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Aktuelles Archive - Leadership Berlin

Teilzeitstelle zum Office Management (m/w/d) zu vergeben

Eingetragen am 07.12.2022

7. Dezember 2022 | By |

Stellenangebot Office Management bei Leadership Berlin (Teilzeit, 50% oder mehr)

Wir bieten
– eine freundliche Arbeitsatmosphäre in einem netten Team
– einen Arbeitsplatz in zentraler Lage (S Friedrichstraße)
– die Möglichkeit, teilweise auch von zuhause aus zu arbeiten
– eine sinnstiftende Arbeit mit einzigartigen Einblicken in die Lebenswelt von Entscheidungsträger*innen aus Wirtschaft, öffentlichem und Non-Profit Bereich und in gesellschaftliche Themen und Veränderungsprozesse

Aufgaben:

  • Administrative Unterstützung von Leadership Berlin/Assistenz der Geschäftsführung
  • Büroorganisation
  • Vereinsverwaltung
  • Pflege der Webseite und verschiedener Datenbanken
  • Internetrecherche und Bestellwesen
  • Vorbereitende Buchhaltung
  • Kommunikation mit Partnern
  • Unterstützung bei Veranstaltungen


Anforderungen:

  • abgeschlossene Ausbildung zur/zum Kaufmann/Kauffrau für Bürokommunikation oder ähnliche Qualifikation
  • freundliches zugewandtes Auftreten
  • gute MS-Office-Kenntnisse
  • exakte gründliche Arbeitsweise
  • Fähigkeit, sich selbstständig Dinge anzueignen
  • Fähigkeit, sich in andere Menschen hineinzuversetzen (z.b. bei der Verfassung von Mails)
  • Interesse für gesellschaftliche Themen und für die Grundsätze unseres Vereins
  • Möglichkeit vereinzelt zu ganztägiger Mitwirkung ab 7 Uhr an Veranstaltungstagen

Einsatzort:

Georgenstr. 35, 10117 Berlin (S-Bahnhof Friedrichstraße)
zeitlicher Umfang: Teilzeit  (20 Stunden/Woche) mit Möglichkeit zur Aufstockung
Befristung:            keine
Vergütung:            bitte geben Sie Ihre Verdienstvorstellung an
Start:                    1. März oder 1. April 2023

Bei Interesse freuen wir uns über eine aussagekräftige, schriftliche Bewerbung als PDF an die beiden Geschäftsführer Tabea Perger und  Bernhard Heider per Mail an: bernhard.heider @  leadership-berlin.de


Geschäftsführerin Tabea Perger

 

 

 

 

neuer Termin: 23.1.23: Leadership Talk bei der Johanniter-Unfall-Hilfe

Eingetragen am 21.10.2022

21. Oktober 2022 | By |

Wir laden herzlich ein zu unserem Leadership Talk bei David Kreuziger (Teilnehmer unseres Jahresprogramms 2021) und Jennifer Elbe (Teilnehmerin unseres Jahresprogramms 2022) der Johanniter-Unfall-Hilfe:

David Kreuziger, Mitglied des Landesvorstands der Johanniter-Unfall-Hilfe

Thema:
Changemanagement – zwischen Tradition und Modernisierung eines durch eine lange Ordensgeschichte geprägten Sozialunternehmens

Zeit: Montag, der 23. Januar 2023, 18.00 – 20.00 Uhr

Ort: Berner Str. 2-3, 12205 Berlin (S-Bahnhof Lichterfelde-West)

Ab 20 Uhr findet der offene Leadership Stammtisch, ebenfalls in den Räumlichkeiten der Johanniter-Unfall-Hilfe statt.

Gesprächspartner*innen und Gastgeber*innen:
Gesprächspartner*innen sind David Kreuziger, Mitglied des Landesvorstandes und seinen Kollegen Jennifer Elbe, Bereichsleiterin Vorsorgen & Versichern, Paul Nierste, Project Lead Diversity & Inclusion und Robert Rostoski, Bildungsreferent. Die Johanniter-Unfall-Hilfe beschäftigt bundesweit 29.000 Hauptamtliche, im Landesverband Berlin-Brandenburg der Johanniter-Unfall-Hilfe engagieren sich 61.000 Fördermitglieder, über 1900 hauptamtliche und 3000 ehrenamtliche Mitarbeiter*innen. Die Johanniter engagieren sich in den Bereichen Rettungs- und Sanitätsdienst, Katastrophenschutz, Betreuung und Pflege von älteren, kranken und geflüchteten Menschen, Fahrdienst für Menschen mit eingeschränkter Mobilität, Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, Hospizarbeit und anderen Hilfeleistungen im karitativen Bereich sowie in der humanitären Hilfe im Ausland, etwa bei Hunger- und Naturkatastrophen.

Zum Thema des Leadership Talks:
Vielfalt und Stabilität des Verbandes stehen für einige diametral gegenüber, für andere gibt es keine Stabilität ohne gelebte Vielfalt. Dies gilt insbesondere für einen großen Verband wie der die Johanniter-Unfall-Hilfe e.V., der durch eine lange Ordensgeschichte geprägt ist. Die Aushandlung von Haltung, Traditionen und Arbeitskultur im Spannungsfeld der Offenheit/Öffnung für weitgehend alle Interessierten ist ein sensibles Thema. Was ist der richtige Weg zwischen der gewollt starken Position von bestehendem Ehren- und Hauptamt und der steten Entwicklung der Gesellschaft in der Vereinsstruktur? Wieviel tradierte Verbands-/Arbeitskultur ist hilfreich und ab wann wird sie zur Last? Wie kann ein achtsamer, kontinuierlicher und dadurch langsamer Prozess des Wandels im Verband laufen? Wieviel Haltung kann sich unser Verband wirtschaftlich leisten und für wie viele/welche Kompromisse sind wir/ist jeder Einzelne bereit?

Rahmenbedingungen:
Wir freuen uns über eine vielseitig zusammengesetzte Gruppe und einen für alle Beteiligten erkenntnisreichen Austausch. Das Treffen findet wie alle unsere Leadership-Talks unter Chatham House Vertraulichkeitsregel statt und alle Beteiligten geben mit ihrer Teilnahme eine Fotoerlaubnis.

Mitglieder haben bei der Besetzung der Plätze Vorrang. Wer noch kein Mitglied ist und dies ändern möchte, kann dies mit dem Ausfüllen eines Mitgliedsantrags tun. Die Teilnahme am Leadership Talk ist kostenfrei.

Zum Anmeldeformular: In seltenen Fällen kann es vorkommen, dass das Absenden des Formulars von einem allzu scharf gestellten IT-System nicht möglich ist. In diesen Fällen schicken Sie uns die Anmeldung bitte per Mail an bernhard.heider @  leadership-berlin.de .

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01.12.22: Talk zu Kunst, Digitalisierung & Gesellschaft

Eingetragen am 21.10.2022

21. Oktober 2022 | By |

Wir laden herzlich ein zu unserem Leadership Talk:

Zeit: Donnerstag, der 1. Dezember 2022
Ort: Galerie Mertens, Linienstr. 148, 10115 Berlin-Mitte


Digitalisierung, Algorithmisierung und Automatisierung wird unsere Gesellschaft und die Arbeitswelt in Zukunft weiter und immer schneller verändern. Die vernetzte Künstliche Intelligenz wird vermutlich auf absehbare Zeit besser Autofahren können als Menschen, besser Diagnosen und Heilungspläne erstellen können als Ärzt*innen, besser über Unverträglichkeiten von Medikamenten informieren können als Apotheker*innen und womöglich gar mit umfangreichem Datenmaterial gefüttert besser Personal- und Unternehmensberatung durchführen können als Berater*innen.

Welche Rolle kann der Mensch in der Interaktion mit Computern noch spielen? Dies wollen wir uns in einem Bereich anschauen, bei dem viele erst einmal denken, dass menschliche Kreativität einzigartig und unersetzlich ist – dem Bereich der Kunst:

Unser Mitglied und Alumni Peer Kriesel (damals als Geschäftsführer von PEPERONI digital GmbH), 1979 in Berlin geboren, arbeitet  – nach mehr als 15 Jahren als kreativer Kopf in der Agentur- und Werbewelt – seit 2016 nun vornehmlich als Bildender Künstler in Berlin. Er beschäftigt sich in seinem Gesamtwerk mit dem Thema „Identität und Werte im Zeitalter des digitalen Wandels und der digitalen Gesellschaft“.

Über Peer Kriesels Arbeiten: analog und digital
Peer Kriesel arbeitet sowohl analog – mit Aquarell-/Acrylfarbe und Pigmenttinte auf Papier – als auch digital. Seine rein digitalen Arbeiten befassen sich inhaltlich dabei auch mit den Themen digitale Kunst, Blockchain und NFT (Non-fungible Token) – es sind Verschmelzungen von Wimmelbildern und digitaler Zeichnung/Malerei, Abstraktionen von Fratzen und Masken, Übermalungen und stark limitierte Generative Art/PFP Projekte, die als Gegenpol zur „Schlacht“ der computergenerierten 10k-Projekte zu verstehen sind. 

Es findet sich also auch hier das Hauptthema von Kriesels Werk wieder: Die digitale Transformation, die Veränderung der Kommunikation, die Beschleunigung von Abläufen, die Masse an Daten und die scheinbare Veränderung von Werten. 

Bei unserem Leadership Talk wird Peer Kriesel uns einen Einblick in seinen künstlerischen Kosmos geben. Dabei wird er uns zudem auf den neuesten Stand der Entwicklung von digitaler und hybrider Kunst als NFTs bringen und mögliche Entwicklungen in Richtung Metaverse aufzeigen.

Jede*r, der/die etwas über Kunstdigitale Kunst und NFTs erfahren möchte, ist hier herzlich willkommen! Vorwissen ist nicht notwendig und Fragen sind explizit erwünscht! 

Nach entsprechenden Einblicken und Erläuterungen in der ersten Stunde werden wir in der zweiten Stunde den Bogen schlagen zu einem breiteren Blick auf die Veränderungen durch die Digitalisierung von Arbeitswelt und Gesellschaft bis hin zu dem eigenen Arbeitsbereich.

„The Burning Chrome“ von Peer Kriesel
Installation: Video (Abbildung: Bildschirm 32 Zoll) + Bronze-Würfel (inklusive Überreste des abgebrannten AutoModells (Aston Martin DB5) im Würfel)


Nähere Informationen und Werkreihen von Peer Kriesel:
https://peerkriesel.com/projects
https://peerkriesel.com/digitalart
https://instagram.com/peerkriesel
https://twitter.com/kriesel

Rahmenbedingungen:

Wir freuen uns über eine vielseitig zusammengesetzte Gruppe und einen für alle Beteiligten erkenntnisreichen Austausch. Das Treffen findet wie alle unsere Leadership-Talks unter Chatham House Vertraulichkeitsregel statt und alle Beteiligten geben mit ihrer Teilnahme eine Fotoerlaubnis.

Die Teilnahme für Mitglieder ist kostenfrei, für sonstige Gäste fällt ein Teilnahmebeitrag in Höhe von 20 Euro an.

Zum Anmeldeformular:
In seltenen Fällen kann es vorkommen, dass das Absenden des Formulars von einem allzu scharf gestellten IT-System nicht möglich ist. In diesen Fällen schicken Sie uns die Anmeldung bitte per Mail an bernhard.heider @  leadership-berlin.de .
Hier nun das Anmeldeformular:

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Unterrepräsentanz von Ostdeutschen in Führungspositionen

Eingetragen am 26.09.2022

26. September 2022 | By |

Wo liegen die Ursachen? Wie kann daran etwas geändert werden? Darüber sprachen wir zu unserem Leadership-Talk am 23. August mit Holger Friedrich, ostdeutscher Multiunternehmer und u.a. Inhaber der Berliner Zeitung. Das Thema ist zu komplex, um dem Anspruch gerecht werden zu können, bei einem solchen Termin gemeinsame Antworten zu finden.

Es war allerdings ein äußerst spannender Austausch mit teilnehmenden Führungskräften aus Ost- und Westdeutschland und der Erkenntnis, dass eine kritische Sichtweise auf die Eingliederung der Gebiete und Bevölkerung der DDR in die BRD aus westdeutscher Perspektive eher als „Wiedervereinigung“ als Erfolg gewertet wird wohingegen sie aus Sicht vieler Ostdeutscher mitunter auch mit Enttäuschungen, Verletzungen verbunden und von manchen gar als „Kolonialisierung“ empfunden wird.

Ähnlich sieht es im Hinblick auf die Wahrnehmung und ein Problemempfinden der auch heute noch starken Unterrepräsentanz von Ostdeutschen in Führungspositionen aus. Dass dies ein Thema (zumindst für viele Ostdeutsche) ist, dazu hatten wir im Vorfeld bereits einige Infos zusammengetragen, die wir im folgenden ebenfalls beifügen.

Im Rückblick auf den Termin am 23. August kann man sicherlich feststellen, dass die Frage im Raum stand, was man aus der Vergangenheit lernen kann oder lernen sollte, damit unsere Gesellschaft für die Zukunft besser gemeinsam aufgestellt ist. Sicherlich ein Thema, über das sich weiterhin zu sprechen lohnt!


Hier einige Zahlen und Links zur Unterrepräsentanz von Ostdeutschen in Führungspositionen:

Auch über 30 Jahre nach der Wiedervereinigung sind Menschen, die ihre Kindheit und Jugend weitgehend auf dem Gebiet Ostdeutschlands verbracht haben, in Führungspositionen sehr stark unterrepräsentiert – so das Ergebnis einer kürzlich veröffentlichen Studie im Auftrag des mdr. Basierend auf dieser Studie müssten fünfmal so viele Ostdeutsche in Führungspositionen sein, um dem Anteil an der Gesamtbevölkerung zu entsprechen. Nach einem im Jahr 2020 in der Süddeutschen Zeitung veröffentlichten Artikel müssten es sogar bis zu zehnmal so viele Ostdeutsche sein.

Wenn auch auf den ersten Blick nicht sichtbar, so ist die Unterrepräsentanz in Bezug auf den Bevölkerungsanteil von Ostdeutschen gegenüber Westdeutschen damit zwei- bis fünfmal so hoch wie die Unterrepräsentanz von Frauen gegenüber Männern. Was dabei besonders zu denken gibt, ist der Umstand, dass sich die Unterrepräsentanz nicht in den letzten Jahren „ausgewachsen“ hat, sondern in manchen Bereichen sogar noch gestiegen ist. Darüber hinaus hat die extreme Unterrepräsentanz von Ostdeutschen bisher kaum den Weg ins öffentliche Bewusstsein gefunden und wird von vielen (insbesondere Westdeutschen) nicht als Problem wahrgenommen.

Dabei schlägt sich die Unterrepräsentanz in Führungspositionen und an gesellschaftlicher Teilhabe auch anderweitig nieder. Die große Mehrheit der Westdeutschen hat den Eindruck, dass es vertane Zeit sei, sich noch weiter mit Unterschieden der Lebensverhältnisse und Einstellungen in Ost und West zu beschäftigen. Aus ostdeutscher Perspektive sieht das ganz anders aus, siehe unten aufgeführte Umfragen.

15.06.2022 Deutschland,Berlin,A-Studio,Holger Friedrich,-DIGITAL PHOTO.50MB. Copyright:Jens Rötzsch

Auch wenn es viele nicht wahrhaben  wollen bzw.  glauben, dass sich das Thema Ost-West auswächst bzw. mit der nächsten Generation erledigt hat – aus Sicht eines großen Teils der Ostdeutschen (auch derjenigen, die erst nach der Wende geboren wurden) sieht das ganz anders aus. Hier einige Zahlen:


Umfragen mit dem Fokus Ost-West:

In einer Umfrage des mdr aus dem Jahr 2021 vertraten 76%  der befragten Ostdeutschen die Ansicht, dass es heute noch eine Rolle spielt, ob man Ost- oder Westdeutscher ist, nur für 23% spielt es keine Rolle mehr. Bemerkenswert dabei ist, dass unter den nach der Wende geborenen Ostdeutschen der Anteil derer, die finden, dass die Herkunft heute noch einen Einfluss hat, mit 82% sogar noch höher ausfällt. Mit 89% vertritt auch eine deutliche Mehrheit der befragten Ostdeutschen die Meinung, dass es 31 Jahre nach der Deutschen Einheit noch Vorurteile gegenüber Ostdeutschen gibt.

In einer Umfrage des ARD-Deutschlandtrends aus dem Jahr 2020 zur Identität in West- und Ostdeutschland gaben 41% der Ostdeutschen an, sich in erster Linie als Ostdeutsche zu fühlen, nur 55% fühlten sich eher als Deutsche. In Westdeutschland hingegen fühlten sich nur noch 16% als Westdeutsche und 78% eher als Deutsche.

In einer Umfrage von Infratest Dimap aus dem Jahr 2020 gaben 42% der befragten Ostdeutschen an, dass sie sich als Bürger zweiter Klasse fühlen. 71% der Befragten vertraten die Auffassung, dass die DDR-Wirtschaft vor allem zum Vorteil westdeutscher Unternehmen abgewickelt wurde. 18% der befragten Ostdeutschen fanden, dass die DDR-Gesellschaft in vielen Bereichen Vorteile hatte und 70%, dass die DDR-Gesellschaft in einigen wenigen Bereichen Vorteile hatte. Nur 10% der Ostdeutschen wünschen sich allerdings die DDR zurück.

In einer Umfrage aus dem Jahr 2019 von Allensbach gaben nur 42% der Befragten Ostdeutschen an, dass die in Deutschland gelebte Demokratie die beste Staatsform sei. In Westdeutschland waren hingegen 77% dieser Meinung. In einer 2022 ebenfalls von Allensbach durchgeführten Befragung äußerten 45% der Befragten in Ostdeutschland die Meinung, in einer Scheindemokratie zu leben – in Westdeutschland lag der Anteil bei 28%.


Unterrepräsentanz von Ostdeutschen in der Politik:
In den ostdeutschen Landesregierungen lagen die Anteile Ostdeutscher in den Jahren 1991, 2004 und 2016 bei mindestens 70 Prozent, aktuell liegen sie bei nur noch 60 Prozent, so ein Ergebnis der kürzlich veröffentlichten mdr-Studie. Selbst die Spitzenpositionen der beiden Parteien AfD und Die Linke , die vor allem in Ostdeutschland ihre höchsten Ergebnisse erzielen, sind häufiger von Westdeutschen besetzt. So äußerte sich Hans Modrow Anfang 2022, dass er die Linkspartei in westdeutscher Hand sehe. Dass der einzige von der Linkspartei gestellte Ministerpräsident, Bodo Ramelow, gebürtiger Westdeutscher ist, kann als Beispiel herangezogen werden. Auch sein Thüringer Gegenspieler von der AfD, Björn Höcke, kommt genauso wie Alexander Gauland, Alexander Kalbitz oder der AfD-Chef von Sachsen-Anhalt, Martin Reichardt, aus dem Westen.

Auch bei den anderen Parteien sind Westdeutsche häufiger vertreten, wenn es z.B. um die Kandidatur in ostdeutschen Wahlkreisen für den Bundestag geht. In Brandenburg waren dies z.B. Olaf Scholz und Annalena Baerbock ebenso wie zwei der vier Direktkandidaten der Brandenburger CDU.

So ist es auch kein Wunder, dass nur 5 der 54 Spitzenämter (Minister*innen und Staatssekretär*innen) in der Bundesregierung von Ostdeutschen besetzt sind, wie Dr. Denis Huschka Anfang 2022 in der Berliner Zeitung ausführte. Auch bei den Spitzenbeamten sieht es nicht anders aus. Von den 111 Abteilungsleiterposten in Bundesministerien sind aktuell gerade einmal vier von Ostdeutschen besetzt, wie die Tagesschau berichtete. Das entspricht einem Anteil von 3,6%. In der vorherigen Regierung, die von  einer ostdeutschen Bundeskanzlerin geführt wurde, lag der Anteil sogar nur bei 3%, wie aus einem Artikel der Süddeutschen Zeitung hervorgeht.

In der Wirtschaft ist die Unterrepräsentanz noch ausgeprägter:
Der Anteil Ostdeutscher in DAX-Vorständen fiel im Jahr 2021  auf 0,8%  – nur noch zwei von 246 DAX-Vorständen kommen aus Ostdeutschland. Im Jahr 2016 gab es noch 3 DAX-Vorstände mit ostdeutscher Herkunft. Dem gegenüber steht ein Bevölkerungsanteil von 17%. Während die Unterrepräsentanz von Frauen inzwischen als Thema wahrgenommen wird und etwas dagegen unternommen wird – unter den 246 DAX-Vorständen waren 42% der Neuberufungen im vergangenen Jahr weiblich und der Frauenanteil ist damit auf 19% gestiegen – läuft die Problematik der Unterrepräsentanz von Ostdeutschen in Führungspositionen weiterhin bei vielen unter dem Radar. Dabei sind die Ursachen ähnlich wie bei der Unterrepräsentation von Frauen – von männlich bzw. westdeutsch geprägten Netzwerken über einen Mangel an Vorbildern bis hin zu unbewussten Aspekten (unconscious bias).

Auch in der Wirtschaft ist keine Besserung in Sicht. So sank der Anteil Ostdeutscher in der Leitung der 100 größten ostdeutschen Unternehmen von 52 Prozent (2004) und 45 Prozent (2016) auf 27 (2021) Prozent. Auf der Stellvertreter*innenposition liegt er bei 20 Prozent, wie die Studie „Der Lange Weg nach oben“ zeigt.

Unterrepräsentanz von Ostdeutschen in Führungspositionen in Medien:
Auf den Spitzenpositionen der großen privaten Medienkonzerne  (Geschäftsführung und Vorstandsvorsitz) gibt es aktuell keine Ostdeutschen. Auf den Posten der Chefredakteur*innen der auflagenstärksten 28 Zeitungen und 29 Zeitschriften gibt es aktuell lediglich zwei Ostdeutsche (Focus und Neues Deutschland).

Auch in den Chefredaktionen der 13 großen Regionalzeitungen Ostdeutschlands haben 32 Jahre nach der Wiedervereinigung weitgehend Westdeutsche das Sagen. Hatten 2016 noch 62 % der Redaktionsleiter*innen eine ostdeutsche Herkunft, so sank dieser Anteil 2022 auf 43%. Unter den Verlagsleiter*innen und Geschäftsführer*innen lag der Anteil von Personen mit ostdeutscher Herkunft bei 20%.



Leadership Berlin hat seit 14. Juni einen neuen Vorstand

Eingetragen am 20.06.2022

20. Juni 2022 | By |

Wie alle zwei Jahre, wurde am 14. Juni 2022 auf der ordentlichen Mitgliederversammlung ein neuer Vorstand gewählt. Gemäß unserer Satzung werden in drei Wahlgängen jeweils 3 Mitglieder aus dem privatwirtschaftlichen, aus dem öffentlichen und dem gemeinnützigen Bereich gewählt. Für eine Kandidatur auf die 9 Positionen im Vorstand hatten sich dieses Mal 11 der 204 Mitglieder gemeldet.

Gewählt aus dem privatwirtschaftlichen Bereich wurden:

Andrea Mawad
Leiterin Talent Acquisition Siemens AG Deutschland und Teilnehmerin unseres Jahresprogramms 2020

Nadine Evers
Senior Special Consultant bei Roland Berger und Teilnehmerin unseres Jahresprogramms 2019

Stefan David Haupt
Filialdirektor Unter den Linden der Deutschen Bank und Teilnehmer unseres Jahresprogramms 2021


Gewählt aus dem öffentlichen Bereich wurden:

Andreas Scholz-Fleischmann (Vorstandsvorsitzender)
Vorstandsvorsitzender der Berliner Bäderbetriebe a.D. und Teilnehmer unseres Jahresprogramms 2015

Dr. Anja Teschner
Vizepräsidentin Landgericht Berlin und Teilnehmerin unseres Jahresprogramms 2020

Petra Göbel
Personalleiterin der Messe Berlin und Teilnehmerin unseres Jahresprogramms 2013


Gewählt aus dem gemeinnützigen Bereich wurden:

David Driese (Schatzmeister)
Vorstand des Humanistischen Verbandes Berlin-Brandenburg und Teilnehmer des Jahresprogramms 2017

Sebastian Schimming
Geschäftsführer der KreativitätsSchulzentrum Berlin gGmbH und Teilnehmer des Jahresprogramms 2019

Sonja Müseler (Schriftführerin)
Vorstandsvorsitzende der Stiftung Telefonseelsorge Berlin und Teilnehmerin des Jahresprogramms 2013

Wir danken allen neuen und alten Vorständen und allen, die sich ehrenamtlich bei uns engagieren und freuen uns auf zwei spannende, inspirierende Jahre mit dem Vorstand in neuer Zusammensetzung. Herzlichen Dank auch an Thomas Mampel, Geschäftsführer des Stadtteilzentrums Steglitz, Tony Charly Reinicke, Leiter des Kinder-Jugend- und Nachbarschaftszentrums und allen dort beschäftigten, dass sie uns mit ihrer Einrichtung für unsere Mitgliederversammlung und dem anschließenden Sommerfest einen schönen Veranstaltungsort mit interessanten Einblicken geboten haben.

Neues Projekt von Leadership Berlin: Tag des Grundgesetzes

Eingetragen am 16.06.2022

16. Juni 2022 | By |

Das Grundgesetz ist zwar schnell genannt, doch ist sein Inhalt leider wenig bekannt, wenn es um Freiheiten und Grundrechte geht. Um daran etwas zu ändern, besuchten am 23. Mai anlässlich des „Tags des Grundgesetzes“ elf aktive und ehemalige Berliner Richter*innen Schulklassen an drei Berliner Schulen, um mit den Schüler*innen anhand konkreter Beispiele über Meinungsfreiheit, Religionsfreiheit, den Schutz der Familie und andere Grundrechte ins Gespräch zu kommen. Initiiert wurde das Projekt von unseren Mitgliedern Dr. Anja Teschner (Vizepräsidentin des Landgerichts Berlin, zugleich Vorstand bei Leadership Berlin) und Winfriede Schreiber (ehemals u.a. Präsidentin des Verwaltungsgerichts Cottbus und Leiterin des Brandenburger Verfassungsschutzes und zugleich Vorstand bei Leadership Brandenburg). Mit Unterstützung von Tilmann Kötterheinrich-Wedekind, der als Schulleiter des Ernst-Abbe-Gymnasiums 2020 an unserem Collaborative Leadership Programm teilgenommen hatte und mittlerweile im Leitungsstab „Bund-Kabinett-Parlament“ der Senatsverwaltung für Bildung tätig ist, wurden im Vorfeld kontroverse Beispiele identifiziert, anhand derer die Richter*innen mit den Schülern Aspekte des Grundgesetzes diskutierten.

Winfriede Schreiber im Gespräch mit einer Schüler*innengruppe über die Meinungsfreiheit


Und zu diskutieren gab es einiges: Am Beispiel Namensgebung zeigten Dr. Anja Teschner und der Familienrichter Dr. Wimmer in einer 9. Klasse der Kopernikus-Oberschule in Steglitz als Einstieg eine Filmszene aus dem Film „ Der Vorname“, in dem Eltern ihr Kind „Adolf“ nennen wollen. Sie debattierten dann mit den Schüler*innen darüber, ob Namen wie Dschihad, Pepsi-Carola,  Obelix, Doktor oder Mausi zugelassen werden sollten. Nicht nur die Schüler*innen waren hier unterschiedlicher Meinung, auch die beiden Richter*innen zogen sich ihre Roben an und hielten Plädoyers mit jeweils unterschiedlichem Standpunkt ab. Die Schüler*innen konnten danach darüber abstimmen, welcher der Argumentationslinien sie folgen würden. Sie schätzten es sehr, so intensiv und kontrovers diskutieren und sogar einmal die Roben anprobieren zu können.

Nicht weniger anregend war der Austausch über die Grenzen der Meinungsfreiheit – ein Thema, über das Winfriede Schreiber und Werner Gräßle (Präsident des Amtsgerichts Lichtenberg) am Neuköllner Albert-Einstein-Gymnasium mit einer 10. Klasse diskutierten. Anhand eines Liedtextes von Xavier Naidoo ging es dabei vor allem um die Fragestellung, ob der Sänger aufgrund dieses Textes als Antisemit bezeichnet werden dürfe. Es wurde angeregt darüber debattiert, welche Äußerungen durch die im Grundgesetz verankerte Meinungsfreiheit abgedeckt seien und wo die Grenze zu Beleidigung, Verleumdung oder übler Nachrede liegen könnte. Den Schüler*innen fielen dazu noch weitere Beispiele ein und sie freuten sich über die einmalige Gelegenheit, die Sichtweise von Richter*innen zu verschiedenen Fragestellungen erfahren zu können. Eine Frage beispielsweise lautete, ob es nicht gegen die Religionsfreiheit verstoße, wenn Lehrer*innen muslimischen Schüler*innen in der Pause das Beten auf dem Schulhof verbieten.

Wir danken allen beteiligten Richter*innen, der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie und den Schulleiter*innen und Lehrer*innen, die die Besuche ermöglichten. Unser Kompliment geht an die Schüler*innen dafür, wie aufmerksam, interessiert und engagiert sie an dieser außergewöhnlichen Unterrichtseinheit mitgewirkt haben. Winfriede Schreiber, Dr. Anja Teschner und Tilmann Kötterheinrich Wedekind gilt unserer ganz besonderer Dank für ihre Initiative zu diesem neuen Programm. Wir hoffen und sind zuversichtlich, dass unser neues Projekt „Tag des Grundgesetzes“ zukünftig an jedem 23. Mai mit einer wachsenden Zahl von Beteiligten stattfinden wird. Und falls bei einem/einer Schüler*in durch diese Begegnung das Interesse geweckt wurde, eine Ausbildung als Justizhelfer*in zu absolvieren oder Jura zu studieren, dann wäre dies aus Sicht der Führungskräfte in der Justizverwaltung auch kein schlechter Nebeneffekt.

Leadership Talk mit Simon Batt-Nauerz, AeroGround Berlin

Eingetragen am 22.12.2021

22. Dezember 2021 | By |

Zu unserem Leadership Talk im Januar treffen wir Simon Batt-Nauerz, Geschäftsführer bei AeroGround Berlin GmbH.

Thema: Blick hinter die Kulissen am BER

Zeit: Mittwoch, der 05. Januar 2022, 18.30 – 20.00 Uhr

Ort: Der Termin findet aufgrund der Corona Pandemie digital via Zoom statt, die Zugangsdaten werden mit der Zusage verschickt

Zu unserem Leadership Talk im Januar treffen wir Simon Batt-Nauerz, Geschäftsführer bei AeroGround Berlin GmbH

Zum Thema des Leadership-Talks:

Der Berliner BER war die letzten Jahre vor allem mit schlechten Schlagzeilen in den Medien. Wie kann es Simon Batt-Nauerz und Aeroground Berlin gelingen, entgegen dieses Rufs ein attraktives Arbeitgeberbild zu zeichnen? Wie kann die Motivation von Mitarbeitenden im unteren Lohnsegment aufrecht erhalten werden und wie können Menschen mit geringer Qualifikation dabei unterstützt werden, den Übergang in die Arbeitswelt erfolgreich zu meistern? Leadership Berlin lädt ein, gemeinsam mit Simon Batt-Nauerz am Beispiel des größten Bodenabfertigers Berlins über Personalführung von Beschäftigten im unteren Lohn- und Bildungs-Niveau und den Umgang mit Krankenstand und Minderleistung zu diskutieren.

Zu Aeroground Berlin und dem Gesprächspartner Simon Batt-Nauerz:

Aeroground Berlin GmbH ist eine hundertprozentige Tochter der „Aerogrund Flughafen München“, die wiederum zu hundert Prozent im Besitz der Flughafen München GmbH ist – also der Betreibergesellschaft des Münchner Flughafens. Die Mehrheit hält dort der Freistaat Bayern, Teile gehören aber auch der Landeshauptstadt München und der Bundesrepublik Deutschland. Der Bodendienstleister ist mit knapp 600 Mitarbeitenden Marktführer am BER. Er kümmert sich unter anderem um die Flugzeug- und Gepäckabfertigung, den Passagier-Check-In, Sonderbetreuung an den Flughäfen und das Ticketing. Die Mitarbeitenden sind also für den reibungslosen Ablauf der Flugzeugabfertigung zuständig und tragen dafür Sorge, dass Passagiere ihre Koffer pünktlich entgegen nehmen können, Flugzeuge mit Frischwasser versorgt sind oder Passagiere und Crews zu ihrem Flug transportiert werden. Das Unternehmen soll allein für die Lufthansa-Gruppe 20.000 bis 30.000 Flüge jährlich abfertigen. Dazu gehören neben klassischen Lufthansa-Flügen auch die Flüge der Töchter Eurowings, Swiss, Austrian Airlines und Brussels.

Simon Batt-Nauerz ist seit 2018 Geschäftsführer der AeroGround Berlin GmbH. Zuvor war der 37-jährige für die ALBA Group tätig, zuletzt als Geschäftsführer und Regionalleiter für Niedersachsen und Sachsen-Anhalt.

Simon Batt-Nauerz leitet ehrenamtlich den Mobilitätsausschuss des VBKI mit dem Kernthema: „New Mobility – Die mobile Zukunft unserer Stadt“.

Weitere Infos: www.munich-airport.de/aeroground

Rahmenbedingungen:

Wir freuen uns über eine vielseitig zusammengesetzte Gruppe und einen für alle Beteiligten erkenntnisreichen Austausch. Das Treffen findet wie alle unsere Leadership-Talks unter Chatham House Vertraulichkeitsregel statt und alle Beteiligten geben mit ihrer Teilnahme eine Fotoerlaubnis.

Aufgrund der Corona-Situation findet der Termin nicht als Präsenzveranstaltung, sondern digital via Zoom statt. Mitglieder haben bei der Besetzung der Plätze Vorrang. Wer noch kein Mitglied ist und dies ändern möchte, kann dies mit dem Ausfüllen eines Mitgliedsantrags tun. Die Teilnahme am Leadership Talk ist kostenfrei.

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Sollte es zu Problemen bei der Anmeldung über das Formular kommen, kann das an Ihren Sicherheitseinstellungen liegen. Bitte senden Sie in diesem Fall einen Screenshot der Eintragung an tabea.perger@leadership-berlin.de

Leadership DISKURS zum Thema Covid-19 Impfung

Eingetragen am 06.12.2021

6. Dezember 2021 | By |

In unserem neuen Format “Leadership Diskurs” eröffnen wir Diskursräume zwischen Menschen, die unterschiedliche, konträre Positionen vertreten. Unsere erste Durchführung soll einen Diskurs zwischen Menschen, die sich für und die sich gegen eine eigene Impfung gegen Covid-19 entschieden haben, stattfinden. Auch und gerade weil dieser Diskurs hochemotionalisiert ist, die Positionen sich zusehens verhärten und viele einen solchen Diskurs ablehnen, weil sie „der Gegenseite“ nicht nur die Argumente, sondern auch den gesunden Menschenverstand absprechen, wollen wir mit „Leadership DISKURS“ einen Versuch wagen für einen zivilisierten, respektvollen Austausch.

Zeit:    Montag, der 13. Dezember, 18.30 – 20.15 Uhr
            18.30 – 19.30 Uhr   Austausch von Sichtweisen von Geimpften und Ungeimpften
            19.30 – 20.15 Uhr   Rückschau in getrennten Zoom-Räumen auf den vorherigen Austausch

Ort:    Zoom (wird nach Anmeldung mitgeteilt)

Teilnehmende: 
Mitglieder von Leadership Berlin (unabhängig vom Impfstatus) und Personen, die sich bewusst gegen eine eigene Impfung gegen Covid-19 entschieden haben und dies zu vertreten bereit sind.

Unsere Veranstaltungsregeln:
a) Chatham-House-Vertraulichkeitsregel
b) eine Teilnahme nur nach Anmeldung und mit eingeschalteter Kamera
c) Respektvoller Umgang miteinander

>>>>>HIER GEHTS ZUM ANMELDEFORMULAR <<<<<

Zum Thema:

Kaum ein Thema emotionalisiert aktuell so stark, wie die Entwicklung der Covid-19-Infektionszahlen und ob und welche Maßnahmen notwendig, verhältnismäßig oder überzogen sind. Besonders das Thema Impfung spaltet aktuell die Gesellschaft.

In unserem letzten Jahresprogramm konnten wir feststellen, dass alle 34 teilnehmenden Führungskräfte und auch wir als Team von Leadership Berlin vollständig gegen Covid-19 geimpft sind. Unter „unseren Führungskräften“ scheint insofern eine recht ausgeprägte Homogenität in Bezug auf Impfungen vorhanden zu sein.

In der allgemeinen Gesellschaft kann von Homogenität allerdings keine Rede sein. Stand 2. Dezember 2021 haben sich in Deutschland 86,1% der Über-60-Jährigen und 75,8% der 18 bis 59-Jährigen gegen Covid-19 vollständig impfen lassen. Ein Viertel der 18-59-Jährigen ist nicht (vollständig) geimpft.

Getreu unserem Motto „begegne dem anderen“ wollen wir mit unserem Leadership Diskurs am 13. Dezember eine Möglichkeit schaffen, Geimpfte und Nicht-Geimpfte miteinander in einen Austausch zu bringen. Vielleicht können wir einen Beitrag dazu leisten, dass Geimpfte und Nicht-Geimpfte die Sichtweisen der anderen Seite etwas besser kennen lernen und alle Beteiligten aus dem Austausch gestärkt sehen, sich bei diesem und anderen Themen mit anderen Meinungen auseinanderzusetzen oder sie evtl. auch einfach auszuhalten.

Allgemeiner Hintergrund

Ein Bild unseres Leadership Diskurses zum Braunkohle-Ausstieg, an dem im Januar 2020 außer unseren Mitgliedern auch Aktivist*innen von Fridays for Future und Führungskräfte der LEAG teilnahmen

In unseren Programmen und Projekten bringen wir eine breite Vielfalt an Menschen aus den unterschiedlichsten Kontexten mit den unterschiedlichsten Qualifikationen, Zielsetzungen, Weltbildern und “Stammessprachen” zusammen. Ganz im Sinne unseres Mottos “begegne dem anderen” gehört es zu unserem Selbstverständnis, Führungskräfte darin zu stärken, sich mit “anderen” Sichtweisen und Kontexten auseinanderzusetzen, Vielfältigkeit zu respektieren und Räume für gegenseitiges Verständnis zu schaffen.

Dies ist nicht immer leicht. Eigentlich ist es nie leicht – insbesondere, wenn es Grundüberzeugungen, Werte und Emotionen berührt. Manche glauben, es sei angebracht, Menschen mit anderen Sichtweisen abzuwerten und zu glauben, dass durch Beschimpfung, Ächtung oder Druck sie schon auf den richtigen Weg kommen. Die Erfahrung zeigt, dass häufig eher das Gegenteil der Fall ist.

Da es sich bei unserer Zielgruppe um Führungskräfte handelt, vertreten wir die Überzeugung, dass sie in der Lage sein sollten, auch konträre Positionen anzuhören und ggfls. auszuhalten oder ihnen argumentativ (nicht emotional) entgegen zu treten. Dies griffen und greifen wir z.B. in unseren Programmen auf, indem wir unsere Führungskräfte auch mit Vertreter*innen konträrer Positionen ins Gespräch bringen. Z.B. einerseits mit Aktivist*innen von Fridays for Future wie auch Führungskräften aus der Braunkohle-Wirtschaft. Oder z.B. mit einer ehemaligen Führungskraft des Ministeriums für Staatssicherheit wie auch einer Führungskraft der Opferverbände kommunistischer Zwangsherrschaft. Oder mit Vertreter*innen der AfD wie auch Vertreter*innen von Moscheegemeinden und muslimischer Vereine. Oder mit Initiator*innen von Volksentscheiden und ihren jeweiligen Gegenpolen aus Wirtschaft und/oder Verwaltung.

Viele unserer Mitglieder schätzen uns gerade aufgrund dieses Aspektes, der in unserer heutigen Gesellschaft nicht gerade “Mainstream” ist. An die Stelle von “audiatur et altera pars” (man höre auch die andere Seite) ist bei vielen Menschen die Einstellung getreten, mit “der anderen Seite” sollte man am besten gar nicht reden, weil diese “neben der Spur” und jegliches Gespräch vergebene Liebesmühe sei.

Als wäre es ein gesellschaftlicher Fortschrift, wenn Angehörige “der eigenen” wie auch “der anderen Seite” nur noch mit sich selbst reden!

Wir sehen das anders und wollen Diskursräume öffnen und Menschen auch über unterschiedliche Lager hinweg miteinander in Austausch bringen.

Mentor*innen gesucht: Mentoring-Programm bei Leadership Berlin

Eingetragen am 18.11.2021

18. November 2021 | By |

Wir haben in unserem Netzwerk eine große Vielfalt von unterschiedlichsten Führungspersönlichkeiten mit reichhaltigem Erfahrungsschatz. Dies möchten wir nun auch in Form eines Mentoring-Programms zugänglich machen für Führungskräfte, Nachwuchs-Führungskräfte und Schul-Sprecher*innen.

Initiiert wurde unser Mentoring-Format durch Andreas Scholz-Fleischmann, ehrenamtlicher Vorstandsvorsitzender von Leadership Berlin – Netzwerk Verantwortung e.V. und ehemals u.a. Personalvorstand der BSR und Vorstandsvorsitzender der Berliner Bäderbetriebe.

Sind Sie bereit, sich als Mentor*in über ein Jahr hinweg mindestens quartalsweise mit einem Mentee zu treffen? Wenn ja, freuen wir uns, wenn Sie das folgende Formular ausfüllen:

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Leadership Talk mit Antje von Broock, BUND Geschäftsführerin

Eingetragen am 12.10.2021

12. Oktober 2021 | By |

Zu unserem Leadership Talk im November treffen wir Antje von Broock, Bundesgeschäftsführerin Politik und Kommunikation beim BUND.

Thema: Wie stark darf und sollte sich ein Umweltverband wie der BUND sozialpolitisch positionieren?

Zeit: Dienstag, der 23. November 2021, 18.30 – 20.00 Uhr

Ort: GEÄNDERT -Termin findet digital via Zoom statt

Antje von Broock, Bundesgeschäftsführerin Politik und Kommunikation (Foto: Simone Neumann)

Zum Thema des Leadership-Talks:
Die zwei großen Krisen – Erderhitzung und Artenschwund – zu stoppen, erfordert enorme gesellschaftliche Anstrengungen. Das wird nur gelingen, wenn die Transformation als ein Gemeinschaftsprojekt begriffen und gestaltet wird; wenn Umwelt- und Naturschutz nicht mehr als Gegenpol zu Sozialpolitik verstanden werden.  Was bedeutet das für die Positionierungen eines Umweltverbandes wie dem BUND? Muss er sich auch sozialpolitisch positionieren, um breitere Unterstützung für seine Kernanliegen zu gewinnen? Wie konkret darf er hier werden, ohne die Unterstützung der Mitglieder zu verlieren? Die Herausforderung unserer Zeit erfordert ein Umdenken. Das stellt für einen Traditionsverband wie den BUND eine große Herausforderung dar.

Zum Gastgeber und der Gesprächspartnerin:
Der BUND wurde 1975 im fränkischen Städtchen Marktheidenfeld gegründet. Seine Wurzeln liegen im klassischen Naturschutz und dem kämpferischen Umweltschutz der Bürgerinitiativen. Mit einem Jahresumsatz von 35 Millionen Euro, 467.000 Mitgliedern und 180.000 Spendern, 30.000 Ehrenamtlichen und knapp 120 Hauptamtlichen ist der BUND einer der größten Umweltverbände Deutschlands.

Antje von Broock, Jahrgang 1976, studierte Politikwissenschaft, Kommunikationswissenschaft und Linguistik in Göttingen, Potsdam, Berlin und Rennes/Frankreich. Seit 2003 ist sie beruflich für den Umweltschutz im Einsatz; ab Dezember 2006 für den BUND. Seit 2012 leitet sie das Team Klima & Energie. Seit 2015 war sie stellvertretende Geschäftsführerin, seit Dezember 2019 ist sie Geschäftsführerin für den Bereich Politik und Kommunikation. 

Weitere Infos: www.bund.net

Rahmenbedingungen:
Wir freuen uns über eine vielseitig zusammengesetzte Gruppe und einen für alle Beteiligten erkenntnisreichen Austausch. Das Treffen findet wie alle unsere Leadership-Talks unter Chatham House Vertraulichkeitsregel statt und alle Beteiligten geben mit ihrer Teilnahme eine Fotoerlaubnis.

Aufgrund der Corona-Situation findet der Termin nicht als Präsenzveranstaltung, sondern digital via Zoom statt. Mitglieder haben bei der Besetzung der Plätze Vorrang. Wer noch kein Mitglied ist und dies ändern möchte, kann dies mit dem Ausfüllen eines Mitgliedsantrags tun. Die Teilnahme am Leadership Talk ist kostenfrei.

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