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Collaborative Leadership Programm Archive - Leadership Berlin

Präsenz-Start unseres Leadership Programms

Eingetragen am 29.07.2020

29. Juli 2020 | By |

Nach Monaten der Beschränkung auf digitale Austauschformate starteten wir am 22. Juni die Präsenzphase unseres diesjährigen Leadership Programms. Unter dem Titel “Gemeinschaft gestalten” kamen die 36 Teilnehmenden unseres diesjährigen Leadership Programms an einem Ort zusammen, der sich diesem Thema in besonderer Weise widmet: der Messe Berlin.


Die 22.000 qm des CityCubes ermöglichten uns einen abwechslungsreichen Programmstart, der Austauschformate in unterschiedlicher Konstellation ermöglichte. Spannende Einblicke in das Messe-Business und die Rahmenbedingungen eines öffentlichen Unternehmens bot das Gespräch mit Dr. Christian Göke, Vorstand der Geschäftsleitung der Messe Berlin.

Nachmittags bestand für unsere Teilnehmenden sodann die Möglichkeit, die gewonnenen Eindrücke in Kleingruppengesprächen zu vertiefen. Hierzu hatten wir Betreiber*innen von Veranstaltungsorten eingeladen, an denen normalerweise über 1000 Personen am Tag zusammenkommen.

Von der Arena Treptow, Berghain, Columbiahalle, der Dar-as-Salam-Moschee, der Evangelischen Gedächtniskirche bis hin zu Tempodrom und Waldbühne hatten wir führende Vertreter*innen der unterschiedlichsten Veranstaltungsorte zu Gast, sodass in Kleingruppen intensiv über die jeweiligen Rahmenbedingungen der Zusammenkünfte vor Corona und der aktuellen Herausforderungen gesprochen werden konnte.

Es waren spannende und inspirierende Gespräche zwischen unseren Teilnehmenden und den Menschen, die Profis darin sind, “Gemeinschaft zu gestalten” und die angesichts der Covid-19-bedingten Einschränkungen von Sozialkontakten nun vor besonderen Herausforderungen stehen.

Wir hoffen, an der ein oder anderen Stelle mithelfen zu können, dass diese Orte von Großveranstaltungen, die einen nicht geringen Anteil der Anziehungskraft und der DNA Berlins ausmachen, die Zeit der Kontaktbeschränkungen wirtschaftlich überstehen werden.

Und wir danken der Messe Berlin, Herrn Dr. Göke und den anderen Gesprächspartner*innen für die erkenntnisreichen Einblicken in die jeweiligen Leadership-Kontexte und freuen uns auf den nächsten Programmtag unseres Leadership-Jahresprogramms, an dem wir zum Thema “Kritik äußern und annehmen können” im August zusammenkommen werden.

Digitaler Auftakt des Collaborative Leadership Programms

Eingetragen am 01.04.2020

1. April 2020 | By |

Alle Jahre wieder startet ein neuer Jahrgang in der schönen Umgebung der Schorfheide gemeinsam in das Collaborative Leadership Programm. Die zweitägige Auftaktveranstaltung besteht hauptsächlich aus interaktiven Elementen und stellt die Teilnehmenden vor die eine oder andere Challenge. In diesem Jahr stellte die Auftaktveranstaltung zunächst eine ziemliche Herausforderung für unser Team dar, denn die Rahmenbedingungen des Infektionsschutzes machten eine Durchführung als Präsenzveranstaltung unmöglich.

So nah und doch so weit entfernt: Die Teilnehmenden 2020 schalteten sich von Zuhause oder aus ihren Büros zu, um an der digitalen Auftaktveranstaltung dabei zu sein –
Danke für dieses commitment!

Was also tun, wenn der Bildungsauftrag gleich bleibt, die didaktischen Mittel aber wegbrechen? Die Rahmenbedingungen änderten sich fast täglich: waren 7 Tage vor unserer geplanten Auftaktveranstaltung noch Veranstaltungen bis 1000 Personen erlaubt, lagen wir vier Tage vor Beginn angesichts einer Grenze von 50 nur noch knapp unter der verbindlichen Grenze, bis diese dann zwei Tage vor geplanten Veranstaltungsbeginn auf 30 gesenkt wurden.

Nachdem wir anfänglich noch planten, die Veranstaltung “hybrid” durchzuführen, indem die Teilnehmenden entweder physisch oder virtuell zugeschaltet hätten teilnehmen können, kamen wir schließlich zwei Tage vor Veranstaltungsbeginn zu der Entscheidung, unsere Auftaktveranstaltung komplett digital durchzuführen und sie dem Fokus “Krisenmanagement” zu widmen. Maßgeblich war in der Kürze der Zeit das Einarbeiten in diverse digitale Tools und das Erstellen eines Leadership Forums für den 2020er Jahrgang, welches sich bereits so bewährt hat, dass wohl auch zukünftige Jahrgänge davon profitieren werden.

Wenngleich keine 1 zu 1 Übersetzung des persönlichen Kennenlernens in den digitalen Raum möglich ist, so haben die vielfältigen Austauschformate in Kleingruppen, Tandems, wie auch im Plenum doch einen Jahrgangs-Spirit entstehen lassen.
Besonders trugen dazu die “Krisen-Talks” zu von den Teilnehmenden selbst gewählten Themen bei:

  • Wie kriegen wir als Gesellschaft wieder den Dreh zurück zur Normalität (“Exit-Strategie”) Was sehen wir als langfristige Auswirkungen – welche Trends werden u.U. verstärkt?
  • Erfahrungen mit hohem Anteil von Home-Office – Auswirkungen auf Führung, Mitarbeitendenentwicklung und Performance
  • Wie kann ich mir selbst und anderen Kraft geben? (z.B. im Umgang mit den Eltern) und
  • Tagesplanung – wie kann ich Arbeit und Alltag (inkl. Kinderbetreuung) unter den gegebenen Umständen organisieren?

Dankbar angenommen wurden auch die Kleingruppengespräche mit Personen aus unserem Netzwerk, die die aktuelle Krise aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchteten:

  • Christian Pech, Leiter Wirtschaftsförderung der Investitionsbank Berlin: „Wie könnte die Wirtschaftsförderung in der absehbaren Krise aussehen, welche Förderinstrumente stehen zur Verfügung?“
  • Dr. Shadi Mousa, ehemaliger Oberarzt der HNO (heute niedergelassen): „Was kommt mit der Corona-Pandemie auf uns zu? Wer ist gefährdet?“
  • Dr. Friedrich Wrede (77), ehemaliger Chefarzt der Unfall-Chirurgie: „Erwürgen wir unsere Gesellschaft? Sind die Maßnahmen angesichts einer verhältnismäßig kleinen Risikogruppe von insbesondere alten Menschen angemessen?“
  • Klaus Baumeister, ehemaliger Justiziar des rbb und ehemaliger Hauptgeschäftsführer von rbb media: „Wie könnte sich juristisch die Anspruchslage auf Schadensersatz bei nicht erfüllbaren Dienstleistungsverträgen darstellen? Wie steht es um betriebsbedingte Kündigungen?“
  • Philipp Wilimzig, Geschäftsführer der IT-Unternehmen ikusei und „The People Who Do“: “Wie kann digitale Zusammenarbeit und Führung in Zeiten der Isolation und der Arbeit in Home-Offices aussehen und gelingen?”
  • Sonja Müseler, ehemalige Ausbildungsleiterin der Telefonseelsorge und Vorstandsvorsitzende der Stiftung Telefonseelsorge Berlin : „Wie geht man mit der Ohnmacht um? Wie reagieren Menschen auf eine Krise, die von außen kommt, Massen betrifft und für die es keinen Erfahrungshintergrund gibt? Wie kann psychologische Unterstützung aussehen?“

und

  • Petra Göbel, Personalleiterin der Messe Berlin: „Wie einen Branchen-Super-GAU im Personalbereich managen?“, das Gespräch musste allerdings aufgrund des aktuell realen “Super-GAUs” insbesondere für die Messe Berlin auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden.

Das Gefühl, dass “alle im selben Boot sitzen”, gepaart mit dem Erfahrungsaustausch zu lösungsorientierten Strategien hat etwas ganz Eigenes hervorgerufen. Und alleine die wöchentlichen jahrgangsinternen Video-Konferenzen bei Kalt- und Heißgetränken zeugen davon, dass jede Herausforderung eine Chance sein kann.

Wir danken allen Gesprächspartnern und Gesprächspartnerinnen für ihr Mitwirken und die spannenden Impulse, unserem Vorstandsmitglied Philipp Wilimzig für die intensive Unterstützung und natürlich allen Teilnehmenden für die Offenheit, die guten Ideen und die gute Laune – trotz widerer Umstände. Wir freuen uns und sind gespannt auf ein hoffentlich baldiges persönliches Kennenlernen mit allen Teilnehmenden!

Abschluss des Collaborative Leadership Programms

Eingetragen am 27.11.2019

27. November 2019 | By |

Der 8. und damit letzte Programmtag des Collaborative Leadership Programms 2019 mit der trisektoral zusammengesetzten Gruppe von 36 Führungskräften fand unter der Überschrift “Der Blick nach vorne – das Netzwerk entwickeln” statt. Zu Gast sein durften wir im Evangelischen Zentrum Berlin-Brandenburg, das gleichzeitig der Arbeitsplatz unseres diesjährigen Teilnehmers Andreas Czubaj und einiger unserer Alumni ist.

Am Vormittag hatten fünf der Teilnehmenden an ihren Arbeitsplatz eingeladen, um dort einen Einblick in ihr Tätigkeitsfeld zu geben und eine ihren Verantwortungsbereich betreffende Fragestellung zu diskutieren. Von einer Wohneinrichtung für Kinder und Jugendliche, die nicht mehr in ihren Familien leben können, bis hin zu einem IT-Unternehmen mit Schwerpunkt individueller Softwareentwicklung, erkundeten die Teilnehmenden nicht nur neue Ecken Berlins, sondern lernten andere Arbeitsabläufe und Insiderperspektiven kennen. Sowohl die Besucher*innen, als auch die Fallgebenden selbst kamen begeistert zurück und staunten auch am letzten Tag nochmal darüber, wie viel Potenzial und Expertise die Gruppe zu bieten hat.

Am Nachmittag gab es Gelegenheit, auf das Programm zurück zu blicken und Feedback zu geben. Zentral war dabei natürlich die Frage, wie es nach Beendigung des Programms weitergeht. Da der Gruppe die Auftaktveranstaltung mit Übernachtung im Ringhotel Schorfheide in so guter Erinnerung blieb, werden die Teilnehmenden sich an gleichem Ort zu einem Nachtreffen zusammenfinden, um gemeinsam in Erinnerungen zu schwelgen, die schöne Landschaft zu genießen und an ihre zwischenzeitlichen Erfahrungen zum Thema Collaborative Leadership anzuknüpfen.

Während das Leadership Team den Seminarraum festlich dekorierte, wurden die Teilnehmenden durch das Haus geführt und bekamen vielseitige Einblicke in die umfangreiche Arbeit der EKBO: von den weltweiten Aktivitäten des Berliner Missionswerkes über die Abläufe in der IT-Abteilung bis hin zu den theologischen Grundsätzen gaben jeweilige Führungskräfte interessante Einblicke in ihre jeweiligen Arbeitsbereiche.

Zum Abend stießen Gäste, Alumni und der trisektoral besetzte Vorstand von Leadership Berlin zu der Gruppe dazu.
Nach einer herzlichen Begrüßung durch Dr. Jörg Antoine, Präsident des Konsistoriums der Evangelischen Landeskirche, führte Andreas Scholz-Fleischmann, Vorstandsvorsitzender von Leadership Berlin durch den Abend. Die feierliche Übergabe der Zertifikate wurde aufgelockert durch „Speed-Dating“ Einheiten, bei welchen Jahrgangsteilnehmende und Gäste ins Gespräch kamen, die beim gemeinsamen Ausklang mit Snacks und Getränken fortgeführt werden konnten.

Collaborative Leadership Programm 2020: Auftaktveranstaltung

Eingetragen am 18.10.2019

18. Oktober 2019 | By |

Bitte füllen Sie das Formular zur Vereinfachung der Koordination der Auftaktveranstaltung am 19./20. März 2020 in der Schorfheide aus. Vielen Dank – wir freuen uns auf Sie.

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Programmtag: “Verantwortung annehmen und abgeben”

Eingetragen am 04.10.2019

4. Oktober 2019 | By |

Die Teilnehmenden des Collaborative Leadership Programms 2019 widmeten sich im September dem Thema „Verantwortung annehmen und abgeben können“. Beim Programmtag in der Zuckmayer Schule in Neukölln forderten wir sie dabei zunächst ganz praktisch heraus.

Als „Vertretungslehrer*innen“ übernahmen sie in 2er-Teams oder alleine eine Unterrichtseinheit in Schulklassen der 9. und 10. Jahrgangsstufe der Integrierten Sekundarschule. Unterstützung in der Vorbereitung erhielten sie von Carmen Vallero, die nach ihrer Teilnahme am Collaborative Leadership Programm 2016 so beeindruckt von der Situation der Schüler*innen war, dass sie sich seitdem ehrenamtlich als Koordinatorin des Projekts Vertretungsstunde engagiert.

Ziel der Unterrichtseinsätze ist, den Jugendlichen eine Perspektive auf die Berufswelt aus der Praxis einer Führungskraft zu geben. Dabei staunten viele Schüler*innen, dass nicht alle Wege nur geradeaus führen, sondern dass auch einige der heutigen Führungskräfte mit Startschwierigkeiten zu kämpfen hatten. Das verdeutlichte, dass es sich lohnt, Verantwortung für die eigene Zukunft zu übernehmen und dass Disziplin und Zuverlässigkeit notwendig sind, um auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. In spielerischen Übungen versuchten die “Vertretungslehrkräfte” mit den Jugendlichen realistische Einschätzung ihrer eigenen Stärken und Schwächen herauszuarbeiten und entwickelten daraus Perspektiven, die nicht immer den klassischen Berufen, dafür aber besonderen Kompetenzen und Anforderungen entsprechen.

Die stellvertretende Schulleiterin Frau Stollin, die pädagogische Koordinatorin Frau Drochner und Jobcoach Frau König, die den Schüler*innen beim Übergang in die Ausbildung hilft, berichteten, dass viele der Jugendlichen an der Schule erschwerte Ausgangsbedingungen haben. Bei 97% ist die Herkunftssprache nicht Deutsch und 92% kommen aus Familien, die von Hartz IV leben. Familiäre Unterstützung beim Lernen und Planen der beruflichen Zukunft fehlt vielen. Deshalb nimmt die Schule neben dem Fachunterricht und der Wissensvermittlung auch einen Erziehungsauftrag wahr und vermittelt soziale Kompetenzen.

Dieses Engagement steht beispielhaft für Verantwortung über den formalen Zuständigkeitsbereich hinaus und motivierte einige Führungskräfte, sich nach dem Programmtag weiter an der Schule engagieren zu wollen.

Zu Gesprächen über die verschiedenen Facetten von Verantwortung ging es am Nachmittag hinaus in die Stadt. Die Teilnehmenden erhielten Einblicke in verschiedene Sichtweisen auf die Verantwortung, die die Gesprächspartner*innen jeweils in ihren Unternehmen oder für gesellschaftliche Themen übernehmen. Im Anschluss diskutierten die Führungskräfte besonders darüber, wo und wodurch dem Handlungsspielraum Grenzen gesetzt sind.

Wir danken den Beteiligten der Zuckmayer Schule für die Gastfreundschaft und die Einblicke sowie allen Gesprächspartner*innen für die Anregungen!

Programmtag: “Ohnmacht erkennen – Mut zum Handeln”

Eingetragen am 28.08.2019

28. August 2019 | By |

Den Programmtag zum Thema „Ohnmacht erkennen – Mut zum Handeln“ verbrachten wir mit den Teilnehmenden des Jahresprogramms 2019 in einer Unterkunft des Internationalen Bundes für wohnungslose Menschen in Neukölln.

Der sechste Tag des Collaborative Ledership Programms nimmt ein zentrales Motiv unseres Vereins in den Fokus: gesellschaftliche Missstände und Herausforderungen sollen nicht nur beleuchtet und kennengelernt werden, sondern die 36 Führungskräfte sind eingeladen zu überlegen, wie sie selbst jenseits formaler Zuständigkeit Verantwortung übernehmen können. Mit den Erfahrungen, die wir den Teilnehmenden an diesem Tag ermöglichen, möchten wir diesen „Mut zum Handeln“ fördern – auch in Kooperationen über die Sektorengrenzen des privatwirtschaftlichen, öffentlichen und Non-Profit-Bereichs hinweg.

Dabei ist es unser Ansatz, dass wir nicht nur mit denjenigen sprechen, die versuchen, gesellschaftliche Probleme zu lösen, sondern auch mit denjenigen, die unmittelbar von diesen betroffen sind. Bevor sich die Teilnehmenden mit der Leitungsebene des Aufnahmewohnheims für wohnungslose Menschen des Internationalen Bundes austauschten, durften sie daher vorab die Bewohnerinnen und Bewohner selbst besuchen und mit ihnen über ihre Lebensumstände sprechen. Dort trafen unsere Teilnehmenden auf die unterschiedlichsten Personen und Schicksale. Von einer jungen Frau, die vor der Gewalt zuhause floh, über eine Familie mit Kindern, die aufgrund von Schulden die Miete nicht mehr zahlen konnte hin zu einem Herrn, der seine damalige Wohnung “unbewohnbar gemacht” hatte und auch heute noch mit dem sogenannten Messie-Syndrom zu kämpfen hat.

Mit dem Einrichtungsleiter Kai Jörg Wiemert und der Sozialpädagogin Dchi-E Yoon fand im Anschluss ein Austausch über die Situation und die Herausforderungen in der Unterkunft statt. Das im vergangenen Jahr von knapp 160 auf 400 Plätze vergrößerte Aufnahmewohnheim verdichtet unterschiedlichste Personengruppen auf 5000 m², was natürlich einige Schwierigkeiten im täglichen Miteinander mit sich bringt. Dennoch lobten die Bewohner*innen beispielsweise das Team der Reinigungskräfte sehr und äußerten neben einiger Frustration auch viel Dankbarkeit für die Unterstützung, die sie im Heim erfahren.

Vor großen Herausforderungen stehen auch die Gesprächspartner*innen, die am Nachmittag für Kleingruppengespräche zur Verfügung standen. Sie vertreten und unterstützen Menschen, die am Rande der Gesellschaft stehen bzw. keine große Lobby haben. Ganz im Sinn von Collaborative Leadership versuchten unsere Teilnehmenden mit einem Blick von Außen Feedback zu geben und Impulse zu setzen.

Wir danken allen Beteiligten für die Gelegenheit zum offenen Austausch und dem Aufnahmewohnheim Lahnstraße des Internationalen Bundes für die Gastfreundschaft!

Programmtag: Mut zur Vielfalt – dem anderen begegnen

Eingetragen am 20.05.2019

20. Mai 2019 | By |

Der vierte Programmtag unserer Learning Journey durch die Stadtgesellschaft – unseres Collaborative Leadership Programms mit 36 Führungskräften in trisektoraler Zusammensetzung – drehte sich rund um das Thema Pluralität und Meinungsvielfalt.  Zu Gast bei den Berliner Werkstätten für Menschen mit Behinderung (BWB) beschäftigten sich die Teilnehmenden mit dem Zusammenspiel von individuellen Bedürfnissen und gesellschaftlichen Strukturen. Am Nachmittag besuchten sie in Kleingruppen Akteur*innen, die bspw. durch Trans* Identität oder kognitive Hochbegabung ein Merkmal aufweisen, welches von der Mehrheitsgesellschaft abweicht.

Nach einer Begrüßung durch den Geschäftsführer der BWB, Dirk Gerstle, wurden unsere Führungskräfte ganz im Sinne des Experiental Learnings selbst aktiv: um sich einen Eindruck von der Arbeit in den Moabiter Werkstätten zu verschaffen, begaben sie sich am Vormittag an die Seite von Beschäftigten und versuchten sich an deren Tätigkeiten. Im Anschluss fand ein Austausch über das Selbstverständnis, die Aufgaben, Finanzierung und die Herausforderungen der BWB in Zeiten von Inklusion mit Ulrich Hasenauer, Betriebsleiter der BWB, Berni Jansen, Leiterin des Begleitenden Dienstes und Edda Bindewald, Leiterin des Berufsbildungsbereiches statt.

Der weitere Tag bestand aus umfangreichen Gesprächen zu den Themenfeldern Diversität und Meinungsvielfalt und den Chancen und Risiken, die sie beinhalten. Gesprächspartner*innen waren dabei nicht nur Personen, die gängige Diversity-Aspekte repräsentierten, sondern auch Menschen, die dem Thema Vielfalt eher ablehnend gegenüber stehen.

Wir danken der BWB für die spannenden Einblicke, unseren Gesprächspartner*innen für die Offenheit und den Teilnehmenden für das rege Interesse.

Rückblick: Programmtag zum Thema Kritik äußern und annehmen können

Eingetragen am 19.04.2019

19. April 2019 | By |

Die Learning Journey durch die Stadtgesellschaft nimmt ihren Lauf: am vergangenen Donnerstag war der 36 Führungskräfte umfassende Teilnehmerkreis unseres Jahresprogramms  zu Gast beim Tagesspiegel, als Ort der Repräsentation der “vierten Gewalt”. Dort widmeten sich die Teilnehmenden in Kleingruppen und Plenardiskussionen sowohl der gesellschaftlichen als auch der persönlichen Dimension von Kritik.

Am Vormittag schwärmten die Teilnehmenden nach einem kurzen gemeinsamen Einstieg in alle Richtungen der Stadt aus: Sie trafen Akteur*innen des Berliner Stadtgeschehens, die in besonderer Weise mit Kritik zu tun haben. Entweder, weil sie selbst als kritische NGO oder Bürgerbewegung viel Kritik äußern oder weil sie bspw. als Lobbyvertreter*innen in umkämpften Themenfeldern besonders viel Kritik von außen erfahren. Ebenso waren Politiker*innen, die sowohl viel Kritik üben, als auch einstecken müssen, als Gesprächspartner*innen dabei.

Am Nachmittag kam die Gruppe im Plenum zusammen, um mit Lorenz Maroldt, Chefredakteur des Tagesspiegels und Herausgeber des Checkpoints, über die Macht von Medien in gesellschaftlichen Prozessen zu sprechen. Welche Korrektive nutzen Medien für sich selbst und welche Einflussfaktoren spielen bei Berichterstattung über Skandale eine Rolle? Anhand einer Umfrage unter den Teilnehmenden konnten verschiedene gesellschaftliche Stimmungslagen den (nicht repräsentativen) Eindrücken unter Berliner Führungskräften gegenübergestellt und mit Lorenz Maroldt diskutiert werden.

Nach einem gemeinsamen thematischen Abschluss führte Kevin Hoffmann, verantwortlicher Redakteur für Berliner Wirtschaft, der in diesem Jahr zu unserem Teilnehmendenkreis zählt, die Gruppe durch die Redaktionsräume und gab einen persönlichen Einblick in den Arbeitsalltag der verbreiteten Berliner Tageszeitung.

Wir danken allen Gesprächspartner*innen für die spannenden Einblicke, allen Teilnehmenden für das rege Interesse und dem Tagesspiegel für die Gastfreundschaft. Wir freuen uns auf die kommenden Programmtage!

Das Collaborative Leadership Programm 2019 hat begonnen

Eingetragen am 07.02.2019

7. Februar 2019 | By |

Die trisektoral besetzte Gruppe

Endlich: Die 36 Teilnehmenden des diesjährigen Collaborative Leadership Programms haben sich in der Schorfheide zusammengefunden und eins ist sicher – die Gruppe ist äußerst vielseitig besetzt und es verspricht eine spannende gemeinsame Learning Journey durch die Stadtgesellschaft zu werden!

Die ersten beiden Tage widmeten wir ganz dem gegenseitigen Kennenlernen, der Umsetzung von Methoden wie der kollegialen Beratung und dem Meinungsstrahl und ersten Diskussionen von gesellschaftlichen Herausforderungen, die aus den unterschiedlichen im Teilnehmerkreis vertretenen Perspektiven beleuchtet wurden.

Wir danken allen, die beim Zustandekommen der vielseitig zusammengesetzten Gruppe mitgeholfen haben und freuen uns auf die kommenden sechs Programmtage an den unterschiedlichsten Orten der Berliner Stadtgesellschaft mit den Teilnehmenden!

Abschluss des Collaborative Leadership Programms 2018

Eingetragen am 23.10.2018

23. Oktober 2018 | By |

Der achte und somit letzte Programmtag des Collaborative Leadership Programms 2018 mit je 12 Teilnehmenden aus der Privatwirtschaft, dem öffentlichen und dem Non-Profit Bereich fand am Mittwoch im Sharehouse Refugio unter dem Titel “Der Blick nach vorne – das Netzwerk entwickeln” statt. Am Vormittag hatten vier der Teilnehmden bis zu 9 Personen an ihren Arbeitsplatz eingeladen, um einen Einblick in ihr Tätigkeitsfeld zu bieten und selbstgewählte Fragestellungen zu behandeln. Am Nachmittag reflektierte der Jahrgang gemeinsam das Programm und tauschte sich zu weiteren Engagement und Vernetzungsmöglichkeiten aus. Da die Auftaktveranstaltung um März von einem selbstgeschriebenen Leadership-Song geprägt war, probte die Gruppe unter Leitung von Michael Betzner-Brandt weitere Varianten ein und gab sie vor der offziellen Zertifikatsvergabe am Abend unter Anwesenheit und tosendem Applaus von Alumni der letzten Jahre zum Besten.

Der 2018er Jahrgang war wieder einmal hochkarätig besetzt, besonderes Engagement ist am Abschlusstag dem öffentlichen Sektor anzuerkennen, aus dem alle Fallgeber*innen der Vor-Ort-Besuche kommen. Von der Arbeitsagentur für Arbeit über das Amtsgericht Schöneberg über die Investitionsbank Berlin hin zur Justizvollzugsanstalt Moabit, hatten die Teilnehmenden die Gelegenheit, nicht nur die imposanten Gebäude zu besuchen, sondern Arbeitsabläufe und Insiderperspektiven kennen zu lernen. Sowohl die Besucher*innen, als auch die Fallgeber*innen selbst kamen begeistert zurück und staunten auch am letzten Tag nochmal darüber, wieviel Potenzial in der Perspektivenvielfalt der Gruppe liegt.

Zum gemeinsame Mittagessen trafen wir uns in der Gesamtgruppe dann im Sharehouse refugio, einem Begegnungsraum der Stadtmission mit Wohneinheiten von Geflüchteten. Einen kulinarischen Einstieg in das Thema bot das von Malakeh Jazmati zubereitete Mittagessen. Jazmati folgte im Herbst 2015 ihrem Mann nach Deutschland und war vor ihrer Flucht im arabischen Raum als Fernsehköchin bei einem oppositionellen Fernsehsender in Syrien bekannt. Die junge Frau kann sich mit dem Kochen mittlerweile ihren Lebensunterhalt in Deutschland finanzieren. Gemeinsam mit ihrem Ehemann hat sie das Catering-Unternehmen „Levante Gourmet“ aufgebaut und eröffnet noch diesen Monat ein eigenes Restaurant. Für Jazmati bedeutet Kulinarik vor allem Kultur und Heimat und sie nutzt das Kochen als Sprache, die ein anderes Bild von Syrien vermitteln soll, als das eines zertrümmerten Kriegsschauplatzes.

Der Nachmittag drehte sich zunächst um die Fragen “Was hat mir das Programm gebracht und was nehme ich mit?” Und “was hat mir gefehlt bzw. kam zu kurz?” Dazu hatten die Teilnehmenden zunächst die Gelegenheit, sich im Stillen zu diversen Punkten Gedanken zu machen. Schließlich gab es nochmal eine gemeinsame Reflexion in der Gesamtgruppe, um schließlich die Frage zu stellen, wie es weiter gehen soll. Ein wichtiger Faktor sei das Fortbestehen des Austauschs innerhalb der Gruppe. So sollen nun mind. vierteljährig Besuche im Stil der Vor-Ort-Besuche im Teilenehmendenkreis stattfinden. Auch die Kraft der interdisziplinären Kollegialen Beratungsgruppen soll weiter genutzt werden. Zudem wird an einem Mentoring- bzw. Patenprogramm gearbeitet, das aus der Erfahrung einer eigenen Unterrichtseinheit der Führungskräfte an der Neuköllner Zuckmeyer entstand. Die Mehrheit der 36 Führungskräfte äußerte Interesse, an weiteren Leadership Angeboten teilzunehmen und diese aktiv mitzugestalten. Konkret wurde es dabei sogar auch: Das Thema “mit Rechten reden”, das an dem Programmtag Vielfalt bereits zu emotionalen Debatten führte, will von einigen in ein konkretes Konzept gebracht werden. Ein ganz kurzfristiger Einsatz wurde auch gleich fest gemacht: der nächste First Monday am 05.11.2018 findet bei der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft statt, wo unsere Teilnehmerin Jeanette Reilly als Head of Marketing tätig ist.

Schließlich leitete Petra Göbel, Mitglied des Vorstands von Leadership Berlin und Personalleiterin der Messe Berlin, durch den Abend, zu dem auch Alumni der letzten Jahre und Mitglieder des Vereins, sowie Interessierte am Jahresprogramm 2019 eingeladen waren. Für gute Stimmung sorgte der “Leadership Chor”, der alle zum Mitsingen animierte und nochmal die Erinnerungen an den phänomenalen Auftakt vor einem Dreivierteljahr in der Schorfheide erwachen ließ. Die feierliche Übergabe der Zertifikate durch jeweils zwei Vorstände aus den drei Sektoren wurde aufgelockert durch “Speed-Dating” Einheiten, bei welchen Jahrgangsteilnehmende und Gäste in kurzer Zeit in den Austausch gingen. Zu guter Letzt trugen Clemes Bethge und Cornelia Schwarz, stellvertretend für den Jahrgang, ein “Leadership-Liebesgedicht” vor, bei welchem sich Führungskräfte in den Verein verlieben.

Der gemütliche Ausklang bei Fingerfood und Getränken wurde nochmal aufgeheitert durch einen Auftritt des Begegnungschors, der sich aus dem Jahresprogramm 2015 entwickelt hatte und seitdem Geflüchtete und Alt-Berliner*innen zusammenbringt.

Wir danken dem Sharehouse Refugio, besonders Julia und Tabea, für die Räumlichkeiten und die Führung, unserem Vorstand für die Unterstützung, allen Alumni und Gästen für die Teilnahme, dem Chor und insbesondere MIchael Betzner-Brandt für die gute Stimmung. Natürlich danken wir vor allem allen 36 Teilnehmenden des Jahrgangs 2018 für das unvergessliche Programm. Wir freuen uns, auch in Zukunft mit Euch in Kontakt zu bleiben und in Berlin an einer Kultur der Verantwortung zu arbeiten! Zu guter Letzt danken wir Peer Fechner, der uns auf der zweiten Hälfte unserer Learning Experience gefehlt hat.