TrisektoralesLeadership Programm

Allgemeines

Unser Trisektorales „Out-of-the-box“-Leadership Programm ist eine praxisnahe Learning Journey auf Basis von Experiential Learning, die relevante Führungsthemen nicht nur vermittelt, sondern erfahrbar macht.

Den Auftakt bildet ein zweitägiges Kick-off im Ringhotel Schorfheide; daran schließen sich sechs Programmtage im Monatsrhythmus an den unterschiedlichsten Orten der Stadtgesellschaft an. Beispiele aus der Vergangenheit: Moschee/Synagoge, Tageszeitung, Wohnungslosenunterkunft, Gründerzentrum, Pflegeheim, Messe Berlin, Neuköllner Schule, rbb, u.a..

Der nächste Jahrgang startet am 8./9. April 2027. Die Teilnahme kostet 4.900 Euro. In Einzelfällen sind Teilstipendien oder eine Aufsplittung des Teilnahmebeitrags auf 2026, 2027 und 2028 möglich.

Die Kohorte umfasst 36 Führungskräfte  – jeweils zu gleichen Teilen aus Wirtschaft, öffentlichem Sektor und Gemeinnützigkeit. Und das Programm richtet sich an Führungskräfte mit einem größeren Maß an Führungserfahrung und Führungsverantwortung.

Die Führungsspanne umfasst in der Regel mehr als 100 Beschäftigte, Ausnahmen sind möglich. Bei der Zusammensetzung legen wir gezielt Wert auf vielfältige Perspektiven – wir ermöglichen abwechslungsreiche Erfahrungsräume und stärken intersektorale Vernetzung.

Unter diesem Link finden Sie die Zusammensetzung, Evaluation und Testimonials des Programmdurchlaufs 2025.

Termine:
1. Do. 08.04.2027                             2. Fr. 09.04.2027 
3. Do. 13.05.2027                              4. Do. 03.06.2027
5. Do. 24.06.2027                              6. Do. 19.08.2027
7. Do. 16.09.2027                              8. Do. 07.10.2027
… und einem Follow-up-Netzwerkabend am 20.01.2028

Lernziele

Die Programmtage stehen jeweils unter einem Thema. Diese sind:

  • Gesellschaft verstehen – Zusammenhalt schaffen
  • Koalitionen schmieden – Kompromisse finden
  • Unterschiede nutzen – Diversität als Führungskompetenz
  • Resilienz stärken – Führung in Krisenzeiten
  • Effektiv und effizient handeln – Ressourcen priorisiert einsetzen
  • Wissensfluss gestalten – zwischen Generationen und Organisationen
  • Führung mit Weitblick – Verantwortung in Führung und Gesellschaft
  • Netzwerke entwickeln – Basis für Innovation und Zusammenarbeit nutzen

Die Inhalte werden nicht durch Vorträge oder Trainings ermittelt, sondern anhand konkreter Führungsherausforderungen der Gastgeber*innen, im Kleingruppenformat bei vier externen Vor-Ort-Besuchen sowie einem intensiven Austausch innerhalb der Teilnehmergruppe erarbeitet.

Die Lernziele des Programms als Ganzes fokussieren sich auf drei Richtungen.

Leadership Kompetenzen

  • Fähigkeit zum Perspektivwechsel
  • Stärkung der Fähigkeit, sich auf andere Menschen und Themen einstellen zu können
  • Stärkung der Reflexionsfähigkeit eigener Stärken und Schwächen
  • Stärkung von Mut und Freude an Herausforderungen
  • besseres Verständnis von dem, was Menschen erfolgreich macht
  • besseres Verständnis von dem, was Erfolgsfaktoren guter Führung sind (Kontextualität)
  • Stärkung der Fähigkeiten, Situationen außerhalb der eigenen Komfortzone zu meistern

Organisations­entwicklung

  • Reflexion der eigenen Stärken und Schwächen als Organisation
  • Übertragung von Best-Practice-Beispielen für die eigene Organisation
  • Gewinnung von Kooperationspartnern und Austauschmöglichkeiten
  • Kenntnis und Anwendung von Methoden, wie kollegiale Beratung und Meinungsstrahl

Gesellschaft­licher Erkenntnis­gewinn

  • besseres gesellschaftliches Verständnis und die eigene Rolle darin
  • besseres Verständnis für Denkweisen und Strukturen in den drei Sektoren (privatwirtschaftlicher, öffentlicher und Non-Profit-Bereich)

Leitgedanke bei der Auswahl von Gesprächspartner*innen ist nicht, eine bestimmte Haltung oder einen bestimmten Führungsstil als vorbildlich und als in alle Kontexte übertragbar aufzuzeigen, sondern den Teilnehmenden aus unseren Programmformaten einen Reflexionsprozess zu ermöglichen im Hinblick auf die eigene Organisation und das eigene Handeln als Führungskraft.

Veranstaltungsorte

Die Programmtage finden an den unterschiedlichsten Orten der Stadtgesellschaft statt und beinhalten jeweils offene Gespräche mit den Gastgebern über deren Leadership-Kontext. Beispiele für Veranstaltungsorte der Programmtage sind Staatsoper Unter den Linden, Verlag der Tagesspiegel, Rotes Rathaus, Wohnungslosenunterkunft Lahnstraße, Siemens Gasturbinenwerk, Seniorenheim am Plänterwald, Deutsche Bank, Zuckmayer-Sekundarschule im Neuköllner Rollbergviertel, Justizvollzugsanstalt Moabit, u.a..

Methodik

Bei der Erarbeitung von Lernzielen setzen wir die Methode des Experiential Learnings (Erfahrungslernen) ein. Die Inhalte werden insofern nicht in Form von Expertenvorträgen oder Trainings zu konkreten Skills der Personalführung präsentiert, sondern die Teilnehmenden erarbeiten sich die Inhalte in offenen Begegnungen mit den unterschiedlichsten Entscheidungsträger*innen der Stadt und in einer Vor- und Nachbesprechung innerhalb der Teilnehmergruppe.

Neben dem Austausch mit Führungskräften eröffnen wir nach Möglichkeit an den Programmtagen auch praktische Einblicke (mitunter auch Challenges) von 1-2 Stunden in den jeweiligen Leadership-Kontext durch Begegnungen mit Nicht-Führungskräften an den entsprechenden Orten.

So finden an einem Programmtag im Gefängnis auch Gesprächsrunden in Kleingruppen mit Inhaftierten statt, bei einem Programmtag im Seniorenheim können sich die Teilnehmer*innen zunächst einmal mittels eines einstündigen Besuchs bei den Bewohner*innen der Einrichtung ein Bild machen und bei einem Programmtag in einer Schule haben die Teilnehmer*innen zunächst einmal die Aufgabe zu bewältigen, jeweils zu zweit in die Rolle von Vertretungslehrer*innen zu schlüpfen.

Als wiederkehrende Elemente an den Programmtagen werden darüber hinaus die Methoden der „Kollegialen Beratung“ und des „Position Statements“ vorgestellt und umgesetzt.

Anmeldung

Der Teilnahmebeitrag für das nächste am 07. April 2027 beginnende Leadership Berlin Programm beträgt 4.900 Euro. Bei Anmeldung bis zum 31. Oktober 2026 gilt ein Frühbucherpreis von 4.500 Euro.

Für Führungskräfte aus dem Paritätischen Wohlfahrtsverband und anderen gemeinnützigen Organisationen stehen darüber hinaus in begrenztem Umfang Voll- und Teil-Stipendien zur Verfügung.

Nachwuchs-Führungs­kräfteprogramm „Seniors4Juniors“

Allgemeines

Mit unserem Format “Seniors4Juniors” bringen wir Nachwuchsführungskräfte mit maximal dreijähriger Führungserfahrung mit senioren ehemaligen Führungskräften zusammen, um im Austausch mit deren Erfahrungen eigene Kompetenzen aufzubauen und zu erweitern.

In dem Programm berichten die senioren Führungskräfte „aus dem Nähkästchen“ über ihren Karriere- und Führungsweg, welche Herausforderungen sich ihnen dabei gestellt haben und wie sie diese bewältigt haben. Das Programm besteht aus offenen Gesprächen im Workshop-Charakter zwischen den Nachwuchs- und den senioren Führungskräften, aber auch aus Austauschformaten innerhalb der Gruppe der Nachwuchs-Führungskräfte.

Die Teilnehmergruppe der Nachwuchsführungskräfte ist begrenzt auf 18 Teilnehmer*innen und beinhaltet die Vermittlung eines Mentorings über mindestens zwei Termine zwischen den Programmtagen im November und denen im Januar/Februar.

Im Gegensatz zu unserem Collaborative Leadership Programm sind auch mehrere Anmeldungen aus einem Unternehmen möglich. Eine Anmeldung ist möglich, so lange noch nicht alle Plätze belegt sind.

Wir danken der DKB Bank für ihre freundliche Unterstützung, die zum Zustandekommen des Programms beiträgt.

Zeit:
– Blockseminar am 25-27. November 2026 im Hotel Schloss Liebenberg
– 2-3 individuell vereinbarte Mentoring-Termine zwischen November 2026 und Februar 2027
– Einzelprogrammtag am Donnerstag, dem 28. Januar 2027
– Abschlusstag am Donnerstag, dem 18. Februar 2027

Ort:
Hotel Schloss Liebenberg, (ca. eine Stunde nordöstlich von Berlin, mit der Bahn erreichbar)

Kosten:
2.900 Euro inkl. Unterkunft und Verpflegung

Eine Evaluation und Aufführung von Inhalten des letzten Programms finden Sie unter diesem Link.

Inhalte der Programmtage

Mittwoch, 25. November 2026

– Fokus und Überblick – vom Spezialistentum zum Generalistentum
– Betrachtung von Negativbeispielen im Kontext Führung und was man daraus lernen kann
– Betrachtung von Positivbeispielen im Kontext Führung und was man daraus lernen kann
– Speed-Dating mit einer gleichen Anzahl erfahrener Führungskräfte und Matching mit Mentor*innen
– Abendessen an 2er-Tischen der Teilnehmenden jeweils mit ihrem/ihrer Mentor*in


Donnerstag, 26. November 2026

– Reflexion und Abgleich mit senioren Führungskräften:
– Was unterscheidet Führungskräfte der höchsten Ebenen von denen der niedrigen Ebenen?
– Was motiviert uns – was motiviert Mitarbeiter*innen?
– Austausch über Best-Practice-Beispiele aus unterschiedlichen Kontexten
– Verbesserungsmöglichkeiten ansprechen und Konflikte vermeiden, aushalten oder sogar bewusst eingehen
– Besprechung von Case-Studies und deren Reflektion in 2er-Gruppen
– Vorstellung und Umsetzung der Methode der Kollegialen Beratung

Freitag, 27. November 2026

– Workhacks zur Arbeitsorganisation
– Einblicke in den Führungskontext des Schloss Liebenbergs inkl. Inklusionsbetrieben
– Veränderungsprozesse: wie kann Planung, Umsetzung und Kommunikation von schwierigen Prozessen gelingen?


Donnerstag, 28. Januar 2027

– Empowerment: die Freude an Herausforderungen
– und Schwerpunkte, die in den ersten drei Tagen festgelegt werden

Im Programm 2025/26 waren dies beispielsweise:
– sich gut abgrenzen können/ „Rolle einnehmen“
– Umgang mit Unsicherheiten (eigene/ im Team/ zur fachlichen Ausgestaltung)
– Empathie versus Durchsetzungsvermögen
– klare Kommunikation schwieriger Themen (sich „unbeliebt“ machen)
– Beförderung im Team – Vorgesetzte*r ehemaliger Kolleg*innen werden


Donnerstag, 18. Februar 2027

– Zielkonflikte und Differenzen aushalten, Entscheidungen treffen
– und Schwerpunkte, die in den ersten drei Tagen festgelegt werden

Moderation

– Bernhard Heider, Geschäftsführer von Leadership Berlin – Netzwerk Verantwortung e.V.

Bernhard Heider konzipiert und moderiert seit 2011 Weiterbildungs- und Dialogformate für Führungskräfte aus Wirtschaft, öffentlichem Sektor und Zivilgesellschaft. Im Mittelpunkt seiner Arbeit stehen der sektorübergreifende Austausch, Erfahrungslernen und die Frage, was Führungskräfte aus sehr unterschiedlichen Führungskontexten voneinander lernen können.

Vor der Gründung von Leadership Berlin war er im Medien- und Veranstaltungsbereich tätig, unter anderem als Herausgeber einer Fachzeitung und Veranstalter einer Fachmesse. Seniors4Juniors entwickelte er mit dem Ziel, Erfahrungswissen langjähriger Führungskräfte für die nächste Führungsgeneration nutzbar zu machen.

-Susan Kirch , Dialoggestaltung, Moderation, Coaching

Susan Kirch arbeitet seit 2008 als Leadership-Coach und Moderatorin. Zuvor war sie viele Jahre im internationalen Kultur- und Veranstaltungsmanagement tätig und prägte Leadership Brandenburg über zehn Jahre als Geschäftsführerin und Programmdirektorin. Sie verfügt über umfangreiche Erfahrung in der Moderation und Gestaltung von Dialog- und Austauschformaten.

Bei Seniors4Juniors bringt sie diese Erfahrung ein, um den Austausch zwischen erfahrenen Führungskräften und der nächsten Führungsgeneration zu gestalten. Im Mittelpunkt stehen dabei die Reflexion der eigenen Haltung sowie der Umgang mit Unsicherheit, Vielfalt und unterschiedlichen Perspektiven.

Berlin Leadership InsightsLooking Back at Our International Leadership Program

In 2022, 2024, and 2025, Leadership Berlin hosted week-long leadership programs centered on Berlin, with excursions to Munich and Poland across these editions. The programs brought together participants from the United States to explore Germany’s political, economic, and social landscape and exchange perspectives with local leaders.

The program is currently on hold, with no further editions planned for the time being.

Experiences and Reflections

Through conversations with leaders from business, government, and nonprofit organizations, visits to historical and cultural sites, and group discussions, participants explored different approaches to leadership and their wider social context.

For a sense of the experience you can read participants‘ reflections HERE or browse through this retrospectice brochure with pictures.

Here are some testimonials from participants in the last runs between 2022 and 2025: 

Mensa Meets Leadership

„Mensa meets Leadership“ ist ein Dialogformat, das Menschen mit kognitiver Hochbegabung mit Führungskräften zusammenbringt – für den Austausch über Leadership und gesellschaftliche Herausforderungen.

Mensa e.V. ist die weltweite Vereinigung für Menschen mit einem nachgewiesenen IQ über 130 – also den obersten 2 % der Bevölkerung. Diese Form der Hochbegabung bietet besondere Chancen, wird im Alltag jedoch nicht immer als Vorteil erlebt. Viele Hochbegabte denken differenzierter, stellen ungewöhnliche Fragen und betrachten gesellschaftliche Konventionen kritisch. Das kann zu innovativen Ideen führen – aber auch zu Orientierungslosigkeit, Entscheidungshemmungen oder Konflikten mit Autoritäten.

Trotz ihrer Potenziale erleben viele Hochbegabte berufliche Unterforderung oder bleiben deutlich hinter ihren Möglichkeiten. Einige finden sich als Expert*innen oder Berater*innen wieder, andere scheitern an zu starren Strukturen oder mangelnder Kompatibilität. Kognitive Hochbegabung ist kein Selbstläufer – weder für den Einzelnen noch für die Gesellschaft.

„Mensa meets Leadership“ will diese Lücke schließen: Zwischen kritischem Geist und etablierter Führung, zwischen Potenzial und Wirkung. Mensa Deutschland zählt über 13.000 Mitglieder – allein in Berlin mehr als 1.200. Viele engagieren sich gesellschaftlich und intellektuell, bleiben beruflich jedoch unterfordert. Um den Austausch zu fördern, laden wir – mit freundlicher Unterstützung der MindD-Stiftung – jeweils 30 bis 50 Mitglieder von Mensa zu einem Gespräch mit einer Führungspersönlichkeit ein. Ziel ist es, voneinander zu lernen, neue Perspektiven zu gewinnen und mögliche Formen der Zusammenarbeit zu entdecken.

Einige der Gesprächspartner*innen

Bernd Palenda und Isabell Kalbitzer, damals Leiter und Pressesprecherin des Berliner Verfassungsschutzes

Harald Eisenach, Vorsitzender der Regionalen Geschäftsleitung Ost der Deutschen Bank AG

Dr. Tanja Wielgoß, damals Vorstandsvorsitzende der Berliner Stadtreinigungsbetriebe BSR

Lorenz Maroldt, Chefredakteur des Tagesspiegels

Pegah Maham, Vizemeisterin im deutschsprachigen Debattieren

Dr. Gregor Gysi, damals u.a. Präsident der Europäischen Linken

Kai Diekmann, damals Gesamtherausgeber der BILD-Gruppe beim Axel Springer Verlag

Dieter Hallervorden, Geschäftsführer des Schlossparktheaters und der Wühlmäuse

Holger Friedrich, IT-Unternehmer und Eigentümer der Berliner Zeitung

… und einige mehr!

Das Orga-Team:

Organisiert wird das Format von drei Personen, die sowohl bei Leadership Berlin, Leadership Brandenburg als auch bei Mensa e.V. involviert sind:

Susan Kirch ist Mitglied und ehemalige Mitarbeiterin bei Leadership Berlin und Mitglied bei Mensa in Deutschland und wirkt u.a. auf Honorarbasis bei unserem Schwesterverein Leadership Brandenburg – Netzwerk Verantwortung e.V. mit.

Dr. Matthias Kribben ist Vorstandsvorsitzender der Dr. Kribben Finanzberatungs AG, Vize-Weltmeister im Fern-Schach, Teilnehmer des Jahresprogramms von Leadership Berlin im Jahr 2013 und Mitglied bei Leadership Berlin und bei Mensa in Deutschland.

Bernhard Heider ist Gründer und Geschäftsführer von Leadership Berlin – Netzwerk Verantwortung e.V., Mitglied von Leadership Brandenburg und von Mensa in Deutschland.

Customized Programme

Allgemeines

Neben unseren Programmformaten, die sich durch eine Vielfalt in der Teilnehmerzusammensetzung auszeichnen bieten wir auch Customized Programmformate, bei denen wir für von bis zu 40 Führungskräften aus einem Unternehmen einen Leadership Programmtag ausrichten. Solche Einzel-Programmtage verbinden gleich 3 Aspekte miteinander:

      1. Weiterbildung zur Weiterentwicklung der Leadership-Kompetenzen
      2. Teambuilding durch die gemeinsame Challenge auf unbekanntem Terrain
      3. CSR – Aktivität durch gemeinwohlorientierte Ausrichtung

In der Vergangenheit richteten wir beispielsweise in folgenden Kontexten Customized Programmtage aus:

A / Ein Tag im Strafvollzug

An einem Programmtag in einer Justizvollzugsanstalt erhält die Teilnehmergruppe erhält durch Gespräche mit Führungskräften im Beschäftigungs-, Wohn- und Therapiebereich – aber auch mit Gesprächen mit Inhaftierten – Einblicke in die Herausforderungen im Strafvollzug. Diese werden dann mit Anstalts- und Vollzugsleitung diskutiert. Bei Themen wie die nach Anerkennungskultur, Kritikkultur, Mitarbeitermotivation, Mitarbeitergewinnung und Krankenstandsquoten können dabei sowohl die Führungskräfte im Strafvollzug wie auch die teilnehmenden Führungskräfte eines Unternehmens daraus wertvolle Erkenntnisgewinne mitnehmen und sich dabei von einer ganz anderen Seite kennenlernen. Mitunter resultieren aus solchen Programmtagen Aufträge an den Fertigungsbereich der JVA, ein umgekehrtes Angebot der Einblicknahme für die Führungskräfte aus dem Strafvollzug oder auch Angebote im Hinblick auf die Resozialisierung.

B / Ein Tag in einer Schule im sozialen Brennpunkt

An einem Programmtag an einer Berliner Sekundarschule werden die Teilnehmenden nach kurzer Vorbereitung jeweils zu zweit eine Unterrichtsstunde zum Thema Berufsorientierung und Motivation bestreiten. Nach der anschließenden Reflexion mit der Schulleitung diskutieren die Teilnehmenden mit Schulleitung und externen Stakeholdern die Herausforderungen im Kontext Schule und wie die Ausbildungsfähigkeit von Schüler*innen erhöht werden können. Auch ein solches gemeinsames Erlebnis wird den Beschäftigten für sehr lange in Erinnerung bleiben. Und mitunter entwickeln sich aus solchen Programmtagen weitere Angebote wie Praktika, Einblicke in das Unternehmen für Klassen-Exkursionen bis hin zu Ausbildungsplätzen.

C / Partizipation und Transparenz

In Kleingruppenformaten haben die Teilnehmenden die Gelegenheit das Thema Partizipation und Transparenz allgemein oder auch am konkreten Beispiel mit Initiator*innen von Volksentscheiden zu diskutieren. Im Hinblick darauf, dass die meisten Volksentscheide – wie z.B. zur Offenlegung der Berliner Wasserverträge, dem unbebauten Erhalt des Tempelhofer Feldes, dem Nachtflug-Verbot am BER, dem Ausbau von Radwegen zulasten des Autoverkehrs oder auch der Enteignung von Deutscher Wohnen u.a. –bei Führungskräften in Wirtschaft und Verwaltung mitunter nicht sonderlich beliebt sind, bietet der Diskurs mit den Initiator*innen die Gelegenheit (für beide Seiten), unterschiedliche Sichtweisen zu erfahren und an der eigenen Argumentationsfähigkeit zu arbeiten. Und wenn Entscheidungen auf einer breiteren Grundlage getroffen werden und manche Eskalation vermieden werden kann, ist das ein schöner Nebeneffekt eines herausfordernden Leadership-Erlebnisses.

Leadership Berlin

„begegne dem anderen“ – nach diesem Motto bringt der gemeinnützige Verein Leadership Berlin – Netzwerk Verantwortung e.V.  in seinen Weiterbildungsprogrammen und Projekten Führungskräfte zu gleichen Teilen aus Wirtschaft, öffentlichem und Non-Profit-Bereich zusammen, die sich dann gemeinsam mit der gesellschaftlichen Dimension von Führungsverantwortung befassen.