbeiterin der SothA; Andreas Scholz-Fleischmann, stellv. Aufsichtsratsvorsitzender bei S.O.S Kinderdörfer

Nach einer längeren Projektpause, die zum einen den Corona-Schutzmaßnahmen, gleichzeitig aber auch den Umbaumaßnahmen in der Sozialtherapeutischen Anstalt Neuköllns geschuldet war, fand der erste Anschluss-Termin in der vorübergehenden Unterbringung (bis zur Fertigstellung der Baumaßnahmen) in der JVA für Frauen in Reinickendorf statt.

Auf Wunsch der Frauen (bei Erstellung der Projektskizze noch in etwas anderer Zusammensetzung), war auch das sehr weit gefasste gesellschaftliche Thema “Familie” auf die Agenda gesetzt worden. Ein Thema, das für die meisten Inhaftierten kein unbefangenes ist. Einen ersten Termin hatte es dazu bereits gegeben: Ali Fahimi, stellv. Referatsleiter im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hatte mit den Frauen einen emotionalen Austausch über staatliche Familienhilfe. Besonders im Nachgang zu dem Termin gab es unter den Frauen noch viel Gesprächsbedarf.

Die Diskussion sollte um die Non-Profit Perspektive ergänzt werden. Dazu berichtete Andreas Scholz-Fleischmann, stellv. Aufsichtsratsvorsitzender bei S.O.S. Kinderdörfer über die Arbeit des Vereins. Ergänzt wurden seine Ausführungen durch einen juristischen Input von Klaus Baumeister. Bemerkenswert ist, dass ein Teil der Frauen selbst Inobhutnahmen erlebt hat und in Pflegefamilien groß geworden ist, fast alle haben selber Kinder, die während ihrer Inhaftierung bei anderen Menschen leben. Die Frage nach der Feststellung und Bewertung des Kindeswohls ist in diesem Kreis also keine rein gesellschaftspolitische, sondern gleichzeitig eine ganz persönliche.

Viele Frauen zeigten sich beindruckt von dem Engagement, dass die Kinderdorf-Mütter mitbringen. So fühlte sich sogar eine Frau im Rentenalter inspiriert, nach ihrer Entlassung zum Ende des Jahres eine ehrenamtliche Tätigkeit aufzugreifen und sich so in die Gesellschaft einzubringen.

Wir danken Andreas Scholz-Fleischmann und Klaus Baumeister für die spannende Einblicke und Sabine Hüdepohl und Ruth Eichholz für die Organisation. Besonders möchten wir auch den Frauen für ihre Offenheit und das Interesse danken.

Neues Programmformat im November 2021: Seniors4Juniors

Eingetragen am 20.05.2021

20. Mai 2021 | By |

Erfahrungswissen spielt auch beim Thema Führung eine große Rolle. Ob es um positive und negative Vorbilder geht, den Umgang mit Zielkonflikten, die Gestaltung von Veränderungsprozessen oder auch die Motivation von Mitarbeitenden und den Umgang mit Minderleistungen – der Weg zur und als Führungskraft beinhaltet jede Menge Erfahrungen, aus denen Führungskräfte ihre Kompetenzen erweitern.

Mit unserem Format „Seniors4Juniors“ bringt Leadership Berlin – Netzwerk Verantwortung e.V. Nachwuchsführungskräfte mit maximal zweijähriger Führungserfahrung mit senioren ehemaligen Führungskräften zusammen, um im Austausch mit deren Erfahrungen eigene Kompetenzen aufzubauen und zu erweitern.

Zeit: Einwöchiges Leadership-Kompakt-Programm von Montag, den 08. November bis Freitag, den 12. November (inkl. Übernachtungen)
Ort: Im Haus Chorin, ca. 75km außerhalb von Berlin
Kosten: 2.500 Euro inkl. Unterkunft und Verpflegung

Klaus Baumeister, ehemals u.a. Hauptgeschäftsführer von rbb media und Justiziar von rbb und WDR und Tabea Perger, Geschäftsführerin und Moderatorin bei Leadership Berlin

In dem Programm berichten die senioren Führungskräfte „aus dem Nähkästchen“ über ihren Karriere- und Führungsweg, welche Herausforderungen sich ihnen dabei gestellt haben und wie sie diese bewältigt haben. Dazu zählen Aspekte wie:

  • Wie motiviere ich Mitarbeitende?
  • Wie gehe ich mit Minder-Leistungen um?
    Was waren die Meilensteine in der Karriere, die sie vorangebracht haben?
  • Was waren die größten Krisen und was haben sie daraus gelernt?
  • Wie sind sie mit Zielkonflikten umgegangen?
  • Wodurch haben sich aus ihrer Sicht Mitarbeitende ausgezeichnet, die für eine (Be-)Förderung in Frage kamen?
  • Welche Learnings haben sie in Bezug auf die Führung von Mitarbeitenden aus ihrer Karriere gezogen und können sie den Teilnehmenden mitgeben?
  • Welche Learnings haben sie in Bezug auf den Umgang mit ihren jeweiligen Führungskräften aus ihrer Karriere gezogen und können sie den Teilnehmenden mitgeben?
  • Wie hat sich Führung über die Generationen hinweg verändert?
  • Wie würden die jeweiligen Senior-Führungskräfte ihren Führungsstil beschreiben? Was würden sie ggf. heute anders machen?
  • Wie verändert sich Führung durch die Einbeziehung unterschiedlicher Diversity-Kategorien?

Das Programm besteht aus offenen Gesprächen im Workshop-Charakter zwischen den Nachwuchs- und den senioren Führungskräften, aber auch aus Austauschformaten innerhalb der Gruppe der Nachwuchs-Führungskräfte.

Darüber hinaus werden Methoden für den Führungskräftealltag vermittelt und umgesetzt:

  • Kollegiale Beratung
  • Agile/New Work Methode wie Kanban
  • Kollegiale rollenbasierte Führung
  • Mikrowerkzeuge (Workhacks): z.B. die not-to-do Liste, Feedbackmarkt

Beide Gruppen sind heterogen zusammengesetzt mit Führungskräften aus dem privatwirtschaftlichen, öffentlichen und gemeinnützigen Bereich, und ermöglichen darüber einen breiten Erkenntnisgewinn und eine interdisziplinäre Vernetzung. Die in der Programmwoche aufgebauten Kompetenzen sollen durch Möglichkeiten des Mentorings durch die senioren Führungskräfte wie auch des Peer-Coaching der Nachwuchs-Führungskräfte untereinander erweitert werden.

Wir freuen uns u.a. über folgende seniore Gesprächspartner*innen:

  • Aletta Gräfin von Hardenberg, ehemalige Geschäftsführerin der von ihr gegründeten Charta der Vielfalt, die über 3.900 Unternehmen und Institutionen mit insgesamt 14 Millionen Beschäftigten unterzeichnet haben
  • Andreas Scholz-Fleischmann, ehemals u.a. Personalvorstand der BSR und Vorstandsvorsitzender der Berliner Bäderbetriebe
  • Angelika Behm, ehemalige Leiterin des Diakoniehospizes Wannsee
  • Bernd Schachtsiek, der zahlreiche von ihm gegründeter oder übernommener Unternehmen in der Erwachsenenbildung, Unternehmenskommunikation, Druckgewerbe, Lebensmittel, Immobilien führte und u.a. Präsident des Europäischen Fernschulverbandes EADL und Vorsitzender des Völklinger Kreises war
  • Dietrich Neumann, ehemals Managing Director das Zentraleuropageschäft von Kearney und Leiter des Beratungsbereiches Energiewirtschaft in Deutschland, Österreich und der Schweiz
  • Klaus Baumeister, ehemals u.a. Hauptgeschäftsführer von rbb media und Justiziar von rbb und WDR
  • Sonja Müsler ehemalige Ausbildungsleiterin der Telefonseelsorge Berlin und Vorstandsvorsitzende der Stiftung Telefonseelsorge
  • Winfriede Schreiber, ehemals u.a. Präsidentin des Verwaltungsgerichts Cottbus, Polizeipräsidentin für Ost-Brandenburg und Leiterin des Brandenburger Verfassungsschutzes

    >>>> Anmeldeformular<<<<<

Collaborative Leadership Programm 2020: Jetzt anmelden

Eingetragen am 19.12.2019

19. Dezember 2019 | By |

Der Anmeldezeitraum für das Collaborative Leadership Programm 2020 ist eröffnet.

Ansprechpartner:

Bernhard Heider:

Festnetz: 030 – 22488588

E-Mail: bernhard.heider [at] leadership-berlin.de

Downloads:

Anmeldunterlagen für das Jahresprogramm 2020

Infomaterial zum Jahresprogramm 2020

Zusammensetzung der Teilnehmenden im Jahrgang 2019

Programmtag: “Ohnmacht erkennen – Mut zum Handeln”

Eingetragen am 28.08.2019

28. August 2019 | By |

Den Programmtag zum Thema „Ohnmacht erkennen – Mut zum Handeln“ verbrachten wir mit den Teilnehmenden des Jahresprogramms 2019 in einer Unterkunft des Internationalen Bundes für wohnungslose Menschen in Neukölln.

Der sechste Tag des Collaborative Ledership Programms nimmt ein zentrales Motiv unseres Vereins in den Fokus: gesellschaftliche Missstände und Herausforderungen sollen nicht nur beleuchtet und kennengelernt werden, sondern die 36 Führungskräfte sind eingeladen zu überlegen, wie sie selbst jenseits formaler Zuständigkeit Verantwortung übernehmen können. Mit den Erfahrungen, die wir den Teilnehmenden an diesem Tag ermöglichen, möchten wir diesen „Mut zum Handeln“ fördern – auch in Kooperationen über die Sektorengrenzen des privatwirtschaftlichen, öffentlichen und Non-Profit-Bereichs hinweg.

Dabei ist es unser Ansatz, dass wir nicht nur mit denjenigen sprechen, die versuchen, gesellschaftliche Probleme zu lösen, sondern auch mit denjenigen, die unmittelbar von diesen betroffen sind. Bevor sich die Teilnehmenden mit der Leitungsebene des Aufnahmewohnheims für wohnungslose Menschen des Internationalen Bundes austauschten, durften sie daher vorab die Bewohnerinnen und Bewohner selbst besuchen und mit ihnen über ihre Lebensumstände sprechen. Dort trafen unsere Teilnehmenden auf die unterschiedlichsten Personen und Schicksale. Von einer jungen Frau, die vor der Gewalt zuhause floh, über eine Familie mit Kindern, die aufgrund von Schulden die Miete nicht mehr zahlen konnte hin zu einem Herrn, der seine damalige Wohnung “unbewohnbar gemacht” hatte und auch heute noch mit dem sogenannten Messie-Syndrom zu kämpfen hat.

Mit dem Einrichtungsleiter Kai Jörg Wiemert und der Sozialpädagogin Dchi-E Yoon fand im Anschluss ein Austausch über die Situation und die Herausforderungen in der Unterkunft statt. Das im vergangenen Jahr von knapp 160 auf 400 Plätze vergrößerte Aufnahmewohnheim verdichtet unterschiedlichste Personengruppen auf 5000 m², was natürlich einige Schwierigkeiten im täglichen Miteinander mit sich bringt. Dennoch lobten die Bewohner*innen beispielsweise das Team der Reinigungskräfte sehr und äußerten neben einiger Frustration auch viel Dankbarkeit für die Unterstützung, die sie im Heim erfahren.

Vor großen Herausforderungen stehen auch die Gesprächspartner*innen, die am Nachmittag für Kleingruppengespräche zur Verfügung standen. Sie vertreten und unterstützen Menschen, die am Rande der Gesellschaft stehen bzw. keine große Lobby haben. Ganz im Sinn von Collaborative Leadership versuchten unsere Teilnehmenden mit einem Blick von Außen Feedback zu geben und Impulse zu setzen.

Wir danken allen Beteiligten für die Gelegenheit zum offenen Austausch und dem Aufnahmewohnheim Lahnstraße des Internationalen Bundes für die Gastfreundschaft!

Das Collaborative Leadership Programm 2019 hat begonnen

Eingetragen am 07.02.2019

7. Februar 2019 | By |

Die trisektoral besetzte Gruppe

Endlich: Die 36 Teilnehmenden des diesjährigen Collaborative Leadership Programms haben sich in der Schorfheide zusammengefunden und eins ist sicher – die Gruppe ist äußerst vielseitig besetzt und es verspricht eine spannende gemeinsame Learning Journey durch die Stadtgesellschaft zu werden!

Die ersten beiden Tage widmeten wir ganz dem gegenseitigen Kennenlernen, der Umsetzung von Methoden wie der kollegialen Beratung und dem Meinungsstrahl und ersten Diskussionen von gesellschaftlichen Herausforderungen, die aus den unterschiedlichen im Teilnehmerkreis vertretenen Perspektiven beleuchtet wurden.

Wir danken allen, die beim Zustandekommen der vielseitig zusammengesetzten Gruppe mitgeholfen haben und freuen uns auf die kommenden sechs Programmtage an den unterschiedlichsten Orten der Berliner Stadtgesellschaft mit den Teilnehmenden!

Programmtag zu Netzwerken

Eingetragen am 17.08.2018

17. August 2018 | By |

Der Aufbau und die Pflege von Netzwerken gehört nicht nur zum Handwerkszeug in vielen Führungspositionen, in denen der Austausch mit externen Stakeholdern relevant ist – die Erweiterung des eigenen Netzwerks ist für so manche der Teilnehmenden unserer Leadership Programme willkommener Nebenaspekt bis hin zu einer maßgeblichen Motivation zur Teilnahme an unseren Programmformaten.

So widmeten wir auch den Programmtag unseres Collaborative Leadership Programms mit 36 Berliner Führungskräften im August diesem Thema, in dem wir den Teilnehmenden einen Austausch zu den unterschiedlichsten Facetten von Netzwerken ermöglichten. Gastgeber unseres Programmtages war Thomas Liljeberg-Markuse, Geschäftsführer des Freizeit- und Erholungszentrums (FEZ) Wuhlheide, der nicht nur in einer Führung spannende Einblicke in den 13.000 qm umfassenden Gebäudekomplex bot, sondern auch konkret schilderte, wie es seinen Vorgängern und ihm gelang, das als Pionierpalast Ernst Thälmann errichtete Zentrum für Kinder und Jugendliche mittels heterogener Netzwerke in der Nachwendezeit neu aufzustellen und seine Finanzierung und die von jährlich 750.000 Menschen besuchten Angebote und Veranstaltungen zu sichern und zu entwickeln.

In Kleingruppengesprächen hatten unsere Teilnehmenden darüber hinaus die Möglichkeit, mit drei Expert*innen im Netzwerken über ihre Sicht, Motivation und Strategien auf Netzwerke zu besprechen. Dies war zum Einen Claudia Große-Leege, die aus der Industrie kommend als Geschäftsführerin zunächst den Verband der Unternehmerinnen leitete und heute den Verein Berliner Kaufleute und Industrieller führt, eine Wirtschafts-Vereinigung mit 140jähriger Geschichte und 2300 Mitgliedern, zu denen übrigens auch Leadership Berlin zählt. Die Aspekte vom Aufbau von Netzwerken und der Gründung von Organisationsformen beleuchtete der Umwelt-Aktivist Heinrich Strößenreuther, der zunächst den Berliner Volksentscheid Fahrrad initiierte, dann die NGO „German Zero“ gründete und in diesem Jahr in die CDU eintrat und dort innerhalb kürzester Zeit die Gruppierung Klima-Union aufbaute, zu deren Mitgliedern mittlerweile u.a. Peter Altmaier und Anja Karliczek gehören. Über eine besonders breite Vielfalt an unterschiedlichen Netzwerken hatten unsere Teilnehmenden außerdem Gelegenheit, mit Hans Eike von Oppeln-Bronikowski zu sprechen, der sich ehrenamtich aktuell u.a. als Vorstandsvorsitzender der Stiftung Rotary Club Berlin-Humboldt, Geschäftsführender Direktor des Vergabeausschusses des Bundesverbands Deutscher Stiftungen, Vorstandsvorsitzender der „Ruck – Stiftung des Aufbruchs“, Aufsichtsratsvorsitzender der „Hugo Tempelman Stiftung“, Aufsichtsrat der „Heinz und Heide Dürr Stiftung“, Vorstand des Vereins der Baden-Württemberger in Berlin e. V., Kurator des Innovationsforums Ost und als Gründungsmitglied des Fördervereins „Zukunft Konzerthaus“ engagiert.

Im Austausch mit den Gesprächspartner*innen wie auch untereinander in unterschiedlichen Formaten hatten die Teilnehmenden Gelegenheit, über den Unterschied von „Netzwerken“ und „Seilschaften“ zu diskutieren, das eigene Netzwerk zu reflektieren und sich der Fragestellung zu widmen, ob und in welcher Weise man seine Netzwerke bzw. die der eigenen Organisation evtl. erweitern und nutzen sollte. In jedem Fall gab es großen Enthusiasmus für das heterogene Leadership-Netzwerk, welches die Teilnehmenden auch in Zukunft mitgestalten möchten.

Wir danken allen Beteiligten für den spannenden Austausch und freuen uns auf den kommenden Programmtag, mit dem wir bei unserem juristischen Mitglied, dem Evangelischen Diakonieverein Zehlendorf, zu Gast sein werden.

Auftakt 2018: Collaborative Leadership Programm gestartet

Eingetragen am 22.03.2018

22. März 2018 | By |

Die Teilnehmenden-Gruppe 2018

Die Reise hat begonnen – mit den Teilnehmenden des diesjährigen Collaborative Leadership Programms verbrachten wir am 15. und 16. März zwei anregende und intensive Programmtage in der Schorfheide als Start für die kommende Learning Journey durch die Stadtgesellschaft.

Die Gruppe setzt sich – wie es kennzeichnend für unser Leadership-Programm ist – aus Führungskräften und Macher*innen aus allen Bereichen der Gesellschaft zusammen: Von HR-Verantwortlichen aus großen privatwirtschaftlichen Global Playern über Abteilungsleiter*innen aus der Berliner Verwaltung bis hin zu Menschen, die in Eigeninitiative gemeinnützige NGOs aufgebaut haben, sind vielfältige Persönlichkeiten mit ganz unterschiedlichen Expertisen vertreten. Die Gesamtzusammensetzung der Gruppe kann man hier einsehen.

Wir setzen darauf, dass diese Vielfalt im Laufe des Programms dazu anregen wird, gesellschaftliche Herausforderungen aus ganz verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten und gemeinschaftlich im Sinne des “Collaborative Leadership” anzugehen – wie dies in der Vergangenheit durch verschiedene Initiativen und Vereinsgründungen geglückt ist (siehe Social Impact). Hinzu kommen Einblicke in weitere Führungsaufgaben der Stadt im Austausch mit über 50 Gesprächspartner*innen ganz im Sinne unseres Mottos “begegne dem anderen”. Hier entstehen Berührungspunkte mit Bereichen, mit denen viele der Teilnehmenden bislang vermutlich noch überhaupt nicht in Kontakt gekommen sind.

Eine Einstimmung hierauf gab es in Gesprächen mit Mitgliedern aus unserem Vorstand, die erste Impulse zu den großen Themen des Programms “Kritik äußern und annehmen können”, “Mut zur – Vielfalt”, “Ohnmacht erkennen – Mut zum Handeln” und “Verantwortung annehmen und abgeben können” gaben.

Außerdem durften sich die Führungskräfte gleich einer ersten Leadership-Herausforderung außerhalb des eigenen beruflichen Kompetenzbereichs stellen. In interdisziplinärer Kooperation haben sie diese mit Bravour gemeistert.

Was natürlich auch nicht fehlen durfte: Diskussionen zu kontroversen gesellschaftlichen Fragen, kollegialer Austausch zu Führungsthemen und Zeit zum gegenseitigen Kennenlernen.

Wir freuen uns darauf, uns zusammen mit dieser spannenden, vielfältigen Gruppe und ihrer geballten Kompetenz in den kommenden Monaten auf eine Lernreise durch die Stadtgesellschaft zu begeben!

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Leadership in Dialogue: zu Gast im Öffentlichen Sektor

Eingetragen am 22.09.2017

22. September 2017 | By |

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Der zweite Programmtag unserer “Leadership in Dialogue” Lernreise stand im Zeichen des öffentlichen Sektors. Zu Gast war die Gruppe aus Führungspersönlichkeiten mit und ohne Fluchtgeschichte bei den Berliner Bäder-Betrieben in der Schwimm- und Sprunghalle im Europasportpark, der größten Schwimmhalle Europas.

Wie die Größe der Schwimmhalle bereits erahnen lässt, war auch die Führung durchs Bad beeindruckend. Die Gruppe durfte live eine (simulierte) Wasserrettung miterleben und Badleiter Martin Jähne erklärte, wie die Filteranlagen fürs Wasser funktionieren. Auch ein Blick in den einzigartigen Übungsraum fürs Trockenspringen, wo schon die Kleinsten für zukünftige Turmspringerfolge trainieren, durfte nicht fehlen.

Inhaltlich diskutierten die Teilnehmenden mit den Gesprächspartner*innen über die interkulturellen Aspekte der Arbeit im öffentlichen Dienst. Im Austausch mit den Gastgebern der Berliner Bäder-Betriebe, Badleiter Martin Jähne, Badmanager Mario Jungkuhn und dem Vorstandsvorsitzenden Andreas Scholz-Fleischmann, kamen einige kulturelle Unterschiede zur Sprache. Dazu gehört zum Beispiel, das Problem, dass einige Badegäste die Wasserhöhe danach einschätzen, ob der Boden sichtbar ist – wie sie es aus dem Baden in Flüssen in ihrer Heimat kennen. Dass das Wasser in deutschen Schwimmbädern sehr tief sein kann, obwohl dank der Wasserqualität der Boden sichtbar ist, kann für Verwirrung sorgen und Rettungen notwendig machen.

Außerdem erwies es sich für die Bäder-Betriebe schwierig, Auszubildende aus dem Kreis der Geflüchteten zu finden, die sowohl ausreichend Deutsch sprechen als auch schwimmen können. Obwohl der Wille da ist, sich kulturell breit aufzustellen, beginnen nun nur drei Geflüchtete die Ausbildung bei den Bäder-Betrieben.

Auch in der Justiz sind interkulturelle Kompetenzen gefragt. Werner Gräßle, Präsident des Amtsgerichts Lichtenberg, erklärte, dass bei Entscheidungen im Zivilrecht kulturelle Hintergründe durchaus eine Rolle spielen können. Dabei kann es beispielsweise um die Frage gehen, ob eine im Ausland geschlossene Ehe in Deutschland anerkannt wird, wenn es sich um eine Zweitehe handelt.

Schließlich gab es noch die Gelegenheit, sich mit einem Kriminalbeamten auszutauschen. Steffen Claussen, Dezernent bei der Polizei in Berlin, erklärte, wie interkulturell die Zusammensetzung der Berliner Polizei mittlerweile ist und die Teilnehmenden diskutierten mit ihm einen Fall, in dem ein deutscher Mieter immer wieder die Polizei rief, weil er fand, dass seine syrische Nachbarin zu später Stunde zu laut telefoniere.

In allen Gesprächen schwang die große Frage mit, was Integration eigentlich bedeutet und wie wir alle dazu beitragen können, dass sie gelingt. Dass dabei auch diejenigen, von denen Integration stets gefordert wird, mit in die Diskussion einbezogen sind, ist die Besonderheit von “Leadership in Dialogue”. Wir sind der Überzeugung, dass wir, indem wir uns kennenlernen und austauschen, dem abstrakten Begriff “Integration” in der Praxis schon ein ganzes Stück näher kommen.

Herzlichen Dank an die Berliner Bäder-Betriebe für die Gastfreundschaft, an alle Beteiligten für ihr Engagement und an die Förderer des Programms “Leadership in Dialogue”: die Stiftung Pfefferwerk, den Paritätischen LV Berlin und die GASAG.

 

 

 

 

Verantwortung annehmen und abgeben können

Eingetragen am 21.09.2017

21. September 2017 | By |

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Die Teilnehmenden des Collaborative Leadership Programms 2017 widmeten sich im September dem Thema “Verantwortung annehmen und abgeben können”. Beim Programmtag in der Hermann-von-Helmholtz-Schule in der Gropiusstadt forderten wir sie dabei zunächst ganz praktisch heraus.

Als “Vertretungslehrer*innen” übernahmen sie in 2er-Teams oder alleine eine Unterrichtseinheit in Schulklassen der 9. und 10. Jahrgangsstufe der Integrierten Sekundarschule. Ziel dabei war es, den Jugendlichen eine Perspektive auf die Berufswelt aus der Praxis einer Führungskraft zu geben: dass es sich lohnt, Verantwortung für die eigene Zukunft zu übernehmen; dass Disziplin und Zuverlässigkeit notwendig sind, um beim Arbeitgeber nicht durchzufallen; und dass bei der Wahl eines Ausbildungsweges eine realistische Einschätzung der eigenen Stärken und Schwächen hilft.

Schulleiterin Kerstin Fischler und “Bückenbauer” Jens Priesen, der den Schüler*innen beim Übergang in die Ausbildung hilft, berichteten, dass viele der Jugendlichen an der Schule erschwerte Ausgangsbedingungen haben. Bei 68,4% ist die Herkunftssprache nicht Deutsch und 55% kommen aus Familien, die von Hartz IV leben. Familiäre Unterstützung beim Lernen und Planen der beruflichen Zukunft fehlt vielen. Deshalb nimmt die Schule es klar als ihren Auftrag an, nicht nur Fachunterricht zu machen und Wissen zu vermitteln, sondern auch einen Erziehungsauftrag wahrzunehmen und soziale Kompetenzen zu vermitteln.

Für uns ist dieses Engagement ein starkes Vorbild, Verantwortung auch über den eigenen Bereich hinaus zu übernehmen – wie sie die Führungskräfte mit ihrem Einsatz an der Schule auch zeigten. Einige engagieren sich sogar über den konkreten Programmtag hinaus weiter an der Schule.

Zu Gesprächen über die verschiedenen Facetten von Verantwortung ging es am Nachmittag hinaus in die Stadt. Die Verantwortungsträger teilten ihre Sicht auf die Verantwortung,die sie jeweils für die Gesellschaft, für Mitarbeiter*innen und schließlich auch für Fehler übernehmen. Nicht zuletzt diskutierten die Führungskräfte auch darüber, woher die Motivation kommt, große Verantwortung zu übernehmen und wie es gelingt, Verantwortung abzugeben.

Wir danken allen Gesprächspartner*innen sowie den Beteiligten der Hermann-von-Helmholtz-Schule, dass wir zu Gast sein durften!