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Uncategorized Archive - Leadership Berlin

Rückblick auf den Leadership Abschlusstag im FEZ

Eingetragen am 03.06.2022

3. Juni 2022 | By |

Am 18. Mai war es so weit: mit einem feierlichen Abendessen und lockeren Beisammensein auf der Dachterrasse endete unser Collaborative Leadership Jahresprogramm 2021/22.  Gastgeber war Thomas Liljeberg-Markuse, Geschäftsführer des FEZ und selbst Teilnehmer des 8 Tage umfassenden Programms, bei dem sich die 34 Teilnehmenden an den unterschiedlichsten Orten der Stadtgesellschaft mit einer Vielzahl von Stakeholdern über deren Leadership-Kontext austauschten.

Im Ringhotel Schorfheide, der Arena Treptow, der Dar-as-Salam-Moschee, der Seniorenstiftung Prenzlauer Berg, der Zuckmayer-Sekundarschule und dem FEZ trafen die Teilnehmenden auf ihrer „Learning Journey“ durch die Stadtgesellschaft allerdings nicht nur in Kleingruppengesprächen auf zahlreiche Führungskräfte aus Wirtschaft, öffentlichem und gemeinnützigem Bereich – wir ermöglichten auch Begegnungen mit zahlreichen Nicht-Führungskräften.

  • So hatten die Teilnehmenden beispielsweise an einem Programmtag Gelegenheit, in Einzelgesprächen sich auf die Bewohner*innen eines Seniorenheimes einzustellen, um dann anschließend mit der Heimleitung über den entsprechenden Leadership-Kontext zu sprechen.
  • Oder an einem anderen Programmtag hatten die Teilnehmenden Möglichkeit, sich als „Vertretungslehrerinnen“ zum Thema Berufsorientierung und Motivation in den 9. Klassen einer Neuköllner Schule zu versuchen, um dann anschließend mit der Schulleitung über die Herausforderungen im Kontext Schule zu sprechen.
  • Über das Thema Corona hatten die Teilnehmenden einerseits Gelegenheit in wechselnden Tischgesprächen mit Impfskeptiker*innen zu diskutieren und anderseits das Thema mit Prof. Dr. em Detlev Krüger zu besprechen, dem Doktor-Vater der Virologen Hendrik Streeck und Jonas Schmidt-Chanasit und langjährigen Vorgänger von Christian Drosten.
  • Und über das Thema CO2-Ausstieg konnten die Teilnehmenden einerseits mit Aktivist*innen von Fridays for Future debattieren, andererseits mit Dr. Helmar Rendez, dem Vorstandsvorsitzenden der LEAG.

Es waren Programmtage voller spannender Begegnungen, die die Teilnehmergruppe zusammenwachsen lies und Bindungen jenseits des eigenen Tätigkeitsfeldes geschaffen haben, die voraussichtlich lange halten werden. Wir schauen auf eine schöne gemeinsame Zeit zurück und hoffen, dass wir mit vielen in Verbindung bleiben!

Rückblick auf Seniors4Juniors im Mai 2022

Eingetragen am 30.05.2022

30. Mai 2022 | By |

Unter dem Namen Seniors4Juniors fand vom 9. bis 13. Mai der zweite Durchlauf unseres Nachwuchsführungskräfte-Formats von Leadership Berlin statt. 12 Führungskräfte mit maximal zwei Jahren Führungserfahrung aus privatwirtschaftlichem, öffentlichem und gemeinnützigem Bereich trafen in einer intensiven Woche zwischen Montag und Freitag auf insgesamt 16 seniore Führungskräfte, mit denen sie über Themen wie Mitarbeiter-Motivation, Team-Entwicklung, Kritik und Feedback,  Change-Management, Positionierung in einer Sandwich-Position und männliche und weibliche Sicht auf Führung sprachen.

Es zeigten sich dabei durchaus Unterschiede in den geschilderten und diskutierten Fallbeispielen und im Führungsverständnis der senioren Führungskräfte. Die Nachwuchsführungskräfte hatten insofern eine Gelegenheit, in intensiven Gesprächen mit den Gästen, aber auch untereinander zu reflektieren, was wohl am besten zu ihnen, ihrem Team und ihrem Arbeitszusammenhang passt und wie sie als Führungskraft sein wollen und wie sie nicht sein wollen.

Ich danke Dr. Anke Bytomski-Guerrier und Nancy Koch für die Unterstützung bei Moderation und Workshops und den 16 senioren Führungskräften für die offenen Gespräche und die Bereitschaft für ein anschließendes Mentoring. Ein besonderer Dank geht in diesem Sinne an:

– Andreas Scholz-Fleischmann, ehemals u.a. Personalvorstand der BSR und Vorstandsvorsitzender der Berliner Bäderbetriebe
– Winfriede Schreiber, ehemals u.a. Präsidentin des Verwaltungsgerichts Cottbus, Polizeipräsidentin von Ost-Brandenburg und Leiterin des Brandenburger Verfassungsschutzes
– Dr. Helmar Rendez, ehemals u.a. Hauptgeschäftsführer der Stromnetz Berlin und Vorstandsvorsitzender der LEAG
– Aletta von Hardenberg, ehemals u.a. Führungskraft auf verschiedenen Ebenen der Deutschen Bank und dann Gründerin der Charta der Vielfalt
– Peter Conrad, ehemals u.a. Finanzbeamter und Vizekanzler der FilmUni Babelsberg
– Dr. Julia Fahl, Leitung Präsidialbereich / Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin
– Janna Bardewyck, Senior HR Manager / Personalentwicklung UFA SERIAL DRAMA
– Andreas Johnke, Leiter des Grünflächenamts Pankow
– Ulrike Hörmann-Lecher, Geschäftsführerin der LIS-PROWO
– Aliye Stracke, Geschäftsführerin der Fabrik Osloer Straße
– Klaus Baumeister, ehemals u.a. Hauptgeschäftsführer von rbb media
– Dietrich Neumann, ehemals Managing Director von Kearney
– Dr. Anja Teschner, Vizepräsidentin des Landgerichts Berlin
– Prof. Dr. Edda Müller, ehemals u.a. Vorstandsvorsitzende von Transparency International
– Sonja Müseler, ehemals u.a. Ausbildungsleiterin der Telefonseelsorge Berlin
– Thomas Rütting, Abteilungsleiter Metering der Stromnetz Berlin

Leadership-Exkursion nach Posen vom 1. bis 3. September 2022

Eingetragen am 30.05.2022

30. Mai 2022 | By |

Europa – viele Sichtweisen und Herausforderungen

Chancen und Potentiale im europäischen Verflechtungsraum

Mit Förderung des Landes Brandenburg und in Kooperation mit dem Partnerschaftsbeauftragter des Landes Brandenburg für Wielkopolskie / Großpolen planen wir gemeinsam mit unserem Schwesterverein Leadership Brandenburg – Netzwerk Verantwortung e.V. eine 2,5-tägige Leadership-Exkursion vom 1. bis 3. September 2022 für Führungskräfte aus Berlin und Brandenburg nach Posen (Poznan).

Posen (Poznan) hat 540.000 Einwohner, ist nur 300 km von Berlin entfernt (und damit größer und näher als Hannover) und ist eine der wirtschaftlich stärksten Regionen unseres Nachbarlandes Polen. Für viele Brandenburger*innen und Berliner*innen ist die polnische Metropole trotzdem weitgehend unbekannt, liegt sozusagen im blinden Fleck einer vor allem nach Westen ausgerichteten Wahrnehmung.

Die Exkursion beinhaltet u.a. Gespräche mit
– dem Stadtpräsidenten von Posen, Jacek Jaskowiak,
– der Vorsitzenden des WRK (Dachverbandes der Nichtregierungsorganisationen in der Region Wielkopolska WRK), Justyna Ochedzan,
– zahlreichen Mitgliedern des deutsch-polnischen Wirtschaftskreises Poznan und
– dem Partnerschaftsbeauftragten des Landes Brandenburg für Wielkopolskie / Großpolen, Darius Müller und der Koordinatorin in Posen, Magdalena Antoniewicz

Fotos unserer Mitglieder-Exkursion aus dem Jahr 2016 nach Posen

Wir haben Gelegenheit über Gott und die Welt zu sprechen wie z.B. die Sicht von Polen auf Deutschland und die EU, die politischen, wirtschaftlichen und sozialen Herausforderungen in Polen, die Bedeutung der Katholischen Kirche in der polnischen Gesellschaft und vieles mehr. Und natürlich bleibt auch Zeit, sich die wunderschöne Altstadt von Posen mit ihren romantischen Hinterhof-Cafés anzuschauen und bei einem Stadtbummel vielleicht noch das ein- oder andere Mitbringsel zu finden.

Sofern eine entsprechende Förderung erfolgt, könnte jeweils ein individueller Besuch bei einer polnischen Führungskraft in einem jeweils ähnlichen Tätigkeitsfeld organisiert werden.

Zeitlicher Rahmen:

Die Anreise mit dem Zug findet am Donnerstag, dem 1. September um 15.34 Uhr ab Berlin-Ostbahnhof mit Ankunft in Posen um 18.28 Uhr statt und für die Rückfahrt ist der Zug am Samstag, dem 3. September um 16.32 Uhr mit Ankunft an Berlin-Ostbahnhof um 19.18 Uhr vorgesehen. Den detaillierten Ablaufplan Sie hier.


Wir können ca. 10 Berliner Führungskräften eine Teilnahme ermöglichen. Anmeldefrist ist der 24. Juni. Personen, die sich bereits für den ursprünglichen Termin im Mai angemeldet hatten und Mitglieder haben bei der Besetzung der Plätze Vorrang. Bitte nutzen Sie das folgende verbindliche Anmeldeformular:

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Leadership Talk mit Paul Kustermann, Gründer der “Roten Nasen”

Eingetragen am 13.03.2022

13. März 2022 | By |

Die weltpolitischen Geschehnisse sind einfach nur traurig. Was kann dagegen helfen?
Zu helfen natürlich, wenn es gerade um die Aufnahme von Geflüchteten geht.
Aber kann auch Humor gegen Traurigkeit helfen? Wir wollen es einmal versuchen:

Zu unserem Leadership Talk im März treffen wir Paul Kustermann, Gründer der “Roten Nasen – Clowns in Krankenhäusern” und Gründer und Geschäftsführer des Clownlabors Berlin.

Thema: Humor in der Arbeitswelt – welche positiven Aspekte kann Humor bewirken und wo liegen seine Grenzen? Folgende Perspektiven werden dabei besprochen:
– Humor in Krisensituationen
– Witze über sich selbst, über Vorgesetzte, Kolleg*innen, Mitarbeiter*innen, Kund*innen, u.a.
– wie kann man damit umgehen, wenn man selbst unfreiwillig Grund zur Fröhlichkeit von anderen wird?

Bei dem Leadership Talk wollen wir interaktiv über allerlei Situationen sprechen, wobei Beispiele aus dem eigenen Arbeitskontext, wo es etwas zu lachen gab, wo an falschen Stellen gelacht wurde oder wo es gut wäre, wenn es mal etwas zu lachen gäbe, sehr willkommen sind.

Zeit: Montag, der 21. März 2022, 18.30 – 20.00 Uhr

Ort: Der Termin findet aufgrund der Corona Pandemie digital via Zoom statt, die Zugangsdaten werden mit der Zusage verschickt.

Rahmenbedingungen:

Wir freuen uns über eine vielseitig zusammengesetzte Gruppe und einen für alle Beteiligten erkenntnisreichen Austausch. Das Treffen findet wie alle unsere Leadership-Talks unter Chatham House Vertraulichkeitsregel statt und alle Beteiligten geben mit ihrer Teilnahme eine Fotoerlaubnis.

Aufgrund der Corona-Situation findet der Termin nicht als Präsenzveranstaltung, sondern digital via Zoom statt. Mitglieder haben bei der Besetzung der Plätze Vorrang. Wer noch kein Mitglied ist und dies ändern möchte, kann dies mit dem Ausfüllen eines Mitgliedsantrags tun. Die Teilnahme am Leadership Talk ist kostenfrei.

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Leadership Talk mit Petra Göbel, Personalleiterin der Messe Berlin

Eingetragen am 15.02.2022

15. Februar 2022 | By |

Zu unserem Leadership Talk im Februar treffen wir Petra Göbel, Personalleiterin der Messe Berlin.

Thema: Meetingkultur zwischen Online und Präsenz –
wie hat sich die Meeting-Kultur in Organisationen während der Pandemie verändert und welche Veränderungen werden möglicherweise von Dauer sein?

Zeit: Dienstag, der 22. Februar 2022

Ort: Der Termin findet aufgrund der Corona Pandemie digital via Zoom statt, die Zugangsdaten werden mit der Zusage verschickt.

Wir freuen uns auf einen Input durch Petra Göbel, dem ein offener Erfahrungsaustausch folgen soll.

Petra Göbel, Personalleiterin der Messe Berlin

Petra Göbel ist Personalleiterin der Messe Berlin – einem Unternehmen, dessen Geschäftsmodell auf persönlichen Begegnungen beruht. Am Beispiel der Messe Berlin gibt Petra Göbel Einblicke, wie sich die interne Meetingkultur im Unternehmen während der Pandemie verändert hat und ob und in welcher Form es aus Ihrer Sicht eine Rückkehr zu früheren Präsenz-Formaten geben wird. Das Online-Meeting soll einen offenen Erfahrungsaustausch über die jeweilige Meeting-Kultur in den Organisationen der Teilnehmenden beinhalten und die jeweiligen Vor -und Nachteile von Online- und Präsenzformaten.

Zur Messe Berlin und der Gesprächspartnerin Petra Göbel:

Petra Göbel:
Petra Göbel ist gebürtige Berlinerin und studierte Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Personal in Berlin sowie Tourismus an der Michigan State University. Ihren beruflichen Werdegang begann sie 1992 bei Siemens als Dozentin am Kaufmännischen Schulungszentrum München.

Seit 1996 war Petra Göbel dann im HR-Bereich bei Siemens tätig, zunächst als Personalberaterin, dann als Personalreferentin und als Referentin Global Recruiting Initiative. Von 2001 bis 2004 war Petra Göbel Manager Executive Development & Leadership bei der Siemens Corporation in den USA. Nach ihrer Rückkehr nach Deutschland war sie bis 2010 Global HR Business Partner für Siemens, leitete bis 2014 das Fachcenter Leadership & Development und war zuletzt von 2014 bis 2018 Regional Speaker “Talent & Leadership Development” für die Personalentwicklung für Siemens in Deutschland.

Im Jahr 2018 wechselte Petra Göbel zur Messe Berlin, wo sie seitdem als Personalleiterin ist. Die Messe Berlin ist zu 100% im Besitz des Landes Berlin, beschäftigt ca. 800 Mitarbeiter*innen und erwirtschaftete vor der Corona-Zeit zuletzt einen Konzernumsatz von 347 Millionen Euro.

Rahmenbedingungen:

Wir freuen uns über eine vielseitig zusammengesetzte Gruppe und einen für alle Beteiligten erkenntnisreichen Austausch. Das Treffen findet wie alle unsere Leadership-Talks unter Chatham House Vertraulichkeitsregel statt und alle Beteiligten geben mit ihrer Teilnahme eine Fotoerlaubnis.

Aufgrund der Corona-Situation findet der Termin nicht als Präsenzveranstaltung, sondern digital via Zoom statt. Mitglieder haben bei der Besetzung der Plätze Vorrang. Wer noch kein Mitglied ist und dies ändern möchte, kann dies mit dem Ausfüllen eines Mitgliedsantrags tun. Die Teilnahme am Leadership Talk ist kostenfrei.

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Erste Durchführung unseres Seniors4Juniors-Programms

Eingetragen am 15.11.2021

15. November 2021 | By |

In unserem Netzwerk erleben wir es beständig:
auf der einen Seite wachsen Führungspersönlichkeiten aus ihrer aktiven Berufstätigkeit heraus und wechseln in “die dritte Lebensphase”. Andererseits wachsen Nachwuchsführungskräfte in Führungspositionen hinein.

Dies veranlasste uns, neben unserem etablierten Jahresprogramm für Führungskräfte vorrangig der ersten und zweiten Führungsebene aus Senatsverwaltungen, Unternehmen und gemeinnützigen Organisationen nun auch ein Format für Nachwuchsführungskräfte (max. 2 Jahre Führungserfahrung) aufzulegen, bei dem diese von den Erfahrungen ehemaliger Führungskräfte profitieren können.

Unter dem Namen “Seniors4Juniors” brachten Bernhard Heider, Geschäftsführer von Leadership Berlin und Dr. Anke Bytomski-Guerrier, Geschäftsführerin von Leadership Brandenburg in der Woche vom 8. bis 12. November 2021 im Hotel Haus Chorin 13 Nachwuchsführungskräfte in einen konstruktiven Austausch mit 12 Senior-Führungskräften und 5 aktiven Führungskräften aus unserem Mitgliederkreis. In Kleingruppengesprächen zu Themen wie der Gestaltung von Veränderungsprozessen, Gesprächsführung, Konfliktmanagement, Prozess-Optimierung, Mitarbeitermotivation, Team-Entwicklung und Frauen in Führungspositionen hatten die Nachwuchs-Führungskräfte die Gelegenheit, sich mit erfahrenen, langjährigen Führungskräften auszutauschen und die Themen in Kleingruppen zu reflektieren.

Aletta Gräfin von Hardenberg, die nach einer langjährigen Karriere bei der Deutschen Bank die Charta der Vielfalt gründete, im Gespräch mit Teilnehmerinnen des Nachwuchsführungskräfteprogramms

Unserer besonderer Dank geht an die Senior-Führungskräfte und alle aus unserem Mitgliederkreis, die sich bereiterklärt haben, im Anschluss an das Programm für ein Mentoring zur Verfügung zu stehen. Ebenso danken wir den Teilnehmenden für die schöne gemeinsame Zeit, in der manche auch außerhalb des Programms beim morgendlichen Eisbaden im See oder Karaoke-Abend über sich hinausgewachsen sind!

Das Seniors4Juniors-Programm wird zukünftig ein fester Bestandteil unserer Programm-Angebote.

Dietrich Neumann, ehemals Managing Director des Zentraleuropageschäfts von Kearney im Gespräch mit Teilnehmerinnen des Programms


Hier die Rückmeldungen der Teilnehmenden auf den Mehrwert des Programms für sie:


„Der intensive Austausch mit den anderen Teilnehmer*innen und den externen Expert*innen hat mich inspiriert und bestärkt, weiter meinen eigenen Weg zu finden. Ich gehe mit viel Kraft und mutiger aus den 5 Tagen und habe Lust, weiter Sachen auszuprobieren.“
Ulrike Kallee, Abteilungsleiterin Stoffe und Technologien beim BUND

„Die Teilnahme brachte mir einen erstaunlichen Mehrwert für mich als Person, beruflich sowie persönlich. Der Austausch mit erfahrenen und anderen jungen Führungskräften war inspirierend und hat mir viel gebracht. Ich bin mir sicher, dieses Netzwerk wird lange einen Mehrwert bilden und mich bei meiner Entwicklung begleiten und bereichern.“
Anna Wilde, Gruppenleiterin Vorbereitende Bauleitplanung des Bezirksamt Pankow

„Das Programm war ein gewinnbringender Austausch über Führungsstile, Umgang mit Situationen, Themen und Menschen sowie deren Hintergründe. Ein schnellerer Netzwerkaufbau war dank des Zusammenbringens faszinierender, offener Charaktere kaum möglich.“
Tobias Doßmann, Leiter Netzdokumentation der NBB Netzgesellschaft Berlin-Brandenburg

„Eine fantastische Möglichkeit, sein Führungsverhalten zu reflektieren und weiterzuentwickeln und um neue Perspektiven einzunehmen. Inspirierende und motivierende Gesprächspartner sowohl auf Seiten der Teilnehmenden und Seminarleitenden als auch auf Seiten der Seniors.“
Dr. Johannes Kleine, Projektleiter Team Automotiv in Frankfurt/Oder der Bundesagentur für Arbeit

„Genau das, was ich – ohne es vorher zu wissen – jetzt nach 1,5 Jahren Führungstätigkeit und -erfahrung gebraucht habe! Genau das richtige Konzept zum Transfer für die Resonanz und Verankerung von Wissen, Praxishandeln, Reflexion, Vorbildlernen, kollegialem Austausch, Vernetzung und sozialer Unterstützung und Talking in einer unbeschreiblich wertvollen und bereichernden Gruppe!“
Anke Blaschka, Leiterin des Fachbereichs Kindertagesbetreuung und Frühe Bildung des Sozialpädagogischen Fortbildungsinstituts Berlin-Brandenburg

„Das Programm ist toll aufgebaut und bietet die Chance auf sehr guten, nützlichen und interessanten Austausch. Wir konnten hier als Individuen und als Gruppe sehr viel lernen und für die Zukunft mitnehmen. Sowohl die Anleiter*innen, als auch die Gäste und die Gruppen waren fantastisch!“
Clemens Müller, Stellvertretender Einrichtungsleiter/Psychologe des Panorama Nord – Wohnheim für Wohnungslose

„Die Zeit empfand ich als intensiv und das ist sehr schön. Eine tolle Zeit, Ort, Persönlichkeiten und Austausch. Ich gehe gestärkt heraus und nehme viele Anwendungsmöglichkeiten und zwischenmenschliche Erfahrungen mit.“
Tina Lüderitz, Leitung der Technischen Verwaltung des Stadtentwicklungsamtes des Bezirksamt Pankow

„Die Einblicke in die strukturelle Vielfalt Berlins und den sich daraus ergebenden Herausforderungen und Führungsanforderungen sind essentiell für jeden, der wirklich an der Stadt der Zukunft mitarbeiten möchte. Ich sage von Herzen Danke!“
Carolin Fürst, agile Stakeholderin von The Future Living


„Es war eine intensive Woche in der ich viel über Zusammenarbeit, Führung und auch mich selbst gelernt habe. Von Methoden-Inputs über Senior-Gespräche und den Karaoke-Abend hat alles dazu beigetragen. Ein tolles Programm!“

Annabel Motzkus, Gruppenleiterin Qualitätssicherung bei Stromnetz Berlin

„Durch das Programm konnte ich meine Sicht auf diverse Themen verdeutlichen. Weiterhin habe ich viele Impulse für meine zukünftigen Arbeiten erhalten. Die Moderatoren sowie Experten haben, durch viel Freude, Erfahrung und Enthusiasmus, Stimmung und Schwung in den Workshop gebracht, sodass dieser zu jeder Zeit viel Spaß gemacht hat.“
Daniela Ulrich, Leitung Stationsbau bei Stromnetz Berlin

„Das Programm war viel mehr als nur allgemeine Inputs: Die erfahrenen, erfolgreichen Führungskräfte haben eine Vielfalt an Herausforderungen und Lösungen aufgezeigt, die zur Reflektion und zum wichtigsten Puzzlestück beitragen – die eigene, authentische Haltung als Führungskraft.”
Nicola Meyer, Stellvertretende Geschäftsführerin von Wassertor e.V.

Programmtag zum Thema “Mut zur Vielfalt” am 17. Juni

Eingetragen am 25.06.2021

25. Juni 2021 | By |

„Mut zur Vielfalt – dem anderen begegnen“ unter diesem Motto stand der (nachgeholte) sechste Programmtag unseres Leadership Programms 2020, zu dem wir endlich wieder physisch zusammen kommen konnten. Vielfalt bzw. „Diversity“ ist in heutiger Zeit mitunter zum Modebegriff geworden. Dabei geht teilweise unter, dass Vielfalt in der Zusammensetzung in Entscheidungsgremien wie auch in der Gesellschaft als Ganzes allen auch einiges abverlangt. In diesem Sinne kamen wir am 17. Juni zunächst in der Dar-as-Salam-Moschee (Neuköllner Begegnungsstätte) zusammen, wo die Teilnehmenden unseres Jahresprogramms mit dem Imam und Vorsitzenden der Moschee, Imam Mohamed Taha Sabri, der dortigen Verwaltungsmitarbeiterin Abier Alsaman und der Gründerin und Geschäftsführerin der Deutschen Islam Akademie, Pinar Cetin, über Islam in Deutschland, das Verständnis von Integration und insbesondere über das Tragen von Kopftuch sprachen. Dieser Aspekt war insofern besonders spannend, da Abier Alsaman und Pinar Cetin aus Betroffenenperspektive eine gänzlich andere Sichtweise boten als Prof. Dr. Godula Kosack, Vorstandsvorsitzende von Terre de Femmes, die ein Kopftuchverbot an Schulen bis zum 18. Lebensjahr fordern, und mit der die Teilnehmenden am letzten Programmtag zusammentrafen.

Ob und inwieweit in Deutschland lebenden Menschen abverlangt werden kann und darf, ein religiöses Symbol abzulegen und inwieweit es mitunter Benachteiligung und Gefährdung nahelegen, darüber sprachen wir im zweiten Teil des Gesprächs, zu dem Rabbiner Walter Rothschild hinzukam, der schon häufiger in der Neuköllner Begegnungsstätte zu Gast war und mit Taha Sabri zum ersten Mal in einer gemeinsamen Rikschafahrt bei der von uns organisierten meet2respect-Tandemtour 2018 zusammenkam. Dass Taha Sabri als Imam einer mehrheitlich von Palästinensern besuchten Moscheegemeinde sich immer wieder gegen Antisemitismus positioniert hat, häufiger Rabbiner in der Moschee zu Gast waren oder er sich auch beim der meet2respect-Tandemtour oder bei „Berlin trägt Kippa“ beteiligt hat, stieß übrigens nur bei Teilen der Gesellschaft auf Anerkennung. Imam Taha Sabri stellte dar, dass er sich sowohl aus dem palästinensischen und islamistischen Bereich wie auch aus Teilen der Mehrheitsgesellschaft, einigen Medien und Teilen der jüdischen Community  mitunter immer wiederkehrender Angriffe ausgesetzt sieht. Von der einen Seite sieht er sich Vorwürfen ausgesetzt, ein Verräter zu sein. Von den anderen wird ihm unterstellt, er sei ein sich auf Täuschung verstehender Anhänger der Muslimbruderschaft. Er habe den Eindruck, dass gerade junge Menschen sich von seiner Gemeinde abwenden, da sie aufgrund der immer wiederkehrenden Vorwürfe und Unterstellungen so frustriert sind, dass sie zu dem Schluss kommen, sein Kurs der Offenheit und des Dialoges in dieser Gesellschaft bringe nichts.

Rabbiner Walter Rothschild stellte aus seinen Sicht dar, wie sehr antisemitische Angriffe auf Kippa-Träger, antisemitische Verschwörungstheorien (unter denen er aufgrund seines Nachnamens besonders betroffen ist) und Pauschalisierungen gegenüber Juden und Muslimen eingebettet sind in eine von in der Natur des Menschen liegende allgemein feststellbare Ablehnung von „Andersartigkeit“. Diese habe es in der Geschichte und unter unterschiedlichsten Vorzeichen (auch zwischen Katholiken und Protestanden) fast immer gegeben.  Mit Imam Taha Sabri war er sich einig, dass es ein nicht unerhebliches Problem des Antisemitismus insbesondere bei aus arabischen Nachbarstaaten nach Deutschland gekommenen Muslimen gib. Befremdlich finde er aber, wie sehr dieser „importierte“ in der öffentlichen Diskussion Antisemitismus betont werde. 

Rabbiner Walter Rothschild und Imam Taha Sabri waren sich außerdem mit den Teilnehmenden des Leadership Programms einig, dass es weder Nogo-Areas für Juden mit Kippas noch für Muslima mit Kopftuch geben dürfe. In diesem Sinne machten zahlreiche Teilnehmende von dem Angebot Gebrauch, in Anknüpfung an die von der Jüdischen Gemeinde ausgerichtete Veranstaltung „Berlin trägt Kippa“ den 20 minütigen Fußweg zu unserem Veranstaltungsort des Nachmittags, dem Ernst-Abbe-Gymnasium in der Sonnenallee, sich solidarisch mit Rabbiner Walter Rothschild eine Kippa aufzusetzen. Vermutlich ist es in Neukölln noch nicht oft vorgekommen, dass eine Kippa tragende Gruppe durch die Straßen wandert. Die Kippa-Träger berichteten, dass von den allermeisten Passanten davon in keiner besonderen Weise Notiz genommen wurde, lediglich einzelne stellten neugierige und in einem Fall auch aggressive Blicke fest. Das heißt natürlich nicht, dass das Tragen einer Kippa als gänzlich unbeschwert bewertet werden kann, wie die polizeilich erfassten 2.275 antisemitischen Straftaten im Jahr 2020 zeigen.

Auch am Nachmittag des Programmtags ging es um das Thema Vielfalt. Die Teilnehmenden hatten Gelegenheit, beispielsweise mit Patricia Carl, Vorsitzende des Bundesverbands Kleinwüchsiger und ihrer Angehörigen oder mit Andrea Schmitt, Trans*Frau und Sprecherin der TransSisters über ihre Erfahrungen im Hinblick auf ihre „Andersartigkeit“ im privaten, beruflichen und öffentlichen Leben zu sprechen. Wie geht man damit um, angestarrt zu werden, wie tolerant ist Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern (in denen es z.B. schon seit Generationen üblich ist, dass auch Kleinwüchsige Kinder haben) – es waren sehr intensive Gespräche, die mitunter wie die vorherigen unter die Haut gingen und Einblicke gewährten, die viele Teilnehmende bislang nicht hatten. Nicht weniger intensiv war der Austausch mit kognitiv hochbegabten Mitgliedern des Vereins Mensa, für dessen Mitgliedschaft der IQ über dem von 98% der Bevölkerung liegen muss. Warum können nicht alle ihre Talente in Bildungs- und Berufsleben einbringen, wie können Organisationen und Unternehmen mit Menschen mit dieser Norm-Abweichung besser umgehen, dies waren einige Fragen, die in den rotierenden Tischgesprächen diskutiert wurden.

Wir als Leadership Berlin fassen unter den Begriff der Vielfalt nicht nur die „gängigen Diversity Aspekte“ des AGGs, sondern nehmen auch Meinungsvielfalt in den Blick. Der Austausch mit Wolfgang Schmidt, ehemaliger Oberstleutnant des MfS und heutiger Geschäftsführer des Vereins ehemaliger hauptamtlicher MfS-Mitarbeiter, ISOR, bot dazu eine Gelegenheit. Der Austausch bot Einblicke in die Innenperspektive eines Ministeriums, dessen Aufgabe u.a. darin bestand, abweichende Meinungen, bzw. Meinungsvielfalt zu bekämpfen. In erstaunlich offener Atmosphäre bot das Gespräch den Raum, Ideologie und den Umgang mit Andersdenkenden im Hinblick auf die DDR zu reflektieren und mit der heutigen Gesellschaft in Bezug zu setzen.

Alles in allem ein aufwühlender Tag, in dem die Auseinandersetzung mit Vielfalt nicht nur abstrakt besprochen, sondern in konkreten Begegnungen und Erfahrungen erlebt und im Anschluss reflektiert wurde. Es wurde deutlich, wie viel anspruchsvoller Führung heute unter Einbindung der unterschiedlichsten Vielfalts-Aspekte zu früheren Jahrzehnten ist, als Entscheidungsgremien im Hinblick auf Geschlecht, Alter, politischen und kulturellen Hintergrund noch eher homogen waren.

Vielfalt zuzulassen und einzubringen bedingt auch die Fähigkeit, Kritik zuzulassen und einbringen zu können. Vielfalt ist kein Selbstläufer und kein Selbstzweck – der Blick und Umgang mit Vielfalt muss, kann und sollte immer wieder reflektiert und erweitert werden. Wir freuen uns, den teilnehmenden Führungskräften mit unserem Programmtag dazu Erkenntnisse, Anknüpfungspunkte und Mut vermittelt zu haben.

Leadership-Talk über Covid-19 mit Prof. Dr. Detlev Krüger

Eingetragen am 18.12.2020

18. Dezember 2020 | By |

Rückblick 2020 und Ausblick auf 2021

Viele sind das Thema leid – drum herum kommt man als Führungskraft wie auch als Bürger*in ohnehin nicht: der gesellschaftliche und innerbetriebliche Umgang mit Covid-19. Insofern widmeten wir diesem Thema unseren Leadership-Talk am 7. Dezember, zu dem 25 Mitglieder von Leadership Berlin per Videokonferenz auf Prof. Dr. Detlev Krüger trafen. Der Berliner Virologe leitete 27 Jahre lang das Institut für Virologie der Charité Berlin.

Lobende Worte fand Prof. Krüger über seinen Nachfolger, Christian Drosten, der schon lange wissenschaftlich sehr erfolgreich auf dem Gebiet der Coronaviren arbeite und auch zu den Entdeckern des SARS-Coronavirus im Jahre 2003 gehörte, sowie auch über die schnelle Entwicklung des PCR-Nachweistests für das neue Coronavirus Anfang diesen Jahres. Was die Bewertung der Sterblichkeit und Betrachtung möglicher wirtschaftlicher, gesellschaftlicher, gesundheitlicher und psychologischer Kollateralschäden der Schutzmaßnahmen anbetrifft, so vertrat Prof. Krüger eine abwägende Haltung. Neben zahlreichen Fragen unserer Mitglieder zu ganz praktischen Aspekten wie Übertragungswegen, der Wirksamkeit von Hygienemaßnahmen und den nun vorhandenen Impfstoffen, aber auch zur Sterblichkeit durch unbehandelte Tumore und Infarkte oder durch Suizide im ersten „Lockdown“, wurden insofern auch die gesellschaftlichen Aspekte intensiv besprochen. 

Deutschland ist im internationalen Vergleich bislang besser durch die Krise gekommen als viele andere Länder, was die Zahl an der Covid-19 Verstorbenen betrifft, als auch, was die Intensität des ersten Lockdowns und den Umfang der Wirtschaftshilfen angeht. Herr Prof. Krüger führte den Teilnehmenden, trotz aller Wertschätzung für die Impfstoffentwicklung, vor Augen, dass wir noch lange nicht am Ende der Krise sind. Durch die Einführung der Impfung werde die Zirkulation des Virus in der Bevölkerung nicht unterbrochen.

Da Covid-19 wie viele respiratorischen Infekte vor allem bei kälteren Temperaturen übertragen wird, werden die Gesellschaften auf unseren Breitengraden nach seiner Einschätzung bis etwa April vor der Wahl stehen, mit höheren Ansteckungs- und Todeszahlen zu leben oder sich für einschränkende Maßnahmen mit im Einzelnen unsicherer epidemiologischer Wirkung, aber Kollateralschäden an Insolvenzen im Kultur-, Veranstaltungs- und Gastronomiebereich, Schulden für die kommende Generation und auch Menschenleben zu entscheiden. 

Dass eine solche sachliche Auseinandersetzung nicht leicht ist, zeigte sich auch in der Diskussion, denn es geht auch um das Erkranken oder gar den Verlust geliebter Menschen und dieses in einen gesellschaftlichen oder gar wirtschaftlichen Kontext zu bringen, fällt schwer. Wichtig war Herrn Prof. Krüger hervorzuheben, dass das Alter hinsichtlich des Sterberisikos an Covid-19 eine große Rolle spielt und man insofern besonderes Augenmerk auf den – diskriminierungsfreien – Schutz alter und vorerkrankter Menschen legen sollte. Nicht von ungefähr seien in der Vergangenheit ca. 50% der Todesfälle bei Bewohnern von Pflegeheimen aufgetreten und das durchschnittliche Sterbealter von Covid-19-Erkrankten in Deutschland betrage 83 Jahre, liege also sogar noch etwas über der durchschnittlichen Lebenserwartung.

Inwieweit ist bei Medien die Intention, zu einem bestimmten Verhalten zu erziehen, an die Stelle der Intention, sachlich zu informieren oder kritisch zu reflektieren, getreten? Ist eine solche Ausrichtung in Anbetracht der aktuellen Pandemie angebracht? Wie stark und langanhaltend können gesundheitliche Schäden nach Durchlaufen einer Infektion sein? Woraus ergeben sich die erheblichen Unterschiede in der Übersterblichkeit zwischen verschiedenen Ländern? Wie sollte der gesellschaftliche Umgang mit Menschen sein, die sich unter Missachtung von Abstands- und Maskenregeln zu Querdenker-Demos zusammenfinden? Was sind die Kosten und Kollateralschäden eines möglichen Lockdowns über 6 Monate von November bis April und gibt es Szenarien, wie dieser vermieden werden kann? Wie groß sind die noch vorhandenen Kapazitäten an Intensivbetten bzw. was bedeutet es für Personal und Patienten mit verschobenen Behandlungen, wenn die Zahl der behandlungsbedürftigen Covid-19-Patienten von bereits 4200 bzw. 15% der 28.000 Intensivbetten in Deutschland noch weiter steigt? Wie aussichtsreich sind die Impfstoffe im Hinblick auf Verträglichkeit und Nebenwirkungen in der besonders vulnerablen Gruppe? Wie viel Schutz bietet eine durchlaufende Infektion im Vergleich zu einer Impfung? Viele Fragen wurden andiskutiert, für die es keine einfachen bzw. nicht von allen getragenen Antworten gibt.

Bereichernd im Hinblick auf den Austausch – insbesondere in der „Nachspielzeit“ in kleinerer Runde nach den angekündigten 90 min – zeigte sich die für unsere Formate typische große Spannbreite an unterschiedlichen Einschätzungen der Teilnehmer, die wir zum Abschluss der 90 min in Form einer anonymen Umfrage erhoben. Während laut Deutschlandtrend vier Tage vor unserer Videokonferenz 53% der Bevölkerung die geltenden Maßnahmen als angemessen bewerteten und sich nur 18% eine Verschärfung und 27% eine Lockerung gewünscht hätten, bewerteten unter unseren Teilnehmenden in einer anonymen Umfrage nur 39% die aktuellen Maßnahmen als angemessen, wohingegen sowohl der Anteil derjenigen, die sich eine Verschärfung wünschen (22%) wie auch derjenigen, die sich Lockerungen wünschen (39%) höher als in der Allgemeinbevölkerung ausfiel. Immerhin stellte die Vielfalt in der Zusammensetzung einen lebendigen Austausch sicher.

Wir blicken den weiteren Entwicklungen gespannt entgegen und hoffen auf demokratische und transparente Aushandlungsprozesse und dass die Polarisierung der Gesellschaft über die Auseinandersetzung zur Notwendigkeit und Akzeptanz von Maßnahmen, Impfreihenfolge und Impfpflicht, einen denkbaren Sonder-Status für Geimpfte und andere Fragen nicht weiter zunimmt. Vor allem danken wir Prof. Dr. Krüger und allen Teilnehmenden für den anregenden und als bereichernd empfundenen Austausch und wünschen allen, dass Sie gesundheitlich und wirtschaftlich gut durch die Krise kommen.

Programmtag zu Ohnmacht und Aktivismus

Eingetragen am 22.10.2020

22. Oktober 2020 | By |

Zu unserem fünften Programmtag waren wir zu Gast im Umweltforum, wo sich die 36 Teilnehmenden unseres Leadership Jahresprogramms mit Menschen und zu Themen austauschten, die einerseits kontrovers diskutiert werden, bei denen andererseits Personen aus einer benachteiligten Position heraus ein gesellschaftliches Umdenken erreichen wollen. In Anbetracht des Covid-19-Infektionsgeschehens führten wir den Programmtag „hybrid“ durch – ein Teil der Teilnehmenden war via einer Leinwand, Lautsprecher und Mikrofonen zugeschaltet. 

Am Vormittag befassten wir uns mit dem Thema Obdachlosigkeit. Einen intensiven Einblick boten dabei Werner und Ingo, die freimütig über ihren Lebensweg und ihre Erfahrungen in der Obdachlosigkeit berichteten. Ob über Alkohol, Drogen und andere psychische Erkrankungen, Zuzug von osteuropäischen Obdachlosen, Gewalt, Kriminalität und die unterschiedlichsten Faktoren, die zu einem Leben auf der Straße geführt haben bzw. Wege, die aus dieser Situation herausführen können – Ingo und Werner gingen offen auf Fragen unserer teilnehmenden Führungskräfte ein und zeigten auf, dass es unterschiedliche Blickwinkel auf das Thema gibt.

Bereichert wurde der Austausch durch Jörg Richert, Gründer von Karuna und der KARUNA Sozialgenossenschaft, zwei soziale Unternehmungen mit vielfältigen Unterstützungsangeboten für Obdachlose und Straßenkinder. Jörg Richert warb eindringlich für die Umsetzung eines berlinweiten Aktionsprogramms mit dem Ziel, dass es bis 2030 keine Obdachlosigkeit mehr in der Stadt gibt. Diskutiert wurden dabei auch die bisherigen Maßnahmen und ob die 300 Millionen Euro, die Berlin jährlich zur Bekämpfung von Wohnungslosigkeit ausgibt, nicht auch besser ausgegeben werden könnten. Einig waren sich Jörg Richert und die aus der Betroffenheit kommenden Ingo und Werner in jedem Fall dahingehend, dass sich möglichst viele Bereiche der Gesellschaft den Themen Obdachlosigkeit und Wohnungslosigkeit annehmen sollten und dass dazu auch die Stimme von Betroffenen selbst, wie sie beispielsweise in der Selbstvertretung wohnungsloser Menschen zum Ausdruck kommt, dabei auch Gehör finden sollte.

Das Thema, wie Aktivist*innen aus einer Situation der Ohnmacht und Benachteiligung heraus, gesellschaftlich etwas bewegen können, widmeten sich die Teilnehmenden am Nachmittag in Kleingruppen bei Gesprächen mit fünf Aktivist*innen von Fridays for Future, mit Frau Prof. Dr. Godula Kosack, Vorstandsvorsitzende von TERRE DES FEMMES – Menschenrechte für die Frau e.V. und mit Tahir Tella, Vorstand und Sprecher der Initiative Schwarzer Menschen in Deutschland Bund e.V.. Egal ob es um den beschleunigten CO2-Ausstieg bis 2035, ein Kopftuchverbot an öffentlichen Schulen für Unter-18-Jährige oder um die Umbenennung von Straßen wie der M-Straße ging – unsere Teilnehmenden setzen sich mit den jeweiligen Argumenten auseinander und hatten Gelegenheit, sich mit den jeweiligen Anliegen und den Aktivitäten der Gesprächspartner*innen auseinanderzusetzen.

„Begegne dem anderen“ lautet das Motto von Leadership Berlin. Entsprechend gehört es (wie beim Thema Obdachlosigkeit) zu unserer Überzeugung, dass man nicht nur „mit einer Seite“ über etwas sprechen sollte, sondern auch und gerade jeweils mit Betroffenen bzw. Andersdenkenden. Entsprechend knüpfte das Gespräch mit den Aktivist*innen von Fridays for Future an eine Begegnung an einem vorherigen Programmtag mit dem Vorstandsvorsitzenden der LEAG, Dr. Helmar Rendez an, dem Gespräch mit Frau Prof. Dr. Kosack wird ein Gespräch mit Kopftuchträgerinnen zu einem späteren Programmtag folgen und dem Gespräch mit Tahir Della ging ein Gespräch an einem früheren Programmtag mit Erika Steinbach, Vorstandsvorsitzender der AfD-nahen Desiderius-Erasmus-Stiftung voran.

Wir freuen uns auf eine Fortsetzung unseres Leadership-Programms und spannende Gesprächen in unserer vielfältigen Gesellschaft, werden dafür allerdings zunächst einmal eine Pause einlegen, da es uns aufgrund des Covid-19-Infektionsgeschehens besser erscheint, bis zum Mai eine Pause einzulegen.

Wir danken allen Mitwirkenden an unseren bisherigen Programmtagen für ihre Mitwirkung und hoffen und wünschen für uns alle, dass die Worst-Case-Szenarien bzgl. Covid-19 und der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Folgen in den kommenden Monaten nicht eintreffen werden. Passen Sie auf sich und auf andere auf!

Programmtag zu Erfolgskriterien und Handlungsspielräumen

Eingetragen am 20.10.2020

20. Oktober 2020 | By |

Erfolgskriterien und Handlungsspielräume in unterschiedlichen Kontexten widmeten sich die 36 Teilnehmenden unseres Leadership Jahresprogramms zu unserem Programmtag „Spielräume der Macht ausschöpfen – Strategien entwickeln“. Ob mit
– Thomas Englberger, Geschäftsführer der Arena Berlin Betriebs GmbH,
– Soheil Mirpour, Vorstand des milliarden-schweren Internet-Inkubators Rocket Internet
– unserem Vorstandsmitglied Nadine Evers, bis letztes Jahr Geschäftsführerin der Open Knowledge Foundation und heute Senior Special Consultant bei Roland Berger,

oder in Kleingruppen über den eigenen Arbeitskontext tauschten sich die Teilnehmenden über die jeweiligen Erfolgskriterien, Handlungsspielräume und Strategien aus. Klar wurde dabei, dass es nicht DAS Patentrezept für Erfolg gibt, sondern dass es vielmehr darum geht, Chancen – gerade auch in Krisen oder bei besonderen Herausforderungen – zu erkennen und zu nutzen und dass der Blick von außen und ein breites Netzwerk dabei sehr hilfreich sein können.

Während der Begriff „Macht“ im deutschen Sprachraum eher negativ und restriktiv besetzt ist, widmeten wir uns dabei vor allem dem konstruktiven Aspekt des „Machens“ und wie Akteur*innen darin erfolgreich sein können, ihre Handlungsspielräume zu erweitern und erfolgreich zu sein. In Zeiten, in denen TESLA mehr wert ist als VW, Daimler und BMW zusammen bzw. in denen die „New Economy“ in vielen Bereichen die „Old Economy“ herausfordert und zum Teil „alt aussehen lässt“, hatten unsere 36 Teilnehmenden am Nachmittag Gelegenheit, sich in Kleingruppen mit 5 Start-Ups über deren Konzepte und Strategien auszutauschen und deren Erfolgsperspektiven zu diskutieren. Unser Dank geht an:

– Franziska Michel, Gründerin von Yoona Technology, die mit einer Software Modeketten die Optimierung bei der Gestaltung und Anpassung von Kollektionen anbietet

– Daniil Belazovschi und Dario Kniesel, Gründer der Kitanauten, die mit einem zugeschnittenen Vermittlungsangebot dem Fachkräftemangel in Kitas entgegenwirken

– Tim Wegner, Mit-Gründer von Workist, das Lösungen entwickelt hat, operative Geschäftsprozesse zu automatisieren und innovative Teamarbeit zwischen Mensch und KI-Algorithmus zu ermöglichen

– Anja Ring, die innovative Raumnutzungsstrategien zur optimalen Nutzung von Wohnflächen der beständigen Erweiterung von Wohnflächen entgegensetzt und

– Daniele Berardo, Mitgründer von Energenious, die eine Software-Lösung für autarke, dezentrale Energieversorgung entwickelt haben

, dass sie ihre Geschäftsmodelle mit unseren Teilnehmenden diskutiert haben. Auch und gerade weil in der anschließenden Reflexionsrunde viele unserer „arrivierten“ Führungskräfte sich entweder nicht anmaßen wollten, über die jeweiligen Erfolgsaussichten eine Aussage treffen zu können bzw. den jeweiligen Unternehmungen mitunter auch Bedenken entgegenbrachten, so wurde der „Kultur-Unterschied“ zwischen den mitunter großen „Tankern“ unserer Teilnehmenden mit all ihren Größenvorteilen und – Nachteilen und den kleinen, flexiblen Gründungsinitiativen deutlich. Dies bot eine gute Inspiration,  darüber nachzudenken, ob und wie mehr Innovationskraft und Flexibilität in den eigenen Organisationen erreicht werden könnte.

Technologische Aspekte bot der Programmtag nicht nur im Hinblick auf die von den Gründer*innen vorgestellten Geschäftskonzepte, sondern auch in der Umsetzung. In Anbetracht der zunehmenden Zahl an Covid-19-Infektionen setzten wir den Programmtag „hybrid“ um und ermöglichten Teilnehmenden, die aufgrund von Krankheitssymptomen oder aus Vorsicht oder Unternehmensvorgaben nicht physisch teilnehmen konnten eine virtuelle Teilnahme, indem sie per Bildschirm, Lautsprechern und Raum-Mikrofonen zugeschaltet waren. Unser besonderer Dank geht an Thomas Englberger, den Geschäftsführer der Arena, der trotz der angespannten Wirtschaftslage seines Unternehmen, das bislang in der Corona-Krise bis auf Kurzarbeitergeld keine öffentlichen Hilfen erhalten hat, eine Durchführung unter Einhaltung der Abstandsgebote mit 5 Tisch-Inseln im Glashaus der Arena ermöglichte und den Teilnehmenden in Kleingruppen Einblicke in das 22.000 qm umfassende Veranstaltungs-Areal inkl. Badeschiff, Club und Messehalle, in der am darauffolgenden Tag die deGUT (Deutsche Gründer- und Unternehmertage) begann, bot.

Wir drücken der Arena und den Beschäftigten die Daumen, dass sie gut durch die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise kommen und hoffen, dass diese einzigartige Location Berlin erhalten bleibt! Und natürlich wünschen wir auch den Gründer*innen viel Erfolg und freuen uns, unseren Teilnehmenden über die weitere Entwicklung der Gründungen in einigen Monaten berichten zu können.