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Uncategorized Archive - Leadership Berlin

Leadership-Talk über Covid-19 mit Prof. Dr. Detlev Krüger

Eingetragen am 18.12.2020

18. Dezember 2020 | By |

Rückblick 2020 und Ausblick auf 2021

Viele sind das Thema leid – drum herum kommt man als Führungskraft wie auch als Bürger*in ohnehin nicht: der gesellschaftliche und innerbetriebliche Umgang mit Covid-19. Insofern widmeten wir diesem Thema unseren Leadership-Talk am 7. Dezember, zu dem 25 Mitglieder von Leadership Berlin per Videokonferenz auf Prof. Dr. Detlev Krüger trafen. Der Berliner Virologe leitete 27 Jahre lang das Institut für Virologie der Charité Berlin.

Lobende Worte fand Prof. Krüger über seinen Nachfolger, Christian Drosten, der schon lange wissenschaftlich sehr erfolgreich auf dem Gebiet der Coronaviren arbeite und auch zu den Entdeckern des SARS-Coronavirus im Jahre 2003 gehörte, sowie auch über die schnelle Entwicklung des PCR-Nachweistests für das neue Coronavirus Anfang diesen Jahres. Was die Bewertung der Sterblichkeit und Betrachtung möglicher wirtschaftlicher, gesellschaftlicher, gesundheitlicher und psychologischer Kollateralschäden der Schutzmaßnahmen anbetrifft, so vertrat Prof. Krüger eine abwägende Haltung. Neben zahlreichen Fragen unserer Mitglieder zu ganz praktischen Aspekten wie Übertragungswegen, der Wirksamkeit von Hygienemaßnahmen und den nun vorhandenen Impfstoffen, aber auch zur Sterblichkeit durch unbehandelte Tumore und Infarkte oder durch Suizide im ersten „Lockdown“, wurden insofern auch die gesellschaftlichen Aspekte intensiv besprochen. 

Deutschland ist im internationalen Vergleich bislang besser durch die Krise gekommen als viele andere Länder, was die Zahl an der Covid-19 Verstorbenen betrifft, als auch, was die Intensität des ersten Lockdowns und den Umfang der Wirtschaftshilfen angeht. Herr Prof. Krüger führte den Teilnehmenden, trotz aller Wertschätzung für die Impfstoffentwicklung, vor Augen, dass wir noch lange nicht am Ende der Krise sind. Durch die Einführung der Impfung werde die Zirkulation des Virus in der Bevölkerung nicht unterbrochen.

Da Covid-19 wie viele respiratorischen Infekte vor allem bei kälteren Temperaturen übertragen wird, werden die Gesellschaften auf unseren Breitengraden nach seiner Einschätzung bis etwa April vor der Wahl stehen, mit höheren Ansteckungs- und Todeszahlen zu leben oder sich für einschränkende Maßnahmen mit im Einzelnen unsicherer epidemiologischer Wirkung, aber Kollateralschäden an Insolvenzen im Kultur-, Veranstaltungs- und Gastronomiebereich, Schulden für die kommende Generation und auch Menschenleben zu entscheiden. 

Dass eine solche sachliche Auseinandersetzung nicht leicht ist, zeigte sich auch in der Diskussion, denn es geht auch um das Erkranken oder gar den Verlust geliebter Menschen und dieses in einen gesellschaftlichen oder gar wirtschaftlichen Kontext zu bringen, fällt schwer. Wichtig war Herrn Prof. Krüger hervorzuheben, dass das Alter hinsichtlich des Sterberisikos an Covid-19 eine große Rolle spielt und man insofern besonderes Augenmerk auf den – diskriminierungsfreien – Schutz alter und vorerkrankter Menschen legen sollte. Nicht von ungefähr seien in der Vergangenheit ca. 50% der Todesfälle bei Bewohnern von Pflegeheimen aufgetreten und das durchschnittliche Sterbealter von Covid-19-Erkrankten in Deutschland betrage 83 Jahre, liege also sogar noch etwas über der durchschnittlichen Lebenserwartung.

Inwieweit ist bei Medien die Intention, zu einem bestimmten Verhalten zu erziehen, an die Stelle der Intention, sachlich zu informieren oder kritisch zu reflektieren, getreten? Ist eine solche Ausrichtung in Anbetracht der aktuellen Pandemie angebracht? Wie stark und langanhaltend können gesundheitliche Schäden nach Durchlaufen einer Infektion sein? Woraus ergeben sich die erheblichen Unterschiede in der Übersterblichkeit zwischen verschiedenen Ländern? Wie sollte der gesellschaftliche Umgang mit Menschen sein, die sich unter Missachtung von Abstands- und Maskenregeln zu Querdenker-Demos zusammenfinden? Was sind die Kosten und Kollateralschäden eines möglichen Lockdowns über 6 Monate von November bis April und gibt es Szenarien, wie dieser vermieden werden kann? Wie groß sind die noch vorhandenen Kapazitäten an Intensivbetten bzw. was bedeutet es für Personal und Patienten mit verschobenen Behandlungen, wenn die Zahl der behandlungsbedürftigen Covid-19-Patienten von bereits 4200 bzw. 15% der 28.000 Intensivbetten in Deutschland noch weiter steigt? Wie aussichtsreich sind die Impfstoffe im Hinblick auf Verträglichkeit und Nebenwirkungen in der besonders vulnerablen Gruppe? Wie viel Schutz bietet eine durchlaufende Infektion im Vergleich zu einer Impfung? Viele Fragen wurden andiskutiert, für die es keine einfachen bzw. nicht von allen getragenen Antworten gibt.

Bereichernd im Hinblick auf den Austausch – insbesondere in der „Nachspielzeit“ in kleinerer Runde nach den angekündigten 90 min – zeigte sich die für unsere Formate typische große Spannbreite an unterschiedlichen Einschätzungen der Teilnehmer, die wir zum Abschluss der 90 min in Form einer anonymen Umfrage erhoben. Während laut Deutschlandtrend vier Tage vor unserer Videokonferenz 53% der Bevölkerung die geltenden Maßnahmen als angemessen bewerteten und sich nur 18% eine Verschärfung und 27% eine Lockerung gewünscht hätten, bewerteten unter unseren Teilnehmenden in einer anonymen Umfrage nur 39% die aktuellen Maßnahmen als angemessen, wohingegen sowohl der Anteil derjenigen, die sich eine Verschärfung wünschen (22%) wie auch derjenigen, die sich Lockerungen wünschen (39%) höher als in der Allgemeinbevölkerung ausfiel. Immerhin stellte die Vielfalt in der Zusammensetzung einen lebendigen Austausch sicher.

Wir blicken den weiteren Entwicklungen gespannt entgegen und hoffen auf demokratische und transparente Aushandlungsprozesse und dass die Polarisierung der Gesellschaft über die Auseinandersetzung zur Notwendigkeit und Akzeptanz von Maßnahmen, Impfreihenfolge und Impfpflicht, einen denkbaren Sonder-Status für Geimpfte und andere Fragen nicht weiter zunimmt. Vor allem danken wir Prof. Dr. Krüger und allen Teilnehmenden für den anregenden und als bereichernd empfundenen Austausch und wünschen allen, dass Sie gesundheitlich und wirtschaftlich gut durch die Krise kommen.

Programmtag zu Ohnmacht und Aktivismus

Eingetragen am 22.10.2020

22. Oktober 2020 | By |

Zu unserem fünften Programmtag waren wir zu Gast im Umweltforum, wo sich die 36 Teilnehmenden unseres Leadership Jahresprogramms mit Menschen und zu Themen austauschten, die einerseits kontrovers diskutiert werden, bei denen andererseits Personen aus einer benachteiligten Position heraus ein gesellschaftliches Umdenken erreichen wollen. In Anbetracht des Covid-19-Infektionsgeschehens führten wir den Programmtag „hybrid“ durch – ein Teil der Teilnehmenden war via einer Leinwand, Lautsprecher und Mikrofonen zugeschaltet.  Technisch funktionierte dies erstaunlich gut – in der Praxis bedeutete es allerdings eine deutlich verlangsamte Dynamik, da für Redebeiträge am Veranstaltungsort jeweils der Einsatz eines Mikrofons erforderlich war, damit die online zugeschalteten diese akustisch mitverfolgen konnten.

http://karuna.familyAm Vormittag befassten wir uns mit dem Thema Obdachlosigkeit. Einen intensiven Einblick boten dabei Werner und Ingo, die freimütig über ihren Lebensweg und ihre Erfahrungen in der Obdachlosigkeit berichteten. Ob über Alkohol, Drogen und andere psychische Erkrankungen, Zuzug von osteuropäischen Obdachlosen, Gewalt, Kriminalität und die unterschiedlichsten Faktoren, die zu einem Leben auf der Straße geführt haben bzw. Wege, die aus dieser Situation herausführen können – Ingo und Werner gingen offen auf Fragen unserer teilnehmenden Führungskräfte ein und zeigten auf, dass es unterschiedliche Blickwinkel auf das Thema gibt. Bereichert wurde der Austausch durch Jörg Richert, Gründer von Karuna und der KARUNA Sozialgenossenschaft, zwei soziale Unternehmungen mit vielfältigen Unterstützungsangeboten für Obdachlose und Straßenkinder. Jörg Richert warb eindringlich für die Umsetzung eines berlinweiten Aktionsprogramms mit dem Ziel, dass es bis 2030 keine Obdachlosigkeit mehr in der Stadt gibt. Diskutiert wurden dabei auch die bisherigen Maßnahmen und ob die 300 Millionen Euro, die Berlin jährlich zur Bekämpfung von Wohnungslosigkeit ausgibt, nicht auch besser ausgegeben werden könnten. Einig waren sich Jörg Richert und die aus der Betroffenheit kommenden Ingo und Werner in jedem Fall dahingehend, dass sich möglichst viele Bereiche der Gesellschaft den Themen Obdachlosigkeit und Wohnungslosigkeit annehmen sollten und dass dazu auch die Stimme von Betroffenen selbst, wie sie beispielsweise in der Selbstvertretung wohnungsloser Menschen zum Ausdruck kommt, dabei auch Gehör finden sollte.

Das Thema, wie Aktivist*innen aus einer Situation der Ohnmacht und Benachteiligung heraus, gesellschaftlich etwas bewegen können, widmeten sich die Teilnehmenden am Nachmittag in Kleingruppen bei Gesprächen mit 5 Aktivist*innen von Fridays for Future, mit Frau Prof. Dr. Godula Kosack, Vorstandsvorsitzende von TERRE DES FEMMES – Menschenrechte für die Frau e.V. und mit Tahir Tella, Vorstand und Sprecher der Initiative Schwarzer Menschen in Deutschland Bund e.V.. Egal ob es um den beschleunigten CO2-Ausstieg bis 2035, ein Kopftuchverbot an öffentlichen Schulen für Unter-18-Jährige oder um die Umbenennung von Straßen wie der M-Straße ging – unsere Teilnehmenden setzen sich mit den jeweiligen Argumenten auseinander und hatten Gelegenheit, sich mit den jeweiligen Anliegen und den Aktivitäten der Gesprächspartner*innen auseinanderzusetzen.

„Begegne dem anderen“ lautet das Motto von Leadership Berlin. Entsprechend gehört es (wie beim Thema Obdachlosigkeit) zu unserer Überzeugung, dass man nicht nur „mit einer Seite“ über etwas sprechen sollte, sondern auch und gerade jeweils mit Betroffenen bzw. Andersdenkenden. Entsprechend knüpfte das Gespräch mit den Aktivist*innen von Fridays for Future an eine Begegnung an einem vorherigen Programmtag mit dem Vorstandsvorsitzenden der LEAG, Dr. Helmar Rendez an, dem Gespräch mit Frau Prof. Dr. Kosack wird ein Gespräch mit Kopftuchträgerinnen zu einem späteren Programmtag folgen und dem Gespräch mit Tahir Della ging ein Gespräch an einem früheren Programmtag mit Erika Steinbach, Vorstandsvorsitzender der AfD-nahen Desiderius-Erasmus-Stiftung voran.

Wir freuen uns auf eine Fortsetzung unseres Leadership-Programms und spannende Gesprächen in unserer vielfältigen Gesellschaft, werden dafür allerdings zunächst einmal eine Pause einlegen, da es uns aufgrund des Covid-19-Infektionsgeschehens besser erscheint, bis zum Mai eine Pause einzulegen.

Wir danken allen Mitwirkenden an unseren bisherigen Programmtagen für ihre Mitwirkung und hoffen und wünschen für uns alle, dass die Worst-Case-Szenarien bzgl. Covid-19 und der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Folgen in den kommenden Monaten nicht eintreffen werden. Passen Sie auf sich und auf andere auf!

Programmtag zu Erfolgskriterien und Handlungsspielräumen

Eingetragen am 20.10.2020

20. Oktober 2020 | By |

Erfolgskriterien und Handlungsspielräume in unterschiedlichen Kontexten widmeten sich die 36 Teilnehmenden unseres Leadership Jahresprogramms zu unserem Programmtag „Spielräume der Macht ausschöpfen – Strategien entwickeln“. Ob mit
– Thomas Englberger, Geschäftsführer der Arena Berlin Betriebs GmbH,
– Soheil Mirpour, Vorstand des milliarden-schweren Internet-Inkubators Rocket Internet
– unserem Vorstandsmitglied Nadine Evers, bis letztes Jahr Geschäftsführerin der Open Knowledge Foundation und heute Senior Special Consultant bei Roland Berger,

oder in Kleingruppen über den eigenen Arbeitskontext tauschten sich die Teilnehmenden über die jeweiligen Erfolgskriterien, Handlungsspielräume und Strategien aus. Klar wurde dabei, dass es nicht DAS Patentrezept für Erfolg gibt, sondern dass es vielmehr darum geht, Chancen – gerade auch in Krisen oder bei besonderen Herausforderungen – zu erkennen und zu nutzen und dass der Blick von außen und ein breites Netzwerk dabei sehr hilfreich sein können.

Während der Begriff „Macht“ im deutschen Sprachraum eher negativ und restriktiv besetzt ist, widmeten wir uns dabei vor allem dem konstruktiven Aspekt des „Machens“ und wie Akteur*innen darin erfolgreich sein können, ihre Handlungsspielräume zu erweitern und erfolgreich zu sein. In Zeiten, in denen TESLA mehr wert ist als VW, Daimler und BMW zusammen bzw. in denen die „New Economy“ in vielen Bereichen die „Old Economy“ herausfordert und zum Teil „alt aussehen lässt“, hatten unsere 36 Teilnehmenden am Nachmittag Gelegenheit, sich in Kleingruppen mit 5 Start-Ups über deren Konzepte und Strategien auszutauschen und deren Erfolgsperspektiven zu diskutieren. Unser Dank geht an:

– Franziska Michel, Gründerin von Yoona Technology, die mit einer Software Modeketten die Optimierung bei der Gestaltung und Anpassung von Kollektionen anbietet

– Daniil Belazovschi und Dario Kniesel, Gründer der Kitanauten, die mit einem zugeschnittenen Vermittlungsangebot dem Fachkräftemangel in Kitas entgegenwirken

– Tim Wegner, Mit-Gründer von Workist, das Lösungen entwickelt hat, operative Geschäftsprozesse zu automatisieren und innovative Teamarbeit zwischen Mensch und KI-Algorithmus zu ermöglichen

– Anja Ring, die innovative Raumnutzungsstrategien zur optimalen Nutzung von Wohnflächen der beständigen Erweiterung von Wohnflächen entgegensetzt und

– Daniele Berardo, Mitgründer von Energenious, die eine Software-Lösung für autarke, dezentrale Energieversorgung entwickelt haben

, dass sie ihre Geschäftsmodelle mit unseren Teilnehmenden diskutiert haben. Auch und gerade weil in der anschließenden Reflexionsrunde viele unserer „arrivierten“ Führungskräfte sich entweder nicht anmaßen wollten, über die jeweiligen Erfolgsaussichten eine Aussage treffen zu können bzw. den jeweiligen Unternehmungen mitunter auch Bedenken entgegenbrachten, so wurde der „Kultur-Unterschied“ zwischen den mitunter großen „Tankern“ unserer Teilnehmenden mit all ihren Größenvorteilen und – Nachteilen und den kleinen, flexiblen Gründungsinitiativen deutlich. Dies bot eine gute Inspiration,  darüber nachzudenken, ob und wie mehr Innovationskraft und Flexibilität in den eigenen Organisationen erreicht werden könnte.

Technologische Aspekte bot der Programmtag nicht nur im Hinblick auf die von den Gründer*innen vorgestellten Geschäftskonzepte, sondern auch in der Umsetzung. In Anbetracht der zunehmenden Zahl an Covid-19-Infektionen setzten wir den Programmtag „hybrid“ um und ermöglichten Teilnehmenden, die aufgrund von Krankheitssymptomen oder aus Vorsicht oder Unternehmensvorgaben nicht physisch teilnehmen konnten eine virtuelle Teilnahme, indem sie per Bildschirm, Lautsprechern und Raum-Mikrofonen zugeschaltet waren. Unser besonderer Dank geht an Thomas Englberger, den Geschäftsführer der Arena, der trotz der angespannten Wirtschaftslage seines Unternehmen, das bislang in der Corona-Krise bis auf Kurzarbeitergeld keine öffentlichen Hilfen erhalten hat, eine Durchführung unter Einhaltung der Abstandsgebote mit 5 Tisch-Inseln im Glashaus der Arena ermöglichte und den Teilnehmenden in Kleingruppen Einblicke in das 22.000 qm umfassende Veranstaltungs-Areal inkl. Badeschiff, Club und Messehalle, in der am darauffolgenden Tag die deGUT (Deutsche Gründer- und Unternehmertage) begann, bot.

Wir drücken der Arena und den Beschäftigten die Daumen, dass sie gut durch die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise kommen und hoffen, dass diese einzigartige Location Berlin erhalten bleibt! Und natürlich wünschen wir auch den Gründer*innen viel Erfolg und freuen uns, unseren Teilnehmenden über die weitere Entwicklung der Gründungen in einigen Monaten berichten zu können.

Leadership Talk mit Dieter Hallervorden im Schlosspark Theater

Eingetragen am 05.10.2020

5. Oktober 2020 | By |

Mit unserem Leadership Talk am 5. Oktober waren wir zu Gast bei Dieter Hallervorden in dem von ihm betriebenen Schlosspark Theater. Aufhänger waren die Auswirkungen, aktuelle Strategien und Perspektiven für privatwirtschaftlich geführte Kulturbeitriebe, von denen mit dem Schlosspark Theater und dem Theater-Kabarett „Die Wühlmäuse“ gleich zwei von Dieter Hallervorden gegründet und geleitet wurden. Der Austausch beschränkte sich allerdings nicht auf den politischen und gesellschaftlichen Umgang mit Covid-19, sondern umfasste auch das künstlerische und unternehmerische Wirken von Dieter Hallervorden, der mit seinen 85 Lebensjahren auf langjährige und vielseitige Erfahrungen zurückgreifen kann. Außer Mitgliedern von Leadership Berlin ermöglichten wir zu diesem Leadership Talk auch Mitgliedern unserer Netzwerkpartner, des Vereins Berliner Kaufleute und Industrieller (VBKI) und von Mensa in Deutschland eine Teilnahme. Die Teilnehmenden saßen mit Abständen zwischen Puppen in dem 473 Plätze umfassenden Schlosspark Theaters und konnten über zwei Saal-Mikrofone ihre Fragen stellen.

Businessfotografie Inga Haar/VBKI

Zwei Leben in einem – diesen Eindruck kann man gewinnen, wenn man Dieter Hallervorden erlebt und kennenlernt. Während viele Menschen mit 65 bereits in den Ruhestand gehen, bevorzugt Dieter Hallervorden den „Unruhestand“, der nun schon 20 Arbeits-Jahre über das durchschnittliche Renteneintrittsalter hinaus geht. Auch das berufliche Wirken vereint komplett unterschiedliche Felder. Da ist zum einen die Rolle des Comedians – zum anderen die Wahrnehmung ernster Rollen. Da ist zum einen der Theater-Schauspieler, zum anderen der Film- und Fernsehschauspieler. Auf der einen Seite ist Dieter Hallervorden Solo-Künstler, der sich als solcher einem höchsten Bekanntheitsgrad erfreut – auf der anderen Seite ist Dieter Hallervorden Unternehmer und Geschäftsführer sowohl des Theater-Kabaretts „die Wühlmäuse“ wie auch des von ihm mit 1,7 Millionen Euro aus eigener Tasche instandgesetzten Schlosspark-Theaters. Aktuell steht der 85-jährige tagsüber für eine ZDF-Produktion vor der Kamera, um aus den daraus resultierenden Einnahmen das Schlosspark Theater mit der aktuell nur 20%igen Publikumsauslastung durch die Krise zu retten und die Arbeitsplätze der Beschäftigten zu erhalten.

Fotos: Businessfotografie Inga Haar/VBKI

„Ich habe so viele Krisen durchlebt“, so Dieter Hallervorden bei dem von Bernhard Heider moderierten Leadership-Talk, „da lasse ich mir von so einem Virus doch jetzt nicht mein Theater kaputt machen!“ Enttäuschung äußerte Hallervorden vor allem über die Politik, einerseits, was die Kommunikation mit der Kulturwirtschaft anbetrifft, andererseits hinsichtlich der Unterstützung privatwirtschaftlicher Kulturbetriebe, die angesichts der geltenden Abstandsregeln entweder gar nicht oder nur mit hohen Verlusten den Betrieb aufrecht erhalten können. Immerhin, so Hallervorden, sei Deutschland bislang mit weniger Toten und weniger Einschränkungen als viele  andere Länder durch die Krise gekommen – insofern hat die Politik aus seiner Sicht auch einiges richtig gemacht und er will sich auch nicht anmaßen, die Expertise von Virologen beurteilen zu können. Allerdings sind die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Auswirkungen doch gewaltig und die Lasten und staatlichen Unterstützungen mitunter sehr unterschiedlich verteilt.

Fotos: Businessfotografie Inga Haar/VBKI
Ein Aufgeben kommt für Dieter Hallervorden nicht in Frage und man nimmt ihm gerne ab, dass er noch viele Jahre unternehmerisch und künstlerisch wirken wird. Rückhalt findet er dafür insbesondere in seiner Familie, von der sein 22-jähriger Sohn Johannes Hallervorden an dem Abend auch organisatorisch mitwirkte. „Ich mache mir meine Enkel selbst“, so kommentierte verschmitzt Dieter Hallervorden den Umstand, dass er mit 63 nochmals Vater wurde.

Sofern es die Zeit zulässt – sucht und findet er auch Erholung auf der von ihm vor vielen Jahren erworbenen Insel in der Bretagne. Denn auch das wissen viele nicht von Dieter Hallervorden: er liebt französische Sprache und Kultur, studierte u.a. bei Victor Klemperer Romanistik, wirkte in der DDR u.a. als Übersetzer bevor er 1958 nur knapp vor dem Zugriff der Stasi nach West-Berlin flüchtete und übersetzt auch heute noch in seiner Freizeit französische Theater-Stücke, die er dann mitunter in Berlin zur Aufführung bringt.

Angesprochen auf die Quelle seiner enormen Energie für sein künstlerisches und unternehmerisches Wirken verweist Dieter Hallervorden vor allem darauf, wie wichtig ihm das Publikum, seine Beschäftigten und das erfolgreiche „Machen“ an sich sind. Alt ist man erst dann, wenn man vor allem zurückschaut – er hingegen schaue eher nach vorne, auch wenn er sich bewusst sei, dass das Dasein endlich ist. Ein Übriges tun bei Dieter Hallervorden nach eigenen Angaben eine Stunde Sport am Tag und eine gesunde Ernährung, die allerdings da ein- oder andere Glas Wein nicht ausschließt. In diesem Sinne ließen wir den Abend – wenn auch mit Abständen und an Tischen – im Foyer des Schlosspark-Theaters ausklingen. Es waren spannende Einblicke und für viele war es bestimmt nicht der letzte Besuch im Schlosspark Theater.

Programmtag zum Thema Verantwortung in der Zuckmayer-Schule

Eingetragen am 17.09.2020

17. September 2020 | By |

Verantwortung eröffnet Handlungs- und Entscheidungsmöglichkeiten – zugleich ist Verantwortung immer auch mit Risiken verbunden, die es sorgsam abzuwägen gilt. Zum dritten Programmtag unseres Collaborative Leadership Programms befassten sich die 36 Teilnehmenden unseres Collaborative Leadership Programms mit einer Reflexion dieser und anderer Aspekte zum Thema Verantwortung.

Zu Gast waren wir zu diesem Anlass in der Turnhalle der Zuckmayer-Sekundarschule im Neuköllner Rollbergviertel, wo die Schulleiterin Kristin Stollin und der Mittelstufenleiterin Sabine Drochner einen Einblick in Ihre Verantwortungsbereiche in einer Schule im sozialen Brennpunkt gaben. Welche Möglichkeiten es außerhalb des Programms für Engagement und Unterstützung der Zuckmayer-Schule gibt, darüber sprachen u.a. unsere Alumni Carmen Vallero, die ehrenamtlich seit drei Jahren unser Projekt Vertretungsstunde an der Schule koordiniert und Sebastian Schimming, der sich (als Geschäftsführer einer Privatschulgruppe) in dem Leadership- Freundeskreis der Zuckmayer-Schule engagiert.

Verantwortung stellt sich in unterschiedlichen Kontexten mitunter sehr unterschiedlich dar. In diesem Sinne hatten die Teilnehmenden am Nachmittag die Möglichkeit, ihre Sichtweisen auf das Thema „Verantwortung“ mit unterschiedlichen Verantwortungsträger*innen zu vertiefen. Dies waren:

– Jürgen Wittke, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Berlin,
– Dr. Gabriele Schlimper, Geschäftsführerin des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes,
– Friederike Temme, Vollzugsleiterin der Justizvollzugsanstalt des Offenen Vollzuges Berlin (zuvor Vollzugsleiterin der JVA Moabit) und
– Prof. Dr. Detlef Krüger, Direktor des Instituts für Virologie der Charité a.D., dem Vorgänger von Prof. Dr. Christian Drosten.

Wir danken allen Beteiligten für einen facetten- und erkenntnisreichen Austausch und sind gespannt, was sich daraus noch alles ergeben wird.

Programmtag zum Thema Kritik beim Tagesspiegel

Eingetragen am 23.08.2020

23. August 2020 | By |

Umso höher man in einer Organisation aufsteigt, desto mehr hat man es mit Menschen aus anderen Kontexten zu tun, die dem eigenen Unternehmen/Behörde/Organisation und den mit ihr verbundenen Zielen und Handlungsweisen eher kritisch gegenüberstehen. Diesem Zusammenhang widmeten wir unseren Programmtag “Kritik äußern und annehmen können”, zu dem die Teilnehmenden unserer Leadership Jahresprogramms dieses Mal beim Tagesspiegel zusammenkamen. Der normalerweise für bis zu 400 Personen ausgelegte Konferenzbereich bot dabei die Möglichkeit, die geltenden Abstandsregeln einzuhalten.

Im Gespräch mit Chefredakteur Lorenz Maroldt stellten die teilnehmenden Führungskräfte die Innen- und Außenperspektive von Medien und die von und an ihnen geäußerte Kritik gegenüber. Im Austausch untereinander und in Kleingruppengesprächen vertieften die Teilnehmenden ihre Betrachtungsweisen auf das Thema. Für den Nachmittag hatten wir dazu externe Gesprächspartner*innen eingeladen, die im Zusammenhang mit einer Personalverantwortung für bis zu 8000 Beschäftigte in einem Wirtschaftsunternehmen, mit langjähriger Spitzenpositionen in Behörden mit bis zu 4000 Bediensteten, mit langjähriger parlamentarischer und außerparlamentarischer Arbeit oder mit der Initiierung eines Volksentscheides ziemlich viele und mitunter sehr unterschiedliche Erfahrungen mit “Kritik-Kultur” einbrachten.

Wir danken dem Tagesspiegel, insbesondere dem Chefredakteur Lorenz Maroldt und dem Herausgeber Stephan-Andreas Casdorff für die Gastfreundschaft und allen Mitwirkenden für den spannenden und erkenntnisreichen Tag.

Rettungs- und Nutzungskonzept für Event-Locations

Eingetragen am 21.08.2020

21. August 2020 | By |

Unter dem Namen „1000plus“ bringt Leadership Berlin – Netzwerk Verantwortung e.V. die Betreiber*innen von Veranstaltungsorten, an denen normalerweise Veranstaltungen für mehr als 1000 Personen pro Tag stattfinden, zu einem sektorübergreifenden Austausch zusammen.  Das erste Treffen fand am 18. Juni im City-Cube der Messe Berlin (22.000qm Nutzfläche) statt, das darauffolgende Treffen am 11. August in der Station Berlin (23.000 qm Veranstaltungsfläche).

Neben einem Erfahrungsaustausch über die jeweiligen Herausforderungen und Best-Practice-Beispiele im Zusammenhang mit der Corona-Krise entstand aus dem Austausch folgende Idee:

  • Viele öffentliche Veranstaltungen für 20 bis 100 Personen können aufgrund der Abstandsregeln in den hierfür normalerweise vorgesehenen Räumlichkeiten nicht in gewohntem Umfang stattfinden. Beispiele:
    – Bezirksverordnetenversammlungen
    – Weiterbildungs-Seminare der Verwaltungsakademie, der IHK, Volkshochschulen usw.
    – Gerichtsverhandlungen und vieles mehr
  • Zur gleichen Zeit stehen die großen Veranstaltungsorte in Berlin weitgehend leer und ungenutzt. Veranstaltungen wie Messen, Konzerte können nicht oder nicht kostendeckend unter den gegebenen Abstandsregeln stattfinden. Viele Veranstaltungsorte wissen nicht, ob sie den Jahreswechsel bzw. das kommende Jahr wirtschaftlich überstehen werden.

Eine denkbare Win-Win-Situation könnte nun sein, dass diese großen Veranstaltungsorte für Seminare, Bezirksverordnetenversammlungen, Gerichtsverhandlungen usw. genutzt werden. Den einen wird ermöglicht, dass ihre Veranstaltungen in gewohnter Personenzahl unter Einhaltung der Abstandsregeln stattfinden können, die anderen werden wirtschaftlich vor dem Ruin gerettet.

Für die Umsetzung braucht es:

  • den dafür notwendigen politischen Willen
  • einen öffentlichen Finanztopf, aus dem die nicht unerheblichen Kosten getragen werden und
  • einen zentralen Pool mit den angemieteten Räumlichkeiten, auf den dann Behörden und öffentliche Institutionen zurückgreifen können

Der Kostenaspekt ist dabei der Dreh- und Angelpunkt. Wenn man auf die einzelne Veranstaltung schaut, wäre es finanziell kaum abbildbar, wenn z.B. für eine Bezirksverordnetenversammlung mit 55 Teilnehmenden eine Halle von 1000 qm angemietet wird. Wenn man aber das Große und Ganze sieht, dann sollte der Kostenaspekt nicht das Knock-Out-Kriterium sein, da für die zahlreichen leerstehenden Hallen in der Stadt ja auch ohne Nutzung fast genauso hohe oder sogar noch höhere öffentliche Ausgaben anfallen:

Zum Einen in Form von Kurzarbeitergeld oder Arbeitslosengeld für die hier normalerweise Beschäftigen, zum Anderen in Form von öffentlichen Finanzhilfen, die ohne Gegenleistung gewährt werden müssen, wenn die Stadt nicht ihre Veranstaltungsorte und den damit zusammenhängenden Reiz für Touristen in der Nach-Corona-Ära verlieren will.

Aus diesem Grund halten wir ein zentral gesteuertes Rettungs- und Nutzungskonzept für außerordentlich sinnvoll. Öffentliche Veranstaltungen könnten wieder mit normalen Teilnehmerzahlen stattfinden und die Veranstaltungsbranche wird gerettet, wobei es dafür eine Gegenleistung gibt.

Denkbar wäre, dass Nutzungsverträge mit Veranstaltungsorte über 20 Tage pro Monat abgeschlossen werden und die entsprechenden Mietkosten, notwendige Umbaukosten (z.B. für das Einbringen von Stühlen und Tischen), Betriebs- und Betreuungskosten aus einem zentralen Topf finanziert werden, in einen Location-Pool aufgenommen werden und öffentliche Einrichtungen/Behörden dann daraus passende Orte für ihre Formate auswählen können.

Wir versuchen aktuell, diese Idee bei den hierfür in Frage kommenden Senatsverwaltungen bzw. der Senatskanzlei einzubringen.

Umfrage zum Thema Klimawandel und CO2-Ausstoß

Eingetragen am 19.12.2019

19. Dezember 2019 | By |

Angesichts der Relevanz der Themen Klimawandel und CO2-Reduktion mit all ihren Folgen haben wir als Leadership Berlin – Netzwerk Verantwortung e.V. uns entschlossen, eine Befragung zu diesen Themen durchzuführen. Die Befragung fand zwischen August und November 2019 statt. Eingeladen zu einer Teilnahme an der Befragung haben wir 720 Führungskräfte aus Wirtschaft, öffentlichem und Non-Profit-Bereich aus unserem Netzwerk.

Die Vielfalt der Zusammensetzung kann man ungefähr anhand der Zusammensetzung unserer jährlichen Collaborative Leadership Programme ablesen. Von den 720 zu einer Beteiligung eingeladenen Personen haben sich trotz mehrmaliger Aufforderung lediglich 21 an der Umfrage beteiligt. Die Beteiligung war damit deutlich geringer als eine vorangegangene Umfrage zum Thema „Benachteiligung und Quoten“, woran sich 59 Personen beteiligt hatten. Man kann insofern daraus folgern, dass sich weit weniger Führungskräfte von dem Thema „Klimawandel und CO2-Reduktion“ angesprochen fühlen als vom Thema „Benachteiligung und Quoten“.

Wir haben zunächst einmal mit uns gerungen, ob wir die Ergebnisse angesichts der geringen Beteiligung überhaupt veröffentlichen sollten. Abgesehen davon, dass fraglich ist, ob die 21, denen die Themen „Klimawandel und CO2-Reduktion“ offenkundig zumindest so weit am Herzen liegen, dass sie sich an der Umfrage beteiligten, repräsentativ für die Gesamtgruppe an Führungskräften ist, bietet eine Zahl von 21 Fragebögen natürlich nur begrenzt eine Grundlage für eine quantitative Auswertung.

Da wir das Thema allerdings wichtig finden, haben wir die Zahl der befragten Personen erweitert und zwar um Mitglieder des Vereins „Mensa in Deutschland e.V.“, die sich durch eine kognitive Hochbegabung auszeichnen (IQ über 130) und mit denen wir über unser Projekt „Mensa meets Leadership“ verbunden sind. Mensa hat in Berlin ca. 1000 Mitglieder, die über den Berliner E-Mail-Verteiler von Mensa zu einer Teilnahme eingeladen wurden. Von den eingeladenen Personen haben sich 29 an der Umfrage beteiligt, von denen 31%  beruflich auch Führungsverantwortung tragen.

Die beiden befragten Gruppen kommen zusammen auf 50 Befragte.

Wir hoffen, mit der Veröffentlichung den einen oder anderen Impuls für eine der Relevanz des Themas angemessene, sachliche Diskussion  beizusteuern  – gerade auch mit den Antworten auf die offenen Fragen. Die Themen Klimawandel wie auch CO2-Reduktion sind es in jedem Fall aus unserer Sicht wert, denn die Folgen politischen Handelns – oder auch Nicht-Handelns – betreffen uns alle.

Hier einige Ergebnisse aus der Befragung:

  • Eine große Mehrheit von 76% der teilnehmenden Führungskräfte und 61% der Teilnehmenden mit kognitiver Hochbegabung sind der Meinung, dass die Politik dem Thema Klimawandel zu wenig Aufmerksamkeit widmet. Während unter den beteiligten Führungskräften lediglich 5% der Aussage zustimmten, dass dem Thema viel zu viel Aufmerksamkeit gewidmet wird, sind es unter den Befragten mit kognitiver Hochbegabung 28%.
  • Eine große Mehrheit von 81% der teilnehmenden Führungskräfte und 73% der Teilnehmenden mit kognitiver Hochbegabung gaben an, dass die Energieerzeugung aus Kohle in Deutschland bis 2030 beendet werden sollte. Lediglich 5% der teilnehmenden Führungskräfte und 17% der teilnehmenden mit kognitiver Hochbegabung plädieren für einen Ausstieg aus der Energieerzeugung aus Kohle erst nach 2038.
  • Sowohl innerhalb der Gruppe der Führungskräfte als auch unter den kognitiv Hochbegabten würden sich bei einer Volksabstimmung über 60% für eine Nettonull beim CO2-Auststoß bis 2035 aussprechen.
  • Über 60%  der befragten Führungskräfte wie auch der befragten Hochbegabten würden sich für eine Erfüllung der Forderung von Fridays for Future einer CO2-Steuer in Höhe von 180 Euro pro Tonne CO2 aussprechen.
  • Ungefähr die Hälfte der Befragten (Führungskräfte wie Hochbegabte) würden sich für ein Verbot von Inlandsflügen aussprechen, ungefähr die Hälfte der Befragten wäre dagegen.

Die kompletten Ergebnisse der Befragung stehen unter folgendem Link zum Download bereit.



Als Führungskraft sollte man sich nicht nur mit dem Wünschenswerten befassen, sondern auch mit der Frage der Umsetzung. In diesem Sinne hat Bernhard Heider einmal auf Grundlage der Primärenergiebilanzen einmal berechnet, was unterschiedliche Ausstiegsszenarien für den für die Substitution erforderlichen Ausbau Erneuerbarer und Reduktion des Energieverbrauchs bedeutet und wie lange es dauern würde, die Energieerzeugung durch Kohle bzw. alle fossilen Brennelemente in Deutschland durch Erneuerbare zu ersetzen. Hier die Ergebnisse:
http://leadership-berlin.de/dimensionen-zeithorizonte-und-ihre-implikationen-fur-co2-und-braunkohle-ausstieg/